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	<title>Bibelgelesen &#8211; jesus-follower.xyz</title>
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	<description>Predigten, Impulse und andere Inhalte von Verkündigung</description>
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	<title>Bibelgelesen &#8211; jesus-follower.xyz</title>
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		<title>Die Bibel &#8211; Gottes Wort in Menschen Wort &#8211; was bedeutet das eigentlich? Und welche Relevanz hat das für mein Leben?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[andreas_jesus-follower_admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Feb 2026 10:07:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibelgelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Christentum]]></category>
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		<category><![CDATA[historisch-kritisch]]></category>
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					<description><![CDATA[Was macht die Bibel für diese Christen so wertvoll, dass sie bereit sind ihr Leben dafür aufs Spiel zu setzen? 
Die Antwort ist einfach: Sie sind der Überzeugung, dass die Bibel das Wort Gottes ist. Sie sind der Überzeugung, dass die Bibel sagt, was Gottes Wille ist und wie er möchte, dass wir als Christen, als Nachfolger Jesu leben.
und deshalb sind sie bereit ihr leben dafür aufs Spiel zu setzen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
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<p>Predigt @home am Samstag 07.02.2026</p>



<p>Aus einem Bericht von Open Doors: Ein Ort im Irak. Ein 9 jähriges Mädchen presst ein Buch auf seine Brust und sagt mit fester Stimme: „Ohne meine Bibel geh ich nicht von hier weg“. Die Eltern, irakische Christen wissen nicht was sie tun sollen. Sollten sie bei Ihrer Flucht angehalten und durchsucht werden, könnte diese Bibel sie alle das Leben kosten. Sie beten gemeinsam um Gottes Schutz. Dann entscheiden sie, dass das Kind die Bibel mitnehmen darf.</p>



<p>Menschen riskieren ihr Leben nur um eine Bibel mit zu nehmen. Wie absurd ist diese Geschichte die ich gerade erzählt habe, für Dich? Während in Deutschland und vielen anderen Ländern die Bibeln im Regal verstauben – die Menschen zwei oder mehr Bibel haben, aber keine davon lesen – gibt es für Christen in einigen Ländern, nichts wertvolleres als eine Bibel zu besitzen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was macht die Bibel für diese Christen so wertvoll, dass sie bereit sind ihr Leben dafür aufs Spiel zu setzen?</h3>



<p>Die Antwort ist einfach: <strong>Sie sind der Überzeugung, dass die Bibel das Wort Gottes ist. Sie sind der Überzeugung, dass die Bibel sagt, was Gottes Wille ist und wie er möchte, dass wir als Christen, als Nachfolger Jesu leben.</strong><br>und deshalb sind sie bereit ihr leben dafür aufs Spiel zu setzen.</p>



<p>Die Meinungen über die Bibel sind sehr vielfältig. Für manche Menschen ist die Bibel, ein „Buch mit sieben Siegeln“. Unverständlich und missverständlich. Für manche ist die Bibel ein Märchenbuch. Für andere ein großartiges literarisches Werk. Wieder andere sehe in der Bibel, das unabänderliches Wort Gottes. Es gibt Menschen, die durch das Lesen der Bibel zum Glauben gekommen sind. Und es gibt Menschen, die schockiert sind, welche Brutalität dort gerechtfertigt wird.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Warum ist das so, dass die Bibel so unterschiedlich gelesen oder wahrgenommen wird?</h3>



<p>Aus meiner Sicht, gibt es da zwei wesentliche Punkte.<br>1. mit welcher Brille lese ich die Bibel. Als literarisches Werk, als Märchenbuch, als Glaubenszeugnis von Menschen, die etwas mit Gott erlebt haben, als Gottes Wort in Menschen Wort oder als Wort für Wort eingegebenes Reden Gottes<br>2. lese ich die Bibel, mit dem Heiligen Geist oder ohne ihn – dazu komme ich später nochmals.</p>



<p>Es ist gut, wenn wir als Mitarbeitergemeinde wissen, mit welcher Brille wir die Bibel lesen, denn das sagt etwas darüber aus, wie wir sie interpretieren und auslegen wollen. Sonst lesen wir das Gleiche und verstehen es völlig unterschiedlich oder wir verwenden wir u.U. die gleichen Worte, aber meinen völlig unterschiedliche Dinge.</p>



<p>Deshalb haben kluge Menschen in unserem Grundverständnis der MAG formuliert, wie wir die Bibel als MAG verstehen wollen. Dort steht:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Wir verstehen die Bibel als Gottes Wort, vom Heiligen Geist inspiriert und von Menschen geschrieben (Gottes Wort im Menschen Wort). Dabei benutzte Gott die Intelligenz, die Individualität, den literarischen Stil und die persönlichen Gefühle der menschlichen Verfasser.</p>



<p>In der Bibel begegnen wir Jesus Christus als dem end-gültigen Wort Gottes.</p>



<p>Die Bibel ist für uns der verbindliche Maßstab unseres Glaubens. An ihr wollen wir unser Leben ausrichten. Unsere Verkündigung und alles aktuelle Reden Gottes heute (prophetische Aspekte) sind an ihr zu überprüfen. Es gibt keine Offenbarung Gottes über die Bibel hinaus.</p>



<p>Wie die Schreiber der biblischen Bücher auf die Leitung des Hl. Geistes angewiesen waren, so sind auch wir es beim Lesen der Bibel.</p>



<p>Die zentrale Mitte des Neuen Testamentes ist Jesus Christus. Von ihm aus erschließt sich uns die ganze Bibel.</p>
</blockquote>



<p>richtig gut formuliert finde ich das.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>im Grundverständnis wird festgehalten, wie wir gemeinsam die Bibel lesen, auslegen und verstehen wollen.</li>



<li>mit diesem Bibelverständnis, also dem Gottes Wort in Menschen Wort, bewegen wir uns zwischen rein historisch-kritischem Bibelverständnis, in dem z.B. Wunder nicht möglich sind, und damit auch keine leibliche Auferstehung, und einem Verständnis der Bibel als verbal-inspiriert, was bedeutet, dass jedes Wort genau die Bedeutung hat, und so verstanden werden muss, wie es dasteht. Unabhängig von der Situation in der es hinein gesprochen wurde.</li>
</ul>



<p>Ich erkläre das später noch etwas genauer, inkl. Beispiel.</p>



<p>Soweit so gut, aber </p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie sind wir eigentlich dazu gekommen, dass wir als MAG die Bibel so lesen, auslegen und verstehen wollen, wie wir es im Grundverständnis festgehalten haben? </h3>



<p>Dazu drei Punkte:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Jesus selber hält die Bibel für vertrauenswürdig</li>



<li>Zuverlässigkeit der biblischen Aussagen</li>



<li>Statistik</li>
</ol>



<ol class="wp-block-list">
<li>Jesus selbst hält die Bibel für vertrauenswürdig und gültig:</li>
</ol>



<ul class="wp-block-list">
<li>in Lukas 17,26–32: spricht Jesus über Noah und Lot als historische Personen und Ereignisse: <em>„In den Tagen, in denen der Menschensohn kommt, wird es sein wie in den Tagen Noahs.[…] Es wird auch sein wie in den Tagen Lots. …“ </em>Jesus geht davon aus, dass Noah und Lot gelebt haben und das was in den Schriften erzählt wird, historische Erzählungen sind.</li>



<li>in Matthäus 5,17–18, sagt Jesus: <em>„Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz oder die Propheten außer Kraft zu setzen. Ich bin nicht gekommen, um außer Kraft zu setzen, sondern um zu erfüllen. Denn ich sage euch: Solange Himmel und Erde nicht vergehen, wird auch kein einziger Buchstabe und nicht ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen; alles muss sich erfüllen.“</em> Jesus betont hier die unveränderliche Gültigkeit der Schrift. (Gesetz meint nicht nur die 10 Gebote, sondern einen großen Teil dessen, was wir heute als Altes Testament bezeichnen)</li>



<li>in Johannes 10,35: sagt Jesus wortwörtlich<em> „…und was die Schrift sagt, ist unumstößlich!“</em> Jesus sagt also, dass die Schrift, die hebräische Bibel eine unfehlbare Autorität hat.</li>



<li>es gibt noch weitere Bibelstellen, die das unterstreichen</li>
</ul>



<p><strong>Wir halten fest: Jesus versteht die hebräische Bibel als belastbares geschichtliches Zeugnis, wahrer Ereignisse!</strong></p>



<p>Ich komme zu</p>



<p>2. Zuverlässigkeit der biblischen Aussagen</p>



<p>Vorweg: Keine einzelne der folgenden Aussagen, „beweist“ die Bibel. Aber – und ich kratze mit dem was ich nun sage nur an der Oberfläche, im Gesamtzusammenhang zeigt sich, dass es kein vergleichbares „Geschichtsbuch“ gibt, dass auch nur ansatzweise ähnlich vertrauenswürdig ist, wie die Bibel.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Textkritik: In Qumran wurde ein Jesaja Text gefunden, der etwa 1000 Jahre älter war, als der bis dahin älteste Jesaja Text. Man hat diese miteinander verglichen und festgestellt, dass der hebräische Bibeltext über diese knapp 1000 Jahre sehr stabil überliefert wurde. 95% sind identisch. Unterschiede bestehen in unterschiedlichen Schreibweisen und auch kleine Schreibfehler. Der Sinn des Textes dagegen ist unverändert.</li>



<li>Es gibt zahlreiche archäologische Funde, die beweisen, dass die geschichtlichen Aussagen der Bibel korrekt sind. z.B. die sog. Tel-Dan-Stele, die einen „König aus dem Haus Davids“ belegt, und auch den Zeitraum bestätigt, in der David nach biblischem Zeugnis gelebt hat. Nur ein Beispiel, es gibt viele weitere, die die Zuverlässigkeit der biblischen Überlieferungen unterstreichen.</li>



<li>Details, die man lieber nicht erzählen würde. wie z.B. das Versagen der Jünger, oder dass die ersten Zeugen der Auferstehung Frauen sind. Diese Punkte sprechen dafür, dass es Erinnerungen sind und keine Konstruktionen. Sonst hätte der Erzähler es anders dargestellt.</li>



<li>Die Bibel entstand über einen Zeitraum von ~1500 Jahre, und beinhaltet viele literarische Gattungen und hat mehr als 40 verschiedene Autoren. Trotzdem zeigt sich in der Bibel eine durchgehende, sich entwickelnde Heilsgeschichte (von Schöpfung–Sünden-Fall–Verheißung der Rettung –Erfüllung der Rettung in Jesus –Hoffnung auf eine zukünftige Welt). Dies spricht sehr stark für einen Meta-Erzähler. Jemanden, der im Hintergrund den Überblick behält.</li>
</ul>



<p><strong>Wir halten fest: es gibt sehr viele Indizien, die beweisen, dass die Bibel und die dort geschilderten Ereignisse, vertrauenswürdig sind.</strong></p>



<p>3. Statistik</p>



<p>über 300 Textstellen aus dem alten Testament, finden sich im Leben Jesu wieder. Statistiker wie Peter Stoner haben berechnet, dass die Wahrscheinlichkeit, dass nur 8 dieser Prophezeiungen zufällig in einer Person erfüllt werden, bei 1 zu 10¹⁷ liegt. Bei 48 Prophezeiungen steigt die Wahrscheinlichkeit auf 1 zu 10¹⁵⁷. Wer möchte kann ausrechnen, welche Zahl bei 300 erfüllten Prophezeiungen herauskommt. </p>



<p><strong>Wir halten fest, die Statistik spricht klar dafür, dass die in der Bibel beschriebenen Ereignisse und Aussagen, nicht zufällig sind.</strong></p>



<p>Ich wiederhole:<br>• Jesus versteht die hebräische Bibel als belastbares geschichtliches Zeugnis, wahrer Ereignisse!<br>• es gibt sehr viele Indizien, die beweisen, dass die Bibel und die dort geschilderten Ereignisse, vertrauenswürdig sind.<br>• die Statistik spricht klar dafür, dass die in der Bibel beschriebenen Ereignisse und Aussagen, nicht zufällig sind</p>



<p><strong>Wir halten insgesamt fest: die Bibel ist sehr vertrauenswürdig und hat dadurch einen hohen Anspruch auf Autorität.</strong></p>



<p>Was bedeutet es denn nun konkret, Gottes Wort in Menschen Wort, also wenn wir die Bibel so verstehen, wie es in unserem Grundverständnis dargelegt ist?</p>



<p>Vorhin habe ich kurz vom historisch-kritischen und verbal-inspirierten Bibelverständnis gesprochen. und dass wir uns mit unserem Bibelverständnis Gottes Wort in Menschen Wort, dazwischen bewegen.<br>Es ist gut sich das kurz im Überblick anzuschauen.</p>



<p>Wer <strong>historisch-kritisch</strong> die Bibel liest, der nimmt Geschichte, Kontext und auch die literarische Gattung sehr ernst. Es gibt keine Wunder, d.h. diese sind im übertragenen Sinn zu verstehen. Es gibt damit auch keine Auferstehung. Die biblischen Texte sind in diesem Fall Zeugnisse des Glaubens. Sie sind keine Berichte von historischen Ereignissen.</p>



<p>Wer die Bibel mit dem Verständnis <strong>Gottes Wort in Menschen Wort</strong> liest, der nimmt sowohl die Bibel als Wort Gottes ernst, weiß aber auch um die Individualität der Autoren, und dass ihre Persönlichkeit in das was sie aufgeschrieben haben mit eingeflossen ist. Wunder und damit die Auferstehung Jesu sind möglich. Und in der Bibel finden sich viele tatsächliche historische Ereignisse, die von Menschen aufgeschrieben worden unter Mitwirkung des Heiligen Geistes.</p>



<p>Wer in der Bibel das <strong>verbal-inspirierte Wort Gottes</strong> sieht, der hat ein sehr starkes Vertrauen in die Autorität der Bibel. Alles ist 1:1 so passiert, wie es in der Bibel berichtet wird. Die Situation, des Textes, geschichtlich oder kulturell ist nicht so wichtig. Denn: Gott hat den Autoren Wort für Wort eingegeben, was sie schreiben sollen.</p>



<p>Wichtig: es gibt auch innerhalb der jeweiligen Bibelverständnisse durchaus Unterschiede. In meinen Beispielen, verwende ich aber sozusagen eine Art „Reinform“.</p>



<p>Ein Beispiel um es etwas zu veranschaulichen, was das jeweilige Bibelverständnis für einen Bibeltext bedeuten kann.</p>



<p>Die Schöpfungsgeschichte <a href="https://www.bibleserver.com/NG%C3%9C.MENG.LUT/1.Mose1">(1. Mose 1+2)</a></p>



<p><strong>→ historisch-kritisch</strong>: mythische/ symbolische Erzählung ohne naturwissenschaftliche Fakten. Die eigentliche Aussage ist: Gott ist der Schöpfer, die Welt ist kein Zufall.<br><strong>→ verbal-inspiriert</strong>: In sechs mal 24 Stunden hat Gott die Welt erschaffen. Die Erde ist nur ca. 10000 Jahre alt. Die Jahreszahlen in der Chronologie von Adam bis Abraham dienen als Berechnungsgrundlage.<br><strong>→ Gottes Wort in Menschen Wort</strong>: Glaube, dass es möglich ist, dass Gott in sechs mal 24 Stunden die Welt erschaffen hat. Aber nicht unbedingt, dass er es so gemacht haben muss. Aber er kann durch sein Wort „erschaffen“!</p>



<p>Das Beispiel habe ich jetzt sehr holzschnittartig erklärt. Es gibt einen KG Abend, in dem ihr euch damit intensiver beschäftigen könnt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wichtig ist auch, was ändert sich denn an meiner Glaubenspraxis, wenn ich die Bibel mit einer bestimmten Brille lese? </h3>



<p>Das möchte ich kurz am Beispiel Gebet verdeutlichen.</p>



<p><strong>Historisch-kritisch:</strong><br>Gebet verändert den Beter: Es klärt Gedanken, stärkt Haltung und macht handlungsfähig, weil sich der Blick verändert. – keine Erwartung von Gottes Eingreifen.</p>



<p><strong>Verbal-inspiriert:</strong><br>Gebet verändert auch die Situation: Im Glauben an wörtliche Verheißungen wird Gottes Eingreifen erwartet und teilweise auch eingefordert. Die innere Haltung des Glaubens wird als Schlüssel angesehen.</p>



<p><strong>Gottes Wort in Menschenwort:</strong><br>Gebet verändert Beter und u.U. auch die Situation: Es geht um Beziehung zu Gott. Und in dieser vertrauensvollen Beziehung wirkt Gott wie es ihm gefällt. Er kann eingreifen, tut es aber nicht immer. Und das Eingreifen Gottes ist nicht immer so wie erwartet oder erwünscht, aber so, dass ER zu seinem Ziel kommt.</p>



<p>Ich komme zum nächsten Punkt.</p>



<p>Nun kommt es in der Bibel vor, dass z.B. in den Evangelien unterschiedliche Varianten eines Ereignisses erzählt werden. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie gehen wir damit um, dass in der Bibel teilweise unterschiedliche Varianten eines Ereignisses erzählt werden?</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Manche Unterschiede erklären sich u.U. daraus, dass es unterschiedliche Ereignisse sind.
<ul class="wp-block-list">
<li>Beispiel: In allen vier Evangelien wird von einer Salbung Jesu erzählt. Lukas erzählt davon, dass die Füsse gesalbt werden und es eine sündige Frau ist. Markus und Matthäus erzählen von einer Salbung am Kopf, nennen nur eine Frau als ausführende und bei Johannes ist es Maria, die Schwester von Lazarus, die Jesu Kopf salbt. Wenn man genau hinschaut, dann wird klar: Es sind mindestens zwei, vielleicht sogar drei unterschiedliche Ereignisse die hier ähnlich erzählt werden.</li>
</ul>
</li>



<li>Manche Unterschiede lassen sich erklären, weil die Erzähler unterschiedliche Perspektiven einnehmen und unterschiedliche Zielgruppen vor Augen haben. In diesem Fall sind die Unterschiede vor allem theologische Akzente, oder dem Vorwissen, oder Nichtwissen der Leserschaft zu tun.
<ul class="wp-block-list">
<li>Beispiel: Die Evangelien erzählen alle das Leben und Sterben Jesu. Aber jedes hat einen besonderen Blickwinkel darauf. Das liegt daran, dass sie für unterschiedliche Zielgruppen geschrieben wurden. Und es liegt natürlich auch an den Autoren. Jeder von ihnen hat seine individuelle Sicht darauf, was bei Jesus besonders wichtig ist. Klar ist aber auch, dass die Evangelien sich in ihren Grundaussagen in keiner Weise widersprechen.</li>
</ul>
</li>



<li>Manche Unterschiede sind kulturelle und / oder sprachliche Besonderheiten. 
<ul class="wp-block-list">
<li>Wie wir heute ein Ereignis erzählen und wie die Menschen zur Zeit Jesu erzählt haben, kann sehr unterschiedlich sein. In der sog. semitischen Erzählweise ist die Bedeutung von Zahlen nicht immer numerisch, sondern häufig symbolisch. d.h. drei Tage sind nicht unbedingt 72 Stunden, sondern können auch einfach eine kurze Zeit bezeichnen.</li>



<li>Wir denken Ereignisse chronologisch, also in der zeitlichen Reihenfolge. Semitisch denkt viel stärker in Inhalten, d.h. es wird das zusammen gefasst, was inhaltlich zueinander passt.</li>
</ul>
</li>
</ul>



<p>Sehr komplex und spannend. Dazu hab ich einen KG Abend zusammen gestellt.</p>



<p><strong>Trotzdem wird es so sein, dass wir zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen, was die Bibel sagt, auch wenn wir grundsätzlich sagen, die Bibel ist Gottes Wort in Menschen Wort.<br>Warum ist das so?</strong></p>



<p>Zunächst einmal:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>das ist normal – und nicht anders zu erwarten. Jeder von uns legt die Bibel, auch wenn wir die gleiche Brille aufziehen, auch aufgrund von Erfahrungen, Lebensereignisse oder sonstigen Prägungen aus. Im Bild könnte man sagen, wir sehen unterschiedlich, selbst bei gleicher Brille. Man könnte vielleicht sagen, unsere Brillengläser fokussieren unterschiedlich. Und deshalb kommen wir auch teilweise zu unterschiedlichen Ergebnisse.</li>



<li>WICHTIG: Jesus ist das endgültige Wort Gottes – wir glauben an IHN, nicht an die Bibel. Jesu Autorität ist absolut und die Bibel ist eine Ableitung von dieser absoluten Autorität Jesu. Und unser Verständnis der Bibel oder unsere Interpretation ist wiederum eine Ableitung davon.</li>
</ul>



<ol class="wp-block-list">
<li>Autorität = Jesus = absolut</li>



<li>Autorität = Bibel</li>



<li>Autorität = unsere Überzeugung</li>



<li>Autorität = dreimal abgeleitet die Interpretation/ Predigt</li>
</ol>



<p> je mehr wir von Jesus von der absoluten Autorität Jesu entfernen, desto größer ist die Vielfalt der Meinungen auch unter uns</p>



<p>Vieles von dem was ich gesagt habe, waren jetzt Indizien oder Erklärungen. Es war der Versuch, intellektuell zu argumentieren und verständlich zu machen, wie das mit der Bibel ist. Nun kommt aber das letztlich entscheidende, das ich bereits am Anfang erwähnt habe: </p>



<h3 class="wp-block-heading">Es kommt drauf an, dass wir beim Lesen der Bibel, dem Heiligen Geist Raum geben, dass ER uns Verständnis gibt und hilft die Bibel so zu verstehen, wie Gott will, dass wir sie verstehen.</h3>



<p>Damit der HG diesen Raum bekommt, uns die Bibel erklären zu können ist wichtig, dass wir</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>darum bitten, dass uns der Heilige Geist uns die Bibel erklärt</li>



<li>unverständliche oder mir nicht genehme Aussagen nicht weg argumentieren und auch nicht sagen: das kann nicht sein, da muss der Erzähler was falsches geschrieben haben.
<ul class="wp-block-list">
<li>Beispiel: Befehl Ehebrecher (Mann und Frau) zu steinigen. (<a href="https://www.bibleserver.com/NG%C3%9C.MENG.LUT/5.Mose22%2C22">5.Mose 22,22</a>). </li>



<li>ich kann diese Textstelle weg argumentieren, indem ich sage: das ist nicht mehr zeitgemäß! Das sollte ich aber nicht tun, </li>
</ul>
</li>



<li>sondern
<ul class="wp-block-list">
<li>erst mal selbst-kritisch fragen: wessen Maßstab ist entscheidend? Meiner oder Gottes? also im Beispiel, wenn Gott das wirklich gesagt haben sollte, dass Menschen, die Ehebruch begangen haben, gesteinigt werden soll, könnte ich das dann akzeptieren? oder nicht? Muss sich Gott an meine Wertvorstellungen anpassen? Oder geht es darum, mehr und mehr Gottes Wertvorstellungen anzunehmen?</li>



<li>dann im Licht Jesu betrachten. Jesus zeigt uns, wie Gott ist.
<ul class="wp-block-list">
<li>im Beispiel Ehebruch: ihr kennt die Geschichte, wo die Ehebrecherin vor Jesus gebracht wird und die Leute ihn fragen, ob sie tun sollen, was Mose geboten hat. Sie steinigen. Am Ende rechtfertigt Jesus ihren Ehebruch nicht. Aber er verurteilt sie auch nicht, sondern sagt zu ihr: „Sündige in Zukunft nicht mehr!“</li>
</ul>
</li>
</ul>
</li>



<li>leider löst sich eine Fragestellung nicht immer so gut auf. Wenn das der Fall ist, dann sollte ich akzeptieren: <strong>ich muss und kann nicht alles verstehen und kann und muss auch nicht immer Gottes Wege/ Entscheidungen verstehen.</strong></li>



<li>was unverständlich bleibt oder mir weiterhin nicht in mein Gottesbild passt: stehen lassen und mit Gott darüber ins Gespräch kommen.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Ich komme zum Schluss</h3>



<p><strong>Die Bibel hat für jeden Menschen, der Jesus nachfolgen will, höchste Relevanz.</strong> Das geht gar nicht anders. Denn die Bibel ist die einzige Quelle, aus der wir erfahren können, wer Gott ist!<br>Wir glauben an Jesus, als das lebendige Wort Gottes. Die Bibel ist die erste Ableitung dieses Wortes.<br>In der Bibel erfahren wir, oder können wir nachlesen, wie Gott ist. In dem was Menschen aufgeschrieben haben, in dem was die Bibel über das Leben und Wirken Jesu erzählt.<br>Und wenn wir etwas genauer hinschauen, dann wird klar. Dieser Jesus ist Liebe. Aber er ist auch Gerechtigkeit. Dieser Jesus ist Barmherzigkeit, aber er ist auch Wahrheit. Und ich bleibe jetzt mal bei diesen vier Begriffen, auch wenn sie natürlich nur einen Teilaspekt Jesu zeigen.<br>Dieser Jesus ist Liebe, Barmherzigkeit, Gerechtigkeit und Wahrheit. Zwischen diesen vier Begriffen besteht eine Spannung, die sich nicht einfach auflöst: Liebe und Barmherzigkeit neigen zur Vergebung, während Gerechtigkeit und Wahrheit Strenge und Klarheit fordern. Jesus verkörpert diese Spannung. Besonders deutlich wird das am Kreuz, wo Gottes Gnade und Wahrheit sich begegnen, ohne dass sie sich gegenseitig aufheben.</p>



<p>Und auch wir sollten diese Spannung nicht auflösen, können es auch gar nicht.<br>Wenn wir von dieser Spannung wissen und im Hinterkopf haben dass es sie gibt, dann können wir auch eher unterschiedliche Meinungen oder Interpretationen akzeptieren. Es kann sein, dass die andere Meinung oder Interpretation einen anderen Aspekt betont, als ich das tue! Und das darf so sein. Mehr noch, es ist manchmal sogar gut so, denn es ergänzt meine eigene Wahrnehmung von Jesus. Aber das auszuführen, ist eine eigene Predigt.</p>



<p>Und wir sollten noch bedenken, ob das über das wir streiten, tatsächlich den Streit wert sind. Prio eins ist, was die Bibel über Jesus aussagt und über den Erlösungsplan Gottes für uns Menschen. Alles andere ist zweit oder drittrangig.</p>



<p>Amen</p>



<p>Zwei Fragen für eine kurze Zeit der Stille:<br>Welchen Stellenwert hat die Bibel gerade in meinem Leben?<br>Welchen will ich ihr geben?</p>



<p>Blogpost Foto von <a href="https://unsplash.com/de/@aaronburden?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Aaron Burden</a> auf <a href="https://unsplash.com/de/fotos/schwarzes-buch-auf-grauem-holztisch--uj3Y7r1BeM?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Elia &#8211; Gehorsam und Glaube</title>
		<link>https://jesus-follower.xyz/elia-gehorsam-und-glaube/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Peschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Jun 2025 16:26:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibelgelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Predigt]]></category>
		<category><![CDATA[1.Könige17]]></category>
		<category><![CDATA[Elia]]></category>
		<category><![CDATA[Gehorsam]]></category>
		<category><![CDATA[Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[Isebell]]></category>
		<category><![CDATA[Leid]]></category>
		<category><![CDATA[Prophet]]></category>
		<category><![CDATA[Toten Auferweckung]]></category>
		<category><![CDATA[Witwe]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://jesus-follower.xyz/?p=1711</guid>

					<description><![CDATA[Heute darf ich uns mit in die Ereignisse hinein nehmen, die vor den Geschehnissen auf dem Karmel passieren. Und, kleiner Spoiler, auch bei diesen Ereignissen spielt das glaubensvolle Gebet eine wesentliche Rolle. Ahab ist König in Israel, und er erzürnt Gott dadurch, dass er fremde Götter anbetet und eine heidnische Frau heiratet, die den Baalskult in Israel einführt, bzw. fördert. Alles was jetzt passiert, sind Folgen des Götzendienstes, den Ahab getan, bzw. gefördert hat. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Predigt im <a href="https://www.einanderergottesdienst.de">eAg</a>, am Sonntag 22.Juni 2025</p>



<p>Liebe eAg Gemeinde,</p>



<p>die Geschichte, von dem Gottesurteil auf dem Karmel, bei dem der Prophet Elia gegen hunderte Baalspriester antritt, ist wohl eine der bekanntesten der Bibel. Letzte Woche wurden wir in diese Ereignisse mit hineingenommen und die Predigt hat uns herausgefordert, so glaubensvoll zu beten, wie Elia es getan hat – denn auf dem glaubensvollen Gebet, liegt eine große Verheisssung. <sup class="modern-footnotes-footnote ">1</sup></p>



<p>Heute darf ich uns mit in die Ereignisse hinein nehmen, die vor den Geschehnissen auf dem Karmel passieren. Und, kleiner Spoiler, auch bei diesen Ereignissen spielt das glaubensvolle Gebet eine wesentliche Rolle.<br>Ich teile den Text in drei Abschnitte.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-medium-font-size">1.Könige 17, 1-10a<br>Da sagte Elia, der Thisbiter, aus Thisbe in Gilead, zu Ahab: »So wahr der HERR, der Gott Israels, lebt, in dessen Dienst ich stehe: es soll in den nächsten Jahren weder Tau noch Regen fallen, es sei denn auf mein Wort!«# #2 Hierauf erging das Wort des HERRN an ihn also:# #3 »Gehe weg von hier und wende dich ostwärts und verbirg dich am Bache Krith, der östlich vom Jordan fließt.# #4 Aus dem Bache sollst du trinken, und den Raben habe ich geboten, dich dort mit Nahrung zu versorgen.«# #5 Da ging er weg und tat nach dem Befehl des HERRN: er ging hin und ließ sich am Bache Krith nieder, der auf der Ostseite des Jordans fließt;# #6 und die Raben brachten ihm Brot und Fleisch am Morgen und ebenso am Abend, und er trank aus dem Bache.# #7 Als dann aber der Bach nach einiger Zeit trocken wurde, weil kein Regen im Lande gefallen war,# #8 erging das Wort des HERRN an ihn also:# #9 »Mache dich auf, begib dich nach Zarpath[1], das zu Sidon gehört, und bleibe daselbst! Ich habe einer Witwe dort geboten, für deinen Unterhalt zu sorgen.«# #10 Da machte er sich auf den Weg und begab sich nach Zarpath;</p>
</blockquote>



<p>In diesem ersten Abschnitt geht es um den Propheten Elia und um Ahab, den König von Israel, der in der Bibel als schlimmer bezeichnet wird, als seine Vorfahren. Und die waren auch schon schlimm.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ahab</h3>



<p>ist König in Israel, und er erzürnt Gott dadurch, dass er fremde Götter anbetet und eine heidnische Frau heiratet, die den Baalskult in Israel einführt, bzw. fördert. So hat Ahab z.B. einen Baalstempel in Samaria erbaut. Die Bibel sagt zu seinen Taten schlicht: </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-medium-font-size">Ahab tat, was der Herr verurteilt. Er handelte sogar noch schlimmer als alle vor ihm. 1.Könige 16, 30</p>
</blockquote>



<p>Alles was jetzt passiert, sind Folgen des Götzendienstes, den Ahab getan, bzw. gefördert hat. Und die Folgen sind fatal: Drei Jahre und sechs Monate sollte es nicht regnen. Und das, weil ein König sich nicht an Gottes Gebote hält. Die Taten des Königs haben eben nicht nur Auswirkungen auf sein Leben und das seiner direkten Umgebung. Die Taten eines Königs haben Auswirkungen auf ganz Israel, sein ganzes Volk und sogar auf die Nachbarstaaten. <strong>Hier zeigt sich: Wer ein Leiter ist, hat eine sehr hohe Verantwortung.</strong> </p>



<p>Für uns bedeutet das: wir müssen uns klar machen, dass jemand, der Verantwortung für andere Menschen hat, in einer Position ist, wo das eigene Verhalten, eben auch Auswirkungen auf die Menschen hat, für die er die Verantwortung übernommen oder bekommen hat. </p>



<p>Das Verhalten der Eltern hat Auswirkungen auf die Kinder. Das des Lehrers auf die Schüler. Das des Gruppenleiters auf die Teilnehmer. Das des Pfarrers auf die Gemeinde. Das der Spartenleitung auf die Sparte. Wenn der Präsident der USA entscheidet, die Atomanlagen des Iran zu bombardieren, dann hat das ggf. Auswirkungen auf die ganze Welt. Wenn der Führer der iranischen Republik, Jahrzehnte lang davon spricht Israel zu vernichten und die Juden ins Meer zu werfen, und die Ernsthaftigkeit dadurch unterstreicht, dass Terrorgruppen wie die Hamas oder Hizbulla finanziert werden, dann hat das Auswirkungen auf den ganzen Iran. ….. ich denke, das brauche ich nicht weiter ausführen. Schauen wir in unser Leben, schauen wir in diese Welt. Dann sehen wir: es stimmt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Elia</h3>



<p>sagt was er von Gott hört. Es soll so lange kein Regen fallen, bis Elia sagt, dass es wieder regnen soll. Letzte Woche haben wir bereits gehört, dass Elia, als er dieses prophetische Wort ausgesprochen hatte, die Erfüllung dieses Wortes, trotzdem noch im Gebet ergreifen, bzw. erflehen musste. <sup class="modern-footnotes-footnote ">2</sup>Daher will ich hierauf nur kurz eingehen: der Wille Gottes passiert nicht einfach von alleine. Wir sind dazu gerufen uns mit dem Willen Gottes im Gebet eins zu machen und auch in dem was wir tun. Und warum ist das so?<strong> Weil Gott uns sehr gerne mit hineinnimmt, in das was er tut und uns teilhaben lassen will an Seinem Wirken.</strong></p>



<p>Was auffällig ist, ist dass Elia keinerlei Diplomatie anwendet. Er führt keinen Smalltalk, er versucht nicht, Ahab davon zu überzeugen, dass er doch bitte aufhören soll, den Baalskult in Israel zu fördern. Zumindest berichtet uns die Bibel nix davon. Ich bin davon überzeugt: Elia spricht das prophetische Wort aus, weil es Zeit ist zu handeln, und nicht mehr zu reden.<br>Elia war sicherlich klar, dass 3,5 Jahre ohne Regen für viele Menschen in Israel und darüber hinaus ein Todesurteil sein würde. Trotzdem hat er es ausgesprochen und dann im Gebet darum gerungen, dass es passiert.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wer hat die Verantwortung?</h3>



<p>Vorhin habe ich erklärt, dass Ahab als König Verantwortung für sein Volk hat und seine Taten, Auswirkungen auf das Volk haben. Auch Elia hat Verantwortung. Er ist Prophet und hat den Auftrag, das Volk zurück zu Jaweh zu führen. Sein Handeln, oder in dem Fall, das Aussprechen des prophetischen Wortes, dass es nicht Regnen wird, hat Auswirkungen. Auswirkungen auf Elia selber, auf das Volk Israel und auf die Umgebung. Man könnte jetzt sagen, dass Elia verantwortlich ist, dafür, dass Menschen verhungern. Oder dass Gott dafür verantwortlich ist. Kann man so sehen. Aber, und das ist wichtig: Der eigentliche Verursacher ist nicht Elia, auch nicht Gott. Der eigentliche Verursacher ist Ahab und sein Verhalten mit dem Baalskult.<br>Wir sollten immer bedenken, wer ist der eigentliche Verursacher? Und was sind Folgen die aufgrund des Verursachenden geschieht?<br>Das ist brandaktuell, wenn wir Nachrichten schauen und versuchen einzuordnen, wer hat hier welche Verantwortung, wer ist der Verursacher, der Täter, der Betroffene? <sup class="modern-footnotes-footnote ">3</sup></p>



<p>Und gleich nachdem Elia gegenüber Ahab die Drohung ausgesprochen hat, dass es nicht Regnen wird, bis Elia es sagt, erhält Elia ein neues Wort von Gott. Und Elia tut was Gott ihm sagt. Er geh zum Bach Kerit (heutiges Jordanien), und später dann, nach Serepta (heutiger Libanon). Beides mal verbunden mit dem Versprechen, dass Gott ihn dort versorgen wird. Und so kommt es auch. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Gehorsam und Glaube</h3>



<p>Elia ist gehorsam. Er geht dorthin, wo Gott sagt, wo er hingehen soll. Er vertraut darauf, dass Gott ihn versorgt, wie er es ihm versprochen hat. Durch seinen Gehorsam und seinen Glauben, dass das geschieht, was Gott verheißt, passiert das Wunder, dass Elia durch Raben versorgt wird. Gehorsam und Glaube, gehören sehr oft zusammen und sind wichtige Voraussetzungen dafür, dass sich ereignet, was Gott versprochen hat. Der Gehorsam ist dabei bereits eine Form des Glaubens, dass Gott erfüllt, was er verspricht.<br>Gott schickt Elia ins Ausland. Beide Orte sind außerhalb von Israel. Zuerst östlich des Jordan, dann in den Norden, zu den Phöniziern. Elia wird ein Flüchtling. Er ist ein Asylsuchender, auch wenn es das damals so noch nicht gab. Denn er ist politisch verfolgt. Wäre er in Israel geblieben, hätte Ahab ihn aufgespürt und sicherlich getötet. Spannend an dem zweiten Ort ist: Isebel, die Frau von Ahab, und diejenige, die den Baalskult in Israel eingeführt hat, kommt aus Sidon, das ganz in der Nähe von Serepta liegt. Warum schickt Gott Elia dort hin? Dort, wo der Baalskult herkommt und die Oberhand hat? Vermutlich hat das praktische Gründe. Wer würde den Flüchtling, der den Baalskult bekämpft, denn dort vermuten, wo der Baalskult her kommt?</p>



<p>Ich komme zum zweiten Teil des Bibeltextes.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-medium-font-size">1.Könige 17, 10b-16<br>und als er am Stadttor ankam, war dort eine Witwe gerade damit beschäftigt, Holz zusammenzulesen. Er rief sie an mit den Worten: »Hole mir doch ein wenig Wasser in einem Kruge, damit ich trinke!«# #11 Als sie nun hinging, um es zu holen, rief er ihr die Worte nach: »Bring mir doch auch einen Bissen Brot mit!«# #12 Aber sie antwortete: »So wahr der HERR, dein Gott, lebt! Ich besitze nichts Gebackenes; nur noch eine Handvoll Mehl ist im Topf und ein wenig Öl im Kruge. Eben lese ich ein paar Stücke Holz zusammen, dann will ich heimgehen und es für mich und meinen Sohn zubereiten, damit wir es essen und dann sterben.«# #13 Doch Elia antwortete ihr: »Fürchte dich nicht, gehe heim und tu, wie du gesagt hast; doch zuerst bereite mir davon einen kleinen Kuchen und bringe ihn mir her! Darnach magst du für dich und deinen Sohn auch etwas zubereiten.# #14 Denn so hat der HERR, der Gott Israels, gesprochen: ›Das Mehl im Topf soll nicht ausgehen und das Öl im Kruge nicht abnehmen bis zu dem Tage, wo der HERR wieder Regen auf den Erdboden fallen läßt.‹«# #15 Da ging sie hin und kam der Weisung Elias nach; und sie hatten lange Zeit zu essen, er und sie und ihr Sohn:# #16 das Mehl im Topf ging nicht aus, und das Öl im Kruge nahm nicht ab, wie der HERR es durch den Mund Elias hatte ankündigen lassen.# </p>
</blockquote>



<h3 class="wp-block-heading">Die Witwe</h3>



<p>In diesem Abschnitt geht es ganz wesentlich um die Witwe.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>wir kennen nicht ihren Namen, wir wissen nichts über ihre Lebensgeschichte – außer, dass sie einen Sohn hat und wir erfahren im dritten Abschnitt, dass sie eine Schuld mit sich herumträgt.</li>



<li>wir wissen auch nicht, warum Gott diese Witwe ausgewählt hat.</li>



<li>als sie von Elia angesprochen wird, hat sie mehr oder weniger mit ihrem und dem Leben ihres Sohnes abgeschlossen. Dennoch ist sie bereit ihm Wasser zu holen, damit er trinken kann – das hat mit der Gastfreundschaft im Orient zu tun. Aber als Elia dann noch fordert, dass sie Brot mitbringt, klagt sie ihm sein Leid, dass sie keine Hoffnung mehr für sich und ihren Sohn hat. Noch einmal essen und dann sterben. Das ist ihr Plan.</li>



<li> Und dann fordert Elia die Witwe zu einem Glaubensakt auf. Er verspricht ihr, dass Öl und Mehl nicht zu Ende gehen, sie soll aber zuerst ihm ein Brot backen und dann sich und ihrem Sohn. Was geht im Kopf der Witwe vor? Könnte es ein Trick des Mannes sein um sie um das letzte Essen zu bringen? Oder sagt er die Wahrheit? Die Witwe lässt sich auf diesen Glaubensschritt ein. Sie backt, Elia ein Brot, dann sich und ihrem Sohn und dann viele Tage, Wochen und Monate wieder und wieder. So wird ihr Glaube belohnt. Öl und Mehl gehen nicht zu Ende.</li>
</ul>



<p>Auch hier spielen Glaube und Gehorsam wieder eine wesentliche Rolle. Die Witwe ist gehorsam und geht den Schritt, das Brot zuerst für Elia zu backen. Und glaubt daran, dass es auch für ihren Sohn und sie noch zu einem Brot reichen wird. Und so erlebt sie täglich das Wunder, dass Öl und Mehl nicht ausgehen. Auch hier ist der Gehorsam, eine Art, dem Wort zu vertrauen, daran zu glauben.</p>



<p>Wir kommen zum dritten Abschnitt</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-medium-font-size">1.Könige 17, 17-24<br>17 Nachmals aber begab es sich, daß der Sohn jener Frau, der das Haus gehörte, krank wurde, und seine Krankheit verschlimmerte sich so, daß kein Atem mehr in ihm blieb.# #18 Da sagte sie zu Elia: »Was haben wir miteinander zu schaffen, du Mann Gottes? Du bist nur deshalb zu mir gekommen, um meine Verschuldung bei Gott in Erinnerung zu bringen und den Tod meines Sohnes herbeizuführen!«# #19 Er antwortete ihr: »Gib mir deinen Sohn her!« Er nahm ihn dann von ihrem Schoß, trug ihn in das Obergemach hinauf, wo er selbst wohnte, und legte ihn auf sein Bett;# #20 dann rief er den HERRN an und betete: »HERR, mein Gott, hast du wirklich die Witwe, bei der ich zu Gast bin, so unglücklich gemacht, daß du ihren Sohn hast sterben lassen?«# #21 Darauf streckte er sich dreimal über den Knaben hin und rief den HERRN mit den Worten an: »HERR, mein Gott, laß doch die Seele[2] dieses Knaben wieder in ihn zurückkehren!«# #22 Da erhörte der HERR das Gebet Elias, und die Seele des Knaben kehrte in ihn zurück, so daß er wieder auflebte.# #23 Elia aber nahm den Knaben, trug ihn aus dem Obergemach ins Haus hinunter und übergab ihn seiner Mutter mit den Worten: »Sieh her, dein Sohn lebt!«# #24 Da antwortete die Frau dem Elia: »Ja, nun weiß ich, daß du ein Mann Gottes bist und daß das Wort des HERRN in deinem Munde Wahrheit ist!</p>
</blockquote>



<p>Als der Sohn der Witwe stirbt, bricht es aus der Witwe heraus. <em>„Was haben wir miteinander zu schaffen, du Mann Gottes? Du bist nur deshalb zu mir gekommen, um meine Verschuldung bei Gott in Erinnerung zu bringen und den Tod meines Sohnes herbeizuführen!“ </em><br>Die Witwe wirft Elia vor, dass er nur deshalb zu ihr gekommen sei, um sie an ihre Fehler zu erinnern.<br>Wir müssen uns in die Situation der Witwe hineinversetzen. Der Sohn ist ihr ein und alles. Das Letzte, was ihr geblieben ist. Vielleicht eine Erinnerung an ihren Mann. Er ist aber auch ihre Lebensversicherung. Denn er kann für sie sorgen, wenn er alt genug wird. Doch das ist nun vorbei. Das Letzte was ihr geblieben ist, wurde ihr genommen. Mit ihrem Sohn verliert sie letztlich alles. </p>



<p>Wir wissen nicht um was für eine Schuld es geht, von der sie spricht. Elia wohl auch nicht, wenn wir sein Gebet lesen. Aber die Schuld muss so gravierend sein, dass sie vermutet, dass der Tod ihres Sohnes die Strafe dafür ist. Ihr Ausspruch gegenüber Elia ist Ausdruck ihres Schmerzes und ihres Frustes und vermutlich auch des Selbstvorwurfes, den sie sich macht.</p>



<p>Der Bibeltext erklärt nicht, warum der Sohn gestorben ist. Es heißt lediglich, dass <em>„kein Atem mehr in ihm blieb!“ </em> Solche Dinge passieren. Wir wissen oft nicht warum. Wir wissen nicht wann. Wir wissen nicht, wozu. Es ist nicht gerecht. Es ist einfach nur schmerzhaft. Ja, man kann das theologisch erklären, manchmal auch medizinisch, warum es Leid gibt, oder warum solche Dinge passieren. Aber das ist in keiner Weise befriedigend. Schon gleich gar nicht, wenn man selber betroffen ist oder irgendwie davon berührt.  Es kann helfen, eine gedankliche Wendung zu machen. Die Frage, warum mir ein Leid passiert, oder warum es Leid gibt, mag oben auf liegen. Aber wäre es nicht besser zu fragen: wie gehen wir mit dem Leid um, das uns begegnet oder selber trifft?</p>



<p>Vor längerem kam ich mit jemand ins Gespräch, der solche Schicksalsschläge erlebt hat, die man nicht mal seinem schlimmsten Feind wünscht. Wir haben auch darüber gesprochen, welchen Erfahrungsschatz diese Person gesammelt hat. Die wichtigste Aussage aus dem Gespräch war:<br><em>„Andreas, es ist egal, ob das was ich erlebt habe einen Sinn in Gottes Plan hat oder nicht. Ob ich dadurch was wichtiges gelernt habe, oder nicht. Das was ich erlebt habe ist mit nichts zu rechtfertigen. Aber ich bin Gott deshalb nicht böse. Er ist Gott“</em><br>Ich bin noch immer ganz bewegt, von diesem Glauben, den ich in dieser Aussage wahrnehmen konnte. Es ist ein Beispiel, wie wir mit Leid umgehen können. Ich sage nicht, dass das allen möglich ist, so mit erlittenem Leid umzugehen. Aber es ist <strong>eine</strong> Möglichkeit.<br><em>&#8222;Eine andere Person sagte mir: Wenn mein Sohn heute stirbt, dann ist das schlimm. Aber, er hatte bis dahin ein gutes Leben und dafür will ich dankbar sein.&#8220; </em>Auch das ist ein möglicher Umgang mit so einer schwierigen Situation. Nur zwei Beispiele!</p>



<p>Als Christen sind wir Teil dieser Welt. Jesus hat uns zu keiner Zeit versprochen, dass der Glaube an ihn uns vor Leid bewahrt. Im Gegenteil sagt Jesus an verschiedenen Stellen, dass wir uns auf Leiden einstellen müssen. <sup class="modern-footnotes-footnote ">4</sup> In leidvollen Situationen kann und möchte uns Jesus eine Hilfe sein. Wir können wir auf den leidenden Christus am Kreuz schauen. Er kann und will uns Trost sein und Ermutigung. Wenn selbst Jesus, der vor Anfang der Zeit bereits war, leidet, wie sollte ich denken, das würde nicht auch mich treffen können?</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie gehen Elia und die Witwe mit der leidvollen Situation um?</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die Witwe macht Elia Vorwürfe. Und das kann ich ihr nicht verübeln. Aus ihr kommt aller Frust heraus. Sie ist hilflos. Sie ist verzweifelt.</li>



<li>Elia aber, geht ins Gespräch mit Gott</li>



<li>Als der Sohn der Witwe stirbt, und die Witwe Elia vorwirft, er sei dafür verantwortlich, gibt es kein Reden Gottes, sondern Elia handelt so, wie er es für richtig hält. Er tröstet nicht die Mutter. Er rechtfertigt nicht Gott oder versucht zu erklären, warum das passiert ist. Er lässt sich den toten Sohn geben, zieht sich zurück und betet.</li>



<li>Elia versteht auch nicht, warum der Sohn gestorben ist. Er macht Gott keine Vorwürfe, sondern fragt, ob es sein kann, dass Gott tatsächlich derjenige ist, der diese Unglück bewirkt hat. </li>



<li>Und das flehende Gebet Elias wird von Gott wieder erhört. Und Elia kann der Witwe ihren Sohn lebendig wieder zurück geben. </li>
</ul>



<p>Ich wünschte, alle leidvollen Ereignisse hätten so ein Ende. Aber so ist es leider nicht.</p>



<p>Am Anfang hab ich davon gesprochen, dass wir im Gebet, das vor Gott bringen, was er selber verheißen hat. Hier sehen wir, dass unser Gebet auch dann kraftvoll sein kann, wenn es keine klare Aussage Gottes dazu gibt, was seine Gedanken zu einer Situation sind.</p>



<p>Als die Witwe ihren lebenden Sohn zurück erhält, sagt sie: <em>„nun weiß ich sicher, dass Du ein Mann Gottes bist.“ </em>Und ich frage mich, Dein Ernst? Die Witwe erlebt monatelang dass das Öl und das Mehl nicht ausgehen. Aber erst nachdem ihr Sohn stirbt und wieder lebend wird, ist sie sich sicher, dass Elia ein Mann Gottes ist und was er sagt, die Wahrheit ist. Erstaunlich, dass das Wunder der Öl und Mehlvermehrung diesen Glauben nicht ausgelöst hat. Sondern erst die Auferweckung ihres Sohnes von den Toten.</p>



<p>Wunder können Glauben wecken. Aber es ist nicht garantiert. Es braucht die Gottesbegegnung, damit Glauben entsteht. Diese Gottesbegegnung hat die Witwe nicht in der, oder durch die wundersamen Versorgung erfahren, sondern als sie ihren toten Sohn wieder lebendig in die Arme schließen durfte.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Zum Abschluss möchte ich nochmals auf zwei Punkte kurz eingehen:</h3>



<h4 class="wp-block-heading">Zuerst Gehorsam und Glaube</h4>



<p>ich bin davon überzeugt, es ist gut, Gehorsam und Glaube, einzuüben. Wie könnte das gehen, das einzuüben? Mein Vorschlag ist, dass jeder von uns sich einen Auftrag Gottes vornimmt und schaut, wie er zu erfüllen ist. An zwei Beispielen will ich das kurz erklären.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Es gibt den klaren Auftrag Jesu, dass wir als sein Jünger, Menschen zu Jüngern machen sollen. <sup class="modern-footnotes-footnote ">5</sup></li>



<li>wenn Du daran üben willst, Gehorsam und Glaube zu trainieren, dann frage Gott, wie er von Dir gerne hätte, dass Du diesen Auftrag erfüllst, Menschen zu Jüngern zu machen. Es kann sein, Gott möchte, dass Du Leserbriefe schreibst, die Glauben wecken. Oder dass Du an einer Strassenevangelisation teil nimmst, oder dass Du Dich um Bedürftige kümmerst und ihnen Jesus bezeugst oder, oder oder. Wenn Du unsicher bist, sprich mit einem anderen Christen dem Du vertraust darüber.</li>



<li>dann sei gehorsam und probiere es aus, tue es!</li>



<li>und dann erlebe, wie Gott durch Dich wirkt.<br></li>



<li>Zweites Beispiel: den Zehnten geben – das bedeutet, 10% des eigenen Einkommens ins Reich Gottes zu geben. Wenn Du daran üben willst Gehorsam und Glaube zu trainieren, dann</li>



<li>lies, was die Bibel zum Thema 10ten sagt</li>



<li>frage Gott, wo im Reich Gottes er gerne Deinen Zehnten gebrauchen will. Wenn Du unsicher bist, sprich mit einem anderen Christen dem Du vertraust darüber.</li>



<li>richte einen Dauerauftrag ein.</li>



<li>erlebe, wie Gott Dich trotzdem mit allem versorgt, das Du brauchst</li>
</ul>



<p>Das sind nur zwei Beispiele. Wenn Du in der Bibel einen anderen Auftrag liest, dann kannst Du natürlich auch das Training damit beginnen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Das Zweite das ich nochmals kurz ansprechen will ist: Wie gehe ich mit Leid um?</h4>



<ul class="wp-block-list">
<li>es ist gut, sich damit auseinander zu setzen, wenn man gerade nicht in einer Leidvollen Situation ist! Wenn man in einer leidvollen Situation ist, hat man gar nicht die Kraft dazu.
<ul class="wp-block-list">
<li>das kann man z.B.machen, in dem man die Psalmen liest. Sie zeigen zahlreiche Möglichkeiten, wie man mit Leid umgehen kann. oder das Buch Hiob. Oder Lebensgeschichten, wie Bonhoeffer, oder Klepper….</li>
</ul>
</li>



<li>Komm mit Deinem Mentor ins Gespräch und vertrau ihm Deine Ängste und Sorgen an.</li>



<li>Sprich mit Jesus über Deine Ängste, Fragen und Sorgen.</li>



<li>Schau auf den gekreuzigten Jesus! Er kennt Leid. Er ist im Leid immer bei uns, egal ob wir es spüren oder nicht.</li>
</ul>



<p>Amen</p>



<p></p>
<div>1&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Mk 11,24 / Johannes 14,13f / 1.Johannes 4,14f / Lukas 11.9f / Psalm 37,4</div><div>2&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Jakobus 5,17f </div><div>3&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Es ist sicherlich richtig und wichtig, wenn wir die Situation in Gaza benennen. Was dort passiert, ist grausam. Aber, Ursache dafür ist die Hamas! Sie droht mit der Vernichtung Israels. Sie hat Israel am 7.Oktober 2023 überfallen und ca. 1200 Israelis getötet und mehr als 240 entführt. Die Hamas könnte die Situation in Gaza sehr schnell zum Guten verändern. Sie müsste nur die restlichen Geiseln frei lassen und die Waffen nieder legen. Damit möchte ich in keiner Weise alles rechtfertigen, was die israelische Armee in Gaza tut. Aber die Verantwortlichen, sollten benannt werden.</div><div>4&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Markus 8,34f / Johannes 15, 18ff / Philipper 1,29 / 2.Timotheus 3,12 / Römer 8,17f</div><div>5&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Matthäus 28,19</div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Auferstanden?</title>
		<link>https://jesus-follower.xyz/auferstanden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Peschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 May 2025 14:00:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibelgelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[Predigt]]></category>
		<category><![CDATA[Apostel Petrus]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich möchte mit euch einige Menschen aus dem Ostergeschehen, wie es im Johannesevangelium im Kapitel 20 vorkommt, anschauen und überlegen, was wir von ihnen lernen können. Maria von Magdala, Johannes, Petrus, Thomas und die Jünger.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Diese Predigt wurde am Ostersonntag 2025, auf der Ostertagung des CVJM Esslingen gehalten. Da die Originalfassung einige CVJM Esslingen spezifische Inhalte hatte, habe ich die Predigt hier so angepasst, dass sie auch für nicht CVJMer hoffentlich verständlich und segensreich ist.</p>



<p>Liebe Gottesdienstgemeinde,<br>wir haben uns den Ostergruß zugesprochen. &#8222;Der Herr ist auferstanden – er ist leibhaftig auferstanden. Halleluja!&#8220; Was für ein Bekenntnis.</p>



<p>Wie ernst wird denn diese Aussage im allgemeinen genommen? Laut aktuellen Umfragen ist es so, dass in Deutschland gerade mal ca.20% der Menschen an die leibhaftige Auferstehung Jesu glauben. Nimmt man nur die Menschen, die zur ev. Landeskirche gehören, sind es knapp 25%, am höchsten in der Glaube daran in ev. Freikirchlichen Gemeinden. Dort glauben knapp 60% an die leibhaftige Auferstehung. Erstaunt euch das?</p>



<p>Die Jünger Jesu waren drei Jahre mit Jesus unterwegs. Sie haben grandiose Wunder erlebt. Tausende wurden von ein paar Fischen und Broten satt! Tode wurden wieder lebendig! Blinde konnten wieder sehen! und noch Vieles mehr.<br>Jesus hat ihnen gesagt, dass er stirbt und am dritten Tag von den Toten aufersteht.<br>Die Jünger dürften doch eigentlich kein Problem damit haben, die Auferstehung Jesu zu glauben, oder?<br></p>



<p>Ich möchte mit euch einige Menschen aus dem Ostergeschehen, wie es im Johannesevangelium im Kapitel 20 vorkommt, anschauen und überlegen, was wir von ihnen lernen können.</p>



<p>Ich verzichte darauf, das Kapitel vorzulesen. Ich werde lediglich kurz mit eigenen Worten die wesentlichen Punkte erzählen. Schlagt aber sehr gerne eure Bibel auf, <a href="https://www.bibleserver.com/NG%C3%9C.MENG.LUT/Johannes20">Kapitel 20, Johannes Evangelium</a>. Originaltext ist wichtig.</p>



<p><strong>Ich starte mit</strong></p>



<p>Maria aus Magdala – Früh am Morgen des Sonntags geht sie zum Grab. Es ist noch dunkel. Als sie sieht, dass der Stein vor dem Grab weg ist, rennt sie schnurstraks zu Petrus und Johannes um ihnen davon zu erzählen, dass der Leichnam Jesu geklaut worden ist. Sie sieht den weggerollten Stein und folgert daraus etwas, nämlich, dass der Leichnam Jesu gestohlen worden sei, was sich später dann als falsch erweist. Sie folgt den beiden Jüngern zurück zum Grab und erst als sie dort angekommen ist, schaut sie ins Grab hinein. Wir wissen nicht, warum sie nicht gleich hineingeschaut hat. Vielleicht hatte sie Angst davor, was sie sehen könnte. Vielleicht war für sie wichtig, dass Johannes und Petrus zuerst hineingeschaut haben. Im Grab sieht sie zunächst zwei Engel und als Jesus, der hinter ihr steht, sie fragt, wen sie sucht, denkt sie, er sei der Gärtner. Die zweite falsche Schlussfolgerung, die sie hat. Erst als Jesus sie mit ihrem Namen anspricht, erkennt sie ihn und glaubt. Sie geht wieder zurück zu den Jüngern und diesmal hat sie die Botschaft der Botschaften mitgebracht. Sie ist es, die die Botschaft von der Auferstehung Jesu zu den Jüngern bringt.</p>



<p>Maria Magdalena, war eine Frau, mit einer besonderen Beziehung zu Jesus. Die Bibel berichtet, dass Jesus sieben Dämonen aus ihr ausgetrieben hat. Und dass sie so mutig war, als Jesus gekreuzigt wurde, nicht weg zu laufen, sondern die Kreuzigung mit an zu sehen und in der Nähe Jesu zu bleiben.</p>



<p>Eine mutige Frau. Eine, die Jesus in seiner schlimmsten Stunde treu ist.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was können wir von Maria und der Situation beim Grab lernen?</h3>



<p>1. Wir sollten nicht zu schnell Schlüsse ziehen<br>◦ lasst uns genau hinschauen. Ist es wirklich so, wie ich es wahrnehme? Bei Maria, Stein weg vor dem Grab=Leichnam weg? Bei uns, vlt.: der guckt so komisch=der mag mich nicht.<br>◦ lasst uns genau hinhören. Hat die Person tatsächlich gesagt, was ich meine verstanden zu haben? <br>◦ lasst uns neugierig sein, um zu verstehen und den Grund dessen zu erfahren, der hinter einer Situation oder Aussage steht.</p>



<p>Der zweite Punkt, den wir lernen können ist,<br>2. Wir brauchen die Ansprache Jesu<br>◦ nicht die Vorhersagen Jesu, dass er stirbt und am dritten Tag aufersteht haben Maria zum Glauben geführt.<br>◦ nicht die Wunder, die sie mit Jesus erlebt hat, haben Maria zum Glauben gebracht<br>◦ erst als Jesus, Maria beim Namen nennt, erkennt sie ihn als den Auferstandenen und glaubt.</p>



<p>Jesus hat mich beim Namen genannt und auch Dich. Deshalb glauben wir. Wir können nicht aus eigener Kraft, oder eigenem Antrieb glauben. Auch unsere Erfahrungen sind es nicht, die den Glauben bewirken. Damit wir glauben, dafür braucht es die Ansprache Jesu.</p>



<p><strong>Fazit: </strong>Das Kreuz schafft neue Tatsachen. Matthias hat uns das am Karfreitag verdeutlicht. Aber erst durch die Begegnung mit Jesus, werden diese Tatsachen für uns relevant und greifbar und wir werden verändert.<br>Bei Maria sieht die Veränderung so aus: sie kommt voller Trauer zum Grab, verlässt es aber voller Freude und Hoffnung. Das Kreuz, bzw. die Begegnung mit Jesus, verwandelt ihren Schmerz in Hoffnung.</p>



<p>Nach unserem gemeinsamen Wochenende im Herbst, haben die Leute ganz unterschiedliches über das Wochenende erzählt. Teilweise waren die Unterschiede so stark, dass man sich fragen konnte ob die Leute auf demselben Wochenende waren. Manche waren verletzt, andere verunsichert, welchen Weg wir als CVJM weiter gehen, wieder andere haben gar nicht verstanden, wo das Problem liegt. Es war notwendig miteinander ins Gespräch zu kommen. Es musste geklärt werden, was hat die Person gemeint, wenn sie dies oder jenes gesagt hat. Und auch zu vermitteln, was das, was gesagt wurde, bei anderen ausgelöst hat.<br>Ich bin sehr dankbar für zahlreiche persönliche Gespräche und auch für Gesprächsrunden mit Vielen, in denen manches zurechtgerückt und erklärt werden konnte. Danke an alle, die bereit waren und sind, tiefer zu graben und genau hinzuschauen und hin zu hören. Und ich bin sehr dankbar, dass wir auf einem guten Weg sind, uns neu zusammen zu stellen.</p>



<p><strong>Dann möchte ich auf</strong><br>Petrus + Johannes schauen. Als Maria ihnen erzählt, dass der Leichnam Jesu weg sei, rennen sie zum Grab. Was haben sie sich erhofft? Was haben sie erwartet zu finden? Haben sie vielleicht gedacht, Maria hat nicht richtig geschaut? War da doch irgendein Funken an Erinnerung daran, dass Jesus seine Auferstehung vorhergesagt hat? Petrus ist zwar als zweiter am Grab, aber er geht als erster hinein. Johannes folgt ihm. Sie sehen die Leinenbinden liegen, und das Kopftuch, das dem Leichnam um den Kopf gebunden war. Sie sahen, dass die Tücher nicht einfach auf den Boden geworfen waren, sondern zusammen gerollt an unterschiedlichen Stellen im Grab. Und dann sagt die Bibel, über Johannes, dass er glaubte. Sie gehen zurück zu den anderen Jüngern. Der Abschnitt endet mit dem Satz: <em>&#8222;Es stand zwar fest, dass Jesus von den Toten auferstehen würde, aber das verstanden sie damals noch nicht.&#8220;</em></p>



<p>Petrus und Johannes gehören zum aller engsten Jüngerkreis Jesu. Die Bibel berichtet an verschiedenen Stellen davon, dass Jesus drei der 12 Jünger zu bestimmten Ereignissen, explizit herausgerufen hat. Jakobus war im Übrigen der dritte, der aber hier gar nicht explizit genannt wird.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was können wir von Petrus und Johannes in dieser Situation lernen?</h3>



<p>1. wir sehen das Offensichtliche, aber verstehen es nicht. <br>◦ Obwohl Petrus und Johannes zu aller engsten Jüngerkreis gehören, verstehen sie nicht, was passiert ist. Grabräuber hätten wohl kaum die Tücher abgenommen und dann auch noch zusammengerollt. Die Tücher waren ja wertvoll. Auch wenn jemand den Leichnam aus anderen Gründen geklaut hätte, warum die Tücher abnehmen und zusammen legen?<br>◦ die Bibel sagt über Johannes dass er glaubte und kurz darauf, dass sie es damals noch nicht verstanden. Das trifft die damalige Situation gut finde ich. Es ist eine Situation „dazwischen“. Und das ist doch auch Teil unserer Realität: Wir glauben, aber wir verstehen manches oder auch vieles noch nicht. Und wir es gibt auch immer wieder Phasen, wo uns das Glauben schwer fällt. Da können wir uns dann dem Gebet aus Markus 9,24 anschließen: <em>&#8222;Ich glaube! Hilf mir heraus aus meinem Unglauben!&#8220;</em></p>



<p>2. wir sollten den Zusagen Jesu vertrauen, aber barmherzig mit unserem Unglauben sein.<br>◦ Obwohl Jesus seinen Tod und auch seine Auferstehung vorhergesagt hat, haben die Jünger es zunächst nicht geblickt. Zu „unrealistisch“, zu unvorstellbar war das, was Jesus sagte. Und das, obwohl die Jünger die Wunder Jesu miterlebt haben. Wie viel mehr ist es für uns herausfordernd, dem glauben zu schenken, was Jesus in der Bibel verheißt? Und wenn ich das hier so sage, dann soll das keine Ausrede für Unglauben sein. Es soll uns trösten, nicht bequem machen!</p>



<p>Die Realität hat sich verändert. Jesu Tod und seine Auferstehung, haben veränderte Tatsachen geschaffen. Aber diese Realität ist bei den Jüngern noch nicht wirklich angekommen. Dafür braucht es die Begegnung mit Jesus.</p>



<p><strong>Fazit: </strong>Das Kreuz schafft neue Tatsachen. Aber damit dies in unser Leben dringen kann, braucht es die Begegnung mit Jesus. Petrus und Johannes, beginnen zu verstehen, aber es erfüllt noch nicht ihr Herz. Sie stehen zwischen Glauben und Unglauben.</p>



<p>Aus meinem eigenen Erleben kenne ich extrem herausfordernde Zeiten. Dann geht es mir so, dass ich zwar nach wie vor weiß, dass in Jesus Kraft ist, dass im Kreuz Vergebung ist, dass mit Jesus alles möglich ist…. aber das Wissen darum, ist nicht unbedingt wirklich hilfreich. Was mir in solchen Situationen wirklich hilft, den Kopf zu heben und weiter zu gehen, sind die Begegnungen mit Jesus, sei es im Gebet oder durch liebe Geschwister, die mich ermutigen, oder für mich da sind. Die Gemeinschaft mit anderen, die mehr Glauben haben als man selber. Diese Gemeinschaft, ist unbedingt notwendig. Wir können nur in Gemeinschaft wirklich nachfolgen. Wie dankbar bin ich für euch! Für unsere Mitarbeitergemeinde. </p>



<p><strong>Und nun kommen wir zu den</strong></p>



<p>Jüngern – sie haben zwar von Maria gehört, dass sie den Auferstandenen gesehen hat. Sie schließen sich trotzdem vor Angst in einen Raum ein. Das tun sie zusammen, nicht jeder für sich. Die Gemeinschaft ist ihnen wichtig. Vielleicht gerade deshalb, weil sie um ihr Leben fürchten. Die Botschaft von der Auferstehung Jesu, hat sie erreicht. Vielleicht haben manche an Maria gezweifelt und gedacht, dass sie vielleicht phantasiert hat, oder hysterisch sei. Ich vermute aber auch, dass sie begonnen haben zu diskutieren und sich an die Aussagen Jesu zu erinnern. Ein Prozess hat bei ihnen begonnen. vermutlich waren sie zumindest innerlich ein wenig ermutigt. Aber sie waren noch nicht an dem Punkt, dass die Realität der Auferstehung ihr Leben geprägt hat. Und dann, plötzlich kommt Jesus in den verschlossenen Raum. Er zeigt seine Wundmale. Die Jünger erkennen ihn. Er gibt ihnen den HG und gibt ihnen Vollmacht Sünde zu vergeben oder auch nicht zu vergeben.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was können wir von den Jüngern in dieser Situation lernen?</h3>



<p>1. Begegnung mit Jesus, verwandelt Angst in Mut<br>◦ Erst die Begegnung mit dem Auferstandenen lässt die Tatsache der Auferstehung ihr Wirkung entfalten, gibt den Jüngern Mut und Frieden. <br>◦ welche Ängste und Sorgen tragen wir mit uns herum? Wir haben am Freitag gehört, dass wir uns, auch angesichts von Kriegsdrohungen, Umwelt- oder Klimakatastrophe  oder auch persönlichen Herausforderungen, nicht entmutigen lassen brauchen. Egal was es ist. Jesus ist Herr! auch darüber. Egal auch, wie sich die Dinge weiter entwickeln. Jesus ist Herr! Er weist die Tiere und Monster, wie sie im <a href="https://www.bibleserver.com/NG%C3%9C.MENG.LUT/Daniel7">Daniel Buch</a> beschrieben sind, in ihre Schranken.</p>



<p>Vor einigen Jahren, hatten wir hier im CVJM eine junge Frau, Mutter und Ehefrau. Sie hatte eine Krebsdiagnose. Wir haben immer wieder gebetet. Es war ein Kampf, es gab Hoffnung + Ermutigung. Sie ist dann nach einiger Zeit am Krebs gestorben. Das war hart. Frustrierend. Die Frage: Hat Gott unsere Gebete nicht gehört? war greifbar. Eine Frage, die ich nicht abschließend beantworten kann.<br>Aber was ich sagen kann ist, dass ich in den Begegnungen mit Ihr, beim Gebet für sie, etwas von der verändernden Kraft des Kreuzes erlebt habe. Ich kann mich noch erinnern, als wir gemeinsam Abendmahl gefeiert haben, wie sie danach mit neuem Mut, mit neuer Kraft ausgerüstet war. Ein Zeichen für die Kraft Gottes, selbst in so einer scheiß Situation. Auch, wenn letztlich die erbetene Heilung nicht eingetreten ist.<br><br>2. wir sind beschenkt mit dem Heiligen Geist<br>◦ es ist wichtig, dass wir uns das immer wieder klar machen. Der heilige Geist ist Gott in uns! Er ist unser Anwalt- sei es vor unserer Selbstanklage, oder wenn wir z.B. unseren Glauben verteidigen müssen. Der heilige Geist ist unser Tröster, wenn wir eine schlimme Zeit erleben, oder uns einfach zum Heulen ist. Der heilige Geist zieht uns hin zu Jesus und zum Vater. ER rüstet uns aus mit Gaben und Fähigkeiten und verändert uns so, dass wir Jesus immer ähnlicher werden.</p>



<p>3. Jesus rüstet uns mit unglaublicher Vollmacht aus<br>◦ Jesus sagt: „ Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr sie nicht vergebt, dem sind sie nicht vergeben“ Er sagt dies den Jüngern. Mit was für einer unglaublichen Macht und welch riesiger Verantwortung, rüstet Jesus hier seine Jünger aus?<br>       <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/25aa.png" alt="▪" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Achtung, es ist wichtig, dabei zu bedenken, was wir am Freitag zum Thema „billige Gnade“ gehört haben. Doch wer seine Sünde bekennt und wer Reue und Umkehr zeigt, dem sollte Vergebung nicht verweigert werden.<br>◦ Jesus spricht Petrus in Mt.16,19 zu, dass er die Schlüssel zum Himmel habe. Joh.20, erweitert die Aussage auf die Jünger, und letztlich auf uns alle, die wir Jünger Jesu sind.</p>



<p><strong>Fazit:</strong> Das Kreuz schafft neue Tatsachen. Für die Jünger, für Petrus und Johannes, werden diese Veränderungen erst relevant und greifbar, als ihnen der auferstandene Jesus begegnet. Vorher stehen sie zwischen Glauben und Unglauben. Sie haben Angst. Sie haben viele Fragezeichen im Kopf. Durch die Jesus Begegnung verschwinden die Fragezeichen. Verschwindet die Angst. Wird der Glaube greifbar. Sie werden erfüllt mit dem HG und ausgerüstet mit Vollmacht. Sie tun das in der Gemeinschaft. Das ist auch ein Vorbild für uns. Die Jünger lebten im vorchristlichen Zeitalter. Wir leben in einem nachchristlichen Zeitalter. Ohne enge geistliche Gemeinschaft wird es in dieser Zeit kaum möglich sein, Jesus nach zu folgen.</p>



<p><strong>Ich komme zur letzten Person, aus Johannes 20. Der Apostel</strong></p>



<p>Thomas – Er ist nicht dabei, als Jesus sich den Jüngern zum ersten Mal zeigt. Wir wissen nicht warum, und wo er war. Als er wieder zu den anderen stößt und sie ihm erzählen, dass sie Jesus gesehen haben, sagt er, dass er das erst glauben kann, wenn er Jesu durchbohrte Hände sieht und seine Finger in Jesu durchbohrte Seite legt. Er gibt sich nicht mit Erzählungen zufrieden. Er möchte selber erfahren. Und als sich Jesus einige Zeit später zum zweiten Mal den Jüngern zeigt, ist Thomas dabei. Und als Jesus ihm anbietet seine Finger auf seine durchbohrte Seite zu legen, glaubt er, ohne Jesus zu berühren. Daraufhin sagt JESUS: „<em>Jetzt, wo Du mich gesehen hast, glaubst Du. Glücklich zu nennen sind die, die nicht sehen und trotzdem glauben.</em>“</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was können wir von Thomas in dieser Situation lernen?</h3>



<p>1. Selber erleben, sticht davon zu hören<br>◦ Was die anderen Jünger erzählen, überzeugt Thomas nicht wirklich.  Gleichzeitig bleibt er aber mit den anderen Jüngern in Gemeinschaft. Er setzt sich nicht ab, so nach dem Motto, mit den Irren möchte ich nix zu tun haben. Er ist ehrlich in dem was er sagt. Er reflektiert sich und seinen Glauben, bzw. sein nicht Glauben. Das ist etwas, das wir auch tun sollten.</p>



<p>2. Lasst uns nicht mit weniger zufrieden sein, als Jesus uns geben möchte<br>◦ ein Teil seines Zweifels ist vielleicht auch der Sehnsucht geschuldet, erleben zu können, was die anderen Jünger erlebt haben. Und seine Sehnsucht wird belohnt. Jesus begegnet ihm als Auferstandener. Es ist wichtig, dass wir unsere Möglichkeiten realistisch einschätzen. Aber es ist auch nötig, dass wir mit den unbegrenzten Möglichkeiten Gottes rechnen. Oder umgekehrt gesagt: es ist wichtig, dass wir mit Gottes unbegrenzten Möglichkeiten rechnen, aber es ist auch nötig, dass wir mit beiden Beinen auf dem Boden der Realität stehen.</p>



<p>3. Wir werden glücklich genannt<br>◦ weil wir glauben, ohne Jesus als Auferstandenen gesehen zu haben. </p>



<p><strong>Fazit:</strong> Das Kreuz schafft neue Tatsachen. Für Thomas wird das relevant, als Jesus ihm begegnet. Es verändert sein Denken. Vorher will er es genau wissen und spüren. Dann ist er zufrieden und Glaube ist ihm gewachsen.</p>



<p><strong>Ich ende mit ein paar Frage und Anregungen:</strong></p>



<p>Sind wir zufrieden, wenn wir schöne Lobpreiszeiten haben und gute Gebetszeiten? sind diese Zeiten gefüllt mit guten Gefühlen, oder ist es tatsächlich der Heilige Geist? Oftmals gar nicht so einfach zu trennen, und doch glaube ich, dass es gut ist, wenn wir uns diese Frage immer wieder stellen. Und uns nicht mit dem Status Quo zufrieden geben.<br>Sind wir als CVJM damit zufrieden, wenn wir 500 Junge Menschen in der Woche erreichen? Das ist eine ganze Menge. Aber ist da mehr drin? sollten wir uns danach ausstrecken? Wir sollten uns auf jeden Fall nicht mit weniger zufrieden geben, als Jesus uns geben will.<br>Sind wir als CVJM bekannt in Esslingen als ein Ort, wo es geile Kinder und Jugendarbeit gibt? Sind wir auch bekannt als ein Ort wo Menschen Jesus begegnen können? Wie sprechen die Menschen in Esslingen über den CVJM? Kennen sie uns als Freunde Gottes? Kennen sie uns als einen Ort, an dem man Jesus begegnen kann?</p>



<p>Wir sollten uns immer wieder ehrlich machen. Uns selber gegenüber, einander gegenüber und Jesus gegenüber.</p>



<p>„We follow Jesus“ ist der Titel unserer Ostertagung. Nach zu folgen: Das bedeutet, dass wir uns täglich auf den Weg machen, das Reich Gottes auszubreiten, mit der Kraft des Kreuzes, durch die Begegnung mit Jesus und der damit verbundenen Hoffnung und Veränderungskraft.</p>



<p>Amen</p>



<p>Photo by <a href="https://unsplash.com/@miguelalcantara?utm_content=creditCopyText&amp;utm_medium=referral&amp;utm_source=unsplash">Miguel Alcântara</a> on <a href="https://unsplash.com/photos/a-black-and-white-photo-of-a-door-and-a-cross-8g8i-pwmh9w?utm_content=creditCopyText&amp;utm_medium=referral&amp;utm_source=unsplash">Unsplash</a></p>
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		<title>Sei gläubig</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Peschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Apr 2023 10:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibelgelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Predigt]]></category>
		<category><![CDATA[Der ungläubige Thomas]]></category>
		<category><![CDATA[Friede]]></category>
		<category><![CDATA[Heiliger Geist]]></category>
		<category><![CDATA[Jesus]]></category>
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					<description><![CDATA[Was der Text erzählt, könnte auch eine Szene aus einem MARVEL Film sein. Für die Älteren unter uns, MARVEL ist ein äußerst erfolgreicher Comicverlag, dessen Geschichten in den letzten 10-15 Jahre ebenfalls äußerst erfolgreich verfilmt worden sind. In Comics ist nun mal sehr viel möglich, was eigentlich nicht möglich ist. Und ebenso in den Verfilmungen, die durch die Technik unglaubliches völlig realistisch erscheinen lassen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><a href="https://einanderergottesdienst.org/de/predigt/predigtarchiv/sermon/346-die-juenger" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Predigtmitschnitt</a> <a rel="noreferrer noopener" href="https://einanderergottesdienst.org" target="_blank">eAg </a>16.04.2023</p>



<p>Die heutige Predigt gehört noch in die Themen-Reihe „Randfiguren der Passionsgeschichte“. Im Bibeltext geht es um einige Leuten, die man nicht wirklich als Randfiguren bezeichnen kann. Es geht um die Jünger, die engsten Nachfolger Jesus. Und dort im speziellen um den Apostel Thomas. Thomas ist insofern eine Randfigur, als dass man nicht sehr viel über ihn weiß und er in den Evangelien und der Apostelgeschichte nur wenig namentlich erwähnt wird.</p>



<p>Der Predigttext hat aus meiner Sicht drei Teile, und so habe ich auch die Predigt unterteilt.</p>



<p class="has-medium-font-size"><strong>Der erste Teil Johannes 20, 19-23</strong></p>



<p>Was der Text erzählt, könnte auch eine Szene aus einem MARVEL Film sein. Für die Älteren unter uns, MARVEL ist ein äußerst erfolgreicher Comicverlag, dessen Geschichten in den letzten 10-15 Jahre ebenfalls äußerst erfolgreich verfilmt worden sind. In Comics ist nun mal sehr viel möglich, was eigentlich nicht möglich ist. Und ebenso in den Verfilmungen, die durch die Technik unglaubliches völlig realistisch erscheinen lassen.</p>



<p>Und ebenso wie in einem Marvelfilm, erscheint es völlig unmöglich, was hier berichtet wird.</p>



<p><em>19 Es war am Abend jenes ersten Tages der neuen Woche. Die Jünger hatten solche Angst vor den Juden, dass sie die Türen des Raumes, in dem sie beisammen waren, verschlossen hielten. Mit einem Mal kam Jesus, trat in ihre Mitte und grüßte sie mit den Worten: »Friede sei mit euch!« 20 Dann zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Als die Jünger den Herrn sahen, wurden sie froh. 21 »Friede sei mit euch!«, sagte Jesus noch einmal zu ihnen. »Wie der Vater mich gesandt hat, so sende ich jetzt euch.« 22 Und er hauchte sie an und sagte: »Empfangt den Heiligen Geist! 23 Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr sie nicht vergebt, dem sind sie nicht vergeben.«</em><sup class="modern-footnotes-footnote ">1</sup></p>



<p>Der Bibeltext erzählt, was am Sonntagabend, kurz nachdem der auferstandene Jesus sich Maria am Grab gezeigt hatte geschieht. Die Jünger wissen, es ist etwas passiert in der letzten Nacht/ am Morgen. Nur beim „Was passiert ist“ sind sie sich wohl noch nicht sicher. Im Johannesevangelium steht dazu: <em>„Nach der Schrift stand es ja fest, dass Jesus von den Toten auferstehen würde; aber das verstanden sie damals noch nicht.“</em><sup class="modern-footnotes-footnote ">2</sup><br>Die Jünger verstanden es noch nicht, dass Jesus tatsächlich von den Toten auferstanden ist. Klar, sie haben viele Wunder gesehen, die Jesus tat. Sogar Tote hat Jesus auferweckt und sie waren nah dabei. Aber das, was mit Jesus passiert ist, ist nochmals eine ganz andere Sache. Sie ist so unvorstellbar, dass die Jünger sich zurückziehen, und ich kann mir gut vorstellen, dass sie miteinander diskutiert haben, auch theologisch, was passiert ist und was nun zu tun sei. Die Jünger haben Angst, dass sie von ihren Volksgenossen gefunden werden und dann womöglich ins Gefängnis kommen, oder noch schlimmeres. In so einer Situation ist es naheliegend sich zu schützen, indem sie die Türen abschließen. Niemand kann rein. Zumindest fast niemand, denn in diese Situation kommt Jesus. Er geht einfach durch die Wände. Sie sind kein Hindernis für Jesus.</p>



<p>Wo hast Du Türen in Deinem Leben verschlossen? Türen, wo Du definitiv nicht willst, dass sie jemand öffnet. Türen durch die Du niemanden rein lassen willst! Welche Türen sind das? Und was sind die Gründe, warum Du sie verschlossen hast? Manchmal ist es wichtig und richtig sich zurück zu ziehen, die Türen zu verschließen um sich zu sammeln oder zu schützen. Aber es kann leicht passieren, dass wir Türen verschließen, uns zurück ziehen und dann in diesem Schutzraum bleiben – der dann irgendwann nicht mehr Schutz ist, sondern Gefängnis.<br>Es könnte z.B. sein, dass jemand der Dir sehr wichtig ist, etwas tut oder sagt, dass Dich tief verletzt. Dann kann es sein, dass Du Dich zurück ziehst und erst mal verdauen musst, was passiert ist. Wenn es gut läuft, dann bist Du nach einer Zeit sprach fähig und kannst die Verletzung ansprechen und vielleicht sogar klären, was da passiert ist. Aber es kann auch passieren, dass Du diese Kurve nicht hin bekommst. Dass Du Dich selber bemitleidest und Dich vergräbst und im schlimmsten Fall gar keine intensiven Beziehungen mehr eingehst, weil Du Sorge hast, wieder so verletzt zu werden, wie es Dir passiert ist. Es könnten auch andere Auslöser sein. Z.B. Du machst einen schlimmen Fehler oder fühlst Dich in bestimmter Gesellschaft unwohl, oder….</p>



<p>Wenn Jesus in den Raum mit den abgeschlossenen Türen kommt, dann zeigt sich dort, dass Jesus auch dann in eine Situation treten kann, wo wir nicht mit ihm rechnen. Vielleicht beten wir für eine Situation, aber rechnen nicht wirklich mit Gottes eingreifen, aber er tut es. Weil er gnädig und barmherzig ist.<br>Vor einigen Jahren hatten wir so etwas im Makarios, dem Jugendtreff, den ich 26 Jahre geleitet habe. Dort gab es immer wieder Jugendliche, die schwierig oder sogar sehr schwierig waren. Wir haben mit unseren sozialpädagogischen Methoden versucht, zum Guten hinzuwirken. Und natürlich haben wir auch immer wieder für die Kinder und Jugendliche gebetet. Ich erinnere mich noch gut, dass wir einige Jahre mit einem Jugendlichen intensiv gearbeitet hatten. Doch nichts schien erfolgreich zu sein. Er blieb aggressiv, hatte ständig ärger mit der Polizei etc. In einer Teambesprechung sind wir irgendwann zum Schluss gekommen, wir können nichts mehr tun. Wir übergeben ihn Gott. Das haben wir getan. Und was ist passiert? Es ist unglaublich, aber von diesem Moment an, hat sich das Leben dieses Jugendlichen verändert. Schritt für Schritt, hat er sein Leben geordnet. Inzwischen ist er ein wichtiger MA, der gerade mit sehr schwierigen Jugendlichen äußerst gut umgehen kann. Das war eine ausweglose Situation, in die Jesus gekommen ist – und ich muss zu meiner Schande gestehen, ich hatte nicht wirklich erwartet, dass etwas passiert, auch wenn wir dafür gebetet hatten.</p>



<p>Nachdem Jesus zu den Jüngern gekommen ist, und die Jünger erkannt haben, dass es wirklich Jesus ist, sendet er sie und rüstet sie mit dem aus, was sie brauchen. Und das gilt auch für uns heute, die wir zu Jesus gehören. Jesus spricht uns Frieden zu, er schenkt uns seinen HG, und gibt uns die Macht zur Sündenvergebung<br>→ Jesus sendet uns in die Welt, so wie er gesandt wurde und die Herrlichkeit im Himmel zurück gelassen hat. So sollen auch wir die Komfortzone verlassen und hingehen, wohin uns Jesus sendet.<br>→ Wenn Jesus uns Frieden zuspricht, dann für uns – aber auch für die Menschen, denen wir begegnen. Wir sind Jesu Friedensboten! Wir bringen das Evangelium, das Frieden zwischen Mensch und Gott schafft.<br>→ Wenn Jesus uns seinen Heiligen Geist gibt, dann ist kein Platz für Furcht! Dann ist dort Freiheit. Wir sind nicht länger Sklaven unserer Sünde. Wir sind Kinder Gottes. <br>→ Jesus schenkt uns die Macht Sünden zu vergeben – oder auch nicht zu vergeben. Das ist eine sehr hohe Verantwortung und gleichzeitig eine großartige Möglichkeit, das Evangelium unter die Menschen zu bringen. Auch wenn Sünde heute oftmals auf den Genuss von Süssigkeiten reduziert wird, die Kraft der Vergebung ist gewaltig. </p>



<p>Wir kommen zum</p>



<p class="has-medium-font-size"><strong>Teil 2, Johannes 20, 24 – 29</strong><br><br><em>24 Thomas, auch Didymus genannt, einer der Zwölf, war nicht dabei gewesen, als Jesus zu den Jüngern gekommen war.25 Die anderen erzählten ihm: »Wir haben den Herrn gesehen!« Thomas erwiderte: »Erst muss ich seine von den Nägeln durchbohrten Hände sehen; ich muss meinen Finger auf die durchbohrten Stellen und meine Hand in seine durchbohrte Seite legen. Vorher glaube ich es nicht.«</em><sup class="modern-footnotes-footnote ">3</sup></p>



<p>Ich hatte am Anfang gesagt, dass Thomas insofern eine Randgestalt ist, als dass wir in der Bibel nicht viel über ihn erfahren. Wer war also Thomas, der auch Didymus genannt wurde?<br><br>Didymus ist die griechische Übersetzung des hebr.-aram. Thomas. Thomas wiederum leitet sich ab aus dem aramäischen „ta&#8217;am“, was „gepaart“ oder „Zwilling“ bedeutet.<br>Wir wissen nicht, ob Thomas einen Zwilling hatte der nicht erwähnt wird, oder woher er den Namen hatte. Was klar ist, ist dass Thomas einen Doppelnamen hatte. Er hieß nämlich Judas Thomas. Es könnte sein, dass er in den Evangelien in der Regel als Thomas bezeichnet wird, um eine Verwechslung mit Judas dem Verräter Jesu auszuschließen.<br>Wir wissen nicht, warum Thomas nicht im Kreis der Jünger war, als Jesus sich ihnen gezeigt hat. Aber es hat ihm einen etwas unrühmlichen Titel eingebracht, nämlich den des ungläubigen Thomas. Dies geht auf seine Aussage zurück, dass er erst glaubt, dass die anderen Jünger Jesus gesehen haben, wenn er ihn mit eigenen Augen gesehen und mit seinen Händen gespürt hat.</p>



<p>Ich finde die Bezeichnung „ungläubiger Thomas“ nicht ganz zutreffend.</p>



<p>Denn wenn wir mal nachforschen, was wir aus der Bibel über Thomas erfahren, dann ergibt das ein etwas differenziertes Bild.<br>→ Als Lazarus gestorben ist und sich Jesus entschließt zu ihm zu Reisen, ist das hoch riskant für Jesus. Die Gefahr, dass Jesus gefangen genommen wird ist zu dieser Zeit schon sehr groß. In dieser Situation ist es Thomas der zu den anderen Jüngern sagt, dass sie mit Jesus gehen sollen um mit ihm zu sterben. (Joh.11, 16). <br>Spricht so ein Ungläubiger? In diesem Moment ist Thomas bereit mit Jesus in den Tod zu gehen!<br>Beim Abendmahl, als Jesus erklärt, dass sein Tod kurz bevorsteht und er geht um für die Jünger einen Platz vorzubereiten und dass sie ja wissen, wohin er (Jesus) geht. In dieser Situation ist Thomas der Einzige, der es wagt Jesus darauf aufmerksam zu machen, dass sie es nicht wissen wohin er geht und wie sie dann den Weg wissen sollen. (Joh. 14, 5) <br>Thomas nimmt es genau. Er will wissen, wohin Jesus geht und er will sicher sein, den Weg dahin zu finden. Für mich ein Hinweis darauf, dass er ein sehr gewissenhafter Mensch war. Einer der es genau wissen wollte.</p>



<p>Mit diesem Hintergrundwissen müssen wir fragen, ob Thomas einfach nicht glauben konnte oder wollte, dass Jesus auferstanden ist? Oder ob er einfach nur sicher sein wollte, nicht nur einem Irrtum aufzusitzen? Ich meine: Thomas wollte es ganz genau wissen! Und sich nicht mit Berichten aus der zweiten Hand zufrieden geben.<br>Interessant ist auch, wie Jesus mit Thomas kommuniziert, als er das nächste Mal in den Kreis der Jünger kommt.</p>



<p class="has-medium-font-size"><strong>Wir kommen zum dritten Teil, Johannes 20, 26-31</strong><br><br><em>26 Acht Tage später waren die Jünger wieder beisammen; diesmal war auch Thomas dabei. Mit einem Mal kam Jesus, obwohl die Türen verschlossen waren, zu ihnen herein. Er trat in ihre Mitte und grüßte sie mit den Worten: »Friede sei mit euch!« 27 Dann wandte er sich Thomas zu. »Leg deinen Finger auf diese Stelle hier und sieh dir meine Hände an!«, forderte er ihn auf. »Reich deine Hand her und leg sie in meine Seite! Und sei nicht mehr ungläubig, sondern glaube!« 28 Thomas sagte zu ihm: »Mein Herr und mein Gott!« 29 Jesus erwiderte: »Jetzt, wo du mich gesehen hast, glaubst du. Glücklich zu nennen sind die, die nicht sehen und trotzdem glauben.«30 Jesus tat in der Gegenwart seiner Jünger noch viele andere Wunder, durch die er seine Macht bewies, die aber nicht in diesem Buch aufgezeichnet sind. 31 Was hier berichtet ist, wurde aufgeschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Messias ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben an ihn in seinem Namen das Leben habt.</em><sup class="modern-footnotes-footnote ">4</sup></p>



<p>Jesus weiß ganz genau, welche Forderungen Thomas gestellt hat, um überzeugt zu werden, dass Jesus tatsächlich von den Toten auferstanden ist. Und Jesus gibt Thomas die Chance, diese Forderungen erfüllt zu bekommen. Jesus ist nicht sauer oder vorwurfsvoll. Jesus fordert Thomas lediglich auf, nun zu glauben und weist Thomas darauf hin, dass er nun glaubt, weil er Jesus selber sieht. Und nennt alle diejenigen glücklich, die Jesus nicht sehen, aber dennoch glauben. Thomas braucht dann gar nicht mehr, was er meinte zu brauchen. Er muss nicht seine Finger in Jesu Wunden legen. </p>



<p>Das zeigt:<br>In der Gegenwart Jesus verlieren viele Dinge an Bedeutung, die uns so wichtig oder notwendig erscheinen.<br>Wir dürfen wissen, dass so wie Jesus barmherzig mit dem Glauben oder Unglauben des Thomas ist, so ist er es auch bei uns.</p>



<p>Wir, die wir an Jesus glauben, werden von Jesus als glücklich bezeichnet. Glücklich – weil wir Glauben, ohne den Auferstandenen von Angesicht zu Angesicht sehen zu können.</p>



<p>Doch was ist mit denen, die es nicht können? Die sagen, ich glaube nur was ich sehe? Die sagen, so viel Leid auf der Welt, wie kann Gott da ein barmherziger Vater sein? Die sagen, ich will und brauche keinen Retter, brauche keinen der meine Sünde trägt oder mir vergibt. Ich kann selber dafür gerade stehen.</p>



<p>Wenn Du heute hier bist und nicht glauben kannst. Aber es gerne würdest. Dann beginn heute Deine Glaubensreise mit Jesus. Beginne jeden Tag einen Abschnitt aus der Bibel zu lesen und zu beten. Du kannst so beten: Jesus, keine Ahnung ob Du wirklich lebendig bist. Aber jetzt komm ich zu Dir ….</p>



<p>Wenn Du heute hier bist und nicht glauben kannst oder willst, weil Dir die Welt zu schräg vorkommt, als ob es einen guten und barmherzigen Gott geben könnte. Dann beginne heute damit, die Bibel zu lesen und zu beten. Das Gebet kann so lauten: Jesus, diese Welt ist zum kotzen und das macht es mir unmöglich zu glauben, dass Du ein guter und barmherziger Gott bist. Wenn ich mich irre. Dann zeig es mir.</p>



<p>Wenn Du heute hier bist und es andere Gründe gibt, warum Du nicht Glauben kannst oder willst. Beginne heute in der Bibel zu lesen und bete. Und suche Gemeinschaft mit Menschen, die schon mit Jesus unterwegs sind. Jesus selbst wird antworten. Durch das was Du in der Bibel liest. Du die Menschen, die bereits mit Jesus unterwegs sind. Und rechne ruhig auch damit, dass das übernatürlich geschieht, durch Träume, innere Erkenntnis, Erlebnisse.</p>



<p>Die Bibel sagt, und das ist nicht nur eine Absichtserklärung, sondern ein Versprechen: <em>„Was hier berichtet ist, wurde aufgeschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Messias ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben an ihn in seinem Namen das Leben habt.“</em><sup class="modern-footnotes-footnote ">5</sup></p>



<p>Möge es geschehen. Amen</p>



<p>Bild: Foto von <a href="https://unsplash.com/@arturorey?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Arturo Rey</a> auf <a href="https://unsplash.com/de/s/fotos/ressurected-jesus?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></p>
<div>1&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Johannes 20, 19-23</div><div>2&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Johannes 20, 9</div><div>3&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Johannes 20, 24-29</div><div>4&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Johannes 20, 26-31</div><div>5&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Johannes 20, 31</div>]]></content:encoded>
					
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