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	<description>Predigten, Impulse und andere Inhalte von Verkündigung</description>
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		<title>Die Bibel &#8211; Gottes Wort in Menschen Wort &#8211; was bedeutet das eigentlich? Und welche Relevanz hat das für mein Leben?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[andreas_jesus-follower_admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Feb 2026 10:07:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibelgelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Christentum]]></category>
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		<category><![CDATA[historisch-kritisch]]></category>
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					<description><![CDATA[Was macht die Bibel für diese Christen so wertvoll, dass sie bereit sind ihr Leben dafür aufs Spiel zu setzen? 
Die Antwort ist einfach: Sie sind der Überzeugung, dass die Bibel das Wort Gottes ist. Sie sind der Überzeugung, dass die Bibel sagt, was Gottes Wille ist und wie er möchte, dass wir als Christen, als Nachfolger Jesu leben.
und deshalb sind sie bereit ihr leben dafür aufs Spiel zu setzen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
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<p>Predigt @home am Samstag 07.02.2026</p>



<p>Aus einem Bericht von Open Doors: Ein Ort im Irak. Ein 9 jähriges Mädchen presst ein Buch auf seine Brust und sagt mit fester Stimme: „Ohne meine Bibel geh ich nicht von hier weg“. Die Eltern, irakische Christen wissen nicht was sie tun sollen. Sollten sie bei Ihrer Flucht angehalten und durchsucht werden, könnte diese Bibel sie alle das Leben kosten. Sie beten gemeinsam um Gottes Schutz. Dann entscheiden sie, dass das Kind die Bibel mitnehmen darf.</p>



<p>Menschen riskieren ihr Leben nur um eine Bibel mit zu nehmen. Wie absurd ist diese Geschichte die ich gerade erzählt habe, für Dich? Während in Deutschland und vielen anderen Ländern die Bibeln im Regal verstauben – die Menschen zwei oder mehr Bibel haben, aber keine davon lesen – gibt es für Christen in einigen Ländern, nichts wertvolleres als eine Bibel zu besitzen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was macht die Bibel für diese Christen so wertvoll, dass sie bereit sind ihr Leben dafür aufs Spiel zu setzen?</h3>



<p>Die Antwort ist einfach: <strong>Sie sind der Überzeugung, dass die Bibel das Wort Gottes ist. Sie sind der Überzeugung, dass die Bibel sagt, was Gottes Wille ist und wie er möchte, dass wir als Christen, als Nachfolger Jesu leben.</strong><br>und deshalb sind sie bereit ihr leben dafür aufs Spiel zu setzen.</p>



<p>Die Meinungen über die Bibel sind sehr vielfältig. Für manche Menschen ist die Bibel, ein „Buch mit sieben Siegeln“. Unverständlich und missverständlich. Für manche ist die Bibel ein Märchenbuch. Für andere ein großartiges literarisches Werk. Wieder andere sehe in der Bibel, das unabänderliches Wort Gottes. Es gibt Menschen, die durch das Lesen der Bibel zum Glauben gekommen sind. Und es gibt Menschen, die schockiert sind, welche Brutalität dort gerechtfertigt wird.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Warum ist das so, dass die Bibel so unterschiedlich gelesen oder wahrgenommen wird?</h3>



<p>Aus meiner Sicht, gibt es da zwei wesentliche Punkte.<br>1. mit welcher Brille lese ich die Bibel. Als literarisches Werk, als Märchenbuch, als Glaubenszeugnis von Menschen, die etwas mit Gott erlebt haben, als Gottes Wort in Menschen Wort oder als Wort für Wort eingegebenes Reden Gottes<br>2. lese ich die Bibel, mit dem Heiligen Geist oder ohne ihn – dazu komme ich später nochmals.</p>



<p>Es ist gut, wenn wir als Mitarbeitergemeinde wissen, mit welcher Brille wir die Bibel lesen, denn das sagt etwas darüber aus, wie wir sie interpretieren und auslegen wollen. Sonst lesen wir das Gleiche und verstehen es völlig unterschiedlich oder wir verwenden wir u.U. die gleichen Worte, aber meinen völlig unterschiedliche Dinge.</p>



<p>Deshalb haben kluge Menschen in unserem Grundverständnis der MAG formuliert, wie wir die Bibel als MAG verstehen wollen. Dort steht:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Wir verstehen die Bibel als Gottes Wort, vom Heiligen Geist inspiriert und von Menschen geschrieben (Gottes Wort im Menschen Wort). Dabei benutzte Gott die Intelligenz, die Individualität, den literarischen Stil und die persönlichen Gefühle der menschlichen Verfasser.</p>



<p>In der Bibel begegnen wir Jesus Christus als dem end-gültigen Wort Gottes.</p>



<p>Die Bibel ist für uns der verbindliche Maßstab unseres Glaubens. An ihr wollen wir unser Leben ausrichten. Unsere Verkündigung und alles aktuelle Reden Gottes heute (prophetische Aspekte) sind an ihr zu überprüfen. Es gibt keine Offenbarung Gottes über die Bibel hinaus.</p>



<p>Wie die Schreiber der biblischen Bücher auf die Leitung des Hl. Geistes angewiesen waren, so sind auch wir es beim Lesen der Bibel.</p>



<p>Die zentrale Mitte des Neuen Testamentes ist Jesus Christus. Von ihm aus erschließt sich uns die ganze Bibel.</p>
</blockquote>



<p>richtig gut formuliert finde ich das.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>im Grundverständnis wird festgehalten, wie wir gemeinsam die Bibel lesen, auslegen und verstehen wollen.</li>



<li>mit diesem Bibelverständnis, also dem Gottes Wort in Menschen Wort, bewegen wir uns zwischen rein historisch-kritischem Bibelverständnis, in dem z.B. Wunder nicht möglich sind, und damit auch keine leibliche Auferstehung, und einem Verständnis der Bibel als verbal-inspiriert, was bedeutet, dass jedes Wort genau die Bedeutung hat, und so verstanden werden muss, wie es dasteht. Unabhängig von der Situation in der es hinein gesprochen wurde.</li>
</ul>



<p>Ich erkläre das später noch etwas genauer, inkl. Beispiel.</p>



<p>Soweit so gut, aber </p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie sind wir eigentlich dazu gekommen, dass wir als MAG die Bibel so lesen, auslegen und verstehen wollen, wie wir es im Grundverständnis festgehalten haben? </h3>



<p>Dazu drei Punkte:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Jesus selber hält die Bibel für vertrauenswürdig</li>



<li>Zuverlässigkeit der biblischen Aussagen</li>



<li>Statistik</li>
</ol>



<ol class="wp-block-list">
<li>Jesus selbst hält die Bibel für vertrauenswürdig und gültig:</li>
</ol>



<ul class="wp-block-list">
<li>in Lukas 17,26–32: spricht Jesus über Noah und Lot als historische Personen und Ereignisse: <em>„In den Tagen, in denen der Menschensohn kommt, wird es sein wie in den Tagen Noahs.[…] Es wird auch sein wie in den Tagen Lots. …“ </em>Jesus geht davon aus, dass Noah und Lot gelebt haben und das was in den Schriften erzählt wird, historische Erzählungen sind.</li>



<li>in Matthäus 5,17–18, sagt Jesus: <em>„Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz oder die Propheten außer Kraft zu setzen. Ich bin nicht gekommen, um außer Kraft zu setzen, sondern um zu erfüllen. Denn ich sage euch: Solange Himmel und Erde nicht vergehen, wird auch kein einziger Buchstabe und nicht ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen; alles muss sich erfüllen.“</em> Jesus betont hier die unveränderliche Gültigkeit der Schrift. (Gesetz meint nicht nur die 10 Gebote, sondern einen großen Teil dessen, was wir heute als Altes Testament bezeichnen)</li>



<li>in Johannes 10,35: sagt Jesus wortwörtlich<em> „…und was die Schrift sagt, ist unumstößlich!“</em> Jesus sagt also, dass die Schrift, die hebräische Bibel eine unfehlbare Autorität hat.</li>



<li>es gibt noch weitere Bibelstellen, die das unterstreichen</li>
</ul>



<p><strong>Wir halten fest: Jesus versteht die hebräische Bibel als belastbares geschichtliches Zeugnis, wahrer Ereignisse!</strong></p>



<p>Ich komme zu</p>



<p>2. Zuverlässigkeit der biblischen Aussagen</p>



<p>Vorweg: Keine einzelne der folgenden Aussagen, „beweist“ die Bibel. Aber – und ich kratze mit dem was ich nun sage nur an der Oberfläche, im Gesamtzusammenhang zeigt sich, dass es kein vergleichbares „Geschichtsbuch“ gibt, dass auch nur ansatzweise ähnlich vertrauenswürdig ist, wie die Bibel.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Textkritik: In Qumran wurde ein Jesaja Text gefunden, der etwa 1000 Jahre älter war, als der bis dahin älteste Jesaja Text. Man hat diese miteinander verglichen und festgestellt, dass der hebräische Bibeltext über diese knapp 1000 Jahre sehr stabil überliefert wurde. 95% sind identisch. Unterschiede bestehen in unterschiedlichen Schreibweisen und auch kleine Schreibfehler. Der Sinn des Textes dagegen ist unverändert.</li>



<li>Es gibt zahlreiche archäologische Funde, die beweisen, dass die geschichtlichen Aussagen der Bibel korrekt sind. z.B. die sog. Tel-Dan-Stele, die einen „König aus dem Haus Davids“ belegt, und auch den Zeitraum bestätigt, in der David nach biblischem Zeugnis gelebt hat. Nur ein Beispiel, es gibt viele weitere, die die Zuverlässigkeit der biblischen Überlieferungen unterstreichen.</li>



<li>Details, die man lieber nicht erzählen würde. wie z.B. das Versagen der Jünger, oder dass die ersten Zeugen der Auferstehung Frauen sind. Diese Punkte sprechen dafür, dass es Erinnerungen sind und keine Konstruktionen. Sonst hätte der Erzähler es anders dargestellt.</li>



<li>Die Bibel entstand über einen Zeitraum von ~1500 Jahre, und beinhaltet viele literarische Gattungen und hat mehr als 40 verschiedene Autoren. Trotzdem zeigt sich in der Bibel eine durchgehende, sich entwickelnde Heilsgeschichte (von Schöpfung–Sünden-Fall–Verheißung der Rettung –Erfüllung der Rettung in Jesus –Hoffnung auf eine zukünftige Welt). Dies spricht sehr stark für einen Meta-Erzähler. Jemanden, der im Hintergrund den Überblick behält.</li>
</ul>



<p><strong>Wir halten fest: es gibt sehr viele Indizien, die beweisen, dass die Bibel und die dort geschilderten Ereignisse, vertrauenswürdig sind.</strong></p>



<p>3. Statistik</p>



<p>über 300 Textstellen aus dem alten Testament, finden sich im Leben Jesu wieder. Statistiker wie Peter Stoner haben berechnet, dass die Wahrscheinlichkeit, dass nur 8 dieser Prophezeiungen zufällig in einer Person erfüllt werden, bei 1 zu 10¹⁷ liegt. Bei 48 Prophezeiungen steigt die Wahrscheinlichkeit auf 1 zu 10¹⁵⁷. Wer möchte kann ausrechnen, welche Zahl bei 300 erfüllten Prophezeiungen herauskommt. </p>



<p><strong>Wir halten fest, die Statistik spricht klar dafür, dass die in der Bibel beschriebenen Ereignisse und Aussagen, nicht zufällig sind.</strong></p>



<p>Ich wiederhole:<br>• Jesus versteht die hebräische Bibel als belastbares geschichtliches Zeugnis, wahrer Ereignisse!<br>• es gibt sehr viele Indizien, die beweisen, dass die Bibel und die dort geschilderten Ereignisse, vertrauenswürdig sind.<br>• die Statistik spricht klar dafür, dass die in der Bibel beschriebenen Ereignisse und Aussagen, nicht zufällig sind</p>



<p><strong>Wir halten insgesamt fest: die Bibel ist sehr vertrauenswürdig und hat dadurch einen hohen Anspruch auf Autorität.</strong></p>



<p>Was bedeutet es denn nun konkret, Gottes Wort in Menschen Wort, also wenn wir die Bibel so verstehen, wie es in unserem Grundverständnis dargelegt ist?</p>



<p>Vorhin habe ich kurz vom historisch-kritischen und verbal-inspirierten Bibelverständnis gesprochen. und dass wir uns mit unserem Bibelverständnis Gottes Wort in Menschen Wort, dazwischen bewegen.<br>Es ist gut sich das kurz im Überblick anzuschauen.</p>



<p>Wer <strong>historisch-kritisch</strong> die Bibel liest, der nimmt Geschichte, Kontext und auch die literarische Gattung sehr ernst. Es gibt keine Wunder, d.h. diese sind im übertragenen Sinn zu verstehen. Es gibt damit auch keine Auferstehung. Die biblischen Texte sind in diesem Fall Zeugnisse des Glaubens. Sie sind keine Berichte von historischen Ereignissen.</p>



<p>Wer die Bibel mit dem Verständnis <strong>Gottes Wort in Menschen Wort</strong> liest, der nimmt sowohl die Bibel als Wort Gottes ernst, weiß aber auch um die Individualität der Autoren, und dass ihre Persönlichkeit in das was sie aufgeschrieben haben mit eingeflossen ist. Wunder und damit die Auferstehung Jesu sind möglich. Und in der Bibel finden sich viele tatsächliche historische Ereignisse, die von Menschen aufgeschrieben worden unter Mitwirkung des Heiligen Geistes.</p>



<p>Wer in der Bibel das <strong>verbal-inspirierte Wort Gottes</strong> sieht, der hat ein sehr starkes Vertrauen in die Autorität der Bibel. Alles ist 1:1 so passiert, wie es in der Bibel berichtet wird. Die Situation, des Textes, geschichtlich oder kulturell ist nicht so wichtig. Denn: Gott hat den Autoren Wort für Wort eingegeben, was sie schreiben sollen.</p>



<p>Wichtig: es gibt auch innerhalb der jeweiligen Bibelverständnisse durchaus Unterschiede. In meinen Beispielen, verwende ich aber sozusagen eine Art „Reinform“.</p>



<p>Ein Beispiel um es etwas zu veranschaulichen, was das jeweilige Bibelverständnis für einen Bibeltext bedeuten kann.</p>



<p>Die Schöpfungsgeschichte <a href="https://www.bibleserver.com/NG%C3%9C.MENG.LUT/1.Mose1">(1. Mose 1+2)</a></p>



<p><strong>→ historisch-kritisch</strong>: mythische/ symbolische Erzählung ohne naturwissenschaftliche Fakten. Die eigentliche Aussage ist: Gott ist der Schöpfer, die Welt ist kein Zufall.<br><strong>→ verbal-inspiriert</strong>: In sechs mal 24 Stunden hat Gott die Welt erschaffen. Die Erde ist nur ca. 10000 Jahre alt. Die Jahreszahlen in der Chronologie von Adam bis Abraham dienen als Berechnungsgrundlage.<br><strong>→ Gottes Wort in Menschen Wort</strong>: Glaube, dass es möglich ist, dass Gott in sechs mal 24 Stunden die Welt erschaffen hat. Aber nicht unbedingt, dass er es so gemacht haben muss. Aber er kann durch sein Wort „erschaffen“!</p>



<p>Das Beispiel habe ich jetzt sehr holzschnittartig erklärt. Es gibt einen KG Abend, in dem ihr euch damit intensiver beschäftigen könnt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wichtig ist auch, was ändert sich denn an meiner Glaubenspraxis, wenn ich die Bibel mit einer bestimmten Brille lese? </h3>



<p>Das möchte ich kurz am Beispiel Gebet verdeutlichen.</p>



<p><strong>Historisch-kritisch:</strong><br>Gebet verändert den Beter: Es klärt Gedanken, stärkt Haltung und macht handlungsfähig, weil sich der Blick verändert. – keine Erwartung von Gottes Eingreifen.</p>



<p><strong>Verbal-inspiriert:</strong><br>Gebet verändert auch die Situation: Im Glauben an wörtliche Verheißungen wird Gottes Eingreifen erwartet und teilweise auch eingefordert. Die innere Haltung des Glaubens wird als Schlüssel angesehen.</p>



<p><strong>Gottes Wort in Menschenwort:</strong><br>Gebet verändert Beter und u.U. auch die Situation: Es geht um Beziehung zu Gott. Und in dieser vertrauensvollen Beziehung wirkt Gott wie es ihm gefällt. Er kann eingreifen, tut es aber nicht immer. Und das Eingreifen Gottes ist nicht immer so wie erwartet oder erwünscht, aber so, dass ER zu seinem Ziel kommt.</p>



<p>Ich komme zum nächsten Punkt.</p>



<p>Nun kommt es in der Bibel vor, dass z.B. in den Evangelien unterschiedliche Varianten eines Ereignisses erzählt werden. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie gehen wir damit um, dass in der Bibel teilweise unterschiedliche Varianten eines Ereignisses erzählt werden?</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Manche Unterschiede erklären sich u.U. daraus, dass es unterschiedliche Ereignisse sind.
<ul class="wp-block-list">
<li>Beispiel: In allen vier Evangelien wird von einer Salbung Jesu erzählt. Lukas erzählt davon, dass die Füsse gesalbt werden und es eine sündige Frau ist. Markus und Matthäus erzählen von einer Salbung am Kopf, nennen nur eine Frau als ausführende und bei Johannes ist es Maria, die Schwester von Lazarus, die Jesu Kopf salbt. Wenn man genau hinschaut, dann wird klar: Es sind mindestens zwei, vielleicht sogar drei unterschiedliche Ereignisse die hier ähnlich erzählt werden.</li>
</ul>
</li>



<li>Manche Unterschiede lassen sich erklären, weil die Erzähler unterschiedliche Perspektiven einnehmen und unterschiedliche Zielgruppen vor Augen haben. In diesem Fall sind die Unterschiede vor allem theologische Akzente, oder dem Vorwissen, oder Nichtwissen der Leserschaft zu tun.
<ul class="wp-block-list">
<li>Beispiel: Die Evangelien erzählen alle das Leben und Sterben Jesu. Aber jedes hat einen besonderen Blickwinkel darauf. Das liegt daran, dass sie für unterschiedliche Zielgruppen geschrieben wurden. Und es liegt natürlich auch an den Autoren. Jeder von ihnen hat seine individuelle Sicht darauf, was bei Jesus besonders wichtig ist. Klar ist aber auch, dass die Evangelien sich in ihren Grundaussagen in keiner Weise widersprechen.</li>
</ul>
</li>



<li>Manche Unterschiede sind kulturelle und / oder sprachliche Besonderheiten. 
<ul class="wp-block-list">
<li>Wie wir heute ein Ereignis erzählen und wie die Menschen zur Zeit Jesu erzählt haben, kann sehr unterschiedlich sein. In der sog. semitischen Erzählweise ist die Bedeutung von Zahlen nicht immer numerisch, sondern häufig symbolisch. d.h. drei Tage sind nicht unbedingt 72 Stunden, sondern können auch einfach eine kurze Zeit bezeichnen.</li>



<li>Wir denken Ereignisse chronologisch, also in der zeitlichen Reihenfolge. Semitisch denkt viel stärker in Inhalten, d.h. es wird das zusammen gefasst, was inhaltlich zueinander passt.</li>
</ul>
</li>
</ul>



<p>Sehr komplex und spannend. Dazu hab ich einen KG Abend zusammen gestellt.</p>



<p><strong>Trotzdem wird es so sein, dass wir zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen, was die Bibel sagt, auch wenn wir grundsätzlich sagen, die Bibel ist Gottes Wort in Menschen Wort.<br>Warum ist das so?</strong></p>



<p>Zunächst einmal:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>das ist normal – und nicht anders zu erwarten. Jeder von uns legt die Bibel, auch wenn wir die gleiche Brille aufziehen, auch aufgrund von Erfahrungen, Lebensereignisse oder sonstigen Prägungen aus. Im Bild könnte man sagen, wir sehen unterschiedlich, selbst bei gleicher Brille. Man könnte vielleicht sagen, unsere Brillengläser fokussieren unterschiedlich. Und deshalb kommen wir auch teilweise zu unterschiedlichen Ergebnisse.</li>



<li>WICHTIG: Jesus ist das endgültige Wort Gottes – wir glauben an IHN, nicht an die Bibel. Jesu Autorität ist absolut und die Bibel ist eine Ableitung von dieser absoluten Autorität Jesu. Und unser Verständnis der Bibel oder unsere Interpretation ist wiederum eine Ableitung davon.</li>
</ul>



<ol class="wp-block-list">
<li>Autorität = Jesus = absolut</li>



<li>Autorität = Bibel</li>



<li>Autorität = unsere Überzeugung</li>



<li>Autorität = dreimal abgeleitet die Interpretation/ Predigt</li>
</ol>



<p> je mehr wir von Jesus von der absoluten Autorität Jesu entfernen, desto größer ist die Vielfalt der Meinungen auch unter uns</p>



<p>Vieles von dem was ich gesagt habe, waren jetzt Indizien oder Erklärungen. Es war der Versuch, intellektuell zu argumentieren und verständlich zu machen, wie das mit der Bibel ist. Nun kommt aber das letztlich entscheidende, das ich bereits am Anfang erwähnt habe: </p>



<h3 class="wp-block-heading">Es kommt drauf an, dass wir beim Lesen der Bibel, dem Heiligen Geist Raum geben, dass ER uns Verständnis gibt und hilft die Bibel so zu verstehen, wie Gott will, dass wir sie verstehen.</h3>



<p>Damit der HG diesen Raum bekommt, uns die Bibel erklären zu können ist wichtig, dass wir</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>darum bitten, dass uns der Heilige Geist uns die Bibel erklärt</li>



<li>unverständliche oder mir nicht genehme Aussagen nicht weg argumentieren und auch nicht sagen: das kann nicht sein, da muss der Erzähler was falsches geschrieben haben.
<ul class="wp-block-list">
<li>Beispiel: Befehl Ehebrecher (Mann und Frau) zu steinigen. (<a href="https://www.bibleserver.com/NG%C3%9C.MENG.LUT/5.Mose22%2C22">5.Mose 22,22</a>). </li>



<li>ich kann diese Textstelle weg argumentieren, indem ich sage: das ist nicht mehr zeitgemäß! Das sollte ich aber nicht tun, </li>
</ul>
</li>



<li>sondern
<ul class="wp-block-list">
<li>erst mal selbst-kritisch fragen: wessen Maßstab ist entscheidend? Meiner oder Gottes? also im Beispiel, wenn Gott das wirklich gesagt haben sollte, dass Menschen, die Ehebruch begangen haben, gesteinigt werden soll, könnte ich das dann akzeptieren? oder nicht? Muss sich Gott an meine Wertvorstellungen anpassen? Oder geht es darum, mehr und mehr Gottes Wertvorstellungen anzunehmen?</li>



<li>dann im Licht Jesu betrachten. Jesus zeigt uns, wie Gott ist.
<ul class="wp-block-list">
<li>im Beispiel Ehebruch: ihr kennt die Geschichte, wo die Ehebrecherin vor Jesus gebracht wird und die Leute ihn fragen, ob sie tun sollen, was Mose geboten hat. Sie steinigen. Am Ende rechtfertigt Jesus ihren Ehebruch nicht. Aber er verurteilt sie auch nicht, sondern sagt zu ihr: „Sündige in Zukunft nicht mehr!“</li>
</ul>
</li>
</ul>
</li>



<li>leider löst sich eine Fragestellung nicht immer so gut auf. Wenn das der Fall ist, dann sollte ich akzeptieren: <strong>ich muss und kann nicht alles verstehen und kann und muss auch nicht immer Gottes Wege/ Entscheidungen verstehen.</strong></li>



<li>was unverständlich bleibt oder mir weiterhin nicht in mein Gottesbild passt: stehen lassen und mit Gott darüber ins Gespräch kommen.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Ich komme zum Schluss</h3>



<p><strong>Die Bibel hat für jeden Menschen, der Jesus nachfolgen will, höchste Relevanz.</strong> Das geht gar nicht anders. Denn die Bibel ist die einzige Quelle, aus der wir erfahren können, wer Gott ist!<br>Wir glauben an Jesus, als das lebendige Wort Gottes. Die Bibel ist die erste Ableitung dieses Wortes.<br>In der Bibel erfahren wir, oder können wir nachlesen, wie Gott ist. In dem was Menschen aufgeschrieben haben, in dem was die Bibel über das Leben und Wirken Jesu erzählt.<br>Und wenn wir etwas genauer hinschauen, dann wird klar. Dieser Jesus ist Liebe. Aber er ist auch Gerechtigkeit. Dieser Jesus ist Barmherzigkeit, aber er ist auch Wahrheit. Und ich bleibe jetzt mal bei diesen vier Begriffen, auch wenn sie natürlich nur einen Teilaspekt Jesu zeigen.<br>Dieser Jesus ist Liebe, Barmherzigkeit, Gerechtigkeit und Wahrheit. Zwischen diesen vier Begriffen besteht eine Spannung, die sich nicht einfach auflöst: Liebe und Barmherzigkeit neigen zur Vergebung, während Gerechtigkeit und Wahrheit Strenge und Klarheit fordern. Jesus verkörpert diese Spannung. Besonders deutlich wird das am Kreuz, wo Gottes Gnade und Wahrheit sich begegnen, ohne dass sie sich gegenseitig aufheben.</p>



<p>Und auch wir sollten diese Spannung nicht auflösen, können es auch gar nicht.<br>Wenn wir von dieser Spannung wissen und im Hinterkopf haben dass es sie gibt, dann können wir auch eher unterschiedliche Meinungen oder Interpretationen akzeptieren. Es kann sein, dass die andere Meinung oder Interpretation einen anderen Aspekt betont, als ich das tue! Und das darf so sein. Mehr noch, es ist manchmal sogar gut so, denn es ergänzt meine eigene Wahrnehmung von Jesus. Aber das auszuführen, ist eine eigene Predigt.</p>



<p>Und wir sollten noch bedenken, ob das über das wir streiten, tatsächlich den Streit wert sind. Prio eins ist, was die Bibel über Jesus aussagt und über den Erlösungsplan Gottes für uns Menschen. Alles andere ist zweit oder drittrangig.</p>



<p>Amen</p>



<p>Zwei Fragen für eine kurze Zeit der Stille:<br>Welchen Stellenwert hat die Bibel gerade in meinem Leben?<br>Welchen will ich ihr geben?</p>



<p>Blogpost Foto von <a href="https://unsplash.com/de/@aaronburden?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Aaron Burden</a> auf <a href="https://unsplash.com/de/fotos/schwarzes-buch-auf-grauem-holztisch--uj3Y7r1BeM?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Elia &#8211; Gehorsam und Glaube</title>
		<link>https://jesus-follower.xyz/elia-gehorsam-und-glaube/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Peschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Jun 2025 16:26:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibelgelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Predigt]]></category>
		<category><![CDATA[1.Könige17]]></category>
		<category><![CDATA[Elia]]></category>
		<category><![CDATA[Gehorsam]]></category>
		<category><![CDATA[Glaube]]></category>
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		<category><![CDATA[Leid]]></category>
		<category><![CDATA[Prophet]]></category>
		<category><![CDATA[Toten Auferweckung]]></category>
		<category><![CDATA[Witwe]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute darf ich uns mit in die Ereignisse hinein nehmen, die vor den Geschehnissen auf dem Karmel passieren. Und, kleiner Spoiler, auch bei diesen Ereignissen spielt das glaubensvolle Gebet eine wesentliche Rolle. Ahab ist König in Israel, und er erzürnt Gott dadurch, dass er fremde Götter anbetet und eine heidnische Frau heiratet, die den Baalskult in Israel einführt, bzw. fördert. Alles was jetzt passiert, sind Folgen des Götzendienstes, den Ahab getan, bzw. gefördert hat. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Predigt im <a href="https://www.einanderergottesdienst.de">eAg</a>, am Sonntag 22.Juni 2025</p>



<p>Liebe eAg Gemeinde,</p>



<p>die Geschichte, von dem Gottesurteil auf dem Karmel, bei dem der Prophet Elia gegen hunderte Baalspriester antritt, ist wohl eine der bekanntesten der Bibel. Letzte Woche wurden wir in diese Ereignisse mit hineingenommen und die Predigt hat uns herausgefordert, so glaubensvoll zu beten, wie Elia es getan hat – denn auf dem glaubensvollen Gebet, liegt eine große Verheisssung. <sup class="modern-footnotes-footnote ">1</sup></p>



<p>Heute darf ich uns mit in die Ereignisse hinein nehmen, die vor den Geschehnissen auf dem Karmel passieren. Und, kleiner Spoiler, auch bei diesen Ereignissen spielt das glaubensvolle Gebet eine wesentliche Rolle.<br>Ich teile den Text in drei Abschnitte.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-medium-font-size">1.Könige 17, 1-10a<br>Da sagte Elia, der Thisbiter, aus Thisbe in Gilead, zu Ahab: »So wahr der HERR, der Gott Israels, lebt, in dessen Dienst ich stehe: es soll in den nächsten Jahren weder Tau noch Regen fallen, es sei denn auf mein Wort!«# #2 Hierauf erging das Wort des HERRN an ihn also:# #3 »Gehe weg von hier und wende dich ostwärts und verbirg dich am Bache Krith, der östlich vom Jordan fließt.# #4 Aus dem Bache sollst du trinken, und den Raben habe ich geboten, dich dort mit Nahrung zu versorgen.«# #5 Da ging er weg und tat nach dem Befehl des HERRN: er ging hin und ließ sich am Bache Krith nieder, der auf der Ostseite des Jordans fließt;# #6 und die Raben brachten ihm Brot und Fleisch am Morgen und ebenso am Abend, und er trank aus dem Bache.# #7 Als dann aber der Bach nach einiger Zeit trocken wurde, weil kein Regen im Lande gefallen war,# #8 erging das Wort des HERRN an ihn also:# #9 »Mache dich auf, begib dich nach Zarpath[1], das zu Sidon gehört, und bleibe daselbst! Ich habe einer Witwe dort geboten, für deinen Unterhalt zu sorgen.«# #10 Da machte er sich auf den Weg und begab sich nach Zarpath;</p>
</blockquote>



<p>In diesem ersten Abschnitt geht es um den Propheten Elia und um Ahab, den König von Israel, der in der Bibel als schlimmer bezeichnet wird, als seine Vorfahren. Und die waren auch schon schlimm.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ahab</h3>



<p>ist König in Israel, und er erzürnt Gott dadurch, dass er fremde Götter anbetet und eine heidnische Frau heiratet, die den Baalskult in Israel einführt, bzw. fördert. So hat Ahab z.B. einen Baalstempel in Samaria erbaut. Die Bibel sagt zu seinen Taten schlicht: </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-medium-font-size">Ahab tat, was der Herr verurteilt. Er handelte sogar noch schlimmer als alle vor ihm. 1.Könige 16, 30</p>
</blockquote>



<p>Alles was jetzt passiert, sind Folgen des Götzendienstes, den Ahab getan, bzw. gefördert hat. Und die Folgen sind fatal: Drei Jahre und sechs Monate sollte es nicht regnen. Und das, weil ein König sich nicht an Gottes Gebote hält. Die Taten des Königs haben eben nicht nur Auswirkungen auf sein Leben und das seiner direkten Umgebung. Die Taten eines Königs haben Auswirkungen auf ganz Israel, sein ganzes Volk und sogar auf die Nachbarstaaten. <strong>Hier zeigt sich: Wer ein Leiter ist, hat eine sehr hohe Verantwortung.</strong> </p>



<p>Für uns bedeutet das: wir müssen uns klar machen, dass jemand, der Verantwortung für andere Menschen hat, in einer Position ist, wo das eigene Verhalten, eben auch Auswirkungen auf die Menschen hat, für die er die Verantwortung übernommen oder bekommen hat. </p>



<p>Das Verhalten der Eltern hat Auswirkungen auf die Kinder. Das des Lehrers auf die Schüler. Das des Gruppenleiters auf die Teilnehmer. Das des Pfarrers auf die Gemeinde. Das der Spartenleitung auf die Sparte. Wenn der Präsident der USA entscheidet, die Atomanlagen des Iran zu bombardieren, dann hat das ggf. Auswirkungen auf die ganze Welt. Wenn der Führer der iranischen Republik, Jahrzehnte lang davon spricht Israel zu vernichten und die Juden ins Meer zu werfen, und die Ernsthaftigkeit dadurch unterstreicht, dass Terrorgruppen wie die Hamas oder Hizbulla finanziert werden, dann hat das Auswirkungen auf den ganzen Iran. ….. ich denke, das brauche ich nicht weiter ausführen. Schauen wir in unser Leben, schauen wir in diese Welt. Dann sehen wir: es stimmt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Elia</h3>



<p>sagt was er von Gott hört. Es soll so lange kein Regen fallen, bis Elia sagt, dass es wieder regnen soll. Letzte Woche haben wir bereits gehört, dass Elia, als er dieses prophetische Wort ausgesprochen hatte, die Erfüllung dieses Wortes, trotzdem noch im Gebet ergreifen, bzw. erflehen musste. <sup class="modern-footnotes-footnote ">2</sup>Daher will ich hierauf nur kurz eingehen: der Wille Gottes passiert nicht einfach von alleine. Wir sind dazu gerufen uns mit dem Willen Gottes im Gebet eins zu machen und auch in dem was wir tun. Und warum ist das so?<strong> Weil Gott uns sehr gerne mit hineinnimmt, in das was er tut und uns teilhaben lassen will an Seinem Wirken.</strong></p>



<p>Was auffällig ist, ist dass Elia keinerlei Diplomatie anwendet. Er führt keinen Smalltalk, er versucht nicht, Ahab davon zu überzeugen, dass er doch bitte aufhören soll, den Baalskult in Israel zu fördern. Zumindest berichtet uns die Bibel nix davon. Ich bin davon überzeugt: Elia spricht das prophetische Wort aus, weil es Zeit ist zu handeln, und nicht mehr zu reden.<br>Elia war sicherlich klar, dass 3,5 Jahre ohne Regen für viele Menschen in Israel und darüber hinaus ein Todesurteil sein würde. Trotzdem hat er es ausgesprochen und dann im Gebet darum gerungen, dass es passiert.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wer hat die Verantwortung?</h3>



<p>Vorhin habe ich erklärt, dass Ahab als König Verantwortung für sein Volk hat und seine Taten, Auswirkungen auf das Volk haben. Auch Elia hat Verantwortung. Er ist Prophet und hat den Auftrag, das Volk zurück zu Jaweh zu führen. Sein Handeln, oder in dem Fall, das Aussprechen des prophetischen Wortes, dass es nicht Regnen wird, hat Auswirkungen. Auswirkungen auf Elia selber, auf das Volk Israel und auf die Umgebung. Man könnte jetzt sagen, dass Elia verantwortlich ist, dafür, dass Menschen verhungern. Oder dass Gott dafür verantwortlich ist. Kann man so sehen. Aber, und das ist wichtig: Der eigentliche Verursacher ist nicht Elia, auch nicht Gott. Der eigentliche Verursacher ist Ahab und sein Verhalten mit dem Baalskult.<br>Wir sollten immer bedenken, wer ist der eigentliche Verursacher? Und was sind Folgen die aufgrund des Verursachenden geschieht?<br>Das ist brandaktuell, wenn wir Nachrichten schauen und versuchen einzuordnen, wer hat hier welche Verantwortung, wer ist der Verursacher, der Täter, der Betroffene? <sup class="modern-footnotes-footnote ">3</sup></p>



<p>Und gleich nachdem Elia gegenüber Ahab die Drohung ausgesprochen hat, dass es nicht Regnen wird, bis Elia es sagt, erhält Elia ein neues Wort von Gott. Und Elia tut was Gott ihm sagt. Er geh zum Bach Kerit (heutiges Jordanien), und später dann, nach Serepta (heutiger Libanon). Beides mal verbunden mit dem Versprechen, dass Gott ihn dort versorgen wird. Und so kommt es auch. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Gehorsam und Glaube</h3>



<p>Elia ist gehorsam. Er geht dorthin, wo Gott sagt, wo er hingehen soll. Er vertraut darauf, dass Gott ihn versorgt, wie er es ihm versprochen hat. Durch seinen Gehorsam und seinen Glauben, dass das geschieht, was Gott verheißt, passiert das Wunder, dass Elia durch Raben versorgt wird. Gehorsam und Glaube, gehören sehr oft zusammen und sind wichtige Voraussetzungen dafür, dass sich ereignet, was Gott versprochen hat. Der Gehorsam ist dabei bereits eine Form des Glaubens, dass Gott erfüllt, was er verspricht.<br>Gott schickt Elia ins Ausland. Beide Orte sind außerhalb von Israel. Zuerst östlich des Jordan, dann in den Norden, zu den Phöniziern. Elia wird ein Flüchtling. Er ist ein Asylsuchender, auch wenn es das damals so noch nicht gab. Denn er ist politisch verfolgt. Wäre er in Israel geblieben, hätte Ahab ihn aufgespürt und sicherlich getötet. Spannend an dem zweiten Ort ist: Isebel, die Frau von Ahab, und diejenige, die den Baalskult in Israel eingeführt hat, kommt aus Sidon, das ganz in der Nähe von Serepta liegt. Warum schickt Gott Elia dort hin? Dort, wo der Baalskult herkommt und die Oberhand hat? Vermutlich hat das praktische Gründe. Wer würde den Flüchtling, der den Baalskult bekämpft, denn dort vermuten, wo der Baalskult her kommt?</p>



<p>Ich komme zum zweiten Teil des Bibeltextes.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-medium-font-size">1.Könige 17, 10b-16<br>und als er am Stadttor ankam, war dort eine Witwe gerade damit beschäftigt, Holz zusammenzulesen. Er rief sie an mit den Worten: »Hole mir doch ein wenig Wasser in einem Kruge, damit ich trinke!«# #11 Als sie nun hinging, um es zu holen, rief er ihr die Worte nach: »Bring mir doch auch einen Bissen Brot mit!«# #12 Aber sie antwortete: »So wahr der HERR, dein Gott, lebt! Ich besitze nichts Gebackenes; nur noch eine Handvoll Mehl ist im Topf und ein wenig Öl im Kruge. Eben lese ich ein paar Stücke Holz zusammen, dann will ich heimgehen und es für mich und meinen Sohn zubereiten, damit wir es essen und dann sterben.«# #13 Doch Elia antwortete ihr: »Fürchte dich nicht, gehe heim und tu, wie du gesagt hast; doch zuerst bereite mir davon einen kleinen Kuchen und bringe ihn mir her! Darnach magst du für dich und deinen Sohn auch etwas zubereiten.# #14 Denn so hat der HERR, der Gott Israels, gesprochen: ›Das Mehl im Topf soll nicht ausgehen und das Öl im Kruge nicht abnehmen bis zu dem Tage, wo der HERR wieder Regen auf den Erdboden fallen läßt.‹«# #15 Da ging sie hin und kam der Weisung Elias nach; und sie hatten lange Zeit zu essen, er und sie und ihr Sohn:# #16 das Mehl im Topf ging nicht aus, und das Öl im Kruge nahm nicht ab, wie der HERR es durch den Mund Elias hatte ankündigen lassen.# </p>
</blockquote>



<h3 class="wp-block-heading">Die Witwe</h3>



<p>In diesem Abschnitt geht es ganz wesentlich um die Witwe.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>wir kennen nicht ihren Namen, wir wissen nichts über ihre Lebensgeschichte – außer, dass sie einen Sohn hat und wir erfahren im dritten Abschnitt, dass sie eine Schuld mit sich herumträgt.</li>



<li>wir wissen auch nicht, warum Gott diese Witwe ausgewählt hat.</li>



<li>als sie von Elia angesprochen wird, hat sie mehr oder weniger mit ihrem und dem Leben ihres Sohnes abgeschlossen. Dennoch ist sie bereit ihm Wasser zu holen, damit er trinken kann – das hat mit der Gastfreundschaft im Orient zu tun. Aber als Elia dann noch fordert, dass sie Brot mitbringt, klagt sie ihm sein Leid, dass sie keine Hoffnung mehr für sich und ihren Sohn hat. Noch einmal essen und dann sterben. Das ist ihr Plan.</li>



<li> Und dann fordert Elia die Witwe zu einem Glaubensakt auf. Er verspricht ihr, dass Öl und Mehl nicht zu Ende gehen, sie soll aber zuerst ihm ein Brot backen und dann sich und ihrem Sohn. Was geht im Kopf der Witwe vor? Könnte es ein Trick des Mannes sein um sie um das letzte Essen zu bringen? Oder sagt er die Wahrheit? Die Witwe lässt sich auf diesen Glaubensschritt ein. Sie backt, Elia ein Brot, dann sich und ihrem Sohn und dann viele Tage, Wochen und Monate wieder und wieder. So wird ihr Glaube belohnt. Öl und Mehl gehen nicht zu Ende.</li>
</ul>



<p>Auch hier spielen Glaube und Gehorsam wieder eine wesentliche Rolle. Die Witwe ist gehorsam und geht den Schritt, das Brot zuerst für Elia zu backen. Und glaubt daran, dass es auch für ihren Sohn und sie noch zu einem Brot reichen wird. Und so erlebt sie täglich das Wunder, dass Öl und Mehl nicht ausgehen. Auch hier ist der Gehorsam, eine Art, dem Wort zu vertrauen, daran zu glauben.</p>



<p>Wir kommen zum dritten Abschnitt</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-medium-font-size">1.Könige 17, 17-24<br>17 Nachmals aber begab es sich, daß der Sohn jener Frau, der das Haus gehörte, krank wurde, und seine Krankheit verschlimmerte sich so, daß kein Atem mehr in ihm blieb.# #18 Da sagte sie zu Elia: »Was haben wir miteinander zu schaffen, du Mann Gottes? Du bist nur deshalb zu mir gekommen, um meine Verschuldung bei Gott in Erinnerung zu bringen und den Tod meines Sohnes herbeizuführen!«# #19 Er antwortete ihr: »Gib mir deinen Sohn her!« Er nahm ihn dann von ihrem Schoß, trug ihn in das Obergemach hinauf, wo er selbst wohnte, und legte ihn auf sein Bett;# #20 dann rief er den HERRN an und betete: »HERR, mein Gott, hast du wirklich die Witwe, bei der ich zu Gast bin, so unglücklich gemacht, daß du ihren Sohn hast sterben lassen?«# #21 Darauf streckte er sich dreimal über den Knaben hin und rief den HERRN mit den Worten an: »HERR, mein Gott, laß doch die Seele[2] dieses Knaben wieder in ihn zurückkehren!«# #22 Da erhörte der HERR das Gebet Elias, und die Seele des Knaben kehrte in ihn zurück, so daß er wieder auflebte.# #23 Elia aber nahm den Knaben, trug ihn aus dem Obergemach ins Haus hinunter und übergab ihn seiner Mutter mit den Worten: »Sieh her, dein Sohn lebt!«# #24 Da antwortete die Frau dem Elia: »Ja, nun weiß ich, daß du ein Mann Gottes bist und daß das Wort des HERRN in deinem Munde Wahrheit ist!</p>
</blockquote>



<p>Als der Sohn der Witwe stirbt, bricht es aus der Witwe heraus. <em>„Was haben wir miteinander zu schaffen, du Mann Gottes? Du bist nur deshalb zu mir gekommen, um meine Verschuldung bei Gott in Erinnerung zu bringen und den Tod meines Sohnes herbeizuführen!“ </em><br>Die Witwe wirft Elia vor, dass er nur deshalb zu ihr gekommen sei, um sie an ihre Fehler zu erinnern.<br>Wir müssen uns in die Situation der Witwe hineinversetzen. Der Sohn ist ihr ein und alles. Das Letzte, was ihr geblieben ist. Vielleicht eine Erinnerung an ihren Mann. Er ist aber auch ihre Lebensversicherung. Denn er kann für sie sorgen, wenn er alt genug wird. Doch das ist nun vorbei. Das Letzte was ihr geblieben ist, wurde ihr genommen. Mit ihrem Sohn verliert sie letztlich alles. </p>



<p>Wir wissen nicht um was für eine Schuld es geht, von der sie spricht. Elia wohl auch nicht, wenn wir sein Gebet lesen. Aber die Schuld muss so gravierend sein, dass sie vermutet, dass der Tod ihres Sohnes die Strafe dafür ist. Ihr Ausspruch gegenüber Elia ist Ausdruck ihres Schmerzes und ihres Frustes und vermutlich auch des Selbstvorwurfes, den sie sich macht.</p>



<p>Der Bibeltext erklärt nicht, warum der Sohn gestorben ist. Es heißt lediglich, dass <em>„kein Atem mehr in ihm blieb!“ </em> Solche Dinge passieren. Wir wissen oft nicht warum. Wir wissen nicht wann. Wir wissen nicht, wozu. Es ist nicht gerecht. Es ist einfach nur schmerzhaft. Ja, man kann das theologisch erklären, manchmal auch medizinisch, warum es Leid gibt, oder warum solche Dinge passieren. Aber das ist in keiner Weise befriedigend. Schon gleich gar nicht, wenn man selber betroffen ist oder irgendwie davon berührt.  Es kann helfen, eine gedankliche Wendung zu machen. Die Frage, warum mir ein Leid passiert, oder warum es Leid gibt, mag oben auf liegen. Aber wäre es nicht besser zu fragen: wie gehen wir mit dem Leid um, das uns begegnet oder selber trifft?</p>



<p>Vor längerem kam ich mit jemand ins Gespräch, der solche Schicksalsschläge erlebt hat, die man nicht mal seinem schlimmsten Feind wünscht. Wir haben auch darüber gesprochen, welchen Erfahrungsschatz diese Person gesammelt hat. Die wichtigste Aussage aus dem Gespräch war:<br><em>„Andreas, es ist egal, ob das was ich erlebt habe einen Sinn in Gottes Plan hat oder nicht. Ob ich dadurch was wichtiges gelernt habe, oder nicht. Das was ich erlebt habe ist mit nichts zu rechtfertigen. Aber ich bin Gott deshalb nicht böse. Er ist Gott“</em><br>Ich bin noch immer ganz bewegt, von diesem Glauben, den ich in dieser Aussage wahrnehmen konnte. Es ist ein Beispiel, wie wir mit Leid umgehen können. Ich sage nicht, dass das allen möglich ist, so mit erlittenem Leid umzugehen. Aber es ist <strong>eine</strong> Möglichkeit.<br><em>&#8222;Eine andere Person sagte mir: Wenn mein Sohn heute stirbt, dann ist das schlimm. Aber, er hatte bis dahin ein gutes Leben und dafür will ich dankbar sein.&#8220; </em>Auch das ist ein möglicher Umgang mit so einer schwierigen Situation. Nur zwei Beispiele!</p>



<p>Als Christen sind wir Teil dieser Welt. Jesus hat uns zu keiner Zeit versprochen, dass der Glaube an ihn uns vor Leid bewahrt. Im Gegenteil sagt Jesus an verschiedenen Stellen, dass wir uns auf Leiden einstellen müssen. <sup class="modern-footnotes-footnote ">4</sup> In leidvollen Situationen kann und möchte uns Jesus eine Hilfe sein. Wir können wir auf den leidenden Christus am Kreuz schauen. Er kann und will uns Trost sein und Ermutigung. Wenn selbst Jesus, der vor Anfang der Zeit bereits war, leidet, wie sollte ich denken, das würde nicht auch mich treffen können?</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie gehen Elia und die Witwe mit der leidvollen Situation um?</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die Witwe macht Elia Vorwürfe. Und das kann ich ihr nicht verübeln. Aus ihr kommt aller Frust heraus. Sie ist hilflos. Sie ist verzweifelt.</li>



<li>Elia aber, geht ins Gespräch mit Gott</li>



<li>Als der Sohn der Witwe stirbt, und die Witwe Elia vorwirft, er sei dafür verantwortlich, gibt es kein Reden Gottes, sondern Elia handelt so, wie er es für richtig hält. Er tröstet nicht die Mutter. Er rechtfertigt nicht Gott oder versucht zu erklären, warum das passiert ist. Er lässt sich den toten Sohn geben, zieht sich zurück und betet.</li>



<li>Elia versteht auch nicht, warum der Sohn gestorben ist. Er macht Gott keine Vorwürfe, sondern fragt, ob es sein kann, dass Gott tatsächlich derjenige ist, der diese Unglück bewirkt hat. </li>



<li>Und das flehende Gebet Elias wird von Gott wieder erhört. Und Elia kann der Witwe ihren Sohn lebendig wieder zurück geben. </li>
</ul>



<p>Ich wünschte, alle leidvollen Ereignisse hätten so ein Ende. Aber so ist es leider nicht.</p>



<p>Am Anfang hab ich davon gesprochen, dass wir im Gebet, das vor Gott bringen, was er selber verheißen hat. Hier sehen wir, dass unser Gebet auch dann kraftvoll sein kann, wenn es keine klare Aussage Gottes dazu gibt, was seine Gedanken zu einer Situation sind.</p>



<p>Als die Witwe ihren lebenden Sohn zurück erhält, sagt sie: <em>„nun weiß ich sicher, dass Du ein Mann Gottes bist.“ </em>Und ich frage mich, Dein Ernst? Die Witwe erlebt monatelang dass das Öl und das Mehl nicht ausgehen. Aber erst nachdem ihr Sohn stirbt und wieder lebend wird, ist sie sich sicher, dass Elia ein Mann Gottes ist und was er sagt, die Wahrheit ist. Erstaunlich, dass das Wunder der Öl und Mehlvermehrung diesen Glauben nicht ausgelöst hat. Sondern erst die Auferweckung ihres Sohnes von den Toten.</p>



<p>Wunder können Glauben wecken. Aber es ist nicht garantiert. Es braucht die Gottesbegegnung, damit Glauben entsteht. Diese Gottesbegegnung hat die Witwe nicht in der, oder durch die wundersamen Versorgung erfahren, sondern als sie ihren toten Sohn wieder lebendig in die Arme schließen durfte.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Zum Abschluss möchte ich nochmals auf zwei Punkte kurz eingehen:</h3>



<h4 class="wp-block-heading">Zuerst Gehorsam und Glaube</h4>



<p>ich bin davon überzeugt, es ist gut, Gehorsam und Glaube, einzuüben. Wie könnte das gehen, das einzuüben? Mein Vorschlag ist, dass jeder von uns sich einen Auftrag Gottes vornimmt und schaut, wie er zu erfüllen ist. An zwei Beispielen will ich das kurz erklären.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Es gibt den klaren Auftrag Jesu, dass wir als sein Jünger, Menschen zu Jüngern machen sollen. <sup class="modern-footnotes-footnote ">5</sup></li>



<li>wenn Du daran üben willst, Gehorsam und Glaube zu trainieren, dann frage Gott, wie er von Dir gerne hätte, dass Du diesen Auftrag erfüllst, Menschen zu Jüngern zu machen. Es kann sein, Gott möchte, dass Du Leserbriefe schreibst, die Glauben wecken. Oder dass Du an einer Strassenevangelisation teil nimmst, oder dass Du Dich um Bedürftige kümmerst und ihnen Jesus bezeugst oder, oder oder. Wenn Du unsicher bist, sprich mit einem anderen Christen dem Du vertraust darüber.</li>



<li>dann sei gehorsam und probiere es aus, tue es!</li>



<li>und dann erlebe, wie Gott durch Dich wirkt.<br></li>



<li>Zweites Beispiel: den Zehnten geben – das bedeutet, 10% des eigenen Einkommens ins Reich Gottes zu geben. Wenn Du daran üben willst Gehorsam und Glaube zu trainieren, dann</li>



<li>lies, was die Bibel zum Thema 10ten sagt</li>



<li>frage Gott, wo im Reich Gottes er gerne Deinen Zehnten gebrauchen will. Wenn Du unsicher bist, sprich mit einem anderen Christen dem Du vertraust darüber.</li>



<li>richte einen Dauerauftrag ein.</li>



<li>erlebe, wie Gott Dich trotzdem mit allem versorgt, das Du brauchst</li>
</ul>



<p>Das sind nur zwei Beispiele. Wenn Du in der Bibel einen anderen Auftrag liest, dann kannst Du natürlich auch das Training damit beginnen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Das Zweite das ich nochmals kurz ansprechen will ist: Wie gehe ich mit Leid um?</h4>



<ul class="wp-block-list">
<li>es ist gut, sich damit auseinander zu setzen, wenn man gerade nicht in einer Leidvollen Situation ist! Wenn man in einer leidvollen Situation ist, hat man gar nicht die Kraft dazu.
<ul class="wp-block-list">
<li>das kann man z.B.machen, in dem man die Psalmen liest. Sie zeigen zahlreiche Möglichkeiten, wie man mit Leid umgehen kann. oder das Buch Hiob. Oder Lebensgeschichten, wie Bonhoeffer, oder Klepper….</li>
</ul>
</li>



<li>Komm mit Deinem Mentor ins Gespräch und vertrau ihm Deine Ängste und Sorgen an.</li>



<li>Sprich mit Jesus über Deine Ängste, Fragen und Sorgen.</li>



<li>Schau auf den gekreuzigten Jesus! Er kennt Leid. Er ist im Leid immer bei uns, egal ob wir es spüren oder nicht.</li>
</ul>



<p>Amen</p>



<p></p>
<div>1&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Mk 11,24 / Johannes 14,13f / 1.Johannes 4,14f / Lukas 11.9f / Psalm 37,4</div><div>2&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Jakobus 5,17f </div><div>3&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Es ist sicherlich richtig und wichtig, wenn wir die Situation in Gaza benennen. Was dort passiert, ist grausam. Aber, Ursache dafür ist die Hamas! Sie droht mit der Vernichtung Israels. Sie hat Israel am 7.Oktober 2023 überfallen und ca. 1200 Israelis getötet und mehr als 240 entführt. Die Hamas könnte die Situation in Gaza sehr schnell zum Guten verändern. Sie müsste nur die restlichen Geiseln frei lassen und die Waffen nieder legen. Damit möchte ich in keiner Weise alles rechtfertigen, was die israelische Armee in Gaza tut. Aber die Verantwortlichen, sollten benannt werden.</div><div>4&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Markus 8,34f / Johannes 15, 18ff / Philipper 1,29 / 2.Timotheus 3,12 / Römer 8,17f</div><div>5&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Matthäus 28,19</div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Auferstanden?</title>
		<link>https://jesus-follower.xyz/auferstanden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Peschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 May 2025 14:00:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibelgelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[Predigt]]></category>
		<category><![CDATA[Apostel Petrus]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich möchte mit euch einige Menschen aus dem Ostergeschehen, wie es im Johannesevangelium im Kapitel 20 vorkommt, anschauen und überlegen, was wir von ihnen lernen können. Maria von Magdala, Johannes, Petrus, Thomas und die Jünger.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Diese Predigt wurde am Ostersonntag 2025, auf der Ostertagung des CVJM Esslingen gehalten. Da die Originalfassung einige CVJM Esslingen spezifische Inhalte hatte, habe ich die Predigt hier so angepasst, dass sie auch für nicht CVJMer hoffentlich verständlich und segensreich ist.</p>



<p>Liebe Gottesdienstgemeinde,<br>wir haben uns den Ostergruß zugesprochen. &#8222;Der Herr ist auferstanden – er ist leibhaftig auferstanden. Halleluja!&#8220; Was für ein Bekenntnis.</p>



<p>Wie ernst wird denn diese Aussage im allgemeinen genommen? Laut aktuellen Umfragen ist es so, dass in Deutschland gerade mal ca.20% der Menschen an die leibhaftige Auferstehung Jesu glauben. Nimmt man nur die Menschen, die zur ev. Landeskirche gehören, sind es knapp 25%, am höchsten in der Glaube daran in ev. Freikirchlichen Gemeinden. Dort glauben knapp 60% an die leibhaftige Auferstehung. Erstaunt euch das?</p>



<p>Die Jünger Jesu waren drei Jahre mit Jesus unterwegs. Sie haben grandiose Wunder erlebt. Tausende wurden von ein paar Fischen und Broten satt! Tode wurden wieder lebendig! Blinde konnten wieder sehen! und noch Vieles mehr.<br>Jesus hat ihnen gesagt, dass er stirbt und am dritten Tag von den Toten aufersteht.<br>Die Jünger dürften doch eigentlich kein Problem damit haben, die Auferstehung Jesu zu glauben, oder?<br></p>



<p>Ich möchte mit euch einige Menschen aus dem Ostergeschehen, wie es im Johannesevangelium im Kapitel 20 vorkommt, anschauen und überlegen, was wir von ihnen lernen können.</p>



<p>Ich verzichte darauf, das Kapitel vorzulesen. Ich werde lediglich kurz mit eigenen Worten die wesentlichen Punkte erzählen. Schlagt aber sehr gerne eure Bibel auf, <a href="https://www.bibleserver.com/NG%C3%9C.MENG.LUT/Johannes20">Kapitel 20, Johannes Evangelium</a>. Originaltext ist wichtig.</p>



<p><strong>Ich starte mit</strong></p>



<p>Maria aus Magdala – Früh am Morgen des Sonntags geht sie zum Grab. Es ist noch dunkel. Als sie sieht, dass der Stein vor dem Grab weg ist, rennt sie schnurstraks zu Petrus und Johannes um ihnen davon zu erzählen, dass der Leichnam Jesu geklaut worden ist. Sie sieht den weggerollten Stein und folgert daraus etwas, nämlich, dass der Leichnam Jesu gestohlen worden sei, was sich später dann als falsch erweist. Sie folgt den beiden Jüngern zurück zum Grab und erst als sie dort angekommen ist, schaut sie ins Grab hinein. Wir wissen nicht, warum sie nicht gleich hineingeschaut hat. Vielleicht hatte sie Angst davor, was sie sehen könnte. Vielleicht war für sie wichtig, dass Johannes und Petrus zuerst hineingeschaut haben. Im Grab sieht sie zunächst zwei Engel und als Jesus, der hinter ihr steht, sie fragt, wen sie sucht, denkt sie, er sei der Gärtner. Die zweite falsche Schlussfolgerung, die sie hat. Erst als Jesus sie mit ihrem Namen anspricht, erkennt sie ihn und glaubt. Sie geht wieder zurück zu den Jüngern und diesmal hat sie die Botschaft der Botschaften mitgebracht. Sie ist es, die die Botschaft von der Auferstehung Jesu zu den Jüngern bringt.</p>



<p>Maria Magdalena, war eine Frau, mit einer besonderen Beziehung zu Jesus. Die Bibel berichtet, dass Jesus sieben Dämonen aus ihr ausgetrieben hat. Und dass sie so mutig war, als Jesus gekreuzigt wurde, nicht weg zu laufen, sondern die Kreuzigung mit an zu sehen und in der Nähe Jesu zu bleiben.</p>



<p>Eine mutige Frau. Eine, die Jesus in seiner schlimmsten Stunde treu ist.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was können wir von Maria und der Situation beim Grab lernen?</h3>



<p>1. Wir sollten nicht zu schnell Schlüsse ziehen<br>◦ lasst uns genau hinschauen. Ist es wirklich so, wie ich es wahrnehme? Bei Maria, Stein weg vor dem Grab=Leichnam weg? Bei uns, vlt.: der guckt so komisch=der mag mich nicht.<br>◦ lasst uns genau hinhören. Hat die Person tatsächlich gesagt, was ich meine verstanden zu haben? <br>◦ lasst uns neugierig sein, um zu verstehen und den Grund dessen zu erfahren, der hinter einer Situation oder Aussage steht.</p>



<p>Der zweite Punkt, den wir lernen können ist,<br>2. Wir brauchen die Ansprache Jesu<br>◦ nicht die Vorhersagen Jesu, dass er stirbt und am dritten Tag aufersteht haben Maria zum Glauben geführt.<br>◦ nicht die Wunder, die sie mit Jesus erlebt hat, haben Maria zum Glauben gebracht<br>◦ erst als Jesus, Maria beim Namen nennt, erkennt sie ihn als den Auferstandenen und glaubt.</p>



<p>Jesus hat mich beim Namen genannt und auch Dich. Deshalb glauben wir. Wir können nicht aus eigener Kraft, oder eigenem Antrieb glauben. Auch unsere Erfahrungen sind es nicht, die den Glauben bewirken. Damit wir glauben, dafür braucht es die Ansprache Jesu.</p>



<p><strong>Fazit: </strong>Das Kreuz schafft neue Tatsachen. Matthias hat uns das am Karfreitag verdeutlicht. Aber erst durch die Begegnung mit Jesus, werden diese Tatsachen für uns relevant und greifbar und wir werden verändert.<br>Bei Maria sieht die Veränderung so aus: sie kommt voller Trauer zum Grab, verlässt es aber voller Freude und Hoffnung. Das Kreuz, bzw. die Begegnung mit Jesus, verwandelt ihren Schmerz in Hoffnung.</p>



<p>Nach unserem gemeinsamen Wochenende im Herbst, haben die Leute ganz unterschiedliches über das Wochenende erzählt. Teilweise waren die Unterschiede so stark, dass man sich fragen konnte ob die Leute auf demselben Wochenende waren. Manche waren verletzt, andere verunsichert, welchen Weg wir als CVJM weiter gehen, wieder andere haben gar nicht verstanden, wo das Problem liegt. Es war notwendig miteinander ins Gespräch zu kommen. Es musste geklärt werden, was hat die Person gemeint, wenn sie dies oder jenes gesagt hat. Und auch zu vermitteln, was das, was gesagt wurde, bei anderen ausgelöst hat.<br>Ich bin sehr dankbar für zahlreiche persönliche Gespräche und auch für Gesprächsrunden mit Vielen, in denen manches zurechtgerückt und erklärt werden konnte. Danke an alle, die bereit waren und sind, tiefer zu graben und genau hinzuschauen und hin zu hören. Und ich bin sehr dankbar, dass wir auf einem guten Weg sind, uns neu zusammen zu stellen.</p>



<p><strong>Dann möchte ich auf</strong><br>Petrus + Johannes schauen. Als Maria ihnen erzählt, dass der Leichnam Jesu weg sei, rennen sie zum Grab. Was haben sie sich erhofft? Was haben sie erwartet zu finden? Haben sie vielleicht gedacht, Maria hat nicht richtig geschaut? War da doch irgendein Funken an Erinnerung daran, dass Jesus seine Auferstehung vorhergesagt hat? Petrus ist zwar als zweiter am Grab, aber er geht als erster hinein. Johannes folgt ihm. Sie sehen die Leinenbinden liegen, und das Kopftuch, das dem Leichnam um den Kopf gebunden war. Sie sahen, dass die Tücher nicht einfach auf den Boden geworfen waren, sondern zusammen gerollt an unterschiedlichen Stellen im Grab. Und dann sagt die Bibel, über Johannes, dass er glaubte. Sie gehen zurück zu den anderen Jüngern. Der Abschnitt endet mit dem Satz: <em>&#8222;Es stand zwar fest, dass Jesus von den Toten auferstehen würde, aber das verstanden sie damals noch nicht.&#8220;</em></p>



<p>Petrus und Johannes gehören zum aller engsten Jüngerkreis Jesu. Die Bibel berichtet an verschiedenen Stellen davon, dass Jesus drei der 12 Jünger zu bestimmten Ereignissen, explizit herausgerufen hat. Jakobus war im Übrigen der dritte, der aber hier gar nicht explizit genannt wird.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was können wir von Petrus und Johannes in dieser Situation lernen?</h3>



<p>1. wir sehen das Offensichtliche, aber verstehen es nicht. <br>◦ Obwohl Petrus und Johannes zu aller engsten Jüngerkreis gehören, verstehen sie nicht, was passiert ist. Grabräuber hätten wohl kaum die Tücher abgenommen und dann auch noch zusammengerollt. Die Tücher waren ja wertvoll. Auch wenn jemand den Leichnam aus anderen Gründen geklaut hätte, warum die Tücher abnehmen und zusammen legen?<br>◦ die Bibel sagt über Johannes dass er glaubte und kurz darauf, dass sie es damals noch nicht verstanden. Das trifft die damalige Situation gut finde ich. Es ist eine Situation „dazwischen“. Und das ist doch auch Teil unserer Realität: Wir glauben, aber wir verstehen manches oder auch vieles noch nicht. Und wir es gibt auch immer wieder Phasen, wo uns das Glauben schwer fällt. Da können wir uns dann dem Gebet aus Markus 9,24 anschließen: <em>&#8222;Ich glaube! Hilf mir heraus aus meinem Unglauben!&#8220;</em></p>



<p>2. wir sollten den Zusagen Jesu vertrauen, aber barmherzig mit unserem Unglauben sein.<br>◦ Obwohl Jesus seinen Tod und auch seine Auferstehung vorhergesagt hat, haben die Jünger es zunächst nicht geblickt. Zu „unrealistisch“, zu unvorstellbar war das, was Jesus sagte. Und das, obwohl die Jünger die Wunder Jesu miterlebt haben. Wie viel mehr ist es für uns herausfordernd, dem glauben zu schenken, was Jesus in der Bibel verheißt? Und wenn ich das hier so sage, dann soll das keine Ausrede für Unglauben sein. Es soll uns trösten, nicht bequem machen!</p>



<p>Die Realität hat sich verändert. Jesu Tod und seine Auferstehung, haben veränderte Tatsachen geschaffen. Aber diese Realität ist bei den Jüngern noch nicht wirklich angekommen. Dafür braucht es die Begegnung mit Jesus.</p>



<p><strong>Fazit: </strong>Das Kreuz schafft neue Tatsachen. Aber damit dies in unser Leben dringen kann, braucht es die Begegnung mit Jesus. Petrus und Johannes, beginnen zu verstehen, aber es erfüllt noch nicht ihr Herz. Sie stehen zwischen Glauben und Unglauben.</p>



<p>Aus meinem eigenen Erleben kenne ich extrem herausfordernde Zeiten. Dann geht es mir so, dass ich zwar nach wie vor weiß, dass in Jesus Kraft ist, dass im Kreuz Vergebung ist, dass mit Jesus alles möglich ist…. aber das Wissen darum, ist nicht unbedingt wirklich hilfreich. Was mir in solchen Situationen wirklich hilft, den Kopf zu heben und weiter zu gehen, sind die Begegnungen mit Jesus, sei es im Gebet oder durch liebe Geschwister, die mich ermutigen, oder für mich da sind. Die Gemeinschaft mit anderen, die mehr Glauben haben als man selber. Diese Gemeinschaft, ist unbedingt notwendig. Wir können nur in Gemeinschaft wirklich nachfolgen. Wie dankbar bin ich für euch! Für unsere Mitarbeitergemeinde. </p>



<p><strong>Und nun kommen wir zu den</strong></p>



<p>Jüngern – sie haben zwar von Maria gehört, dass sie den Auferstandenen gesehen hat. Sie schließen sich trotzdem vor Angst in einen Raum ein. Das tun sie zusammen, nicht jeder für sich. Die Gemeinschaft ist ihnen wichtig. Vielleicht gerade deshalb, weil sie um ihr Leben fürchten. Die Botschaft von der Auferstehung Jesu, hat sie erreicht. Vielleicht haben manche an Maria gezweifelt und gedacht, dass sie vielleicht phantasiert hat, oder hysterisch sei. Ich vermute aber auch, dass sie begonnen haben zu diskutieren und sich an die Aussagen Jesu zu erinnern. Ein Prozess hat bei ihnen begonnen. vermutlich waren sie zumindest innerlich ein wenig ermutigt. Aber sie waren noch nicht an dem Punkt, dass die Realität der Auferstehung ihr Leben geprägt hat. Und dann, plötzlich kommt Jesus in den verschlossenen Raum. Er zeigt seine Wundmale. Die Jünger erkennen ihn. Er gibt ihnen den HG und gibt ihnen Vollmacht Sünde zu vergeben oder auch nicht zu vergeben.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was können wir von den Jüngern in dieser Situation lernen?</h3>



<p>1. Begegnung mit Jesus, verwandelt Angst in Mut<br>◦ Erst die Begegnung mit dem Auferstandenen lässt die Tatsache der Auferstehung ihr Wirkung entfalten, gibt den Jüngern Mut und Frieden. <br>◦ welche Ängste und Sorgen tragen wir mit uns herum? Wir haben am Freitag gehört, dass wir uns, auch angesichts von Kriegsdrohungen, Umwelt- oder Klimakatastrophe  oder auch persönlichen Herausforderungen, nicht entmutigen lassen brauchen. Egal was es ist. Jesus ist Herr! auch darüber. Egal auch, wie sich die Dinge weiter entwickeln. Jesus ist Herr! Er weist die Tiere und Monster, wie sie im <a href="https://www.bibleserver.com/NG%C3%9C.MENG.LUT/Daniel7">Daniel Buch</a> beschrieben sind, in ihre Schranken.</p>



<p>Vor einigen Jahren, hatten wir hier im CVJM eine junge Frau, Mutter und Ehefrau. Sie hatte eine Krebsdiagnose. Wir haben immer wieder gebetet. Es war ein Kampf, es gab Hoffnung + Ermutigung. Sie ist dann nach einiger Zeit am Krebs gestorben. Das war hart. Frustrierend. Die Frage: Hat Gott unsere Gebete nicht gehört? war greifbar. Eine Frage, die ich nicht abschließend beantworten kann.<br>Aber was ich sagen kann ist, dass ich in den Begegnungen mit Ihr, beim Gebet für sie, etwas von der verändernden Kraft des Kreuzes erlebt habe. Ich kann mich noch erinnern, als wir gemeinsam Abendmahl gefeiert haben, wie sie danach mit neuem Mut, mit neuer Kraft ausgerüstet war. Ein Zeichen für die Kraft Gottes, selbst in so einer scheiß Situation. Auch, wenn letztlich die erbetene Heilung nicht eingetreten ist.<br><br>2. wir sind beschenkt mit dem Heiligen Geist<br>◦ es ist wichtig, dass wir uns das immer wieder klar machen. Der heilige Geist ist Gott in uns! Er ist unser Anwalt- sei es vor unserer Selbstanklage, oder wenn wir z.B. unseren Glauben verteidigen müssen. Der heilige Geist ist unser Tröster, wenn wir eine schlimme Zeit erleben, oder uns einfach zum Heulen ist. Der heilige Geist zieht uns hin zu Jesus und zum Vater. ER rüstet uns aus mit Gaben und Fähigkeiten und verändert uns so, dass wir Jesus immer ähnlicher werden.</p>



<p>3. Jesus rüstet uns mit unglaublicher Vollmacht aus<br>◦ Jesus sagt: „ Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr sie nicht vergebt, dem sind sie nicht vergeben“ Er sagt dies den Jüngern. Mit was für einer unglaublichen Macht und welch riesiger Verantwortung, rüstet Jesus hier seine Jünger aus?<br>       <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/25aa.png" alt="▪" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Achtung, es ist wichtig, dabei zu bedenken, was wir am Freitag zum Thema „billige Gnade“ gehört haben. Doch wer seine Sünde bekennt und wer Reue und Umkehr zeigt, dem sollte Vergebung nicht verweigert werden.<br>◦ Jesus spricht Petrus in Mt.16,19 zu, dass er die Schlüssel zum Himmel habe. Joh.20, erweitert die Aussage auf die Jünger, und letztlich auf uns alle, die wir Jünger Jesu sind.</p>



<p><strong>Fazit:</strong> Das Kreuz schafft neue Tatsachen. Für die Jünger, für Petrus und Johannes, werden diese Veränderungen erst relevant und greifbar, als ihnen der auferstandene Jesus begegnet. Vorher stehen sie zwischen Glauben und Unglauben. Sie haben Angst. Sie haben viele Fragezeichen im Kopf. Durch die Jesus Begegnung verschwinden die Fragezeichen. Verschwindet die Angst. Wird der Glaube greifbar. Sie werden erfüllt mit dem HG und ausgerüstet mit Vollmacht. Sie tun das in der Gemeinschaft. Das ist auch ein Vorbild für uns. Die Jünger lebten im vorchristlichen Zeitalter. Wir leben in einem nachchristlichen Zeitalter. Ohne enge geistliche Gemeinschaft wird es in dieser Zeit kaum möglich sein, Jesus nach zu folgen.</p>



<p><strong>Ich komme zur letzten Person, aus Johannes 20. Der Apostel</strong></p>



<p>Thomas – Er ist nicht dabei, als Jesus sich den Jüngern zum ersten Mal zeigt. Wir wissen nicht warum, und wo er war. Als er wieder zu den anderen stößt und sie ihm erzählen, dass sie Jesus gesehen haben, sagt er, dass er das erst glauben kann, wenn er Jesu durchbohrte Hände sieht und seine Finger in Jesu durchbohrte Seite legt. Er gibt sich nicht mit Erzählungen zufrieden. Er möchte selber erfahren. Und als sich Jesus einige Zeit später zum zweiten Mal den Jüngern zeigt, ist Thomas dabei. Und als Jesus ihm anbietet seine Finger auf seine durchbohrte Seite zu legen, glaubt er, ohne Jesus zu berühren. Daraufhin sagt JESUS: „<em>Jetzt, wo Du mich gesehen hast, glaubst Du. Glücklich zu nennen sind die, die nicht sehen und trotzdem glauben.</em>“</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was können wir von Thomas in dieser Situation lernen?</h3>



<p>1. Selber erleben, sticht davon zu hören<br>◦ Was die anderen Jünger erzählen, überzeugt Thomas nicht wirklich.  Gleichzeitig bleibt er aber mit den anderen Jüngern in Gemeinschaft. Er setzt sich nicht ab, so nach dem Motto, mit den Irren möchte ich nix zu tun haben. Er ist ehrlich in dem was er sagt. Er reflektiert sich und seinen Glauben, bzw. sein nicht Glauben. Das ist etwas, das wir auch tun sollten.</p>



<p>2. Lasst uns nicht mit weniger zufrieden sein, als Jesus uns geben möchte<br>◦ ein Teil seines Zweifels ist vielleicht auch der Sehnsucht geschuldet, erleben zu können, was die anderen Jünger erlebt haben. Und seine Sehnsucht wird belohnt. Jesus begegnet ihm als Auferstandener. Es ist wichtig, dass wir unsere Möglichkeiten realistisch einschätzen. Aber es ist auch nötig, dass wir mit den unbegrenzten Möglichkeiten Gottes rechnen. Oder umgekehrt gesagt: es ist wichtig, dass wir mit Gottes unbegrenzten Möglichkeiten rechnen, aber es ist auch nötig, dass wir mit beiden Beinen auf dem Boden der Realität stehen.</p>



<p>3. Wir werden glücklich genannt<br>◦ weil wir glauben, ohne Jesus als Auferstandenen gesehen zu haben. </p>



<p><strong>Fazit:</strong> Das Kreuz schafft neue Tatsachen. Für Thomas wird das relevant, als Jesus ihm begegnet. Es verändert sein Denken. Vorher will er es genau wissen und spüren. Dann ist er zufrieden und Glaube ist ihm gewachsen.</p>



<p><strong>Ich ende mit ein paar Frage und Anregungen:</strong></p>



<p>Sind wir zufrieden, wenn wir schöne Lobpreiszeiten haben und gute Gebetszeiten? sind diese Zeiten gefüllt mit guten Gefühlen, oder ist es tatsächlich der Heilige Geist? Oftmals gar nicht so einfach zu trennen, und doch glaube ich, dass es gut ist, wenn wir uns diese Frage immer wieder stellen. Und uns nicht mit dem Status Quo zufrieden geben.<br>Sind wir als CVJM damit zufrieden, wenn wir 500 Junge Menschen in der Woche erreichen? Das ist eine ganze Menge. Aber ist da mehr drin? sollten wir uns danach ausstrecken? Wir sollten uns auf jeden Fall nicht mit weniger zufrieden geben, als Jesus uns geben will.<br>Sind wir als CVJM bekannt in Esslingen als ein Ort, wo es geile Kinder und Jugendarbeit gibt? Sind wir auch bekannt als ein Ort wo Menschen Jesus begegnen können? Wie sprechen die Menschen in Esslingen über den CVJM? Kennen sie uns als Freunde Gottes? Kennen sie uns als einen Ort, an dem man Jesus begegnen kann?</p>



<p>Wir sollten uns immer wieder ehrlich machen. Uns selber gegenüber, einander gegenüber und Jesus gegenüber.</p>



<p>„We follow Jesus“ ist der Titel unserer Ostertagung. Nach zu folgen: Das bedeutet, dass wir uns täglich auf den Weg machen, das Reich Gottes auszubreiten, mit der Kraft des Kreuzes, durch die Begegnung mit Jesus und der damit verbundenen Hoffnung und Veränderungskraft.</p>



<p>Amen</p>



<p>Photo by <a href="https://unsplash.com/@miguelalcantara?utm_content=creditCopyText&amp;utm_medium=referral&amp;utm_source=unsplash">Miguel Alcântara</a> on <a href="https://unsplash.com/photos/a-black-and-white-photo-of-a-door-and-a-cross-8g8i-pwmh9w?utm_content=creditCopyText&amp;utm_medium=referral&amp;utm_source=unsplash">Unsplash</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Jesus Lifestyle</title>
		<link>https://jesus-follower.xyz/jesus-lifestyle/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Peschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Apr 2025 15:26:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[Nachgedacht]]></category>
		<category><![CDATA[Predigt]]></category>
		<category><![CDATA[Heilig]]></category>
		<category><![CDATA[Jesus]]></category>
		<category><![CDATA[Kind Gottes]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[vollkommen]]></category>
		<category><![CDATA[What would Jesus do?]]></category>
		<category><![CDATA[WwJd]]></category>
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					<description><![CDATA[Was denkt ihr, ist ein „Jesus Lifestyle“? der „Jesus Lifestyle“ ist ein sündloses Leben zur Ehre Gottes!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Predigt beim @home am 24.03.2025</p>



<p>Hier das Audio&#8230;.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://jesus-follower.xyz/wp-content/uploads/2025/04/videoplayback.mp3"></audio></figure>



<p>Liebe CVJMer,<br>dieser @home, steht unter dem Titel: „Jesus Lifestyle“.</p>



<p>Und ich möchte mit einer Frage an euch einsteigen. Was denkt ihr, ist ein „Jesus Lifestyle“? Ich bitte euch, euer Smartphone zu zücken und die auf der Folie angezeigten QR Code zu scannen, bzw. den Link einzugeben. Ihr findet dort 15 Begriffe, und ich bitte euch, dass ihr die drei davon auswählt, die ihr persönlich am meisten mit einem Jesus Lifestyle verbindet.</p>



<p>Die Streuung der Worte…. alles sind biblische Begriffe…. in der Wertung, wie wichtig oder wie stark wir diese mit Jesus und seinem Leben verbinden, ist unterschiedlich… wenn ich jetzt als nächstes Fragen würde, welche dieser Begriffe, würdest Du als für Dein Leben zutreffend bezeichnen…. was würde herauskommen?<br>→ ich habe mir diese Frage gestellt. Und hab in der Vorbereitung zu diesem Abend heute immer wieder gemerkt, wie wenig mein Leben, in vielen Punkten, einem „Jesus Lifestyle“ entspricht. Mir ist an vielen Stellen klar geworden, auch wenn ich schon so viele Jahre mit Jesus unterwegs bin, ich bin ein Sünder, ganz und gar nicht perfekt. Ich bin vom Jesus Lifestyle ganz schön weit weg. Mir ist wichtig, das vorweg zu sagen. Was ich in den nächsten Minuten sage, davon bin ich überzeugt, aber ich bin selber auf diesem Weg, und haben es in meinem Leben nur zu wenigen Prozenten umgesetzt. Ich bin nach wie vor ein Lernender, einer der auf dem Weg mit Jesus ist.<br>Und ich möchte euch alle dafür gewinnen, dass wir diesen Weg gemeinsam gehen. Ich mit euch und ihr mit mir.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was erwartet euch in den nächsten Minuten? </h3>



<p>Es geht mir um drei Fragen, zu denen ich euch gerne in meine Überlegungen mit hinein nehmen möchte.<br>1. Was ist „der Jesus Lifestyle“?<br>2. Warum ist es gut und wichtig, den „Jesus Lifestyle“ zu leben?<br>3. Wie kann es gelingen, dass der „Jesus Lifestyle“ mein Lifestyle wird?</p>



<p>Punkt 1. ist fast schon beantwortet. Alle Begriffe, die ihr vorhin zur Auswahl hattet, sind Teil eines „Jesus Lifestyle“. Die Liste ist nicht allumfassend, in der Bibel lässt sich noch mehr finden. Aber die Begriffe bilden schon ganz wesentliche Eigenschaften eines „Jesus Lifestyle“ ab.<br>Ich hab mir überlegt, ob es möglich ist in einem Satz zu sagen, was ein „Jesus Lifestyle“ ist und hab es so formuliert: <strong>der „Jesus Lifestyle“ ist ein sündloses Leben zur Ehre Gottes!</strong><br>→ diesem Lifestyle so ähnlich wie möglich zu werden, das, meine ich, sollte unser Ziel sein.</p>



<p>Und vielleicht sagst Du auf diese Aussage: Warum eigentlich?</p>



<p>Gute Frage, warum sollten wir eigentlich den „Jesus Lifestyle“ leben? Reicht es denn nicht aus, wenn wir an Jesus glauben?</p>



<h3 class="wp-block-heading">Reicht es aus an Jesus zu glauben?</h3>



<p>Eine wichtige und sehr grundsätzliche Frage. Reicht es aus, wenn ich an Jesus glaube? Glauben meint hier nicht, ein für richtig halten. Sondern, dass ich Jesus vertraue, dass er für meine Sünden gestorben und leibhaftig auferstanden ist von den Toten!<br>Meine Antwort ist ein eindeutiges: Ja. Ja, es ist ausreichend, an Jesus zu glauben, um ewiges Leben zu bekommen. Dazu gibt es zahlreiche Bibelstellen, die das unterstreichen. Nur mal eine davon: </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Denn Gott hat der Welt seine Liebe dadurch gezeigt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab, damit jeder, der an ihn glaubt, das ewige Leben hat und nicht verloren geht.“  Johannes 3,16</p>
</blockquote>



<p>Gut. Bleiben wir also bei der Frage von vorhin:</p>



<p>Wenn mein Glaube ausreicht, warum also sollte ich „Jesus Lifestyle“ leben?</p>



<p>Vier gute Gründe will ich nennen (das ist nicht umfassend, aber für mich die wesentlichsten):<br>1. Zum einen sagt Jesus es selber und die Bibel an verschiedenen Stellen, dass wir Jesus/ Gott ähnlicher werden sollen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Der, der euch berufen hat, ist heilig; darum sollt auch ihr ein durch und durch geheiligtes Leben führen.“ 1 Petrus 1:15</p>
</blockquote>



<p><br>Bezogen auf den Jesus Lifestyle könnte der Vers auch so lauten:<br>Derjenige, der euch in seine Nachfolge gerufen hat, ist heilig. Darum sollt ihr euer Leben so leben, wie es IHM entspricht und seinen Lifestyle in eurem Leben umsetzen.<br>(Es wäre jetzt interessant auszuführen, was es bedeutet heilig zu sein. Das habe ich aus Zeitgründen ausgelagert und für die Kleingruppen zu der Frage eine Vorlage erstellt)<br>Ein zweiter Vers lautet:<br></p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Ihr aber sollt vollkommen sein, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist.“<br>Matthäus 5:48 </p>
</blockquote>



<p>oder mit dem Jesus Lifestyle:<br><strong>Ihr aber sollt den Lifestyle von Jesus umsetzen, denn er entspricht eurem Vater im Himmel.</strong></p>



<p>Dieser Vers leitet schon zum zweiten Grund über, warum wir einen „Jesus Lifestyle“ leben sollen.<br>2. Weil es für uns als Kinder Gottes das Natürlichste der Welt ist, unserem Vater im Himmel ähnlicher zu werden. Und dieser Vater im Himmel in Jesus Mensch geworden ist, deshalb ist es normal und entspricht unserer Gotteskindschaft, dass wir Gott immer ähnlicher werden und damit diesem „Jesus Lifestyle“ entsprechen.<br>Karl Valentin bringt es mit dem folgenden Satz auf den Punkt:<br>„Kinder brauchen nicht erzogen werden, sie machen uns eh alles nach!“<br>→ ist eine Tatsache, dass wir unseren Eltern ähnlich werden, auch in dem wie wir denken und handeln.<br>Wer noch keine Kinder hat, kann vielleicht mehr damit anfangen, wie es ist, wenn man einem Influencer folgt. Indem wir dieser Person folgen und ständig seine Posts sehen, wird das Auswirkung auf unser Leben und unser Handeln haben. Ich glaube nicht, dass es so stark ist, wie das wie Eltern prägen, aber es kann ggf. sehr nahe dran sein.<br>3. Der dritte Grund ist der, dass die Welt, die Menschen, die Jesus noch nicht kennen, an uns, den Christen, bzw. der Gemeinde, erkennen können sollen, wie Jesus ist. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander liebt. Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.“ Johannes 13,34f</p>
</blockquote>



<p>oder </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben … So soll euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“ Matthäus 5,14–16 </p>
</blockquote>



<p><br>An UNS sollen die Menschen JESUS erkennen können. Tun sie das? Ich befürchte, dass sie das sehr häufig leider nicht tun.<br>Römer an Kaiser Hadrian im 2 Jhdt. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Sie lieben einander, und sie retten die Waisen aus den Händen derer, die sie misshandeln. Wer etwas hat, gibt ohne Neid dem, der nichts hat. Wenn sie einen Fremden sehen, nehmen sie ihn in ihre Häuser auf und freuen sich über ihn wie über einen wahren Bruder.“</p>
</blockquote>



<p><br>4. Der vierte Grund ist für alle unter uns, die auf Lob und Anerkennung stehen. Die Bibel spricht an verschiedenen Stellen davon, dass diejenigen, die Jesus mit ganzem Ernst nachfolgen, die „seinen Lifestyle“ leben, belohnt werden und dass Gott sie als treue und tüchtige Diener bezeichnet. Wir tun uns heute in der Regel eher schwer, unser Verhalten und Belohnungen zusammen zu bekommen. Aber lest dazu mal z.B. Matthäus 25. Dann wird deutlich, dass das durch und durch biblisch ist.</p>



<p>Hab ich euch gewinnen können? Seid ihr mit mir der Meinung, dass es gut und richtig ist, das der „Jesus Lifestyle“ in unserem Leben sichtbar wird?</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie kann es denn gelingen, dass der „Jesus Lifestyle“ zu meinem Lifestyle wird?</h3>



<p>Als ich zum Glauben kam, ging es für mich immer darum, was zu tun ist. WwJd war mein Spruch. z.B. Soziale Gerechtigkeit, richtiges ethisches Verhalten oder den Zehnten geben, also 10% meines Einkommens zu Spenden. Ich war der Ansicht, dass ich jeden Tag ein Kapitel der Bibel lesen sollte und danach noch einige Zeit beten, damit mein Glaube „richtig“ ist. Mir war das, etwas suspekt, wenn immer wieder davon die Rede war, dass es doch um Beziehung mit Jesus geht.<br>Und wenn ich mir den CVJM Esslingen anschaue, dann meine ich, dass ich da nicht alleine bin. Für viele von uns, steht die Arbeit für Jesus, für Gott im Vordergrund. Und ich möchte das gar nicht schlecht reden. Das ist auf jeden Fall was Gutes, sich ganz praktisch für das Reich Gottes einzusetzen, für Menschen da zu sein, von Jesus zu erzählen oder auch jeden Tag in der Bibel zu lesen und sich Zeit fürs Gebet zu nehmen.<br>Aber die Gefahr ist, dass wir bei all dem was zu tun ist, das eigentlich Wesentliche vergessen, oder vernachlässigen. Nämlich auf Jesus zu schauen und mit IHM in Beziehung zu sein. Jesus soll die Priorität Nummer 1 sein!</p>



<h3 class="wp-block-heading">Meine Identiät</h3>



<p>Liebe Leute, wir sind Kinder Gottes! Es ist wichtig, dass wir uns dies jeden Tag neu bewußt machen. <br>Zuerst und vor allem bin ich<br>ein geliebtes Kind Gottes.<br>DAS IST MEINE IDENTITÄT! Meine wichtigste Identität.</p>



<p>Und erst danach, aus dieser Tatsache heraus, dass ich Kind Gottes bin, entsteht dann alles andere. Mein Denken, Mein Handeln, Mein Leben, Mein Tun.</p>



<p>Was bedeutet es, wenn wir Kinder Gottes sind? Wenn Du ein Kind Gottes bist, dann bist Du mit Jesus verwandt. Er ist Dein Bruder. Gott Dein Vater. Ein liebender Vater, ein barmherziger Vater. Ein allmächtiger Vater. Der König der Welt und des Universums. Damit bist Du auch ein Königskind. Du hast eine besondere Würde. Du bist wertvoll. Und noch vieles mehr</p>



<p>Weil ich ein Kind Gottes bin, und weil ich in dieser Identität lebe, werde ich Jesus ähnlicher werden wollen und werden.<br>Und weil ich Kind Gottes bin und Jesus ähnlicher werden will, lese ich in der Bibel und bete.<br>Weil ich in der Bibel lese und bete, wird sich mein Denken verändern.<br>Weil sich mein Denken verändert, wird auch mein Handeln verändert.<br>Und so werde ich mehr und mehr verändert zu dem Bild, das Gott von mir hat. Werde ich Jesus ähnlicher. Es findet eine Veränderung darin statt! Es geht mir nicht mehr in erster Linie darum, etwas zu tun, weil es „richtig“ ist oder „man es als Christ tut“. Sondern, weil ich es möchte, weil es mir wichtig ist!</p>



<p>Paulus führt diesen Gedanken ähnlich aus, wenn auch mit anderen Worten und Begriffen, wenn er am Anfang des zwölften Kapitels des Römerbriefes schreibt:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Ich habe euch vor Augen geführt, Geschwister, wie groß Gottes Erbarmen ist. Die einzige angemessene Antwort darauf ist die, dass ihr euch mit eurem ganzen Leben Gott zur Verfügung stellt und euch ihm als ein lebendiges und heiliges Opfer darbringt, an dem er Freude hat. Das ist der wahre Gottesdienst, und dazu fordere ich euch auf. Richtet euch nicht länger nach den Maßstäben dieser Welt, sondern lernt, in einer neuen Weise zu denken, damit ihr verändert werdet und beurteilen könnt, ob etwas Gottes Wille ist – ob es gut ist, ob Gott Freude daran hat und ob es vollkommen ist.“</p>
</blockquote>



<p><em>Die einzige angemessene Antwort darauf ist die, dass ihr euch mit eurem ganzen Leben Gott zur Verfügung stellt und euch ihm als ein lebendiges und heiliges Opfer darbringt, an dem er Freude hat. Das ist der wahre Gottesdienst, und dazu fordere ich euch auf.</em><br>→ die Antwort darauf, dass Jesus sein Leben für uns gegeben hat, und uns zu Kindern Gottes macht, ist, dass wir bereit sind unser Leben Gott zur Verfügung zu stellen. Und daraus folgt dann:</p>



<p><em>Richtet euch nicht länger nach den Maßstäben dieser Welt, sondern lernt, in einer neuen Weise zu denken, damit ihr verändert werdet und beurteilen könnt, ob etwas Gottes Wille ist – ob es gut ist, ob Gott Freude daran hat und ob es vollkommen ist.“</em><br>→ wenn wir in der Identität als Kind Gottes leben, dann wird das unser Denken verändern, dann können wir mehr und mehr im Sinne Gottes handeln, weil wir mehr und mehr wie Gott denken und dann auch handeln. Dann wird der „Jesus Lifestyle“ zu unserem Lifestyle.<br>Die Identität als Kind Gottes muss die Grundlage für unser Denken, Handeln und Leben sein. Wenn das nicht der Fall ist, dann ist die Gefahr groß, dass wir unser Denken und damit dann auch unser Handeln, aus anderen Quellen bestimmen lassen. Aus dem was die Gesellschaft richtig findet, oder meine Clique, oder der Influencer….</p>



<p><strong>→ Willst Du das? Will ich das? als Kind Gottes leben und Dich Jesus zur Verfügung stellen?</strong></p>



<p>Das ist mein Gebet: Ja Jesus, ich will! Ich will als Kind Gottes leben und mein Leben Dir zur Verfügung stellen. Und ich wünschte, ich könnte sage, dann flutscht es und es ist ein Kinderspiel, Jesus ähnlicher zu werden. Leider ist das nicht so. Aber bevor ich das weiter ausführe, möchte ich euch bitten einige Sekunden darüber nachzudenken, ob ihr euer Leben als Kinder Gottes leben möchtet und euer Leben Gott zur Verfügung stellen wollt.</p>



<p>Ja Jesus, ich will! Ich will als Kind Gottes leben und mein Leben Dir zur Verfügung stellen.</p>



<p>Ich möchte ein paar Punkte benennen, die zu beachten sind, wenn wir als Kinder Gottes leben:</p>



<pre class="wp-block-code"><code> 1. zunächst einmal gibt es so was wir Pubertät, auch im Glaubensleben</code></pre>



<p>Kinder wollen sein, bzw. werden wie ihre Eltern. Pubertierende wollen das nicht. Sie lehnen sich auf. Das ist, wenn wir den Psychologen glauben, notwendiger Teil der eigenen Entwicklung.</p>



<p>In meiner Beziehung mit Jesus war das z.B. die Frage, welche Musik ich höre. Als ich zum Glauben kam, hab ich alles mögliche gehört. Da waren auch Texte dabei und Interpreten, die überhaupt nicht zum Christsein gepasst haben. Mir war bald klar, dass das „eigentlich“ nicht geht. Und mit der Zeit habe ich immer mehr versucht, vor mir selber zu rechtfertigen, warum es trotzdem kein Problem ist, diese Musik zu hören. Es hat einige Zeit gebraucht, bis ich gemerkt hab, das tut mir nicht gut, diese Musik zu hören und meine Rechtfertigungen, sind nix anderes als eine Auflehnung gegen Jesus. Und es hat auch die liebevolle aber klare Ansage von anderen Christen gebraucht, damit ich das verstanden habe. Da hab ich dann einiges weg geworfen.</p>



<p>Es ist wichtig, dass wir ehrlich sind uns selber gegenüber und Jesus gegenüber, dass wir unser Denken oder Handeln anhand der Bibel überprüfen und dass wir Menschen haben, die uns auch ins Leben reden dürfen und sagen: also an dieser oder jener Sache, da bist Du auf dem Holzweg.</p>



<pre class="wp-block-code"><code> 2. dann ist „Kind Gottes sein“ ein Wachstumsprozess</code></pre>



<p>Wir wachsen in der Identität als Kinder Gottes. Es wird vielleicht immer mal wieder größere Veränderungen geben, so wie wir ja auch als Kinder in bestimmten Phasen schneller wachsen. Aber es ist ein langer Weg, den wir beginnen und gehen, bis zu unserem Lebensende. Und es gibt sicherlich auch Phasen, wo nicht viel passiert und wir den Eindruck haben, dass wir auf dem Weg stehen geblieben sind.<br>Noch ein Beispiel aus meinem Leben. Wer mich schon länger kennt, weiß dass ich beim Fussball so richtig heftig ausrasten kann. Das war früher so extrem, dass es mir mehr als nur peinlich war. Immer wieder bin ich dieses Verhalten im Gebet und im Mentoring angegangen, und immer wieder gescheitert. Sicherlich hat sich was verändert, aber es gibt immer noch Tage und Spiele, wo ich Dinge sage, die ich nicht sagen will, die ich auch nicht richtig finde. Ja, ich habe hier Veränderung erfahren, aber bin noch immer auf dem Weg, und brauche weiterhin die Vergebung Jesu.</p>



<pre class="wp-block-code"><code> 3. als „Kind Gottes“ kann es auch sein, dass ich etwas tue, weil ich die Überzeugung habe, dass Jesus das möchte. </code></pre>



<p>Ein Kind ist seinen Eltern gegenüber Gehorsam, zumindest wenn es ein braves Kind ist. Gehorsam bedeutet, dass ich etwas tue, weil Jesus es mir sagt/ weil ich erkenne, es ist Gottes Wille, auch wenn ich vom Herzen her, oder von dem was mir eigentlich zunächst entspricht, anders handeln würde. Gehorsam spielt in der Bibel eine wichtige Rolle, ist bei uns aber total aus der Mode. Gehorsam ist eine bewußte Entscheidung. Ich glaube Gott, dass er es gut mit mir meint und dass er weiß was gut und richtig ist, deshalb tue ich, was er will und nicht was ich will. Das ist es, was Jesus im Garten Gethsemane getan hat, als er seinen Vater darum bat, den Kelch des Kreuzestodes an ihm vorübergehen zu lassen und ihn dann doch genommen hat.<br>Die Frage des Gehorsams ist eine Wichtige. Ich habe es hier nur kurz angerissen. Das auszuführen, würde eine eigene Predigt füllen. Ich hab dazu für die Kleingruppen einen Entwurf erstellt. Vielleicht habt ihr in eurer KG Lust, euch dort mit der Frage nach dem Gehorsam zu beschäftigen.</p>



<pre class="wp-block-code"><code> 4. als „Kind Gottes“ gilt: Du darfst scheitern</code></pre>



<p>Wir werden als „Kind Gottes“ , immer wieder an Punkte kommen, wo wir merken, es gelingt mir nicht, das umzusetzen, was ich eigentlich tun möchte, wie ich mich verhalten möchte. Paulus kennt das auch, wenn er in Römer 7,19 schreibt: </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>&#8222;Ich tue nicht das Gute, das ich tun will, sondern das Böse, das ich nicht tun will.“ </p>
</blockquote>



<p>→ Ich leben nicht den Jesus Lifestyle, den ich leben will, sondern den Lifestyle der Welt, den ich nicht leben will.<br>Hab das ja vorhin am Beispiel des Ausrastens beim Fussball erzählt. Aber es gibt noch mehr Bereiche, in denen ich das erlebe.<br>Wir werden scheitern, und wir dürfen scheitern. Das gehört dazu. Das ist es was Kinder tun. Aber: wenn wir merken, es gelingt uns nicht → dann kommt es darauf an, nicht auf die innere Stimme oder die Stimme des Teufels zu hören, die sagt: „Du schaffst es eh nicht, gib auf!“ <strong>Sondern, dass wir wieder aufstehen, unsere Krone als Kind Gottes, des Königs, richten, ggf. kurz durch schnaufen und einen neuen Versuch starten. </strong></p>



<p>Seid ihr dabei, in die Identität als Kind Gottes hinein zu wachsen und den „Jesus Lifestyle“ zu Deinem Lifestyle zu machen?<br>→ Entscheidend ist die Grundhaltung: Du bist ein geliebtes Kind Gottes!<br>und dann aufgrund dieser Grundhaltung den Weg als Kind Gottes mit Jesus zu gehen. In dem Maß und auf die Art, wie es Dir entspricht, wie Du es kannst.<br>Mögliche Unterstützung:<br>→ Bete jeden Tag: Danke Vater, dass ich Dein Kind bin! Lass mich in diese Identität hinein wachsen.<br>→ Lass auf Deinem Start/Sperrbildschirm Deines Smartphones den Satz aufleuchten: Du bist ein geliebtes Kind Gottes. Dazu hat das @home Team einen Screen erstellt…<br>→ Sag einem Freund, dass er Dir jeden Tag oder jede Woche einmal in den gemeinsamen Chat schreiben soll. Andreas, Du bist ein geliebtes Kind Gottes! Lebe in dieser Identität. oder etwas ähnliches. Oder umgekehrt, frag jemanden, ob es ihm recht wäre, wenn Du ihm wöchentlich so eine Nachricht schreibst.<br>→ such Dir einen Mentor, mit dem Du die Herausforderungen besprichst, die es mit sich bringt, einen „Jesus Lifestyle“ leben zu wollen.</p>



<p>Wir haben am Anfang gevotet, welche Eigenschaften wir wesentlich für einen Jesus Lifestyle sehen. Wenn wir das nochmal anschauen: das sind wesentliche Lifestyle Eigenschaften, die in unserem Leben, in unserem CVJM vorkommen sollen. Damit die Menschen dieser Stadt erkennen können, dass Jesus lebt! Dass die Menschen dieser Stadt, den CVJM als einen Ort bezeichnen, an dem die Kinder Gottes zu finden sind. Und dass wir unserem Vater im Himmel Freude machen.</p>



<p>Amen</p>



<p>Foto von <a href="https://unsplash.com/de/@gift_habeshaw?utm_content=creditCopyText&amp;utm_medium=referral&amp;utm_source=unsplash">Gift Habeshaw</a> auf <a href="https://unsplash.com/de/fotos/grayscale-photography-of-a-man-standing-in-front-of-a-jesus-graffiti-QDP10NbwcyE?utm_content=creditCopyText&amp;utm_medium=referral&amp;utm_source=unsplash">Unsplash</a></p>
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		<title>Egal, bloß weg hier!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[andreas_jesus-follower_admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Sep 2024 19:48:06 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Liebe eAg Gemeinde,die heutige Predigt steht unter dem Titel: „Egal, bloß weg hier!“ Und hat das erste Kapitel aus dem Buch Jona als Grundlage. Audio ist hier zu finden Wer ist eigentlich dieser Jona? nach dem das Buch Jona benannt...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Liebe eAg Gemeinde,<br>die heutige Predigt steht unter dem Titel: „Egal, bloß weg hier!“ Und hat das erste Kapitel aus dem Buch Jona als Grundlage.</p>



<p><a href="https://einanderergottesdienst.org/de/predigt/predigtarchiv/sermon/396-egal-bloss-weg-hier">Audio ist hier zu finden</a></p>



<h2 class="wp-block-heading">Wer ist eigentlich dieser Jona?</h2>



<p>nach dem das Buch Jona benannt ist?<br>Zweimal kommt der Name Jona Ben Amittai in der Bibel vor. Einmal im Buch Jona und einmal im 2. Buch der Könige im 14. Kapitel. Dort sagt Jona die Wiederherstellung der alten israelitischen Nordgrenze durch König Jerobeam II.<sup data-fn="be2848ba-9b24-475f-a2e7-6c6925d9d63d" class="fn"><a href="#be2848ba-9b24-475f-a2e7-6c6925d9d63d" id="be2848ba-9b24-475f-a2e7-6c6925d9d63d-link">1</a></sup> vorher. Allerdings gibt es – abgesehen vom Namen – zu wenig Anhaltspunkte in der Erzählung, als dass man das als gesichert annehmen kann.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was man aber sagen kann ist dass</h2>



<p>Jesus auf das Buch Jona Bezug nimmt<br><br>Jesus antwortet auf die Aufforderung einiger Schriftgelehrter und Pharisäer nach einem Zeichen als Beweis für seine Vollmacht mit den Worten: „Ein böses und ehebrecherisches Geschlecht begehrt ein Zeichen (damit meint er die Schriftgelehrten und Pharisäer), und kein Zeichen wird ihm gegeben werden als nur das Zeichen Jonas, des Propheten. Denn so wie Jona drei Tage und drei Nächte in dem Bauch des großen Fisches war, so wird der Sohn des Menschen (damit meint Jesus sich selber) drei Tage und drei Nächte in dem Herzen der Erde sein.“<sup data-fn="681b05e3-ebd0-4d1d-bf8c-8af9433e8a47" class="fn"><a href="#681b05e3-ebd0-4d1d-bf8c-8af9433e8a47" id="681b05e3-ebd0-4d1d-bf8c-8af9433e8a47-link">2</a></sup> (damit deutet Jesus seinen Tod und seine Auferstehung am dritten Tag an).</p>



<p>Das Buch Jona hat also neben der offensichtlichen Geschichte, auch noch eine Bedeutung darüber hinaus. Durch die Parallelität die Jesus hier aufzeigt, drei Tage und Nächte die Jona im Bauch des Fisches verbringt – und Jesus Auferstehung am dritten Tag, hat das Buch Jona eine Bedeutung in der Heilsgeschichtlich Gottes.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Geschichte</h2>



<p>Viele von euch werden die Geschichte von Jona kennen, und wissen wie das mit Jona und dem Fisch ist. Aber es schadet sicher nicht, wenn ich die Geschichte nochmals kurz zusammen fasse.<br>Jona bekommt den Auftrag von Gott nach Ninive zu gehen um den Menschen dort zu sagen, was Gott über ihr Handeln denkt – es ist unschwer zu erraten, Gott ist über das was die Menschen in Ninive tun, nicht amused. Doch Jona sagt sich: „Egal, bloß weg hier!“ und reist mit einem Schiff in die entgegengesetzte Richtung. Das Schiff gerät in einen schweren Sturm. Die Schiffsbesatzung kämpft um Leben und Tod. Sie finden heraus, dass Jona der Grund für ihr Unglück ist. Und als sie merken, dass es nicht möglich ist dem Sturm zu entkommen, werfen sie Jona – trotz ihrer Gewissensbissen &#8211; über Bord, woraufhin der Sturm sofort beendet wird. Das löst bei der Schiffsbesatzung tiefe Ehrfurcht gegenüber Gott aus.<br>Jona wird inzwischen von einem großen Fisch verschlungen und ist dort drei Tage und Nächste im dessen Bauch gefangen. Als Jona die Erkenntnis hat, dass nur durch Gott die Rettung kommt, wird er von dem Fisch ausgespuckt.<br>Danach bekommt Jona zum zweiten Mal den Auftrag nach Ninive zu gehen, was er dann auch tut. Er predigt, dass in 40 Tagen die Stadt aufgrund des Verhaltens der Menschen vernichtet wird. Die Herzen der Menschen in Ninive werden von der Predigt so bewegt, dass sie umkehren und hoffen dadurch die Vernichtung abwenden zu können. So kommt es tatsächlich. Als Gott sieht, dass die Menschen umkehren, entschließt er sich, die Stadt zu verschonen.<br>Jona ist darüber gar nicht erfreut und wirft Gott vor, dass er das schon vorher wusste und das der Grund gewesen wäre, warum er nicht nach Ninive gegangen sei. Jona will sterben. Doch Gott weißt ihn zurecht, woraufhin Jona sich außerhalb der Stadt eine Hütte baut um zu sehen, was passieren wird. Gott lässt dort eine Rizinusstaude innerhalb eines Tages wachsen um Jona zu erfreuen. Als diese am nächsten Tag jedoch zu Grunde geht, will Jona wieder sterben. Gott weißt ihn wieder zurecht und erklärt ihm, dass Jona die Staude leid tut – und ihm, Gott sollte so eine große Stadt wie Ninive mit den vielen Menschen undTieren (die werden extra erwähnt!) nicht leid tun?</p>



<p>So weit die Geschichte.</p>



<p>Neben dem, dass sich die Geschichte prima für die Kinderkirche oder eine Kinderbibel eignet, ist die Frage: </p>



<h2 class="wp-block-heading">Was kann uns diese Geschichte heute sagen?</h2>



<p>Das will ich versuchen aufzuzeigen. Im folgenden werde ich nur auf ein paar einzelne Verse des Predigtextes eingehen.</p>



<p>Unser Predigttext beginnt damit, dass Jona einen Auftrag bekommt und welche Reaktion Jona auf den Auftrag hin zeigt:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>1 Es geschah das Wort des HERRN zu Jona, dem Sohn Amittais:# #2 Mache dich auf und geh in die große Stadt Ninive und predige wider sie; denn ihre Bosheit ist vor mich gekommen.# #3 Aber Jona machte sich auf und wollte vor dem HERRN nach Tarsis fliehen und kam hinab nach Jafo. Und als er ein Schiff fand, das nach Tarsis fahren wollte, gab er Fährgeld und trat hinein, um mit ihnen nach Tarsis zu fahren, weit weg vom HERRN.<sup data-fn="9ed19d41-3fee-4e1b-bb75-dd9f76984acb" class="fn"><a href="#9ed19d41-3fee-4e1b-bb75-dd9f76984acb" id="9ed19d41-3fee-4e1b-bb75-dd9f76984acb-link">3</a></sup></p>
</blockquote>



<p>Gott spricht zu Jona. Gott gibt Jona einen Auftrag. Und damit, dass Gott spricht, greift Gott selber in die Weltgeschichte ein. Das ist es, was mit dem Ausdruck „Es geschah das Wort des HERRN zu Jona“ gemeint ist.</p>



<p>Gott greift immer wieder in die Weltgeschichte ein. Davon berichtet die Bibel an vielen Stellen. Am aller deutlichsten greift Gott durch Jesus in die Weltgeschichte ein. Jesus der selber das Wort Gottes ist, Jesus der von Anfang an da war und durch den alles geschaffen wurde. (Johannes 1) Jesus in dem Gott selber Mensch geworden ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Gott handelt auch heute noch</h2>



<p>Aber Gottes Handeln wird nicht nur in der Bibel bezeugt, sondern Gottes Handeln ist auch heute noch erlebbar. Gott greif auch in unsere individuelle unser persönliches Leben ein. Und wenn Gott in unser Leben eingreift, dann erleben wir Veränderung. Viele von euch haben das bereits persönlich erlebt und erleben es auch weiterhin.<br>Solche Veränderungen, können manchmal eher kleine Dinge sein. z.B. dass ich freundlich sein kann, wo ich normalerweise unfreundlich wäre. Oder dass es mir gelingt großzügig zu sein, auch wenn ich das bisher nicht konnte. Oder das ich mich etwas traue, das ich mir bisher nicht zugetraut habe.</p>



<p>Solche Veränderungen die Gott in uns bewirkt, können aber auch radikale Veränderungen sein, wie bei der ehemaligen atheistischen Aktevistin Ayaan Hirsi Ali, die sich Jesus zugewandt hat, weil sie (Originalzitat) „ein Leben ohne spirituellen Trost letztendlich für unerträglich – ja fast selbstzerstörerisch – hält. Denn der Atheismus kann eine einfache Frage nicht beantworten: Was ist der Sinn und Zweck des Lebens?“<br>Solche Veränderung können auch so sein, wie z.B. bei einem ehemaligen Besucher des Jugendtreff Makarios, der sich in einer Notlage an die Gebete im Makarios erinnerte und sich entschloss, zu diesem Jesus zu beten, der dann tatsächlich in seine Leben eingriff und die Situation übernatürlich veränderte.</p>



<p>Bei Jona bewirkt das Wort auch etwas, allerdings keine Veränderung, sondern vor allem eines: Flucht. Er haut ab. „Egal, bloß weg hier!“ Jona versucht dem Auftrag Gottes zu entkommen und reist in die entgegengesetzte Richtung, anstatt nach Ninive, statt dass er dem Wort Gottes, dem Auftrag folge leisten würde.</p>



<p>Wir kennen das vielleicht aus unserem eigenen Leben. Das muss gar kein Auftrag Gottes sein, sondern ganz alltäglich. Wenn wir uns einer Situation nicht gewachsen fühlen, oder wenn es gefährlich wird, oder wenn wir einfach lustlos oder bequem, bzw. faul sind, dann fliehen wir. Wir fliehen vor Verantwortung, vor schwierigen Gesprächen, vor Konflikten oder vor Aufgaben, die uns über den Kopf wachsen. Es ist halt leichter, wegzuschauen, auszuweichen oder etwas vorzuschieben als sich den Problemen oder Herausforderungen zu stellen. Auf manche Probleme reagieren wir sogar mit Krankheit – so tut es z.B. Jona im letzten Kapitel, als er zweimal in Depression versinkt und am liebsten sterben möchte.<br>Doch wie bei Jona ist Flucht in aller Regel keine Lösung. Egal wir unbequem, wie herausfordernd, anstrengend oder gefährlich eine Situation ist: wir müssen uns ihr aktiv stellen.</p>



<p>So wenig sinnvoll und erfolgreich, wie Jona vor Gott geflohen ist, so wenig sinnvoll ist es, wenn wir vor unseren Herausforderungen fliehen.</p>



<p>In den letzten Wochen habe ich mehrere Gespräche führen müssen, vor denen ich gerne davon gelaufen wäre. Aber ich bin darüber mit Gott ins Gespräch gegangen und habe dadurch den Mut bekommen sie zu führen, und die Klarheit, dass ich der richtige dafür bin und Gott mit mir ist.</p>



<p>Was wäre wohl passiert, wenn Jona mit Gott über seinen Auftrag ins Gespräch gekommen wäre? Wenn er gleich am Anfang Gott gesagt hätte, welche Ängste oder Befürchtungen er bei diesem Auftrag hat oder warum er ihn nicht ausführen will?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Mit Gott ins Gespräch kommen</h2>



<p>Wir wissen nicht, warum Jona das nicht getan hat, aber für uns ist es auf jeden Fall grundlegend wichtig, mit unseren Herausforderungen, unseren Überforderungen, dem was uns Ärger, was uns Kopfzerbrechen macht zu Gott zu kommen, es IHM hin zu legen und dann hin zu hören, was ER dazu zu sagen hat. z.B. indem wir die Bibel regelmäßig lesen und den Heiligen Geist bitten, die Worte Gottes in uns lebendig werden zu lassen.</p>



<p>Jona flieht also auf ein Schiff. Das Schiff kommt in einen schweren Sturm, die Seeleute fürchten um ihr Leben. Sie rufen alle Götter an, die sie kennen und als das nix hilft, entscheiden sie sich für einen – zumindest für uns heute ungewöhnlichen Schritt.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>7 Und einer sprach zum andern: Kommt, wir wollen losen, dass wir erfahren, um wessentwillen es uns so übel geht. Und als sie losten, traf’s Jona.#  #8 Da sprachen sie zu ihm: Sage uns, um wessentwillen es uns so übel geht? Was ist dein Gewerbe, und wo kommst du her? Aus welchem Lande bist du, und von welchem Volk bist du?# #9 Er sprach zu ihnen: Ich bin ein Hebräer und fürchte den HERRN, den Gott des Himmels, der das Meer und das Trockene gemacht hat.# #10 Da fürchteten sich die Leute sehr und sprachen zu ihm: Was hast du da getan? Denn sie wussten, dass er vor dem HERRN floh; denn er hatte es ihnen gesagt.# <sup data-fn="637fce33-473b-4400-a5f9-44d5c2c39207" class="fn"><a href="#637fce33-473b-4400-a5f9-44d5c2c39207" id="637fce33-473b-4400-a5f9-44d5c2c39207-link">4</a></sup></p>
</blockquote>



<p>Es ist unklar, wie sie genau vorgegangen sind. Aber ihre Methode zu losen war ziemlich gut. Denn sie haben den Verantwortlichen herausgefunden. Sie haben „den Schuldigen“ gefunden.<br><br>Einen Schuldigen suchen. Ja, das ist etwas, das wir gerne machen. Wenn wir den Schuldigen haben, können wir auf ihm rum trampeln, können verlangen, dass er es wieder gut macht oder zumindest einen Ausgleich schafft, wir können ihn beschimpfen und selber gut da stehen.<br>Im Fussball ist es in der Regel der Trainer. Der wird entlassen und dann ist die Mannschaft und die Vereinsführung erstmal aus dem Schussfeld. Schuldig sind immer die anderen.</p>



<p>Doch die Schiffsbesatzung tickt anders.<br>Auch wenn das Los zeigt, dass Jona verantwortlich ist und er es dann auch selber zugibt: sie werfen Jona nicht gleich von Bord! Sie wollen zuerst wissen, wer Jona ist und was hinter der ganzen Sache steckt. Sie wollen nicht einfach nur einen Schuldigen!</p>



<p>Daran können wir uns ein Beispiel nehmen: Wenn etwas schiefgelaufen ist, dann sollte es immer zuerst darum gehen, zu verstehen, was schief gelaufen ist, warum etwas schief gelaufen ist und wie es in Zukunft möglichst verhindert werden kann.<br>Erst danach sollte es dann darum gehen, inwiefern die verantwortliche Person, dann auch Wiedergutmachung leisten kann und soll.<br>Die Option den Schuldigen einfach von Bord zu werfen, auch im übertragenen Sinn, sollte die letzte Option sein. So handelt auch die Schiffsbesatzung.</p>



<p>Als Jona der Schiffsbesatzung erzählt, wer er ist und warum sie in dieser Situation sind, erschrecken sie. Was in unserem Text als „HERRN“ übersetzt wird ist der Eigenname Gottes „Jahweh“. Der Name Gottes, der den Juden so heilig ist, dass sie ihn nicht einmal aussprechen. Und bei der Schiffsbesatzung scheint dieser Name bekannt zu sein.</p>



<p>Eigentlich wäre doch die zu erwartende Reaktion, dass die Schiffsbesatzung Jona nun über Bord werfen würde, zumal er ja selber diesen Vorschlag macht. Aber das tun sie nicht. Die Schiffsbesatzung versucht nun nochmals alles Menschen mögliche, um an Land zu kommen.Doch sie schaffen es nicht.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p> #13 Doch die Leute ruderten, dass sie wieder ans Land kämen; aber sie konnten nicht, denn das Meer ging immer ungestümer gegen sie an.# #14 Da riefen sie zu dem HERRN und sprachen: Ach, HERR, lass uns nicht verderben um des Lebens dieses Mannes willen und rechne uns nicht unschuldiges Blut zu; denn du, HERR, tust, wie dir’s gefällt.# #15 Und sie nahmen Jona und warfen ihn ins Meer. Da wurde das Meer still und ließ ab von seinem Wüten.# #16 Und die Leute fürchteten den HERRN sehr und brachten dem HERRN Opfer dar und taten Gelübde.# <sup data-fn="d7208d04-3761-493a-a05d-14f277a9e45f" class="fn"><a href="#d7208d04-3761-493a-a05d-14f277a9e45f" id="d7208d04-3761-493a-a05d-14f277a9e45f-link">5</a></sup></p>
</blockquote>



<p>Selbst in dieser Situation, als die Schiffsbesatzung alles getan hat, was ihr möglich war, haben die Matrosen noch Respekt vor dem menschlichen Leben. Sie werfen Jona nicht über Bord und sagen dann, es sei alternativlos gewesen. Die Schiffsbesatzung weiß darum wie heilig das Leben ist und bittet Gott um Vergebung dafür, dass sie Jona in dieser Notsituation, in einer Art Notwehr, von Bord werfen.</p>



<p>Ich kann da jetzt nicht tiefer drauf eingehen, stelle aber drei Fragen in den Raum:<br>• welchen Respekt haben wir, hat die Gesellschaft vor der Würde des ungeborenen Lebens?<br>• welchen Respekt haben wir, hat die Gesellschaft vor dem Leben von Menschen mit Behinderung?<br>• welchen Respekt haben wir, hat die Gesellschaft davor, dass auch am Ende, im Alter, wenn man auf Hilfe angewiesen ist, das Leben einen Wert hat?</p>



<p>Ich glaube, dass wir uns bei diesen Fragen in Deutschland und Europa gerade in falsche Richtungen bewegen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Alternativlos?</h2>



<p>Ja und Alternativlos – das haben wir die letzten Jahre öfters gehört. Damit soll zu Ausdruck gebracht werden, dass das was man getan hat, zwar vielleicht unverständlich ist oder nicht die Zustimmung einer großen Mehrheit findet, aber man es letztlich tun musste, ob man es wollte oder nicht. Genau genommen möchte man mit &#8222;Alternativlos&#8220; sagen, ich bin nicht schuld. Ich hab nicht die Verantwortung dafür, was da passiert. Dabei ist Alternativlos immer eine Lüge – denn man hat immer eine Wahl.</p>



<p>Die Schiffsbesatzung hat die Wahl, Jona ins Meer zu werfen, oder mit ihm – vermutlich – im Sturm unter zu gehen. Manchem erscheint das nicht wie eine Wahl. Aber die Wahl ist da! Wenn wir sagen, dass wir keine Wahl haben, dann versuchen wir uns damit, einen Freispruch für unser Handeln zu sichern.<br>Die Schiffsbesatzung entscheidet sich dafür, Jona ins Meer zu werfen – und bitten für diese Tat um die Barmherzigkeit Gottes. Sie suchen nicht nach einen Freibrief! Sie stehen zu ihrer Tat.<br>Ich kann diese Wahl nachvollziehen. Es ist ja eine Art Notwehr, wie sie handeln. Aber macht das die Tat richtig? Wenn ein Leben geopfert wird, für das Leben Vieler?</p>



<p>Jesus hat sein Leben gegeben, für die Vielen, die zu ihm gehören! Jesus hat das aus freien Stücken getan, weil er sich ganz dem hingegeben hat, was der Wille seines Vaters im Himmel ist. Er hat aus freier Entscheidung, sein Leben für uns gegeben. Es war nicht alternativlos! Er hätte es auch ablehnen können zu sterben. Aber Jesus hat sich entschieden, das zu tun, was Gottes Auftrag für ihn war.</p>



<p>Was sind wir bereit zu investieren, wenn wir einen Ruf, einen Auftrag Gottes bekommen? Wie sehr sind wir bereit uns dem Hinzugeben, was Gott von uns erwartet? Was darf es uns kosten, wenn wir uns nicht dem anpassen, was die Gesellschaft für richtig hält, sondern uns nach dem Wort Gottes ausrichten? Was sind wir bereit zu geben? An Geld, Kraft, Zeit, usw. um dem Ruf Gottes zu folgen?</p>



<p>Die wenigsten von uns, werden das Reden Gottes so erleben, wie es Jona erlebt hat. Aber Gott redet auch heute noch. In erster Linie durch die Bibel und es ist so wichtig, dass wir täglich darin lesen und das Wort Gottes auf uns und unser Leben wirken lassen. Wir müssen nicht alles verstehen oder nachvollziehen können. Wir müssen nur mit offenem Herzen die Bibel lesen und den Heiligen Geist bitten, dass das Wort in uns lebendig wird. Dann werden wir die verändernde Kraft Gottes erleben. Das ist meine tiefe Überzeugung und das ist es, was ich immer wieder auch persönlich erlebe.</p>



<p>Und wenn Gott uns einen Auftrag gibt, dann komm mit Jesus darüber ins Gespräch, wie es Dir damit geht. Welche Sorgen Du dabei hast. Welche Ängste.<br>Es ist ein Vorrecht, dass Gott mit uns sein Reich baut. Es ist ein Vorrecht, dass Gott uns Aufträge erteilt. Er braucht uns nicht dafür um sein Reich zu bauen. Aber Gott will uns dabei haben und freut sich daran, wenn wir mit IHM zusammen wirken und handeln, damit Menschen von der guten Nachricht Gottes hören und sie erfahren.</p>



<p>Amen</p>



<p><a href="http://Foto von <a href=&quot;https://unsplash.com/de/@possessedphotography?utm_content=creditCopyText&amp;utm_medium=referral&amp;utm_source=unsplash&quot;&gt;Possessed Photography</a&gt; auf <a href=&quot;https://unsplash.com/de/fotos/beleuchtete-beschilderung-fur-notausgange-EIfbfbi_dj0?utm_content=creditCopyText&amp;utm_medium=referral&amp;utm_source=unsplash&quot;&gt;Unsplash</a&gt;">Titelbild</a></p>


<ol class="wp-block-footnotes"><li id="be2848ba-9b24-475f-a2e7-6c6925d9d63d">781–742 v. Chr. <a href="#be2848ba-9b24-475f-a2e7-6c6925d9d63d-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 1 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="681b05e3-ebd0-4d1d-bf8c-8af9433e8a47">Mt 12,39-41 <a href="#681b05e3-ebd0-4d1d-bf8c-8af9433e8a47-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 2 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="9ed19d41-3fee-4e1b-bb75-dd9f76984acb">Jona 1, 1-3 <a href="#9ed19d41-3fee-4e1b-bb75-dd9f76984acb-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 3 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="637fce33-473b-4400-a5f9-44d5c2c39207">Jona 1, 7-10 <a href="#637fce33-473b-4400-a5f9-44d5c2c39207-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 4 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="d7208d04-3761-493a-a05d-14f277a9e45f">Jona 1, 13-16 <a href="#d7208d04-3761-493a-a05d-14f277a9e45f-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 5 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li></ol>]]></content:encoded>
					
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		<title>Sei gläubig</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Peschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Apr 2023 10:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibelgelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Predigt]]></category>
		<category><![CDATA[Der ungläubige Thomas]]></category>
		<category><![CDATA[Friede]]></category>
		<category><![CDATA[Heiliger Geist]]></category>
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		<category><![CDATA[Sendung]]></category>
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					<description><![CDATA[Was der Text erzählt, könnte auch eine Szene aus einem MARVEL Film sein. Für die Älteren unter uns, MARVEL ist ein äußerst erfolgreicher Comicverlag, dessen Geschichten in den letzten 10-15 Jahre ebenfalls äußerst erfolgreich verfilmt worden sind. In Comics ist nun mal sehr viel möglich, was eigentlich nicht möglich ist. Und ebenso in den Verfilmungen, die durch die Technik unglaubliches völlig realistisch erscheinen lassen.]]></description>
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<p><a href="https://einanderergottesdienst.org/de/predigt/predigtarchiv/sermon/346-die-juenger" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Predigtmitschnitt</a> <a rel="noreferrer noopener" href="https://einanderergottesdienst.org" target="_blank">eAg </a>16.04.2023</p>



<p>Die heutige Predigt gehört noch in die Themen-Reihe „Randfiguren der Passionsgeschichte“. Im Bibeltext geht es um einige Leuten, die man nicht wirklich als Randfiguren bezeichnen kann. Es geht um die Jünger, die engsten Nachfolger Jesus. Und dort im speziellen um den Apostel Thomas. Thomas ist insofern eine Randfigur, als dass man nicht sehr viel über ihn weiß und er in den Evangelien und der Apostelgeschichte nur wenig namentlich erwähnt wird.</p>



<p>Der Predigttext hat aus meiner Sicht drei Teile, und so habe ich auch die Predigt unterteilt.</p>



<p class="has-medium-font-size"><strong>Der erste Teil Johannes 20, 19-23</strong></p>



<p>Was der Text erzählt, könnte auch eine Szene aus einem MARVEL Film sein. Für die Älteren unter uns, MARVEL ist ein äußerst erfolgreicher Comicverlag, dessen Geschichten in den letzten 10-15 Jahre ebenfalls äußerst erfolgreich verfilmt worden sind. In Comics ist nun mal sehr viel möglich, was eigentlich nicht möglich ist. Und ebenso in den Verfilmungen, die durch die Technik unglaubliches völlig realistisch erscheinen lassen.</p>



<p>Und ebenso wie in einem Marvelfilm, erscheint es völlig unmöglich, was hier berichtet wird.</p>



<p><em>19 Es war am Abend jenes ersten Tages der neuen Woche. Die Jünger hatten solche Angst vor den Juden, dass sie die Türen des Raumes, in dem sie beisammen waren, verschlossen hielten. Mit einem Mal kam Jesus, trat in ihre Mitte und grüßte sie mit den Worten: »Friede sei mit euch!« 20 Dann zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Als die Jünger den Herrn sahen, wurden sie froh. 21 »Friede sei mit euch!«, sagte Jesus noch einmal zu ihnen. »Wie der Vater mich gesandt hat, so sende ich jetzt euch.« 22 Und er hauchte sie an und sagte: »Empfangt den Heiligen Geist! 23 Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr sie nicht vergebt, dem sind sie nicht vergeben.«</em><sup class="modern-footnotes-footnote ">1</sup></p>



<p>Der Bibeltext erzählt, was am Sonntagabend, kurz nachdem der auferstandene Jesus sich Maria am Grab gezeigt hatte geschieht. Die Jünger wissen, es ist etwas passiert in der letzten Nacht/ am Morgen. Nur beim „Was passiert ist“ sind sie sich wohl noch nicht sicher. Im Johannesevangelium steht dazu: <em>„Nach der Schrift stand es ja fest, dass Jesus von den Toten auferstehen würde; aber das verstanden sie damals noch nicht.“</em><sup class="modern-footnotes-footnote ">2</sup><br>Die Jünger verstanden es noch nicht, dass Jesus tatsächlich von den Toten auferstanden ist. Klar, sie haben viele Wunder gesehen, die Jesus tat. Sogar Tote hat Jesus auferweckt und sie waren nah dabei. Aber das, was mit Jesus passiert ist, ist nochmals eine ganz andere Sache. Sie ist so unvorstellbar, dass die Jünger sich zurückziehen, und ich kann mir gut vorstellen, dass sie miteinander diskutiert haben, auch theologisch, was passiert ist und was nun zu tun sei. Die Jünger haben Angst, dass sie von ihren Volksgenossen gefunden werden und dann womöglich ins Gefängnis kommen, oder noch schlimmeres. In so einer Situation ist es naheliegend sich zu schützen, indem sie die Türen abschließen. Niemand kann rein. Zumindest fast niemand, denn in diese Situation kommt Jesus. Er geht einfach durch die Wände. Sie sind kein Hindernis für Jesus.</p>



<p>Wo hast Du Türen in Deinem Leben verschlossen? Türen, wo Du definitiv nicht willst, dass sie jemand öffnet. Türen durch die Du niemanden rein lassen willst! Welche Türen sind das? Und was sind die Gründe, warum Du sie verschlossen hast? Manchmal ist es wichtig und richtig sich zurück zu ziehen, die Türen zu verschließen um sich zu sammeln oder zu schützen. Aber es kann leicht passieren, dass wir Türen verschließen, uns zurück ziehen und dann in diesem Schutzraum bleiben – der dann irgendwann nicht mehr Schutz ist, sondern Gefängnis.<br>Es könnte z.B. sein, dass jemand der Dir sehr wichtig ist, etwas tut oder sagt, dass Dich tief verletzt. Dann kann es sein, dass Du Dich zurück ziehst und erst mal verdauen musst, was passiert ist. Wenn es gut läuft, dann bist Du nach einer Zeit sprach fähig und kannst die Verletzung ansprechen und vielleicht sogar klären, was da passiert ist. Aber es kann auch passieren, dass Du diese Kurve nicht hin bekommst. Dass Du Dich selber bemitleidest und Dich vergräbst und im schlimmsten Fall gar keine intensiven Beziehungen mehr eingehst, weil Du Sorge hast, wieder so verletzt zu werden, wie es Dir passiert ist. Es könnten auch andere Auslöser sein. Z.B. Du machst einen schlimmen Fehler oder fühlst Dich in bestimmter Gesellschaft unwohl, oder….</p>



<p>Wenn Jesus in den Raum mit den abgeschlossenen Türen kommt, dann zeigt sich dort, dass Jesus auch dann in eine Situation treten kann, wo wir nicht mit ihm rechnen. Vielleicht beten wir für eine Situation, aber rechnen nicht wirklich mit Gottes eingreifen, aber er tut es. Weil er gnädig und barmherzig ist.<br>Vor einigen Jahren hatten wir so etwas im Makarios, dem Jugendtreff, den ich 26 Jahre geleitet habe. Dort gab es immer wieder Jugendliche, die schwierig oder sogar sehr schwierig waren. Wir haben mit unseren sozialpädagogischen Methoden versucht, zum Guten hinzuwirken. Und natürlich haben wir auch immer wieder für die Kinder und Jugendliche gebetet. Ich erinnere mich noch gut, dass wir einige Jahre mit einem Jugendlichen intensiv gearbeitet hatten. Doch nichts schien erfolgreich zu sein. Er blieb aggressiv, hatte ständig ärger mit der Polizei etc. In einer Teambesprechung sind wir irgendwann zum Schluss gekommen, wir können nichts mehr tun. Wir übergeben ihn Gott. Das haben wir getan. Und was ist passiert? Es ist unglaublich, aber von diesem Moment an, hat sich das Leben dieses Jugendlichen verändert. Schritt für Schritt, hat er sein Leben geordnet. Inzwischen ist er ein wichtiger MA, der gerade mit sehr schwierigen Jugendlichen äußerst gut umgehen kann. Das war eine ausweglose Situation, in die Jesus gekommen ist – und ich muss zu meiner Schande gestehen, ich hatte nicht wirklich erwartet, dass etwas passiert, auch wenn wir dafür gebetet hatten.</p>



<p>Nachdem Jesus zu den Jüngern gekommen ist, und die Jünger erkannt haben, dass es wirklich Jesus ist, sendet er sie und rüstet sie mit dem aus, was sie brauchen. Und das gilt auch für uns heute, die wir zu Jesus gehören. Jesus spricht uns Frieden zu, er schenkt uns seinen HG, und gibt uns die Macht zur Sündenvergebung<br>→ Jesus sendet uns in die Welt, so wie er gesandt wurde und die Herrlichkeit im Himmel zurück gelassen hat. So sollen auch wir die Komfortzone verlassen und hingehen, wohin uns Jesus sendet.<br>→ Wenn Jesus uns Frieden zuspricht, dann für uns – aber auch für die Menschen, denen wir begegnen. Wir sind Jesu Friedensboten! Wir bringen das Evangelium, das Frieden zwischen Mensch und Gott schafft.<br>→ Wenn Jesus uns seinen Heiligen Geist gibt, dann ist kein Platz für Furcht! Dann ist dort Freiheit. Wir sind nicht länger Sklaven unserer Sünde. Wir sind Kinder Gottes. <br>→ Jesus schenkt uns die Macht Sünden zu vergeben – oder auch nicht zu vergeben. Das ist eine sehr hohe Verantwortung und gleichzeitig eine großartige Möglichkeit, das Evangelium unter die Menschen zu bringen. Auch wenn Sünde heute oftmals auf den Genuss von Süssigkeiten reduziert wird, die Kraft der Vergebung ist gewaltig. </p>



<p>Wir kommen zum</p>



<p class="has-medium-font-size"><strong>Teil 2, Johannes 20, 24 – 29</strong><br><br><em>24 Thomas, auch Didymus genannt, einer der Zwölf, war nicht dabei gewesen, als Jesus zu den Jüngern gekommen war.25 Die anderen erzählten ihm: »Wir haben den Herrn gesehen!« Thomas erwiderte: »Erst muss ich seine von den Nägeln durchbohrten Hände sehen; ich muss meinen Finger auf die durchbohrten Stellen und meine Hand in seine durchbohrte Seite legen. Vorher glaube ich es nicht.«</em><sup class="modern-footnotes-footnote ">3</sup></p>



<p>Ich hatte am Anfang gesagt, dass Thomas insofern eine Randgestalt ist, als dass wir in der Bibel nicht viel über ihn erfahren. Wer war also Thomas, der auch Didymus genannt wurde?<br><br>Didymus ist die griechische Übersetzung des hebr.-aram. Thomas. Thomas wiederum leitet sich ab aus dem aramäischen „ta&#8217;am“, was „gepaart“ oder „Zwilling“ bedeutet.<br>Wir wissen nicht, ob Thomas einen Zwilling hatte der nicht erwähnt wird, oder woher er den Namen hatte. Was klar ist, ist dass Thomas einen Doppelnamen hatte. Er hieß nämlich Judas Thomas. Es könnte sein, dass er in den Evangelien in der Regel als Thomas bezeichnet wird, um eine Verwechslung mit Judas dem Verräter Jesu auszuschließen.<br>Wir wissen nicht, warum Thomas nicht im Kreis der Jünger war, als Jesus sich ihnen gezeigt hat. Aber es hat ihm einen etwas unrühmlichen Titel eingebracht, nämlich den des ungläubigen Thomas. Dies geht auf seine Aussage zurück, dass er erst glaubt, dass die anderen Jünger Jesus gesehen haben, wenn er ihn mit eigenen Augen gesehen und mit seinen Händen gespürt hat.</p>



<p>Ich finde die Bezeichnung „ungläubiger Thomas“ nicht ganz zutreffend.</p>



<p>Denn wenn wir mal nachforschen, was wir aus der Bibel über Thomas erfahren, dann ergibt das ein etwas differenziertes Bild.<br>→ Als Lazarus gestorben ist und sich Jesus entschließt zu ihm zu Reisen, ist das hoch riskant für Jesus. Die Gefahr, dass Jesus gefangen genommen wird ist zu dieser Zeit schon sehr groß. In dieser Situation ist es Thomas der zu den anderen Jüngern sagt, dass sie mit Jesus gehen sollen um mit ihm zu sterben. (Joh.11, 16). <br>Spricht so ein Ungläubiger? In diesem Moment ist Thomas bereit mit Jesus in den Tod zu gehen!<br>Beim Abendmahl, als Jesus erklärt, dass sein Tod kurz bevorsteht und er geht um für die Jünger einen Platz vorzubereiten und dass sie ja wissen, wohin er (Jesus) geht. In dieser Situation ist Thomas der Einzige, der es wagt Jesus darauf aufmerksam zu machen, dass sie es nicht wissen wohin er geht und wie sie dann den Weg wissen sollen. (Joh. 14, 5) <br>Thomas nimmt es genau. Er will wissen, wohin Jesus geht und er will sicher sein, den Weg dahin zu finden. Für mich ein Hinweis darauf, dass er ein sehr gewissenhafter Mensch war. Einer der es genau wissen wollte.</p>



<p>Mit diesem Hintergrundwissen müssen wir fragen, ob Thomas einfach nicht glauben konnte oder wollte, dass Jesus auferstanden ist? Oder ob er einfach nur sicher sein wollte, nicht nur einem Irrtum aufzusitzen? Ich meine: Thomas wollte es ganz genau wissen! Und sich nicht mit Berichten aus der zweiten Hand zufrieden geben.<br>Interessant ist auch, wie Jesus mit Thomas kommuniziert, als er das nächste Mal in den Kreis der Jünger kommt.</p>



<p class="has-medium-font-size"><strong>Wir kommen zum dritten Teil, Johannes 20, 26-31</strong><br><br><em>26 Acht Tage später waren die Jünger wieder beisammen; diesmal war auch Thomas dabei. Mit einem Mal kam Jesus, obwohl die Türen verschlossen waren, zu ihnen herein. Er trat in ihre Mitte und grüßte sie mit den Worten: »Friede sei mit euch!« 27 Dann wandte er sich Thomas zu. »Leg deinen Finger auf diese Stelle hier und sieh dir meine Hände an!«, forderte er ihn auf. »Reich deine Hand her und leg sie in meine Seite! Und sei nicht mehr ungläubig, sondern glaube!« 28 Thomas sagte zu ihm: »Mein Herr und mein Gott!« 29 Jesus erwiderte: »Jetzt, wo du mich gesehen hast, glaubst du. Glücklich zu nennen sind die, die nicht sehen und trotzdem glauben.«30 Jesus tat in der Gegenwart seiner Jünger noch viele andere Wunder, durch die er seine Macht bewies, die aber nicht in diesem Buch aufgezeichnet sind. 31 Was hier berichtet ist, wurde aufgeschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Messias ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben an ihn in seinem Namen das Leben habt.</em><sup class="modern-footnotes-footnote ">4</sup></p>



<p>Jesus weiß ganz genau, welche Forderungen Thomas gestellt hat, um überzeugt zu werden, dass Jesus tatsächlich von den Toten auferstanden ist. Und Jesus gibt Thomas die Chance, diese Forderungen erfüllt zu bekommen. Jesus ist nicht sauer oder vorwurfsvoll. Jesus fordert Thomas lediglich auf, nun zu glauben und weist Thomas darauf hin, dass er nun glaubt, weil er Jesus selber sieht. Und nennt alle diejenigen glücklich, die Jesus nicht sehen, aber dennoch glauben. Thomas braucht dann gar nicht mehr, was er meinte zu brauchen. Er muss nicht seine Finger in Jesu Wunden legen. </p>



<p>Das zeigt:<br>In der Gegenwart Jesus verlieren viele Dinge an Bedeutung, die uns so wichtig oder notwendig erscheinen.<br>Wir dürfen wissen, dass so wie Jesus barmherzig mit dem Glauben oder Unglauben des Thomas ist, so ist er es auch bei uns.</p>



<p>Wir, die wir an Jesus glauben, werden von Jesus als glücklich bezeichnet. Glücklich – weil wir Glauben, ohne den Auferstandenen von Angesicht zu Angesicht sehen zu können.</p>



<p>Doch was ist mit denen, die es nicht können? Die sagen, ich glaube nur was ich sehe? Die sagen, so viel Leid auf der Welt, wie kann Gott da ein barmherziger Vater sein? Die sagen, ich will und brauche keinen Retter, brauche keinen der meine Sünde trägt oder mir vergibt. Ich kann selber dafür gerade stehen.</p>



<p>Wenn Du heute hier bist und nicht glauben kannst. Aber es gerne würdest. Dann beginn heute Deine Glaubensreise mit Jesus. Beginne jeden Tag einen Abschnitt aus der Bibel zu lesen und zu beten. Du kannst so beten: Jesus, keine Ahnung ob Du wirklich lebendig bist. Aber jetzt komm ich zu Dir ….</p>



<p>Wenn Du heute hier bist und nicht glauben kannst oder willst, weil Dir die Welt zu schräg vorkommt, als ob es einen guten und barmherzigen Gott geben könnte. Dann beginne heute damit, die Bibel zu lesen und zu beten. Das Gebet kann so lauten: Jesus, diese Welt ist zum kotzen und das macht es mir unmöglich zu glauben, dass Du ein guter und barmherziger Gott bist. Wenn ich mich irre. Dann zeig es mir.</p>



<p>Wenn Du heute hier bist und es andere Gründe gibt, warum Du nicht Glauben kannst oder willst. Beginne heute in der Bibel zu lesen und bete. Und suche Gemeinschaft mit Menschen, die schon mit Jesus unterwegs sind. Jesus selbst wird antworten. Durch das was Du in der Bibel liest. Du die Menschen, die bereits mit Jesus unterwegs sind. Und rechne ruhig auch damit, dass das übernatürlich geschieht, durch Träume, innere Erkenntnis, Erlebnisse.</p>



<p>Die Bibel sagt, und das ist nicht nur eine Absichtserklärung, sondern ein Versprechen: <em>„Was hier berichtet ist, wurde aufgeschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Messias ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben an ihn in seinem Namen das Leben habt.“</em><sup class="modern-footnotes-footnote ">5</sup></p>



<p>Möge es geschehen. Amen</p>



<p>Bild: Foto von <a href="https://unsplash.com/@arturorey?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Arturo Rey</a> auf <a href="https://unsplash.com/de/s/fotos/ressurected-jesus?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></p>
<div>1&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Johannes 20, 19-23</div><div>2&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Johannes 20, 9</div><div>3&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Johannes 20, 24-29</div><div>4&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Johannes 20, 26-31</div><div>5&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Johannes 20, 31</div>]]></content:encoded>
					
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		<title>Hingabe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Peschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Mar 2023 10:04:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[Predigt]]></category>
		<category><![CDATA[David]]></category>
		<category><![CDATA[Hingabe]]></category>
		<category><![CDATA[Jesus]]></category>
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		<category><![CDATA[Römer 12:1]]></category>
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					<description><![CDATA[ein 9 jähriges Mädchen, das ein Buch fest auf seine Brust presst und mit fester Stimme sagt: „Ohne meine Bibel geh ich nicht von hier weg“. Ihre Eltern, irakische Christen wissen nicht was sie tun sollen. Denn, wenn sie bei Ihrer Flucht angehalten und durchsucht werden, könnte diese Bibel sie alle das Leben kosten. Schließlich darf das Kind die Bibel mitnehmen – nachdem sie gemeinsam gebetet haben, dass Gott die Familie schützen möge.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Predigt beim @home im CVJM Esslingen am 20.März 2023</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
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</div></figure>



<p>In einem Freundesbrief von Open Doors – einer Organisation, die sich um verfolgte Christen weltweit kümmert, hab ich folgende Geschichte gelesen. Sie ereignete sich im Jahr 2011 im Irak.</p>



<p>Es geht um ein 9 jähriges Mädchen, das ein Buch fest auf seine Brust presst und mit fester Stimme sagt: „Ohne meine Bibel geh ich nicht von hier weg“. Ihre Eltern, irakische Christen wissen nicht was sie tun sollen. Denn, wenn sie bei Ihrer Flucht angehalten und durchsucht werden, könnte diese Bibel sie alle das Leben kosten. Schließlich darf das Kind die Bibel mitnehmen – nachdem sie gemeinsam gebetet haben, dass Gott die Familie schützen möge.</p>



<p>Was hat das Mädchen dazu bewogen, seine Bibel um nichts in der Welt hergeben zu wollen? Vielleicht kann man kann sagen, dass sie mit ihren neun Jahren noch nicht verstanden hat, welche Gefahr dieses Buch für sie und ihre Familie bedeutet.</p>



<p>Vielleicht.</p>



<p>Aber was man m.M.n. auf jeden Fall sagen kann ist, dass dieses Mädchen eine große Hingabe an ihre Bibel hat.</p>



<p><strong>Mut zur Hingabe! </strong>So lautet der Titel unseres heutigen @home. Hingabe, ist das ein Wort, das man heute noch versteht? Was ist Hingabe überhaupt?</p>



<p><a href="https://www.dwds.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Das digitale Wörterbuch der deutschen Sprache </a>definiert Hingabe wie folgt:</p>



<ol class="wp-block-list" type="a">
<li>Hingabe ist eine starke innere Beteiligung, ein großer Eifer, eine Leidenschaft UND</li>



<li>Hingabe ist die Bereitschaft, sich einer Sache, oder jemandem zu widmen, und sich bis zur Selbstverleugnung zu opfern</li>
</ol>



<p>Hingabe ist also etwas, das vollen Einsatz verlangt.</p>



<p>Was sind in Deinem Leben die Dinge, wo Du merkst, die bewegen Dich? Mehr noch. Für was hast Du einen großen Eifer, eine Leidenschaft? Was ist es, das Dich am ehesten dazu bringt, Deine ganze Kraft dafür einzusetzen? Was ist es, das Dich dazu bringt Dich bis zur Selbstaufgabe zur Verfügung zu stellen?</p>



<p>Kurze Stille – denk ehrlich darüber nach. Schreib es Dir vielleicht sogar auf! → es geht nicht um die richtige Antwort, sondern um die ehrliche! Ihr müsst auch nicht darüber später mit jemandem sprechen – es ist einfach nur für Dich persönlich und für das Gespräch mit Gott.</p>



<p>Vielen Dank. Ich möchte folgende Fragen mit euch anschauen:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Was ist Hingabe eigentlich?</li>



<li>Will Gott wirklich, dass wir uns ihm hingeben? Und warum?</li>



<li>Warum sollte ich mich Gott hingeben?</li>



<li>Welche Beispiele zeigt uns die Bibel, bzgl. Hingabe?</li>



<li>Und wie kann ich mich Gott ganz hingeben?</li>



<li>Vom Segen der Hingabe</li>
</ol>



<h2 class="wp-block-heading">1.  Was ist Hingabe eigentlich?</h2>



<p>Über die vorhin genannte Definition hinaus sind noch ein paar Dinge zur Hingabe wichtig.</p>



<p>Hingabe ist eine Entscheidung und kein Gefühl. Es kann sein, dass ein Gefühl mit dabei ist, und mir hilft mich hinzugeben. Aber eine Hingabe endet nicht, wenn das Gefühl endet. Hingabe bedeutet mit Haut und Haaren, mit aller Kraft, mit allen Sinnen bei einer Sache oder einer Person zu sein. Hingabe hat viel mit Liebe und mit Gehorsam zu tun. Und auch viel damit, nicht sich selbst verwirklichen zu wollen. Denn wenn ich mich hingebe, dann tue ich ja nicht mehr, was gut für mich ist – sondern ich tue das, was dem, welchem ich mit hingebe am besten dient.</p>



<p>Hingabe – der Wortsinn ist nicht schwer zu verstehen. Hin geben. Dahin geben. Weg geben. Ich behalte es nicht. Sondern verschenke es – also mein Leben, meine Zeit, mein Geld usw.</p>



<p>Ein Fussballfan gibt sich seinem Verein ganz hin, wenn er z.B. seinen ganzen Urlaub opfert um bei allen Auswärtsspielen dabei sein zu können. Jemand der verliebt ist, gibt sich seiner Liebe hin, indem er bei allem schaut, was ist es, was meiner Partnerin gefällt oder Freude macht. Ein Leistungssportler gibt sich seinem Sport hin, wenn er z.B. Familie, Freunde usw. hinten anstellt. So fallen euch sicher noch mehr Beispiele ein.</p>



<p>Ist euch klar, dass alle die stimmberechtigte Mitglieder im CVJM sind, einen Akt der Hingabe – zumindest mit dem Mund – begehen?</p>



<p>„Ich bekenne mich zu JC als meinem Herrn und will bewusst nach seinem Wort und Vorbild leben. Im Vertrauen auf Gottes Hilfe werde ich nach besten Kräften im CVJM mitarbeiten und Zeit, Kraft und Geld investieren.“</p>



<p>&#8230;nach besten Kräften … Zeit, Kraft und Geld investieren.</p>



<p>Jedes stimmberechtigte Mitglied stimmt dieser Aussage zu. Trotzdem sieht die Praxis, wie viel Zeit, Kraft und Geld wir investieren bei uns unterschiedlich aus. Das hat verschiedene Gründe.</p>



<p>Das sind z.B. unterschiedliche Möglichkeiten der Personen. Das sind die unterschiedlichen Ressourcen an Zeit und Geld und Kraft. Das ist aber auch der Grad der Hingabe, die wir in unserem Leben leben. Also wie stark unsere Hingabe an Jesus ist.</p>



<p>Wie entschieden bin ich mit meiner Hingabe an Jesus? Gebe ich wirklich das was mir möglich ist an Zeit, Geld und Kraft? Oder wo halte ich noch immer Dinge zurück, weil ich nicht zu kurz kommen will, weil ich meine, dass das mein Recht sei?</p>



<p>Das sind Fragen, die ich mir immer wieder stelle, die ich Jesus immer wieder stelle – und ich denke es ist gut, wenn das jeder von uns immer wieder ehrlich tut! Dabei ist das entscheidende, dass ich ehrlich mit Jesus ins Gespräch komme über die Dinge die mich abhalten oder die mir Mühe machen.</p>



<p>Es geht nicht darum, dass wir uns zwingen irgendetwas zu tun. Hingabe kann nicht aus zwang geschehen. Hingabe kann nur mit dem Herzen passieren. Und alleine ER ist es, der mein Herz verändern kann. Ich kann es nicht.</p>



<p>Noch eine weitere Sache:</p>



<p>Hingabe ist in aller Regel kein einmaliger Akt ist. Sondern Hingabe muss immer wieder neu bestätigt, ausgesprochen, vollzogen werden. Auch deshalb müssen wir unsere Zugehörigkeit als stimmberechtigte Mitglieder alle zwei Jahre neu bestätigen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">2. Will Gott wirklich, dass wir uns ihm hingeben? Und warum?</h2>



<p>Gott hat es zuerst getan!</p>



<p>Gott gibt sich in Jesus uns Menschen hin. Er wird Mensch. Er lebt unter uns. Er stirbt für uns. Jesu Opfer ist die totale Hingabe an uns Menschen – an Dich ganz persönlich. Denn Jesus hätte dieses Opfer auch dann dargebracht, wenn Du der einzige Mensch wärst, den er dadurch hätte retten können. Wenn Du wissen willst, wie sehr Gott Dich liebt, wie sehr er sich Dir hingibt – dann schau Jesus am Kreuz an.</p>



<p>Pause</p>



<p>Das ist Hingabe!</p>



<p>Gott gibt sich uns hin – und damit wirbt er darum, dass wir uns ihm zuwenden. Er wünscht sich eine Reaktion von uns. Gott will, dass wir Beziehung mit ihm haben. Dass wir ewiges Leben haben. Und er will gerne noch mehr von uns, er will, dass wir uns ihm hingeben. Sein Ziel ist, dass wir ihm in allem ähnlicher werden. Die Bibel nennt das Heiligung. Eine Folge von Hingabe ist genau dies: dass wir Jesus ähnlicher werden!</p>



<p>Sein Ziel ist, dass unser Leben zur Entfaltung kommt, weil er am besten weiß was gut für uns ist. Er will uns teilhaben lassen, an seinem Wirken in dieser Welt. Er macht uns zu seinen Kindern.</p>



<p>Ich hoffe es wird deutlich: Wenn Gott das alles will, dann heißt das, dass unsere Hingabe an Gott unser Leben erst so richtig durchstarten lässt.</p>



<p>Wenn Dir jemand was Gutes tut. Wie ist Deine Reaktion? Ist es nicht natürlich, dass Du das in irgendeiner Weise diese Freundlichkeit zurück geben willst?</p>



<p>Wie ist Deine Antwort auf die Freundlichkeit Gottes? Auf das was Jesus für Dich getan hat?</p>



<h2 class="wp-block-heading">3. Warum sollte ich mich Gott hingeben?</h2>



<p>In Römer 12, 1 schreibt Paulus: „Ich habe euch vor Augen geführt, Geschwister, wie groß Gottes Erbarmen ist. Die einzige angemessene Antwort darauf ist die, dass ihr euch mit eurem ganzen Leben Gott zur Verfügung stellt und euch ihm als ein lebendiges und heiliges Opfer darbringt, an dem er Freude hat.“</p>



<p>Dass wir uns Gott hingeben ist die einzige korrekte, ja die einzig mögliche Antwort auf das Erbarmen, das uns Gott zukommen lässt. Wenn der Herr der Welt sich so erniedrigt, dass er einer von uns wird. Wenn der Herr der Welt die Gerechtigkeit erfüllt, indem er alle Schuld auf sich nimmt und sein eigenen Blut vergießt, sich selbst opfert um uns zu retten. Dann gibt es nur eine mögliche Antwort darauf. Dass wir uns IHM hingeben.</p>



<p>→ es gibt eine Tendenz in der Verkündigung und auch in Lobpreisliedern, wo es ein Lifestyle zu sein scheint, Christ zu sein. Die Botschaft geht in die Richtung: Werde Christ und alles ist gut. Aber darum geht es nicht. Gib Dich Gott hin, nicht weil es Dir dann gut geht. Gib Dich Gott hin, weil ER sein Leben für Dich gegeben hat.</p>



<p>Es geht bei der Frage nach Hingabe ganz und gar nicht darum, ob jemand Christ ist oder nicht, ob er das ewige Leben hat oder nicht. Die Bibel sagt: „Wenn du also mit deinem Mund bekennst, dass Jesus der Herr ist, und mit deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat, wirst du gerettet werden.“ Römer 10, 9</p>



<p>Es geht bei der Frage nach Hingabe einzig und allein um die Frage, was Deine Antwort darauf ist, dass Jesus sich ganz Dir hingegeben hat!?</p>



<p>Bist Du bereit aus Deiner Komfortzone zu treten?</p>



<p>Bist Du bereit Dich noch mehr hin zu geben an diesen Herrn und Gott? An diesen Bruder und Freund?</p>



<p>Wir brauchen Mut dazu! Mut, weil unser innerer Schweinehund uns vorgaukelt, wir würden etwas wertvolles oder wichtiges verlieren, wenn wir das tun. Mut, weil in uns vielleicht das Gefühl aufkommt, dass wir zu kurz kommen, wenn wir das tun. ABER: Wenn wir uns Gott hingeben, dann stimmt mein Satz vom Anfang nicht mehr. Dort habe ich gesagt: Dass Hingabe viel damit zu tun habe, dass man sich nicht selbst verwirklicht. Denn wenn ich mich hingebe, dann tue ich ja nicht mehr, was gut für mich ist – sondern das was dem, welchem ich mit hingebe am besten dient.</p>



<p>Wer sich aber Gott hingibt, bei dem ist es anders.</p>



<p>Wenn ich Gott hingegeben bin, dann tue ich das, was Gott will, dass ich tun soll. Und weil Gott gut ist – unendlich gut, wird das was Gott von mir will, das ich tue, letztlich das sein, was zu mir passt und was letztlich gut für micht ist. Wir finden uns selber, wenn wir uns ihm hingeben!</p>



<h2 class="wp-block-heading">4. Welche Beispiele zeigt uns die Bibel, bzgl. Hingabe?</h2>



<p>Der Prophet Jeremia sagt zunächst: „Ach Herr und Gott, ich kann doch nicht reden, ich bin ja noch so jung.“ (Jer.1,6) Doch dann sagt Gott zu ihm: „Sag nicht: Ich bin noch so jung. Wohin ich dich auch sende, dahin sollst du gehen, und was ich dir auftrage, das sollst du verkünden.“ (Jer.1,7) Und Jeremia tut es. Er verkündet alles was Gott ihm aufträgt – auch wenn es ihn mehrmals fast das Leben kostet und er zum Gespött seiner Volksgenossen wird. Jeremia ist seinem prophetischen Auftrag und im Gehorsam gegenüber Gott, ganz und gar hingeben!</p>



<p>Über David sagt die Bibel: „dass er Gott ganz hingegeben war.“ (1.Kön.11,6) Und das obwohl er sogar zum Mörder wurde. Das macht deutlich: unsere Hingabe macht uns nicht sündlos! Aber unsere Hingabe wird von Gott wahrgenommen und wertgeschätzt.</p>



<p>Paulus sagt über sich, er sei: „&#8230;ein Knecht Christi“ (Röm. 1,1) und „Leben wir, so leben wir dem Herrn; sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Darum: wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn.“ (Röm.14, 8) und „Nicht mehr ich bin es, der lebt, nein, Christus lebt in mir.“ (Gal. 2,20 ).</p>



<p>Das ist die Logik von Hingabe! Alles für Jesus! → ist euch das zu radikal? Denkst Du: na jetzt übertreibt der aber! Wenn Du das denkst, dann bleib nicht dabei, sondern prüfe selber, was die Bibel dazu sagt. Komm mit Jesus ins Gespräch. Prüfe Dich selbst.</p>



<p>Ich möchte noch Maria nennen, als ein gutes Beispiel für Hingabe an Gott. Sie antwortet auf die Ankündigung ihrer Schwangerschaft durch den Engel: „Ich bin die Dienerin des Herrn. Was du gesagt hast, soll mit mir geschehen.“ Kein zaudern. Kein aber. Einfach: „Was Du gesagt hast, soll mit mir geschehen!“ (Lk. 1,38)</p>



<p>Es gibt noch Viele mehr. Ich hab hier nur ein paar wenige aus der Fülle herausgegriffen. Wer die Bibel liest, merkt schnell, sie ist voller Menschen, die Gott hingegeben sind.</p>



<p>Der Gipfel der Hingabe aber ist Jesus selber. Im Garten Gethsemane spricht er das Gebet der Hingabe: „.Vater, wenn du willst, lass diesen bitteren Kelch an mir vorübergehen. Aber nicht mein Wille soll geschehen, sondern deiner.“ (Lk.22,42) und am Kreuz: „Vater, in deine Hände gebe ich meinen Geist! (Lk.23,46)</p>



<p>Und auch die nach biblische Geschichte ist voller Menschen, die Gott hingegeben sind. Und die dadurch die Welt verändert haben. Und auch Du und ich können die Welt verändern, wenn wir bereit sind uns Gott ganz hinzugeben.</p>



<p>Vielleicht werden wir mal nicht in den Geschichtsbüchern erwähnt. Aber meine Hingabe und Deine Hingabe werden Auswirkungen haben. In unsere Familien hinein, in unsere Freundeskreise, in unseren Dienst im CVJM. Ja auch in die Gesellschaft.</p>



<p>Hingegebene Menschen machen den Unterschied.</p>



<h2 class="wp-block-heading">5. Und wie kann ich mich Gott ganz hingeben?</h2>



<p>Es gibt Dinge die unsere Hingabe an Gott verhindern. Dazu gehören Angst, Stolz und Lügen.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die Angst fragt, ob diesem Gott wirklich zu glauben, zu trauen ist. Oder ob er nicht die ganze Hand nimmt, wenn man ihm den Finger gibt oder vielleicht doch etwas von einem verlangt, das man nicht schaffen kann.</li>



<li>Der Stolz sagt: ich bin selber groß und weiß was gut für ich ist. Ich weiß was gut und was böse ist. Ich brauche niemanden der mir sagt, was zu tun ist.</li>



<li>Die Lüge sagt: ich muss auf mich selber acht geben, dass ich nicht zu viel gebe, zu viel tue, zu viel von dem hergebe, was doch mir gehört, was mein Recht ist.</li>
</ul>



<p>Damit diese Dinge unsere Hingabe nicht verhindern ist wichtig zu verstehen, dass die wichtigste Voraussetzung dafür, sich Gott hingeben zu können Vertrauen ist.</p>



<p>Es ist nicht Gottes Absicht unseren Willen zu brechen. Vielmehr wirbt er um uns, damit wir uns ihm aus freien Stücken hingeben. Gott ist Liebe, Freiheit und Leben in Fülle! Hingabe an ihn bringt echte Freiheit, keinen neuen Zwang. Wenn wir uns Christus wirklich ganz hingeben, werden wir erleben, dass er kein Tyrann, sondern ein echter Retter ist!</p>



<p>Glaubst Du, dass Gott gut ist?</p>



<p>Du glaubst es? Ja, wirklich?</p>



<p>Dann gibt es keinen Grund, Dein Leben nicht ganz und gar in Seine Hand zu legen. Es braucht nur eine Entscheidung von Dir – zum ersten Mal, oder auch ein weiteres Mal. Und ein Gebet, dass Jesus der Herr Deines Lebens sein soll und IHM Deine ganze Hingabe gelten soll.</p>



<p>Ich möchte Dich ermutigen und auch mich selber! Jesus ist es wert, dass ich mich ihm ganz und gar hingebe!</p>



<p>Nachdem Petrus eine Nacht lang vergeblich gefischt hatte, lebte er uns vor, was Hingabe bedeutet. Petrus sagt auf die Aufforderung Jesu, die Netze nochmals auszuwerfen: „Herr, wir haben uns die ganze Nacht abgemüht und nichts gefangen. Aber weil du es sagst, will ich die Netze noch einmal auswerfen“ (Lk 5,5). Menschen, die sich Gott hingeben, gehorchen seinem Willen, auch wenn sie ihn nicht verstehen.</p>



<p>Sich Gott hinzugeben will ich mit einem Bild erklären. Du bist der Fahrer Deines Lebensautos. Du bestimmst die Geschwindigkeit. Wann Du bremst, wann Du Gas gibst. Ob Du Dich an Regeln hälst und an welche, oder nicht. Wenn Du Christ bist, dann sitzt Jesus neben Dir.</p>



<p>Wenn Du Dich ihm hingibst, dann ist Jesus nicht einfach nur ein Beifahrer, der vielleicht mal eine Warnung aussprechen darf, wenn es gefährlich wird. Wenn Du Dich Jesus hingibst, dann darf Er Dir sagen wo Du bremsen oder abbiegen sollst. Du sitzt noch immer am Lenkrad, aber Du entscheidest nicht mehr selber, sondern verlässt Dich auf das was Jesus Dir sagt. Und Du tust das aus freien Stücken, Du tust das weil Jesus Dir gezeigt hat, dass Du ihm unendlich wertvoll bist und ihm vertrauen kannst, dass er es gut mit Dir meint.</p>



<p>Mit der Zeit wird Jesus immer seltener sagen wo und wie schnell es lang geht. Weil Du lernst, im Sinne Jesu zu fahren. Und letztlich wirst Du merken, das ist super gut, dass ich mich entschieden habe, Jesu Fahranweisungen zu folgen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">6. Vom Segen der Hingabe an Gott</h2>



<p>Bill Bright, der Gründer von „Campus für Christus“ wurde einmal gefragt: „Warum hat Gott dein Leben so sehr gesegnet?“</p>



<p>Er antwortete: „Als junger Mann habe ich einen Vertrag mit Gott geschlossen. Ich habe ihn sogar aufgeschrieben und mit meinem Namen unterschrieben. Er lautete: Von heute an bin ich ein Sklave Jesu Christi. “</p>



<p>Auf meinem <a href="https://peschie1967.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Blog</a> hab ich <a href="https://peschie1967.de/bekenntnis/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mein Bekenntnis </a>veröffentlicht. Es endet mit den Sätzen: „Mal angenommen, alles was ich mit Jesus erlebt habe, beruht auf Einbildung und Zufall. Und mal angenommen, mir würde klar werden, dass es so ist. Was wäre dann?</p>



<p>Ich würde staunen. Aber: Die Geschichte Jesu ist für mich so überzeugend, sie ist so einleuchtend, sie ist so lebensspendend, frei machend, heilend, Kraft spendend, dass ich mich mit großer Sicherheit dazu entschließen würde weiter so zu leben, wie ich es jetzt tue. SEINE Art zu leben, zu handeln, zu feiern, zu sterben ist mir Vorbild.“</p>



<p>Inspiriert von dem was Bill Bright gesagt hat ergänze ich: „Ich bekenne, ich will ein Sklave Jesu Christi sein. Ich will mich ganz diesen einen Herrn und Meister hingeben. Er ist der herrliche Herrscher und doch nennt er mich Freund und macht mich zu einem Kind Gottes. Er ist es wert. Nicht mehr mein Wertesystem ist entscheidend. Sondern seines. Nicht mehr mein Wille ist entscheidend, sondern seiner. Es ist nicht mehr meine Zeit, mein Geld, mein Recht, mein Leben – alles gehört IHM!“</p>



<p>Was willst Du für Jesus sein? Was oder wer soll Jesus für Dich sein?</p>



<p>Ich lade euch ein, dass wir uns gegenseitig ermutigen und helfen, diesem guten Herrn in ganzer Hingabe, mit all unserer Kraft, mit all unserem Sein nach zu folgen!</p>



<p>Amen</p>



<p>Beitragsbild: Photo by <a href="https://unsplash.com/@vaishakhpillaii?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Vaishakh pillai</a> on <a href="https://unsplash.com/s/photos/jesus?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></p>
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		<title>Einheit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Peschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Oct 2022 16:21:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrung]]></category>
		<category><![CDATA[Predigt]]></category>
		<category><![CDATA[CVJM]]></category>
		<category><![CDATA[Einheit]]></category>
		<category><![CDATA[Jesus]]></category>
		<category><![CDATA[johannes]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich möchte mit euch folgende Fragen bewegen:
Was ist Einheit?
Wie entsteht Einheit? Z
u was ist Einheit gut/ warum ist Einheit wichtig?
Und was heißt das für's Christsein, ganz praktisch?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Wenn ich das Stichwort Einheit nenne – welche Bibelstelle fällt Dir dabei zuerst ein? Überlegt ruhig mal ein paar Sekunden.</p>



<p>Eine wichtige Bibelstelle zum Thema Einheit ist die &#8222;Weltbundlosung&#8220; des <a href="https://www.cvjm.de/website/de/cv/ueber-uns/was-ist-der-cvjm-/zahlen-fakten" target="_blank" rel="noreferrer noopener">CVJM</a>. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast.“</p>
<cite>Johannes 17,21</cite></blockquote>



<p>Eine andere bekannte Stelle zum Thema &#8222;Einheit&#8220; steht im Epheserbrief.  Dort schreibt Paulus:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Denkt daran, dass Gott euch zum Glauben gerufen hat, und führt ein Leben, das dieser Berufung würdig ist!</p>
<cite>Eph. 4, 1</cite></blockquote>



<p>Und dann schreibt er, was aus seiner Sicht ein Leben ist, dass der Berufung zum Glauben würdig ist:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>a) Keiner soll sich über den anderen erheben. Seid vielmehr allen gegenüber freundlich und geduldig und geht nachsichtig und liebevoll miteinander um.<br>b) Setzt alles daran, die Einheit zu bewahren, die Gottes Geist euch geschenkt hat; sein Frieden ist das Band, das euch zusammenhält.</p>
<cite>Eph. 4, 2+3</cite></blockquote>



<p>Und dann erklärt er, was Einheit ist:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Mit »Einheit« meine ich dies: ein Leib, ein Geist und genauso auch eine Hoffnung, die euch gegeben wurde, als Gottes Ruf an euch erging; ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater von uns allen, der über alle regiert, durch alle wirkt und in allen lebt.</p>
<cite>Eph. 4, 4-6</cite></blockquote>



<ul class="wp-block-list">
<li>Ich möchte mit Dir folgende Fragen bewegen:</li>



<li>Was ist Einheit? </li>



<li>Wie entsteht Einheit? </li>



<li>Zu was ist Einheit gut/ warum ist Einheit wichtig? </li>



<li>Und was heißt das für`s praktische Christsein?</li>
</ul>



<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow">
<h2 class="wp-block-heading">1. Was ist Einheit?</h2>
</div></div>



<p>Die Website „<a href="https://www.dwds.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache</a>“ listet <a href="https://www.dwds.de/wb/Einheit" target="_blank" rel="noreferrer noopener">drei Bedeutungen für Einheit</a> auf. <br>Als erstes wird dort Einheit als „die ein Ganzes bildende Verbundenheit, Unteilbarkeit, Ganzeit.“ beschrieben.</p>



<p>Einheit als die ein Ganzes bildende Verbundenheit. Wenn wir Eins sind, dann bilden wir mit unserer Verbundenheit ein Ganzes – das Ganze ist die Gemeinde. <sup class="modern-footnotes-footnote ">1</sup></p>



<p>Ich weiß nicht wie es Dir geht, aber für mich strahlen diese Worte eine Stärke und Kraft aus. Ein Ganzes, Verbundenheit.</p>



<p>Bezogen auf die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Christlicher_Verein_Junger_Menschen#CVJM-Weltbund_(World_Alliance_of_YMCAs)" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Weltbundlosung</a> heißt das, wenn wir in intensiver Verbundenheit mit Jesus und dem Vater leben, und in dieser Verbundenheit auch miteinander verbunden sind, dann leben wir Einheit.</p>



<p>Bezogen auf das, was Paulus im Epheserbrief schreibt sind wir ein Leib, wir haben alle denselben Geist, wir haben gemeinsam die eine Hoffnung auf Jesus, wir sind alle auf den Namen Jesu getauft, wir haben einen gemeinsamen Gott und Vater, der unser Herr ist – und der durch jeden Einzelnen von uns handelt und in jedem Einzelnen lebt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">2. Wie entsteht Einheit?</h2>



<p>Einheit entspringt dem Wesen Gottes. </p>



<p>Der Dreieinige Gott ist eins, trotz seiner drei Personen. So wie der Vater in Jesus ist und Jesus im Vater, so sollen auch wir in Jesus sein.<br>Und Einheit entsteht indem wir uns darauf besinnen, wer uns verbindet und dass dieser Eine in jedem Bruder und jeder Schwester lebt und durch sie wirkt.</p>



<p>Es ist deshalb wichtig, dass wir miteinander auf das Wort Gottes hören, damit Gott uns gemeinsam prägen kann und wir miteinander den Willen Gottes erkennen können.</p>



<p>Es ist deshalb wichtig, dass wir miteinander Gott loben und Gott dienen, denn im Loben geschieht eine Form der Einheit mit Gott und im Dienen geschieht eine Form der Einheit mit den Geschwistern. Denn wenn wir das gleiche Ziel haben <br>→ Gott zu loben, etwas im Dienst für Gott zu tun, einander zu dienen mit unseren Gaben und Fähigkeiten, dann richten wir uns gemeinsam nach Gott aus.</p>



<p>Einheit ist kein Gefühl, sondern eine Entscheidung. So wie es eine Entscheidung ist, Teil der örtlichen Gemeinde <sup class="modern-footnotes-footnote ">2</sup> zu sein, so ist es auch eine Entscheidung mit diesen Geschwistern im Reich Gottes zu leben und zu arbeiten.<br>Erst durch die Entscheidung kommt (irgendwann) auch das Gefühl dazu.</p>



<p>Einheit unter Christen ist zu erreichen, indem jeder Einzelne mit Jesus eins ist. Durch Jesus wird die Einheit hergestellt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">3. Zu was ist Einheit gut oder warum ist Einheit wichtig?</h2>



<p>Die Weltbundlosung sagt, dass wenn wir eins sind miteinander und mit Jesus, dann wird die Welt erkennen, wer Jesus wirklich ist. Einheit ist also eine evangelistische Notwendigkeit.</p>



<p>Einheit ist aber auch deshalb wichtig, weil wir „wie Schafe unter Wölfe gesandt sind“<sup class="modern-footnotes-footnote ">3</sup>Wir benötigen uns gegenseitig zur Ermutigung, zum Schutz, zur Ermahnung, für die Gemeinschaft.</p>



<p>Das „Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache“ listet unter dem Begriff Einheit als zweites die militärische Einheit auf. Und damit wird auch deutlich, wozu Einheit wichtig ist.</p>



<p>Eine militärische Einheit besteht aus mehreren Einzelpersonen. Aber im Kampfesfall, müssen diese Einzelpersonen so handeln, als wären sie eine Person. Dadurch erreicht die Einheit ihre beste Quote/ hat sie die besten Chancen, den Kampf zu überleben oder gar zu gewinnen.</p>



<p>Diese Einheit kommt nicht von alleine, sondern damit das im Kampfesfall möglich ist, müssen die Einzelpersonen zusammen üben, üben, üben.</p>



<p>Einheit ist aber auch eine mächtige Waffe in der geistlichen Welt. <br>In Joh. 15,7 heißt es:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch widerfahren.</p>
</blockquote>



<p>Und in Matthäus 18, 19 </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Wahrlich, ich sage euch auch: Wenn zwei unter euch einig werden auf Erden, worum sie bitten wollen, so soll es ihnen widerfahren von meinem Vater im Himmel.“</p>
</blockquote>



<p>Eine kurze, wahre Geschichte dazu, findet sich in der Fussnote hier<sup class="modern-footnotes-footnote ">4</sup></p>



<p>Wenn wir in Jesus bleiben und seine Worte in uns lebendig sind, und wir uns in unserem Anliegen eins machen, also vollkommen einig sind, dann können wir alles erbitten und es wird geschehen.</p>



<p>Im Epheserbrief schreibt Paulus ein paar Verse nach denen, die ich vorhin zitiert habe folgendes:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Er ist es nun auch, der der Gemeinde Gaben geschenkt hat: Er hat ihr die Apostel gegeben, die Propheten, die Evangelisten, die Hirten und Lehrer. Sie haben die Aufgabe, diejenigen, die zu Gottes heiligem Volk gehören, für ihren Dienst auszurüsten, damit die Gemeinde, der Leib von Christus, aufgebaut wird. Das soll dazu führen, dass wir alle in unserem Glauben und in unserer Kenntnis von Gottes Sohn zur vollen Einheit gelangen und dass wir eine Reife erreichen, deren Maßstab Christus selbst ist in seiner ganzen Fülle.“</p>
<cite>Eph. 4, 11-13</cite></blockquote>



<p>Gott ist es, der jedem von uns Gaben gegeben hat. In unserer Unterschiedlichkeit und in dem, wie Gott uns mit unterschiedlichen Gaben ausgerüstet hat, kommt es erst im Zusammenspiel, bzw. in der Einheit dieser Gaben zur vollen Entfaltung, was Gott sich gedacht hat.</p>



<p>Wenn diese Gaben sich gegenseitig ergänzen, dann wird das dazu führen, „dass wir alle in unserem Glauben und in unserer Kenntnis von Gottes Sohn zur vollen Einheit gelangen und dass wir eine Reife erreichen, deren Maßstab Christus selbst ist in seiner ganzen Fülle“</p>



<p>Ich finde, das ist ein sehr erstrebenswertes Ziel.</p>



<h2 class="wp-block-heading">4. Was heißt das für uns als Christen<sup class="modern-footnotes-footnote ">5</sup>, ganz praktisch?</h2>



<p>Jetzt kommen einige Apelle. Aber ich hoffe dass diese für uns alle logisch aus dem was ich vorhin ausgeführt habe, herauskommen.</p>



<p>a) Lasst uns gemeinsam das Wort Gottes hören, indem wir gemeinsam zum Gottesdienst kommen <sup class="modern-footnotes-footnote ">6</sup>,  indem wir in den Kleingruppen am gemeinsamen Thema arbeiten. </p>



<p>b) Lasst uns gemeinsam Gott loben – in den Kleingruppen und den Gottesdiensten der eigenen Gemeinde.<sup class="modern-footnotes-footnote ">7</sup>  </p>



<p>c) Lasst uns gemeinsam im Reich Gottes dienen <sup class="modern-footnotes-footnote ">8</sup> Aber lasst uns in allem möglichst gemeinsam denken und nicht in Sparten oder Bereichen. Wir sind eine Gemeinde <sup class="modern-footnotes-footnote ">9</sup>. </p>



<p>d) Lasst uns Einheit einüben. Jetzt. Lasst uns einander ermutigen, ermahnen, stärken, barmherzig sein ….  </p>



<p>e) Lasst uns mutig sein unsere von Gott geschenkten Gaben einzubringen, diese Gaben einzuüben und in der Unterschiedlichkeit der Gaben einander zu ergänzen. Lasst uns immer „das Ganze“ im Blick behalten – und lasst uns vermeiden, vor allem den eigenen Bereich oder die eigene Gabe wert zu schätzen. </p>



<p>f) Lasst uns sorgfältig sein, indem was wir reden und wie wir reden. Denn schlechtes Geschwätz zerstört Einheit. Lasst uns „den anderen höher schätzen als uns selbst“ und wenn Du mit einer Entscheidung oder einer Entwicklung nicht einverstanden bist, dann wählt die „ordentlichen“ Wege um ins Gespräch zu kommen.</p>



<p>Und dabei ist das zu bedenken, was in Philiper 2, 3 steht: </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Rechthaberei und Überheblichkeit dürfen keinen Platz bei euch haben. Vielmehr sollt ihr demütig genug sein, von euren Geschwistern höher zu denken als von euch selbst.“</p>
</blockquote>



<p>Es ist nötig, und wichtig, dass wir zusammen stehen. Immer wieder neu die Einheit untereinander suchen und finden, indem wir gemeinsam auf Jesus schauen.</p>



<p>Es ist wichtig, dass wir uns eins machen in unseren Gebeten. Eins mit Gott und eins miteinander.</p>



<p>Es ist wichtig, dass wir uns zueinander stellen, auch wenn wir manche Dinge anders sehen, als die Mehrheit, oder die Leitung.</p>



<p>Schließen möchte ich mit einem weiteren Bibelzitat, es steht im Römerbrief 12, 16</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Lasst euch im Umgang miteinander davon bestimmen, dass ihr ein gemeinsames Ziel habt. Seid nicht überheblich, sondern sucht die Gemeinschaft mit denen, die unscheinbar und unbedeutend sind. Haltet euch nicht selbst für klug.“</p>
</blockquote>



<p>Amen</p>



<p>Anderer Meinung? Ergänzung? Unterstreichungen? Gerne kommentieren!</p>



<p><a href="https://unsplash.com/photos/Swk4G_xi_uM?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditShareLink" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Titelbild</a></p>
<div>1&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;in dem Fall die MAG oder der CVJM</div><div>2&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;der MAG im CVJM Esslingen</div><div>3&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Mt.10,16 </div><div>4&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Erzählt hat sie mir Christoph Hässelbarth (ein geistlicher Leiter, der vor einiger Zeit verstorben ist). Am Rande einer Tagung kam ein Ehepaar mit einem Säugling zu ihm. Sie erzählten, dass die Ärzte dem Säugling prognostiziert haben, dass er aufgrund eines Gendefektes niemals selbstständig leben werden könne. Sie baten Christoph Hässelbarth, dennoch mit ihnen zu beten.<br>Er sagte: „Ich hatte keinen Glauben, aber als wir beteten spürte ich so eine überwältigende Einheit mit diesem Ehepaar, wie ich es noch nie vorher erlebt hatte.“<br>ca. 20 Jahre später begegnetet er dem Ehepaar wieder. Sie erzählten, dass ihr Sohn Abitur gemacht hätte und nun mit einem Studium beginnt.</div><div>5&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;im CVJM Esslingen</div><div>6&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;@home</div><div>7&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; @home, oder beim eAg – damit sage ich nicht, wir müssen alle zum eAg und sollten nicht mehr in andere Gottesdienste gehen. Ich betone nur, dass es wichtig ist, sich immer wieder mit anderen CVJMern zu verbinden.</div><div>8&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;als Mitarbeitergemeinde ist uns die Mitarbeit ja eh wichtig.</div><div>9&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;CVJM – egal ob JS, OA, Pfadis, Sport oder was auch immer</div>]]></content:encoded>
					
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		<title>Wer bin ich?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Peschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 May 2021 07:20:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Nachgedacht]]></category>
		<category><![CDATA[Donald Duck]]></category>
		<category><![CDATA[Ebenbild Gottes]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
		<category><![CDATA[Kind Gottes]]></category>
		<category><![CDATA[Wer bin ich]]></category>
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					<description><![CDATA[Wer ist Donald Duck?
Es gibt verschiedene Definitionen von Identität – also davon, wer man ist. Vereinfacht kann man sagen, dass Identität ein lebenslanger Prozess ist.
Drei wichtige Prozesse für unsere Identitätsbildung sind Selbsterkenntnis, Selbstgestaltung und Gruppenzugehörigkeit.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading">Die eigene Identität entdecken</h3>



<p>Dieser Beitrag ist auch als <a href="https://anchor.fm/peschie1967/episodes/Wer-bin-ich----was-macht-meine-Identitt-aus-e118gs5" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Podcast</a> anzuhören.</p>



<p>Wer bin ich?</p>



<p>Bestimmt hast Du Dir diese Frage, so oder ähnlich schon mal gestellt.</p>



<p>Denk nicht lange nach. Welche Antwort gibst Du darauf?</p>



<p>Das Erste was Dir auf die Frage einfällt, ist hoch interessant.</p>



<p>Es gibt einen Einblick dahingehend, was Dir im Moment besonders wichtig erscheint, oder wo Du gedanklich gerade dran bist!</p>



<p>Inwieweit Deine Antwort Auskunft darüber gibt, wer Du bist, oder mit anderen Worten, welche Identität Du hast, ist damit nicht gesagt.</p>



<p>Reden wir mal über jemand konkretes. Wer ist Donald Duck? Was fällt Dir dazu ein?</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wer ist Donald Duck?</h3>



<p>Ich sag mal, was mir dazu einfällt: Donald ist eine Comicfigur von Walt Disney, er ist ein Pechvogel, er ist der Onkel von Tik, Trik und Trak, Donald ist eine Ente, außerdem ist er der Neffe von Dagobert Duck, der reichsten Ente der Welt, Donald liebt Daisy Duck, und Donald ist Phantomias – wer Phantomias nicht kennt: Phantomias ist Donald als verkleideter Retter in der Not – so eine Art Zorro und wenn Donald Phantomias ist, dann ist er ganz anders, als sonst…. ich weiß nicht, was euch noch dazu einfällt.</p>



<p>Donald ist also nicht einfach nur eine Ente, oder der Neffe von Dagobert. Das, wer Donald ist, ist eine Mischung aus vielen unterschiedlichen Eigenschaften und Verhaltensweisen, von Verwandtschaftverhältnissen und Dingen die er getan hat oder die erwartet werden, dass er tut.</p>



<p>Was würdest Du sagen, ist die wichtigste Eigenschaft oder Identität von Donald?</p>



<p>Ist seine wichtigste Eigenschaft, dass er eine Ente ist, oder dass er Phantomias ist?</p>



<p>Oder ist seine wichtigste Identität, dass er eine Tollpatsch ist, oder dass er der Neffe der reichsten Ente der Welt ist?</p>



<p>Welcher Eigenschaft, würdest Du, welche „Bedeutung“ geben?</p>



<p>Es ist nämlich sehr wichtig, welche Wichtigkeit oder Bedeutung, wir einer Eigenschaft geben. Das trifft auf andere Personen ebenso zu, wie auf uns selber.</p>



<p>Wenn ich Donald als Tollpatsch sehe, dann erwarte ich von ihm andere Dinge, als wenn ich ihn als Phantomias sehe.</p>



<p>Und wenn sich Donald selber in erster Linie als Tollpatsch sieht, dann wird er anders in der Welt unterwegs sein und auch wahrgenommen werden, als wenn er sich als Neffe der reichsten Ente der Welt sieht oder sogar als Phantomias.</p>



<p>Außerdem hat das, wie ich mich selber sehe, auch Auswirkungen auf das was ich tue, es hat Auswirkungen auf mein Handeln. In manchen Geschichten von Donald, kommt das sogar deutlich zum Vorschein. Wenn Donald seine Selbstwahrnehmung, seine Eigenüberzeugung verändert, dann wird aus dem Pechvogel z.B. Phantomias.</p>



<p>Die Frage, wer Du bist, ist also zum einen wichtig und zum anderen gar nicht so einfach zu beantworten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Definition von Identät</h3>



<p>Es gibt verschiedene Definitionen von Identität – also davon, wer man ist. Vereinfacht kann man sagen, dass Identität ein lebenslanger Prozess ist. D.h. die eigene Identität verändert sich immer wieder.<br>Und Identität entsteht aus unterschiedlichen Prozessen. Drei wichtige Prozesse für unsere Identitätsbildung sind Selbsterkenntnis, Selbstgestaltung und Gruppenzugehörigkeit.<br>Identität bildet sich aus Selbsterkenntnis (z.B. durch Eigenreflexion bzw. gemachten Erfahrungen), Identität bildet sich auch aus Selbstgestaltung (also das wie ich mein Leben gestalte, gestalten will), und Identität bildet sich auch durch die Zugehörigkeit zu einer Gruppe (z.B. ich bin Teil der Gruppe Männer, oder Teil des deutschen Volkes).</p>



<p>D.h. ich kann zu einem nicht unwesentlichen Teil meine Identität mitbestimmen. Denn welche Schlüsse ich aus meiner Eigenreflexion ziehe, oder aus den gemachten Erfahrungen, wie ich mich entschließe mein Leben zu gestalten, das kann ich sehr stark mitbestimmen.</p>



<p>Außerdem zeigt sich die eigene Identität auch nach außen hin. Identität kann sich Z.B. in körperlichen Merkmalen äußern, bei Donald z.B. durch seine Entenfüsse oder seinen Schnabel. Identität zeigt sich auch darin wie man auftritt, bei Donald sehr gut sichtbar, wenn er als Phantomias auftritt, oder z.B. als Onkel von Tik Trik und Trak. Identität zeigt sich außerdem in dem wie und was man redet oder auch in den sozialen Kontakten. Selbstredend verkehrt Phantomias mit ganz anderen Leuten, als Donald.</p>



<p>Große Veränderungen oder Ereignisse im Leben können die Identität verändern oder sich auf die Identitätsentwicklung auswirken. Die Pubertät ist z.B. eine wichtige Zeit, um die eigene Identität zu entwickeln, bzw. zu finden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Identität aus biblischer Sicht</h3>



<p>Aus der Sicht der Bibel, gibt es zwei wichtige, grundlegende Sein-Zustände, die unsere Identität ausmachen. Und ich bin davon überzeugt, dass es sehr wichtig ist, diese als Fundament für unser Leben zu nehmen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Jeder Mensch ist zuerst Ebenbild Gottes</h3>



<p>Die erste ist unser Schöpfungszustand, dass wir als Gottes Ebenbild geschaffen sind. Im 1. Buch Mose (1, 27) steht: <em>„Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau.“</em></p>



<p>Was bedeutet das?</p>



<p>Es bedeutet: Jeder Mensch, egal an was er glaubt, oder nicht glaubt, ist als Ebenbild Gottes geschaffen. Und Ebenbild bedeutet auch, dass in unserem Wesen, in dem was wir möchten und können, das Wesen Gottes zum Vorschein kommt. Wir Menschen haben, wie Gott eine Schöpfungskraft, wir Menschen möchten Beziehung zueinander, wie Gott eine Beziehung zu uns Menschen möchte.<br>Und Ebenbild meint auch, ein Repräsentant zu sein. D.h. wir Menschen sind „Stellvertreter Gottes“ auf Erden. In unserem Handeln, soll sich Gottes Wesen widerspiegeln. Wichtige Wesenszüge Gottes sind z.B. Liebe, Barmherzigkeit, und das Eintreten für Recht und Gerechtigkeit.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Jeder Christ, ist ein Kind Gottes</h3>



<p>Die zweite wichtige grundlegende Identität gilt für diejenigen, die zu Jesus Christus gehören. In Apostelgeschichte 17 (28) sagt Paulus: <em>„Denn in ihm (er meint damit Jesus), ´dessen Gegenwart alles durchdringt,` leben wir, bestehen wir und sind wir.[…] Er ist es, von dem wir abstammen.“ </em>D.h. mit anderen Worten: Wir sind Kinder des lebendigen Gottes. Das Johannesevangelium unterstreicht das noch. Dort heißt es dazu: <em>„All denen jedoch, die ihn (damit ist Jesus gemeint) aufnahmen und an seinen Namen glaubten, gab er das Recht, </em><em>Gottes Kinder zu werden.“ </em><em>Johannes 1,12</em></p>



<p>Das hier mit „Recht“ übersetzte griechische Wort kann man auch anders übersetzen. Dann heißt es: <em>All denen jedoch, die ihn aufnahmen und an seinen Namen glaubten, </em>gab er die Berechtigung, gab er die Erlaubnis, gab er die Freiheit, die Macht, Gottes Kinder zu werden.<br>Es ist also nicht nur gemeint, das liebe Kind des Vaters zu sein. Mit dieser Kindschaft geht auch die Aufgabe und das Recht einher, in Gottes Auftrag in dieser Welt zu handeln.</p>



<p>Das ist es, was unsere Identität ausmacht. Wir sind Kinder Gottes!</p>



<p>Und wenn das so ist, dass wir Kinder des lebendigen Gottes sind, dann gibt das Dir und mir Würde! Und das sollte Dir und mir Selbstbewußtsein geben. Das ist die wichtigste Identität, die ein Christ hat. Alle anderen Eigenschaften und Wesenszüge, oder Identitäten, müssen sich diesem zuordnen.</p>



<p>Noch einmal die Frage: wer bist Du? Was würdest Du sagen?</p>



<p>Wie viel Identität darf Jesus Dir geben?</p>



<p>Anderer Meinung? Zustimmung? Fragen? Bitte kommentieren!</p>
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			</item>
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		<title>Game-Changer</title>
		<link>https://jesus-follower.xyz/game-changer/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Peschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Apr 2021 10:37:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[Predigt]]></category>
		<category><![CDATA[Auferstehung]]></category>
		<category><![CDATA[Auferstehung Jesu]]></category>
		<category><![CDATA[Game-Changer]]></category>
		<category><![CDATA[Jesus]]></category>
		<category><![CDATA[Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Unterschied]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor kurzem kam ein junger Mann ins Makarios und fragte mich:“Hallo Andi, kennst Du mich noch?“ Das ist eine der Fragen, die mir eher unangenehm ist. Mir geht es oft so, dass ich zwar mein mich an das Gesicht erinnern zu können, aber den Namen weiß ich öfters nicht mehr. Er hat mir dann ausgeholfen und es hat sich herausgestellt, dass er Elmas heißt. Er war vor ca. 10 Jahren ein häufiger Besucher im Makarios. ...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Osterhoffnung in der Herausforderung</h4>



<p>Jesus ist auferstanden. </p>



<p>Jesus ist der &#8222;Game-Changer&#8220;.</p>



<p>Jesus ist für uns der „Game-Changer!“ Jesus ist derjenige, der „den Unterschied“ ausmacht.</p>



<p>„Game-Changer“, das ist kein theologischer Begriff, sondern wird in unterschiedlichsten Bezügen verwendet. Man kann vereinfacht sagen, dass ein „Game-Changer“ jemand ist, der so starken Einfluss hat, dass bisher geltende Regeln und Mechanismen außer Kraft gesetzt und durch neue ersetzt werden. Ein „Game-Changer“ ist jemand, der ganz besondere Fähigkeiten oder extrem starken Einfluss ausübt. Dieser „Game-Changer“ verändert radikal ein Spiel, eine Situation, eine Firma oder auch eine ganze Gesellschaft.</p>



<p>Ein Beispiel zur Verdeutlichung: Elon Musk ist unter anderem bekannt für seine Elektroautos. Als er für diese Idee begonnen hat Geld zu sammeln, haben viele Fachleute gesagt, der spinnt, das wird niemals funktionieren. Trotzdem hat Elon Musk das Geld zusammen bekommen und ist mit seinen Tesla Autos weltweit führend.</p>



<p>Jesus war und ist ein „Game-Changer“, für uns, für die Gesellschaft und für die Welt.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Regelbrecher</h4>



<p>Mit seiner Auferstehung hat er eine Regel von Leben und Sterben, außer Kraft gesetzt. Niemand hat bis dahin gedacht, dass es möglich ist, sie außer Kraft zu setzen.</p>



<p>Jesus macht den Unterschied. Jesus kann auch in Deinem Leben, in meinem Leben den Unterschied machen. Glaubst Du das?</p>



<h4 class="wp-block-heading">Lebensveränderung</h4>



<p>Vor kurzem kam ein junger Mann ins <a rel="noreferrer noopener" href="https://makarios.de" target="_blank">Makarios</a> und fragte mich:“Hallo Andi, kennst Du mich noch?“ Das ist eine der Fragen, die mir eher unangenehm sind. Mir geht es oft so, dass ich zwar meine, mich an das Gesicht erinnern zu können, aber den Namen weiß ich öfters nicht mehr. Er hat mir dann ausgeholfen und es hat sich herausgestellt, dass er Elmas heißt. Er war vor ca. 10 Jahren ein häufiger Besucher im <a rel="noreferrer noopener" href="https://makarios.de" target="_blank">Makarios</a>. Ein eher zurückhaltender, ruhiger und cooler Typ. Dann ist er irgendwann nicht mehr aufgetaucht. Denn er war dann einige Jahre Teil einer mafiaähnlichen Gang im Großraum Stuttgart. Erpressung, Drogenhandel und Prostitution waren ihre Haupteinnahmequellen. Doch irgendwann war der coole Elams, gar nicht mehr cool. Er konnte nicht mehr aus seinem Zimmer gehen. Er hatte Panikattacken.</p>



<p>Damals, so sagt er, hat er sich ans Makarios erinnert. Und daran, wie die Mitarbeiter vor dem gemeinsamen Essen gebetet haben. Den Frieden, den er dort gespürt hat. Und da hat er angefangen selber zu diesem Jesus zu beten und wurde völlig befreit. Er hat seinen muslimischen Glauben abgelegt und wurde ein Nachfolger Jesu.</p>



<p>Wen seine Geschichte noch etwas mehr interessiert, kann <a href="https://www.erf.de/erf-plus/audiothek/glaube-erlebt-gelebt/krimineller-in-panik/8310-79" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a> nachhören und sehen, was er zu erzählen hat.</p>



<p>Jesus war und ist ein „Game-Changer“ für Elmas. Sein Leben wurde völlig umgedreht. Aus dem Mafiagangster wurde ein Mann, der in seiner Freizeit auf der Königstrasse evangelisiert, aus dem Mafiagangster, der jede Menge Geld zur Verfügung hatte, wurde ein Mann, der in Dreischicht arbeitet und sich mit dem Lohn zufrieden gibt, den er dafür bekommt.</p>



<p>Jesus macht den Unterschied. Jesus kann auch in Deinem und meinem Leben den Unterschied machen. Glaubst Du das?</p>



<p>Du musst dazu nicht wie Elmas mit Drogen handeln oder ähnlich schlimme Dinge getan haben. Jesus kann in allen Bereichen unseres Lebens den Unterschied machen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Persönlicher &#8222;Game-Changer&#8220;</h4>



<p>Vielleicht hast Du Probleme mit dem Chef? Oder Schwierigkeiten in der Schule? Vielleicht bist Du im Coronablues gefangen? Oder es gibt herausfordernde Situationen in der Familie? oder Beziehungsprobleme? Oder Krankheit? Jeder von uns, hat immer wieder Zeiten in denen es so scheint, als ob es keine gute Lösung gäbe. Als ob kein Weg „aus den Schwierigkeiten“ heraus führen könnte.</p>



<p>Aber Jesus will und kann auch in diesen Situationen ein „Game-Changer“ sein. <strong>Egal wie groß oder klein Deine Herausforderung </strong><strong>ist</strong><strong>. </strong>Jesus kann es verändern.</p>



<p>Wenn ich sage, dass ich glaube, dass Jesus in Deinem und meinem Leben etwas verändern kann, egal um welches Problem es sich handelt, dann ist mir klar, dass sich das sehr viel einfacher anhört, und leichter gesagt ist, als es häufig in der Praxis dann umzusetzen ist.</p>



<p>Jesus hat das Leben von Elmas so radikal verändert. Und Elmas ist nur einer von vielen, die ähnliches erlebt haben. Jesus kann auch in meinem und Deinem Leben Dinge völlig umkehren.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Dran bleiben&#8230;</h4>



<p>Wenn Du das so nicht erlebst, dann kann ich Dich nur ermutigen, nicht aufzugeben. Dann kann ich Dich nur ermutigen, dies Jesus zu klagen. Dann kann ich Dich nur ermutigen, Dich jemandem anzuvertrauen und dann gemeinsam mit dieser Person, mit Jesus über Deine Herausforderung ins Gespräch zu kommen.</p>



<p>Vielleicht sieht die Veränderung, der „Game-Change“, nicht so aus, wie Du es Dir wünschst oder vorstellst. Vielleicht ändert Jesus gar nichts an dem was Dir eine so große Herausforderung ist, und tut etwas ganz anderes! Vielleicht musst Du sogar letztlich damit leben, dass in Deinem Leben nicht alles rund und glatt läuft. Vielleicht musst Du damit leben, dass Du krank bist, dass Dein Chef Dich stresst, dass Deine Familie nicht so perfekt ist wie Du denkst, dass sie sein sollte. Es kann sein, wenn Jesus nicht die Situation verändert, dann verändert Er ja vielleicht das, wie Du die Situation erlebst, oder wie Du darüber denkst?</p>



<p>Es bleibt und gilt: Jesus ist ein „Game-Changer“ auch für Dich, auch für Deine Situation. Ich bitte Dich, halte daran fest und wenn Du das selber nicht mehr kannst, such Dir Unterstützung.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Der Blick über den eigenen Horizont</h4>



<p>Aber Jesus ist nicht nur ein „Game-Changer“ für Dich und mich. Er will dass wir mit ihm zusammen „Game-Changer“ für unsere Umgebung, unsere Gesellschaft, ja für die Welt sind.</p>



<p>In der Bibel sagt Jesus das mit anderen Worten. Er sagt zu seinen Jüngern: <em>„ Ihr seid das Salz der Erde.“</em>(Mt.5, 13) und <em>„Ihr seid das Licht der Welt.“</em>(Mt.5, 14).</p>



<p>Sind wir das? Sind wir Salz und Licht?</p>



<p>Oder sind wir das Salz, das seine Salzigkeit verloren hat oder das Licht, dass unter einem Deckel versteckt wird?</p>



<p>Jesus sagt als Fazit <a href="https://www.bibleserver.com/ZB.MENG.NG%C3%9C.LUT.HFA/Matth%C3%A4us5%2C13-16" target="_blank" rel="noreferrer noopener">seiner Rede von Salz und Licht</a>: <em>„So soll auch euer Licht vor den Menschen leuchten: Sie sollen eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen!“</em> (Mt.5, 16)</p>



<p>Wenn wir die Geschichte von Elmas anschauen, dann kann das Menschen zum Nachdenken bringen. Sie können erahnen, welche Kraft der Glaube an Jesus haben kann, dass Menschen so radikal anders werden.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Widerstände</h4>



<p>Aber es gibt auch die Anderen, die das alles abtun. Die sagen: „Der spinnt“ oder „das glaube ich nicht. So was ist unmöglich. Der verarscht uns nur.“</p>



<p>Und vielleicht gibt es auch in Deinem Umfeld ähnliches. Da gibt es die einen, die Deinen Glauben belächeln. Die Dich für einen Spinner halten. Die Dir nicht glauben, dass Du offen und ehrlich bist, mit dem was Du sagst oder tust.</p>



<p>Und da gibt es hoffentlich auch die anderen, die merken, dass in Deinem Leben noch etwas Anderes ist. Die merken, dass es Dir ernst ist, mit diesem Jesus. Vielleicht weißt Du davon selber gar nichts. Bei mir hat es ca. zehn Jahre gedauert, die ich im Makarios gearbeitet habe, bevor mir zum ersten Mal ein Jugendlicher zurück gemeldet hat, wie er mich wahrnimmt und was es bei ihm ausgelöst hat.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Wer wir sind, ist entscheidend</h4>



<p>Ich glaube es ist wichtig, dass wir uns bewußt machen, wer wir in Jesus sind! Wir bekommen unsere Würde und unsere Ausstrahlung <strong>nicht durch das was wir tun</strong>, sondern durch <strong>das was wir sind</strong>.</p>



<p>Wir sind Nachfolger des Auferstandenen Jesus. Dieser Jesus, der die Regeln von Leben und Tod außer Kraft gesetzt hat. Er war tot. Und er wurde wieder lebendig. Er lebt. Er lebt für immer.</p>



<p>Und dieser Jesus macht uns zu <strong>Kindern Gottes</strong>. Zu Kindern des Gottes, der Himmel und Erde, ja das ganze Universum geschaffen hat.</p>



<p>Das ist die Würde derjenigen, die zu Jesus gehören.</p>



<p>Erst aus <strong>dieser Würde</strong>, aus <strong>diesem Sein</strong>, bekommt unser Tun seine eigentliche Bedeutung.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Fazit</h4>



<p>Ich komme zum Schluss:</p>



<p>1) Jesus ist der „Game-Changer“ für Dich und Dein Leben.</p>



<p>2) Jesus ist der „Game-Changer“ für die Welt.</p>



<p>§) Jesus möchte Dich dafür gewinnen, zusammen mit IHM „Game-Changer“ zu sein.</p>



<p>Amen</p>



<p>Was hat Dich in der Predigt angesprochen? Hast Du Fragen zu dem was ich gesagt habe? Oder Anmerkungen? Dann melde Dich bei mir. Ich freue mich auf den Austausch mit Dir.</p>



<p>Foto von <a href="https://unsplash.com/de/@grizzlybear?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Jonathan Petersson</a> auf <a href="https://unsplash.com/de/s/fotos/game-changer?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></p>
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