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	<title>David &#8211; jesus-follower.xyz</title>
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	<description>Predigten, Impulse und andere Inhalte von Verkündigung</description>
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		<title>Hingabe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Peschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Mar 2023 10:04:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[Predigt]]></category>
		<category><![CDATA[David]]></category>
		<category><![CDATA[Hingabe]]></category>
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		<category><![CDATA[Römer 12:1]]></category>
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					<description><![CDATA[ein 9 jähriges Mädchen, das ein Buch fest auf seine Brust presst und mit fester Stimme sagt: „Ohne meine Bibel geh ich nicht von hier weg“. Ihre Eltern, irakische Christen wissen nicht was sie tun sollen. Denn, wenn sie bei Ihrer Flucht angehalten und durchsucht werden, könnte diese Bibel sie alle das Leben kosten. Schließlich darf das Kind die Bibel mitnehmen – nachdem sie gemeinsam gebetet haben, dass Gott die Familie schützen möge.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Predigt beim @home im CVJM Esslingen am 20.März 2023</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="@home | CVJM Esslingen |  20.03.2023" width="640" height="360" src="https://www.youtube.com/embed/rDZMB7tI3AQ?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<p>In einem Freundesbrief von Open Doors – einer Organisation, die sich um verfolgte Christen weltweit kümmert, hab ich folgende Geschichte gelesen. Sie ereignete sich im Jahr 2011 im Irak.</p>



<p>Es geht um ein 9 jähriges Mädchen, das ein Buch fest auf seine Brust presst und mit fester Stimme sagt: „Ohne meine Bibel geh ich nicht von hier weg“. Ihre Eltern, irakische Christen wissen nicht was sie tun sollen. Denn, wenn sie bei Ihrer Flucht angehalten und durchsucht werden, könnte diese Bibel sie alle das Leben kosten. Schließlich darf das Kind die Bibel mitnehmen – nachdem sie gemeinsam gebetet haben, dass Gott die Familie schützen möge.</p>



<p>Was hat das Mädchen dazu bewogen, seine Bibel um nichts in der Welt hergeben zu wollen? Vielleicht kann man kann sagen, dass sie mit ihren neun Jahren noch nicht verstanden hat, welche Gefahr dieses Buch für sie und ihre Familie bedeutet.</p>



<p>Vielleicht.</p>



<p>Aber was man m.M.n. auf jeden Fall sagen kann ist, dass dieses Mädchen eine große Hingabe an ihre Bibel hat.</p>



<p><strong>Mut zur Hingabe! </strong>So lautet der Titel unseres heutigen @home. Hingabe, ist das ein Wort, das man heute noch versteht? Was ist Hingabe überhaupt?</p>



<p><a href="https://www.dwds.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Das digitale Wörterbuch der deutschen Sprache </a>definiert Hingabe wie folgt:</p>



<ol class="wp-block-list" type="a">
<li>Hingabe ist eine starke innere Beteiligung, ein großer Eifer, eine Leidenschaft UND</li>



<li>Hingabe ist die Bereitschaft, sich einer Sache, oder jemandem zu widmen, und sich bis zur Selbstverleugnung zu opfern</li>
</ol>



<p>Hingabe ist also etwas, das vollen Einsatz verlangt.</p>



<p>Was sind in Deinem Leben die Dinge, wo Du merkst, die bewegen Dich? Mehr noch. Für was hast Du einen großen Eifer, eine Leidenschaft? Was ist es, das Dich am ehesten dazu bringt, Deine ganze Kraft dafür einzusetzen? Was ist es, das Dich dazu bringt Dich bis zur Selbstaufgabe zur Verfügung zu stellen?</p>



<p>Kurze Stille – denk ehrlich darüber nach. Schreib es Dir vielleicht sogar auf! → es geht nicht um die richtige Antwort, sondern um die ehrliche! Ihr müsst auch nicht darüber später mit jemandem sprechen – es ist einfach nur für Dich persönlich und für das Gespräch mit Gott.</p>



<p>Vielen Dank. Ich möchte folgende Fragen mit euch anschauen:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Was ist Hingabe eigentlich?</li>



<li>Will Gott wirklich, dass wir uns ihm hingeben? Und warum?</li>



<li>Warum sollte ich mich Gott hingeben?</li>



<li>Welche Beispiele zeigt uns die Bibel, bzgl. Hingabe?</li>



<li>Und wie kann ich mich Gott ganz hingeben?</li>



<li>Vom Segen der Hingabe</li>
</ol>



<h2 class="wp-block-heading">1.  Was ist Hingabe eigentlich?</h2>



<p>Über die vorhin genannte Definition hinaus sind noch ein paar Dinge zur Hingabe wichtig.</p>



<p>Hingabe ist eine Entscheidung und kein Gefühl. Es kann sein, dass ein Gefühl mit dabei ist, und mir hilft mich hinzugeben. Aber eine Hingabe endet nicht, wenn das Gefühl endet. Hingabe bedeutet mit Haut und Haaren, mit aller Kraft, mit allen Sinnen bei einer Sache oder einer Person zu sein. Hingabe hat viel mit Liebe und mit Gehorsam zu tun. Und auch viel damit, nicht sich selbst verwirklichen zu wollen. Denn wenn ich mich hingebe, dann tue ich ja nicht mehr, was gut für mich ist – sondern ich tue das, was dem, welchem ich mit hingebe am besten dient.</p>



<p>Hingabe – der Wortsinn ist nicht schwer zu verstehen. Hin geben. Dahin geben. Weg geben. Ich behalte es nicht. Sondern verschenke es – also mein Leben, meine Zeit, mein Geld usw.</p>



<p>Ein Fussballfan gibt sich seinem Verein ganz hin, wenn er z.B. seinen ganzen Urlaub opfert um bei allen Auswärtsspielen dabei sein zu können. Jemand der verliebt ist, gibt sich seiner Liebe hin, indem er bei allem schaut, was ist es, was meiner Partnerin gefällt oder Freude macht. Ein Leistungssportler gibt sich seinem Sport hin, wenn er z.B. Familie, Freunde usw. hinten anstellt. So fallen euch sicher noch mehr Beispiele ein.</p>



<p>Ist euch klar, dass alle die stimmberechtigte Mitglieder im CVJM sind, einen Akt der Hingabe – zumindest mit dem Mund – begehen?</p>



<p>„Ich bekenne mich zu JC als meinem Herrn und will bewusst nach seinem Wort und Vorbild leben. Im Vertrauen auf Gottes Hilfe werde ich nach besten Kräften im CVJM mitarbeiten und Zeit, Kraft und Geld investieren.“</p>



<p>&#8230;nach besten Kräften … Zeit, Kraft und Geld investieren.</p>



<p>Jedes stimmberechtigte Mitglied stimmt dieser Aussage zu. Trotzdem sieht die Praxis, wie viel Zeit, Kraft und Geld wir investieren bei uns unterschiedlich aus. Das hat verschiedene Gründe.</p>



<p>Das sind z.B. unterschiedliche Möglichkeiten der Personen. Das sind die unterschiedlichen Ressourcen an Zeit und Geld und Kraft. Das ist aber auch der Grad der Hingabe, die wir in unserem Leben leben. Also wie stark unsere Hingabe an Jesus ist.</p>



<p>Wie entschieden bin ich mit meiner Hingabe an Jesus? Gebe ich wirklich das was mir möglich ist an Zeit, Geld und Kraft? Oder wo halte ich noch immer Dinge zurück, weil ich nicht zu kurz kommen will, weil ich meine, dass das mein Recht sei?</p>



<p>Das sind Fragen, die ich mir immer wieder stelle, die ich Jesus immer wieder stelle – und ich denke es ist gut, wenn das jeder von uns immer wieder ehrlich tut! Dabei ist das entscheidende, dass ich ehrlich mit Jesus ins Gespräch komme über die Dinge die mich abhalten oder die mir Mühe machen.</p>



<p>Es geht nicht darum, dass wir uns zwingen irgendetwas zu tun. Hingabe kann nicht aus zwang geschehen. Hingabe kann nur mit dem Herzen passieren. Und alleine ER ist es, der mein Herz verändern kann. Ich kann es nicht.</p>



<p>Noch eine weitere Sache:</p>



<p>Hingabe ist in aller Regel kein einmaliger Akt ist. Sondern Hingabe muss immer wieder neu bestätigt, ausgesprochen, vollzogen werden. Auch deshalb müssen wir unsere Zugehörigkeit als stimmberechtigte Mitglieder alle zwei Jahre neu bestätigen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">2. Will Gott wirklich, dass wir uns ihm hingeben? Und warum?</h2>



<p>Gott hat es zuerst getan!</p>



<p>Gott gibt sich in Jesus uns Menschen hin. Er wird Mensch. Er lebt unter uns. Er stirbt für uns. Jesu Opfer ist die totale Hingabe an uns Menschen – an Dich ganz persönlich. Denn Jesus hätte dieses Opfer auch dann dargebracht, wenn Du der einzige Mensch wärst, den er dadurch hätte retten können. Wenn Du wissen willst, wie sehr Gott Dich liebt, wie sehr er sich Dir hingibt – dann schau Jesus am Kreuz an.</p>



<p>Pause</p>



<p>Das ist Hingabe!</p>



<p>Gott gibt sich uns hin – und damit wirbt er darum, dass wir uns ihm zuwenden. Er wünscht sich eine Reaktion von uns. Gott will, dass wir Beziehung mit ihm haben. Dass wir ewiges Leben haben. Und er will gerne noch mehr von uns, er will, dass wir uns ihm hingeben. Sein Ziel ist, dass wir ihm in allem ähnlicher werden. Die Bibel nennt das Heiligung. Eine Folge von Hingabe ist genau dies: dass wir Jesus ähnlicher werden!</p>



<p>Sein Ziel ist, dass unser Leben zur Entfaltung kommt, weil er am besten weiß was gut für uns ist. Er will uns teilhaben lassen, an seinem Wirken in dieser Welt. Er macht uns zu seinen Kindern.</p>



<p>Ich hoffe es wird deutlich: Wenn Gott das alles will, dann heißt das, dass unsere Hingabe an Gott unser Leben erst so richtig durchstarten lässt.</p>



<p>Wenn Dir jemand was Gutes tut. Wie ist Deine Reaktion? Ist es nicht natürlich, dass Du das in irgendeiner Weise diese Freundlichkeit zurück geben willst?</p>



<p>Wie ist Deine Antwort auf die Freundlichkeit Gottes? Auf das was Jesus für Dich getan hat?</p>



<h2 class="wp-block-heading">3. Warum sollte ich mich Gott hingeben?</h2>



<p>In Römer 12, 1 schreibt Paulus: „Ich habe euch vor Augen geführt, Geschwister, wie groß Gottes Erbarmen ist. Die einzige angemessene Antwort darauf ist die, dass ihr euch mit eurem ganzen Leben Gott zur Verfügung stellt und euch ihm als ein lebendiges und heiliges Opfer darbringt, an dem er Freude hat.“</p>



<p>Dass wir uns Gott hingeben ist die einzige korrekte, ja die einzig mögliche Antwort auf das Erbarmen, das uns Gott zukommen lässt. Wenn der Herr der Welt sich so erniedrigt, dass er einer von uns wird. Wenn der Herr der Welt die Gerechtigkeit erfüllt, indem er alle Schuld auf sich nimmt und sein eigenen Blut vergießt, sich selbst opfert um uns zu retten. Dann gibt es nur eine mögliche Antwort darauf. Dass wir uns IHM hingeben.</p>



<p>→ es gibt eine Tendenz in der Verkündigung und auch in Lobpreisliedern, wo es ein Lifestyle zu sein scheint, Christ zu sein. Die Botschaft geht in die Richtung: Werde Christ und alles ist gut. Aber darum geht es nicht. Gib Dich Gott hin, nicht weil es Dir dann gut geht. Gib Dich Gott hin, weil ER sein Leben für Dich gegeben hat.</p>



<p>Es geht bei der Frage nach Hingabe ganz und gar nicht darum, ob jemand Christ ist oder nicht, ob er das ewige Leben hat oder nicht. Die Bibel sagt: „Wenn du also mit deinem Mund bekennst, dass Jesus der Herr ist, und mit deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat, wirst du gerettet werden.“ Römer 10, 9</p>



<p>Es geht bei der Frage nach Hingabe einzig und allein um die Frage, was Deine Antwort darauf ist, dass Jesus sich ganz Dir hingegeben hat!?</p>



<p>Bist Du bereit aus Deiner Komfortzone zu treten?</p>



<p>Bist Du bereit Dich noch mehr hin zu geben an diesen Herrn und Gott? An diesen Bruder und Freund?</p>



<p>Wir brauchen Mut dazu! Mut, weil unser innerer Schweinehund uns vorgaukelt, wir würden etwas wertvolles oder wichtiges verlieren, wenn wir das tun. Mut, weil in uns vielleicht das Gefühl aufkommt, dass wir zu kurz kommen, wenn wir das tun. ABER: Wenn wir uns Gott hingeben, dann stimmt mein Satz vom Anfang nicht mehr. Dort habe ich gesagt: Dass Hingabe viel damit zu tun habe, dass man sich nicht selbst verwirklicht. Denn wenn ich mich hingebe, dann tue ich ja nicht mehr, was gut für mich ist – sondern das was dem, welchem ich mit hingebe am besten dient.</p>



<p>Wer sich aber Gott hingibt, bei dem ist es anders.</p>



<p>Wenn ich Gott hingegeben bin, dann tue ich das, was Gott will, dass ich tun soll. Und weil Gott gut ist – unendlich gut, wird das was Gott von mir will, das ich tue, letztlich das sein, was zu mir passt und was letztlich gut für micht ist. Wir finden uns selber, wenn wir uns ihm hingeben!</p>



<h2 class="wp-block-heading">4. Welche Beispiele zeigt uns die Bibel, bzgl. Hingabe?</h2>



<p>Der Prophet Jeremia sagt zunächst: „Ach Herr und Gott, ich kann doch nicht reden, ich bin ja noch so jung.“ (Jer.1,6) Doch dann sagt Gott zu ihm: „Sag nicht: Ich bin noch so jung. Wohin ich dich auch sende, dahin sollst du gehen, und was ich dir auftrage, das sollst du verkünden.“ (Jer.1,7) Und Jeremia tut es. Er verkündet alles was Gott ihm aufträgt – auch wenn es ihn mehrmals fast das Leben kostet und er zum Gespött seiner Volksgenossen wird. Jeremia ist seinem prophetischen Auftrag und im Gehorsam gegenüber Gott, ganz und gar hingeben!</p>



<p>Über David sagt die Bibel: „dass er Gott ganz hingegeben war.“ (1.Kön.11,6) Und das obwohl er sogar zum Mörder wurde. Das macht deutlich: unsere Hingabe macht uns nicht sündlos! Aber unsere Hingabe wird von Gott wahrgenommen und wertgeschätzt.</p>



<p>Paulus sagt über sich, er sei: „&#8230;ein Knecht Christi“ (Röm. 1,1) und „Leben wir, so leben wir dem Herrn; sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Darum: wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn.“ (Röm.14, 8) und „Nicht mehr ich bin es, der lebt, nein, Christus lebt in mir.“ (Gal. 2,20 ).</p>



<p>Das ist die Logik von Hingabe! Alles für Jesus! → ist euch das zu radikal? Denkst Du: na jetzt übertreibt der aber! Wenn Du das denkst, dann bleib nicht dabei, sondern prüfe selber, was die Bibel dazu sagt. Komm mit Jesus ins Gespräch. Prüfe Dich selbst.</p>



<p>Ich möchte noch Maria nennen, als ein gutes Beispiel für Hingabe an Gott. Sie antwortet auf die Ankündigung ihrer Schwangerschaft durch den Engel: „Ich bin die Dienerin des Herrn. Was du gesagt hast, soll mit mir geschehen.“ Kein zaudern. Kein aber. Einfach: „Was Du gesagt hast, soll mit mir geschehen!“ (Lk. 1,38)</p>



<p>Es gibt noch Viele mehr. Ich hab hier nur ein paar wenige aus der Fülle herausgegriffen. Wer die Bibel liest, merkt schnell, sie ist voller Menschen, die Gott hingegeben sind.</p>



<p>Der Gipfel der Hingabe aber ist Jesus selber. Im Garten Gethsemane spricht er das Gebet der Hingabe: „.Vater, wenn du willst, lass diesen bitteren Kelch an mir vorübergehen. Aber nicht mein Wille soll geschehen, sondern deiner.“ (Lk.22,42) und am Kreuz: „Vater, in deine Hände gebe ich meinen Geist! (Lk.23,46)</p>



<p>Und auch die nach biblische Geschichte ist voller Menschen, die Gott hingegeben sind. Und die dadurch die Welt verändert haben. Und auch Du und ich können die Welt verändern, wenn wir bereit sind uns Gott ganz hinzugeben.</p>



<p>Vielleicht werden wir mal nicht in den Geschichtsbüchern erwähnt. Aber meine Hingabe und Deine Hingabe werden Auswirkungen haben. In unsere Familien hinein, in unsere Freundeskreise, in unseren Dienst im CVJM. Ja auch in die Gesellschaft.</p>



<p>Hingegebene Menschen machen den Unterschied.</p>



<h2 class="wp-block-heading">5. Und wie kann ich mich Gott ganz hingeben?</h2>



<p>Es gibt Dinge die unsere Hingabe an Gott verhindern. Dazu gehören Angst, Stolz und Lügen.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die Angst fragt, ob diesem Gott wirklich zu glauben, zu trauen ist. Oder ob er nicht die ganze Hand nimmt, wenn man ihm den Finger gibt oder vielleicht doch etwas von einem verlangt, das man nicht schaffen kann.</li>



<li>Der Stolz sagt: ich bin selber groß und weiß was gut für ich ist. Ich weiß was gut und was böse ist. Ich brauche niemanden der mir sagt, was zu tun ist.</li>



<li>Die Lüge sagt: ich muss auf mich selber acht geben, dass ich nicht zu viel gebe, zu viel tue, zu viel von dem hergebe, was doch mir gehört, was mein Recht ist.</li>
</ul>



<p>Damit diese Dinge unsere Hingabe nicht verhindern ist wichtig zu verstehen, dass die wichtigste Voraussetzung dafür, sich Gott hingeben zu können Vertrauen ist.</p>



<p>Es ist nicht Gottes Absicht unseren Willen zu brechen. Vielmehr wirbt er um uns, damit wir uns ihm aus freien Stücken hingeben. Gott ist Liebe, Freiheit und Leben in Fülle! Hingabe an ihn bringt echte Freiheit, keinen neuen Zwang. Wenn wir uns Christus wirklich ganz hingeben, werden wir erleben, dass er kein Tyrann, sondern ein echter Retter ist!</p>



<p>Glaubst Du, dass Gott gut ist?</p>



<p>Du glaubst es? Ja, wirklich?</p>



<p>Dann gibt es keinen Grund, Dein Leben nicht ganz und gar in Seine Hand zu legen. Es braucht nur eine Entscheidung von Dir – zum ersten Mal, oder auch ein weiteres Mal. Und ein Gebet, dass Jesus der Herr Deines Lebens sein soll und IHM Deine ganze Hingabe gelten soll.</p>



<p>Ich möchte Dich ermutigen und auch mich selber! Jesus ist es wert, dass ich mich ihm ganz und gar hingebe!</p>



<p>Nachdem Petrus eine Nacht lang vergeblich gefischt hatte, lebte er uns vor, was Hingabe bedeutet. Petrus sagt auf die Aufforderung Jesu, die Netze nochmals auszuwerfen: „Herr, wir haben uns die ganze Nacht abgemüht und nichts gefangen. Aber weil du es sagst, will ich die Netze noch einmal auswerfen“ (Lk 5,5). Menschen, die sich Gott hingeben, gehorchen seinem Willen, auch wenn sie ihn nicht verstehen.</p>



<p>Sich Gott hinzugeben will ich mit einem Bild erklären. Du bist der Fahrer Deines Lebensautos. Du bestimmst die Geschwindigkeit. Wann Du bremst, wann Du Gas gibst. Ob Du Dich an Regeln hälst und an welche, oder nicht. Wenn Du Christ bist, dann sitzt Jesus neben Dir.</p>



<p>Wenn Du Dich ihm hingibst, dann ist Jesus nicht einfach nur ein Beifahrer, der vielleicht mal eine Warnung aussprechen darf, wenn es gefährlich wird. Wenn Du Dich Jesus hingibst, dann darf Er Dir sagen wo Du bremsen oder abbiegen sollst. Du sitzt noch immer am Lenkrad, aber Du entscheidest nicht mehr selber, sondern verlässt Dich auf das was Jesus Dir sagt. Und Du tust das aus freien Stücken, Du tust das weil Jesus Dir gezeigt hat, dass Du ihm unendlich wertvoll bist und ihm vertrauen kannst, dass er es gut mit Dir meint.</p>



<p>Mit der Zeit wird Jesus immer seltener sagen wo und wie schnell es lang geht. Weil Du lernst, im Sinne Jesu zu fahren. Und letztlich wirst Du merken, das ist super gut, dass ich mich entschieden habe, Jesu Fahranweisungen zu folgen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">6. Vom Segen der Hingabe an Gott</h2>



<p>Bill Bright, der Gründer von „Campus für Christus“ wurde einmal gefragt: „Warum hat Gott dein Leben so sehr gesegnet?“</p>



<p>Er antwortete: „Als junger Mann habe ich einen Vertrag mit Gott geschlossen. Ich habe ihn sogar aufgeschrieben und mit meinem Namen unterschrieben. Er lautete: Von heute an bin ich ein Sklave Jesu Christi. “</p>



<p>Auf meinem <a href="https://peschie1967.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Blog</a> hab ich <a href="https://peschie1967.de/bekenntnis/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mein Bekenntnis </a>veröffentlicht. Es endet mit den Sätzen: „Mal angenommen, alles was ich mit Jesus erlebt habe, beruht auf Einbildung und Zufall. Und mal angenommen, mir würde klar werden, dass es so ist. Was wäre dann?</p>



<p>Ich würde staunen. Aber: Die Geschichte Jesu ist für mich so überzeugend, sie ist so einleuchtend, sie ist so lebensspendend, frei machend, heilend, Kraft spendend, dass ich mich mit großer Sicherheit dazu entschließen würde weiter so zu leben, wie ich es jetzt tue. SEINE Art zu leben, zu handeln, zu feiern, zu sterben ist mir Vorbild.“</p>



<p>Inspiriert von dem was Bill Bright gesagt hat ergänze ich: „Ich bekenne, ich will ein Sklave Jesu Christi sein. Ich will mich ganz diesen einen Herrn und Meister hingeben. Er ist der herrliche Herrscher und doch nennt er mich Freund und macht mich zu einem Kind Gottes. Er ist es wert. Nicht mehr mein Wertesystem ist entscheidend. Sondern seines. Nicht mehr mein Wille ist entscheidend, sondern seiner. Es ist nicht mehr meine Zeit, mein Geld, mein Recht, mein Leben – alles gehört IHM!“</p>



<p>Was willst Du für Jesus sein? Was oder wer soll Jesus für Dich sein?</p>



<p>Ich lade euch ein, dass wir uns gegenseitig ermutigen und helfen, diesem guten Herrn in ganzer Hingabe, mit all unserer Kraft, mit all unserem Sein nach zu folgen!</p>



<p>Amen</p>



<p>Beitragsbild: Photo by <a href="https://unsplash.com/@vaishakhpillaii?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Vaishakh pillai</a> on <a href="https://unsplash.com/s/photos/jesus?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></p>
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		<title>Psalm 100</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Peschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Feb 2020 13:18:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[Gedicht/Lied]]></category>
		<category><![CDATA[Predigt]]></category>
		<category><![CDATA[David]]></category>
		<category><![CDATA[freude]]></category>
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					<description><![CDATA[Jubelt dem Herrn zu, alle Länder der Erde!
Dient dem Herrn mit Freude, kommt vor ihn mit Jubel!
Erkennt, dass der Herr allein Gott ist! Er hat uns geschaffen, ihm gehören wir. Wir sind sein Volk, seine Herde, und er ist unser Hirte, der uns auf seine Weide führt!
Kommt in die Tore seiner Stadt mit Dank, in die Vorhöfe seines Heiligtums mit Lobgesang! Dankt ihm und preist seinen Namen!
Denn reich an Güte ist der Herr, ewig währt seine Gnade, und seine Treue gilt auch allen künftigen Generationen. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ein Psalm der beim Dankopfer vorgetragen wird</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="lobt-unseren-gott"><a href="https://www.bibleserver.com/LUT.NG%C3%9C.MENG/Psalm100" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Lobt unseren Gott! (opens in a new tab)">Lobt unseren Gott!</a></h3>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Jubelt dem Herrn zu, alle Länder der Erde!  Dient dem Herrn mit Freude, kommt vor ihn mit Jubel! Erkennt,  dass der Herr allein Gott ist! Er hat uns geschaffen, ihm gehören  wir.&nbsp;Wir sind sein Volk, seine Herde, und er ist unser Hirte, der uns  auf seine Weide führt!  Kommt in die Tore seiner Stadt mit Dank, in die Vorhöfe seines Heiligtums mit Lobgesang! Dankt ihm und preist seinen Namen!  Denn reich an Güte ist der Herr, ewig währt seine Gnade, und seine Treue gilt auch allen künftigen Generationen. </p>
<cite>Psalm 100 Neue Genfer Übersetzung</cite></blockquote>



<h4 class="wp-block-heading">Jubelt dem Herrn zu,
alle Länder der Erde!</h4>



<p>Eine Aufforderung an die ganze Welt, Gott dem Herrn zu zu jubeln. Warum? Nicht weil Gott es nötig hätte. Sondern wir sollen Gott zujubeln, weil Gott Gott ist. Das ist der Grund. Gott ist es wert. Das heißt aber auch, den Jubel nicht für uns zu behalten – sondern weiter zu geben, damit letztlich die ganze Welt erkennt, dass unser Gott Gott ist und sonst keiner!  </p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Dient dem Herrn mit Freude, kommt vor ihn mit Jubel!</strong></h4>



<p>Eine weitere Aufforderung. Diesmal Gott zu dienen. Aber nicht einfach nur zu dienen, sondern mit Freude zu dienen! Wow. Gott möchte keine Marionetten, die ihm seine Wünsche erfüllen, oder seine Befehle ausführen. Gott möchte Menschen, die ihm mit Freude dienen. Als Hauptamtlicher hat man ein besonderes Vorrecht, dass man einen großen Teil der eigenen Lebenszeit im Dienst für Gott einsetzen darf.  Als Ehrenamtlicher hat man die Chance seine freie Zeit im Dienst für Gott einzusetzen.</p>



<p>Aber – frage an mich und euch: Tue ich meinen Dienst (als ehren- oder hauptamtlicher Mitarbeiter) mit Freude? In dem Satz: &#8222;Dient dem Herrn mit Freude, kommt vor ihn mit Jubel!&#8220;  steckt sogar noch mehr drin: nicht nur mit Freude dienen, sondern mit Jubel. Ich interpretiere den Unterschied darin, dass der Jubel laut ist – während Freude auch innerlich sein kann!!! <br>Das sage ich als jemand, dem die laute Freude – außer beim Fussball – eher nicht so gegeben ist.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Erkennt, dass der
Herr allein Gott ist! </strong>
</h4>



<p>Er ist Einer! <br>Er ist der Einzige! <br>Er ist in Jesus Mensch geworden! <br>Er ist in Jesus ans Kreuz gegangen! <br><a href="https://peschie1967.de/jesus-der-auferstandene/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Er ist von den Toten auferstanden! (opens in a new tab)">Er ist von den Toten auferstanden!</a> <br>Und wird nie mehr sterben. <br>Er war von Anfang der Zeit! Gezeugt – nicht geschaffen.</p>



<p>So haben es die
ersten Glaubensbekenntnisse zum Ausdruck gebracht.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Er hat uns
geschaffen, ihm gehören wir. Wir sind sein Volk, seine Herde, und er
ist unser Hirte, der uns auf seine Weide führt!</strong></h4>



<p>Wir gehören Gott. Er hat uns in die Nachfolge gerufen! Wir sind ihm verpflichtet – aber wir sind auch einander verpflichtet als Volk, als Herde Gottes. Mit den Aposteln müssen wir erkennen: Herr wohin sollten wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens! Egal wohin er uns führt – in ein finsteres Tal oder auf eine saftige Weide: In Jesus ist das Leben.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Kommt in die Tore
seiner Stadt mit Dank, in die Vorhöfe seines Heiligtums mit
Lobgesang! Dankt ihm und preist seinen Namen!</strong></h4>



<p>Noch eine Aufforderung. Wenn wir in die Nähe Gottes kommen, dann mit einem Dank und <a href="https://peschie1967.de/jede-zunge-soll-bekennen-andacht-beim-weilerhoffest-am-02-06-2013/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="mit Lobgesang auf unseren Lippen (opens in a new tab)">mit Lobgesang auf unseren Lippen</a>. Wenn wir zu Gott kommen, dann damit, Ihm zu danken und Seinen Namen zu preisen. Auch hier gilt: nicht weil Gott es nötig hätte – sondern weil Er Gott ist. Und weil es für uns gut ist. Auf das zu schauen, was gut ist in unserem Leben oder auf der Welt. Weil es zurechtrückt, wie wir über Gott denken.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Denn reich an
Güte ist der Herr, ewig währt seine Gnade, und seine Treue gilt
auch allen künftigen Generationen. </strong>
</h4>



<p> Der Psalm schließt mit einigen Eigenschaften Gottes, die unterstreichen sollen, warum wir Gott loben sollen. Gott ist voller Güte! Gottes Gnade währt ewig! Seine Treue gilt nicht nur uns, sondern auch denen, die nach uns kommen. Darauf dürfen wir hoffen. Das dürfen wir glauben. Dafür sollten wir beten.</p>



<p>Amen</p>



<p>Foto von <a href="https://unsplash.com/@zacdurant?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Zac Durant</a> auf <a href="https://unsplash.com/de/s/fotos/lobet-gott?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></p>
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		<title>Der ewige König</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Peschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Dec 2012 13:47:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[Predigt]]></category>
		<category><![CDATA[Advent]]></category>
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					<description><![CDATA[Predigt beim ökumenischen Gottesdienst zum 1. Advent in St.Elisabeth, Pliensauvorstadt Seht, es werden Tage kommen &#8211; Spruch des Herrn -, da erfülle ich das Heilswort, das ich über das Haus Israel und über das Haus Juda gesprochen habe. In jenen...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Predigt beim ökumenischen Gottesdienst zum 1. Advent in St.Elisabeth, Pliensauvorstadt</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><em>Seht, es werden Tage kommen &#8211; Spruch des Herrn -, da erfülle ich das Heilswort, das ich über das Haus Israel und über das Haus Juda gesprochen habe. In jenen Tagen und zu jener Zeit werde ich für David einen gerechten Spross aufsprießen lassen. Er wird für Recht und Gerechtigkeit sorgen im Land. In jenen Tagen wird Juda gerettet werden, Jerusalem kann in Sicherheit wohnen. Man wird ihm den Namen geben: Jahwe ist unsere Gerechtigkeit. Denn so spricht der Herr: Nie soll es David an einem Nachkommen fehlen, der auf dem Thron des Hauses Israel sitzt.</em></p>
<cite>Jeremia 33, 14-17</cite></blockquote>



<p>Liebe Gottesdienstgemeinde,</p>



<p>zuerst ein kurzer geschichtlich-theologischer &#8222;Rück&#8220;-blick, bevor ich zu den praktischen Punkten, für uns heute komme.</p>



<p>Zeitlich gehen wir&nbsp; &#8211; gegenüber der Zeit in der unser Text gesprochen, bzw. aufgeschrieben wurde &#8211; nochmal ca. ein halbes Jahrtausend weiter zurück. Nachdem die Israeliten das verheißene Land unter Josua endlich eingenommen hatten, wollte Gott den seinem Volk erst gar keinen König geben – denn Gott selber sah sich als ihr König. Einige Zeit lang, berief Gott daher die sogenannten Richter, die das Volk führten – wenn es zum Krieg kam, oder wenn Recht gesprochen werden musste. Aber die Isrealiten waren damit nicht zufrieden, sie wollten einen König, wie die anderen Völker um sie her auch einen hatten. So kam es, dass Gott dem Verlangen des Volkes nach gab und der Prophet Samuel salbte Saul zum ersten König von Israel. Doch dieser wendet sich nach einiger Zeit von dem Gott Israels ab und so erwählt Gott David, wieder gesalbt durch Samuel zum Nachfolger Sauls. David erweist sich als &#8222;der König&#8220; überhaupt – trotz seiner Verfehlungen ist er ein Mann, <strong>dessen Herz ganz Gott gehört</strong>. So kommt es, dass Gott verspricht, dass immer ein König aus der Familie Davids auf dem Königsthron sitzen wird. Und dieses Versprechen Gottes, ist auch Teil unseres heutigen Predigttextes.</p>



<p>Als nach David Tod,der Sohn Davids zum König wird, scheint sich alles sehr positiv zu entwickeln – Salomo wünscht sich Weisheit statt Gold und Macht, er baut den Tempel für Gott …. doch gegen Ende seines Lebens, lässt sich Salomo, von seinen vielen Frauen dazu hinreißen, fremde Götter an zu beten.</p>



<p>Nach Salomos Tod wird das Reich geteilt, es gab einen König im Südreich Juda in Jerusalem, und einen König im Nordreich Israel in Samaria. Und auch da, sind Licht und Schatten dicht aneinander. Licht und Schatten, das heißt, Könige die Gottgefällig handeln, Könige die Gottungefällig handeln. Könige, die irgendwann einmal den Kontakt mit Gott verlieren und Könige, die diesen Kontakt irgendwann wieder bekommen und entsprechend handeln….die Bibel scheut sich nicht, die guten und schlechten Dinge, die diese Könige getan haben zu erzählen.</p>



<p>Als Jeremia, der Prophet, der u.a. diese Zeilen des Predigttextes aufgeschrieben hat, 626 v. der Geburt Jesu, von Gott zum Propheten gerufen wird, ist Joschija König in Jerusalem. Das Nordreich Isreal hat bereits 100 Jahre vorher aufgehört zu existieren. Die Assyrer haben es erobert und die Bevölkerung verschleppt.</p>



<p>Jeremia beklagt in seinen Prophetien im Auftrag Gottes, dass das Volk den Bund mit JHWH – dem Gott Israels &#8211; verlassen hat. Joschija der damalige König, er kam mit acht Jahren an die Macht, versucht ein gottgefälliger König zu sein. Er tut was er kann, um Gottes Wohlgefallen zu finden. Als er den Tempel renovieren lässt, wird im Tempel eine Buchrolle mit den Gesetzen Gottes gefunden. Als Joschija deren Inhalt hört, ist der König tief beschämt, und lässt überall im Land diese Gesetzte umsetzen. Die Götzenstatuen in Juda werden zerstört werden, alle fremden Priester getötet oder vertrieben, das Passahfest wieder nach originalem Ritus gefeiert. Durch diese Reform, das aufrichtige Herz des Königs, wird das Verderben über Juda, das Jeremia angekündigt hat, noch einige Jahre hinaus gezögert.</p>



<p>In 2.Könige 21 bekommt Joschija diese Zusage durch den Mund eines anderen Propheten, dort steht folgendes:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>&#8222;<em>So spricht der Herr, der Gott Israels: Durch die Worte, die du gehört hast, wurde dein Herz erweicht. Du hast dich vor dem Herrn gedemütigt, als du vernahmst, was ich über diesen Ort und seine Bewohner gesprochen habe: dass sie zu einem Bild des Entsetzens und zum Fluch werden sollen. Du hast deine Kleider zerrissen und vor mir geweint. Darum habe ich dich erhört &#8211; Spruch des Herrn.</em>&#8222;</p>
<cite>2.Könige 21</cite></blockquote>



<p>Vom Zeitpunkt dieser Reform, bis zum Tod Joschijas schweigt der Prophet Jeremia. Es scheint fast, als ob sein Auftrag bereits zu Ende wäre.</p>



<p>Doch als Joschija stirbt und sein Sohn Jojakin König wird, zeigt sich sehr schnell, dass die Reform seines Vaters Joschijas keine echte innere, sondern nur äußerliche Veränderung gebracht hat. Die Herzen der Menschen haben sich nicht ihrem Gott JHWH zugewandt. Sie haben nur äußerlich die Riten und Regeln befolgt, aber ihre Herzen waren nicht bei der Sache. Aber genau das ist es, was Gott will!</p>



<p>So wird Jeremia reaktiviert. Und Jeremia kritisiert die Heilssicherheit des Volkes, denn das Volk meint, dass sie allein weil sie Juden sind, Gott auf ihrer Seite sei.</p>



<p>In diese Zeit fällt auch unser Predigttext.</p>



<p>&#8222;<em>Seht, es werden Tage kommen &#8211; Spruch des Herrn -, da erfülle ich das Heilswort, das ich über das Haus Israel und über das Haus Juda gesprochen habe. In jenen Tagen und zu jener Zeit werde ich für David einen gerechten Spross aufsprießen lassen. Er wird für Recht und Gerechtigkeit sorgen im Land. In jenen Tagen wird Juda gerettet werden, Jerusalem kann in Sicherheit wohnen. Man wird ihm den Namen geben: Jahwe ist unsere Gerechtigkeit. Denn so spricht der Herr: Nie soll es David an einem Nachkommen fehlen, der auf dem Thron des Hauses Israel sitzt.</em>&#8222;</p>



<p>Dieser Text enthält viele positive Zusagen Gottes an sein Volk. Direkt vor diesen Versen allerdings prophezeit Jeremia den Untergang des Königreiches. Dann jedoch schwenkt er um und erklärt, dass Gott letztlich gute Gedanken über das Volk hat und prophezeit einen gerechten König in der Nachfolge Davids.</p>



<p>600 Jahre dauert es, bis das Wort Gottes erfüllt wird. Jesus wird geboren.</p>



<p>Drei wesentliche Dinge, die wir aus dem Leben Jeremias und des Predigttextes lernen können, möchte ich herausgreifen!</p>



<p>Das Erste:</p>



<h3 class="wp-block-heading">1. Glauben an Gott!</h3>



<p>Glauben sie, dass sie ewiges Leben haben, weil sie heute hier im Gottesdienst sind? Denken sie, es wird entscheidend sein, ob sie Mitglied in der katholischen oder evangelischen Kirche sind, wenn es im letzten Gericht darum geht – ewiges Leben mit Gott oder ewige Verdammnis ohne Gott?</p>



<p>Dazu sagt Jeremia in Kapitel 7: &#8222;<em>Hört zu, ihr Leute von Juda! Hört alle her, die ihr durch diese Tore in den Tempel geht, um den Herrn anzubeten! So spricht der Gott Israels, der Herrscher der Welt: Ändert euer Leben und Tun! Dann dürft ihr hier wohnen bleiben. Glaubt nicht, dass es euch etwas hilft, wenn ihr ständig wiederholt: Dies ist der Tempel des Herrn, diese ist der Tempel des Herrn, hier wohnt der Herr! Damit betrügt ihr euch selbst! Nein, ihr müsst euer Leben und Tun gründlich ändern!</em>&#8222;</p>



<p>So wenig, wie die Juden das Volk Gottes sind, einfach nur weil sie als Juden geboren wurden, oder weil sie den Tempel Gottes in ihrer Mitte haben – so wenig sind wir Christen, weil wir in die Kirche gehen oder die Eucharistie empfangen. Macht es uns zu einem Hamburger, weil wir zu Mc Donalds gehen? oder werden wir zu Donald Duck, weil wir in Disneyland sind?</p>



<p>Nein!</p>



<p>Was macht uns zu Christen? Der Glaube an Jesus Christus. Der Glaube an seinen Tod und seine Auferstehung. Der Glaube, nicht das für wahr halten! Da ist ein wesentlicher Unterschied. Wenn ich es für wahr halte, dass Döner ungesund ist, dann heißt das noch lange nicht, dass ich entsprechend handle und auf regelmäßigen Dönergenuß verzichte. Viele Alkoholiker glauben, dass zu viel Alkohol schlecht für sie ist – aber sie handeln nicht danach. Glaube in dem wie es Jesus meint, heißt dass der Glaube Auswirkungen hat auf mein Denken, mein Handeln, mein Dasein! Dass ich der Erkenntnis, dass zuviel Döner mir schadet, das Handeln folgen lasse, dass ich nur noch gelegentlich Döner esse – dass ich der Erkenntnis, dass ich ein Alkohol Problem habe, das Handeln folgen lasse, z.B. zu den Anonymen Alkoholikern zu gehen. Dass ich der Erkenntnis, dass Jesus Gottes Sohn ist, gestorben für mich und meine Schuld, die Tat folgen lasse, ihm nach zu folgen, in Worten, Taten und Denken!</p>



<p>Das Zweite</p>



<h3 class="wp-block-heading">2. Ein gerechter König!</h3>



<p>Die Verheißung auf einen gerechten König deutet aus unser heutiger Sicht, ganz klar auf Jesus! Und wenn wir die Geschichte der Könige in Israel und Juda bedenken (und ein wenig habe ich ja in meiner Predigt aufgegriffen) – dann ist kaum vorstellbar, dass es einen gerechten König geben kann – denn selbst der Überkönig David – auf den das Versprechen Gottes, dass immer eine aus dem Hause Davids auf dem Königsthron sitzen wird zurück geht – hatte so seine menschlichen Schwächen.</p>



<p>Jeremia verheißt diesen Jesus, ohne selbst zu wissen, was da genau passieren wird. Niemand kann zu diesem Zeitpunkt erahnen, dass Gott einen so unglaublichen Weg beschreiten wird. Gott wird Mensch! In Jesus wird Gott Mensch. Der König des Universums wird ein gewöhnlicher Zimmermann.</p>



<p>Die Waisen aus dem Morgenland, die den in den Sternen verheißenen König suchen, gehen zuerst zu Herodes, weil sie logisch denken und einen neuen König im Hause des alten Königs vermuten. Doch damit liegen sie total falsch! Damit dass Jesus in einer Krippe liegen wird, konnten sie nicht rechnen.</p>



<p>Gott wird Mensch – doch er wird kein Mensch mit königlicher Macht, er wird kein Mensch, dem man ansieht, dass er König ist. Nein! Sondern Gott wird in Jesus zum inneren König! Man kann Jesus als König erkennen – aber nur mit dem Herzen.</p>



<p>Haben wir Jesus mit unserem Herzen „erkannt“?</p>



<p>Der Verstand wird immer sagen: das ist zu absurd. Das ist völlig abwegig. Ein Gott der Mensch wird? Das gibt es nicht.</p>



<p>Doch wer es zulässt, dass der heilige Geist sein Herz berührt, der kann sagen: Jesus Christus ist Herr! Maranatha. Unser Herr kommt!</p>



<p>Damit kommen wir zum dritten Punkt</p>



<h3 class="wp-block-heading">3. Echte Gerechtigkeit!</h3>



<p>Jeremia schreibt von einem Nachkommen Davids, der für Recht und Gerechtigkeit sorgen wird. Und natürlich schafft Jesus auch heute noch Recht und Gerechtigkeit – zwischen seinen Nachfolgern und seinem Vater – denn durch sein Blut sind wir gerecht vor Gott. Und Jesus schafft auch Recht zwischen den Menschen, durch die Gnade der Vergebung und der Barmherzigkeit.</p>



<p>Doch so sehr wir uns auch bemühen werden – wir werden keine vollständige Gerechtigkeit erlangen können. Die Welt ist eine &#8222;gefallene&#8220; Welt! Echte Gerechtigkeit wird es erst im letzten Gericht geben! Für mich ist es ein Trost, zu wissen, dass am Ende der Zeit Jesus Recht sprechen wird. Er wird mich &#8222;Recht&#8220; sprechen! Und dann werden auch diejenigen zur Rechenschaft gezogen, die sich jetzt dem Arm des Gesetzes entzogen haben – oder sich andersweitig durchmogeln. Erst wenn Jesus wiederkommt in Herrlichkeit und die Welt und die Menschen richten wird, ist die Verheißung Jeremias ganz erfüllt.</p>



<p>Amen</p>



<p>Foto von <a href="https://unsplash.com/@markusspiske?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Markus Spiske</a> auf <a href="https://unsplash.com/de/s/fotos/king?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></p>
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		<title>Frauengeschichten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Peschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Jul 2012 12:27:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Predigt zu 2. Samuel 11 +12 im eAg vom 22.Juli 2012Der Predigttext ist leicht gekürzt – nach der Übersetzung: Hoffnung für alle! Als der Frühling kam, begann wieder die Zeit, in der die Könige ihre Feldzüge unternahmen. Auch König David...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Predigt zu 2. Samuel 11 +12 im <a href="http://www.einanderergottesdienst.de/" target="_blank" rel="noopener">eAg</a> vom 22.Juli 2012<br>Der Predigttext ist leicht gekürzt – nach der Übersetzung: Hoffnung für alle!</span></span></p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><em>Als der Frühling kam, begann wieder die Zeit, in der die Könige ihre Feldzüge unternahmen. Auch König David ließ seine Soldaten ausrücken: Unter der Führung Joabs zogen seine Offiziere mit dem ganzen Heer Israels in den Krieg gegen die Ammoniter. […]. David selbst blieb in Jerusalem.</em></span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><em>Eines Nachmittags, als David seine Mittagsruhe beendet hatte, ging er auf dem flachen Dach seines Palasts spazieren. Da fiel sein Blick auf eine Frau, die im Hof eines Nachbarhauses ein Bad nahm. Sie war sehr schön. David wollte unbedingt wissen, wer sie war, und schickte einen Diener los, der es herausfinden sollte. Man berichtete ihm: &#8222;Die Frau heißt Batseba. Sie ist eine Tochter Eliams und verheiratet mit Uria, einem Hetiter.&#8220;</em></span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><em>David sandte Boten zu ihr und ließ sie holen. Batseba kam, und er schlief mit ihr. Danach kehrte sie in ihr Haus zurück. […]</em></span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><em>Nach einiger Zeit merkte Batseba, dass sie schwanger war. Sie schickte einen Boten zu David, der es ihm sagen sollte. Kaum hatte der König das gehört, ließ er Joab melden: &#8222;Schickt sofort den Hetiter Uria zu mir!&#8220; Joab gehorchte und schickte den Mann zu David. Als Uria ankam, erkundigte sich David zunächst, ob es Joab und den Soldaten gut gehe und wie weit die Belagerung der Stadt schon vorangeschritten sei. Schließlich forderte er Uria auf: &#8222;Geh nun nach Hause zu deiner Frau, bade dich und ruh dich aus!&#8220; Uria war noch nicht weit gekommen, als ihn ein Diener einholte und ihm ein Geschenk des Königs überreichte. Doch Uria ging nicht nach Hause, sondern zur königlichen Leibwache am Tor des Palasts. Dort übernachtete er.</em></span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><em>David hörte davon und ließ Uria gleich am nächsten Morgen zu sich rufen. &#8222;Warum hast du nicht zu Hause bei deiner Frau übernachtet?&#8220;, fragte er ihn. &#8222;Du warst doch jetzt so lange von ihr getrennt!&#8220; Uria antwortete: &#8222;Die Bundeslade steht nur in einem Zelt, und auch die Soldaten Israels und Judas müssen mit Zelten auskommen. Selbst der Heerführer Joab und seine Offiziere übernachten auf offenem Feld am Boden. Und da sollte ich nach Hause gehen, essen, trinken und mit meiner Frau schlafen? So wahr du, mein Herr, lebst: Niemals könnte ich so etwas tun!&#8220; David bat ihn: &#8222;Bleib heute noch hier, Uria. Morgen lasse ich dich dann wieder ziehen.&#8220; So blieb Uria noch in Jerusalem. Am Abend lud David ihn zum Essen ein und machte ihn völlig betrunken. Doch auch diesmal ging Uria nicht nach Hause, sondern schlief wieder bei der Leibwache am Palast.</em></span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><em>Am nächsten Morgen schrieb David einen Brief an Joab und gab ihn Uria mit. Darin befahl er seinem Heerführer: &#8222;Stell Uria an die vorderste Front, wo der Kampf am härtesten tobt![…]zieht euch zurück, damit er getroffen wird und stirbt.&#8220; Joab hatte die Feinde in der belagerten Stadt schon länger beobachtet, und so wusste er, wo ihre gefährlichsten Leute standen. Genau dort setzte er nun Uria ein. Als nun die Ammoniter aus der Stadt herausstürmten und angriffen, wurden einige Israeliten getötet, und auch der Hetiter Uria war unter den Gefallenen. Joab ließ David über den Ablauf des Kampfes genau unterrichten. […]</em></span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><em>Als Batseba hörte, dass Uria gefallen war, hielt sie die Totenklage für ihren Mann. Gleich nach der Trauerzeit ließ David sie zu sich in den Palast holen und heiratete sie. Bald darauf brachte sie einen Sohn zur Welt. Der Herr aber verabscheute, was David getan hatte.</em></span></span></p>
<cite>2.Samuel 11 + 12</cite></blockquote>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Das 11 Kapitel endet mit dem Satz: </span></span><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><em>Der Herr aber verabscheute, was David getan hatte. </em></span></span><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Wie geht es uns, wenn wir diese Geschichte hören?</span></span><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Verabscheuen wir auch – wie Gott – was David getan hat? Oder fühlen wir uns eher mit David verbunden – seinem Versagen, seiner Schwäche?</span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Laut eines Artikels in Focus, ist Untreue nach wie vor einer der häufigsten Scheidungsgründe, nämlich etwa 35 Prozent der Scheidungs-Fälle gehen auf Eifersucht, Untreue oder einen neuen Partner zurück. Und einer Forsa-Umfrage zufolge, halten 45 Prozent der Deutschen einen Seitensprung für unverzeihlich.</span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Wohin gehören wir? Was hätte David bei einer solchen Umfrage wohl gesagt? Ich glaube, wenn David gefragt worden wäre, ob Ehebruch unverzeihlich ist, dass David dann auch zu den 45 Prozent gehört hätte, die einen Seitensprung für unverzeihlich gehalten hätten. Und trotzdem: David tut es. Der Bibeltext beschönigt es nicht – David wird zum Ehebrecher!</span></span></p>



<h3 class="wp-block-heading">Was ich für richtig halte und was ich tue&#8230;.</h3>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Wie ist das in meinem Leben? Wie ist das in Ihrem Leben? Was halte ich – was halten Sie &#8211; alles für gut, für richtig, für wichtig – und wir handeln trotzdem nicht danach? Natürlich gibt es dafür gute Gründe – warum wir es nicht, oder nicht immer, oder nicht genau so machen, wie wir wissen, dass es richtig oder gut wäre.</span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Bei David könnte man auch gute Gründe anführen – oder zumindest für Männer gut nachvollziehbare. Was muss sich die Batseba eigentlich öffentlich waschen, während David seine Runde dreht? Züchtig ist das ja nicht gerade – schließlich war sie zum Waschen nackt! Hat sie es vielleicht sogar darauf angelegt, dass David sie zu sehen bekam? Wieso wäscht sie sich nicht im Haus? Dann wäre David erst gar nicht in Versuchung gekommen! Dass ein Mann auf eine schöne nackte Frau reagiert, das ist doch nur zu verständlich. Oder?</span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Na ja, wenn es beim Schauen geblieben wäre. Aber dann muss David ja anfangen Nachforschungen zu betreiben – das ist der Anfang – der am Ende zu Ehebruch und Mord führt…. und hier wird deutlich warum Jesus die Gebote verschärft und sagt:</span></span> </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><em>Ihr habt gehört, dass gesagt ist »Du sollst nicht ehebrechen.« Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, sie zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen.</em></span></span></p>
<cite>Matthäus 5, 27f</cite></blockquote>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Tolstoi sagt das mit anderen Worten so: </span></span></p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Was Du heute denkst, wirst Du morgen tun. </span></span></p>
</blockquote>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Und schon vor Jesus haben die Juden im Talmud festgehalten: </span></span></p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden zu Worten.<br>Achte auf Deine Worte, denn sie werden zu Handlungen.<br>Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden zu Gewohnheiten.<br>Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.<br>Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal. </span></span></p>
</blockquote>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Wie sehr sich diese Dinge in dieser Davidsgeschichte bewahrheitet, werden wir noch erkennen.</span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Hätte David besser auf seine Gedanken geachtet, dann hätte er vielleicht gar nicht erst seine Erkundigungen eingezogen. Und als er durch diese Erkundigungen erfährt, dass diese Frau verheiratet ist – da hätte er doch STOPP sagen können. Doch seine Gier ist nicht mehr zu stoppen – seine Lust ist schon zu weit gediehen. In seiner Phantasie hat er schon längst mit ihr geschlafen und hinter seine Phantasie, will er nicht zurückgehen. Er holt sie sich ins Haus – und schläft mit ihr. </span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Und das alles tut er, obwohl er eine enge Beziehung mit Gott hatte! Das alles tut er obwohl er die zehn Gebote kannte. Das alles tut er obwohl er wusste, dass es in der Bibel heißt: <em>Du sollst nicht die Ehe brechen <sup class="modern-footnotes-footnote ">1</sup>– </em>und:<em> Du sollst nicht nach der Frau Deines Nächsten verlangen!</em><sup class="modern-footnotes-footnote ">2</sup> David wusste, dass der Schutz der Ehe für Gott so wichtig ist, dass Ehebruch mit dem Tode bestraft werden soll – und damit genauso stark, wie das Töten eines anderen Menschen. Und doch geht David den Weg weiter, den er auf seinem Dach begonnen hat. Den er in seiner Phantasie und mit dem Auftrag Erkundigungen einzuholen fortgesetzt hat. Und ich frage mich – und David fragt sich später das sicher auch: Warum hat er nicht einfach weg geschaut? Warum ist er nicht wieder ins Haus gegangen?</span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Vielleicht ist die Versuchung zum Ehebruch nicht das Problem, mit dem ich oder sie zu kämpfen haben: das Prinzip aber, das in dieser Geschichte aufgezeigt wird, kennen wir alle – wir tun etwas – oder wir sind dabei etwas zu tun, das nicht in Ordnung ist. Doch wir treten dieser Versuchung, dieser Sünde, diesem Unrecht nicht gleich von Anfang an entgegen, sondern lassen uns auf ein Spiel ein: vielleicht ist es ja doch noch irgendwie zu rechtfertigen!? Mal sehen, wie weit ich gehen kann… usw. Na ja, so schlimm ist das doch nicht. Ich will ja nur mal… Das war auch Davids Fehler, so hat David auch gedacht: er schaut hin, er erkundigt sich über die Frau – und wäre sie nicht verheiratet gewesen, dann wäre es ja auch kein Problem gewesen….</span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Ich möchte das, was ich mit dem Prinzip meine, das diese Geschichte meiner Meinung nach verdeutlicht, noch ein wenig erläutern:<br>Wenn ich heute nicht immer aufrichtig zu meinen Kindern bin – im Rahmen dessen, was sie verstehen können – sondern zu „Notlügen“ greife, damit ich einer Quengelei oder einer Stresssituation aus dem Weg gehen kann, dann ist es sehr schnell passiert, dass ich eine weitere Lüge benötige – damit meine erste Lüge nicht enttarnt wird, und dann wird vielleicht sogar noch mehr daraus, weil ich etwas tun muss, das ich nicht tun will – um die erste Lüge nicht zu entlarven. </span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><strong>Ein simples Beispiel:</strong> Mal angenommen, mein Kind will unbedingt eine bestimmte Sendung anschauen. Ich will das aber nicht, weil ich selber was gucken möchte. Wenn ich dann zu dem Kind sage: heute kommt Deine Sendung nicht, damit es nicht quengelt oder heult – kann ich zunächst mal zufrieden sein. Doch was, wenn am nächsten Tag das Kind im Kindergarten erfährt, dass seine Sendung doch gekommen ist? Lüge ich dann weiter? Verdrehe ich die Wahrheit noch mehr, damit meine erste Lüge nicht bekannt wird? Ja bei denen ist die Sendung gekommen, aber nicht bei uns&#8230;. sie können sich selber was überlegen. Es würde nicht mit Mord enden – aber das Prinzip ist das gleiche! Und was ist die Folge?<br>Die Folge ist dann, dass ich mich nicht wundern brauche, wenn später die Kinder meinen Aussagen nicht zu 100% vertrauen! denn sie werden früher oder später die Lügen und Täuschungen erkennen! und das wird sie prägen. Genauso wie es meine Kinder prägt, wie ich mit meinen Eltern umgehe! wie ich mich um Andere kümmere, wie ich mein Geld ausgebe oder spende….usw. und deshalb ist es meiner Meinung nach umso wichtiger: keine Kompromisse! Sondern: Entscheidung für das, was vor Gott richtig ist!</span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><strong>Ein anderes, reichlich profanes Beispiel:</strong> fahren in einer 30er Zone – mit 50km/h. Ist eine Ordnungswidrigkeit – keine Straftat. Doch was, wenn ich jemanden durch mein zu schnelles Fahren verletze – oder vielleicht sogar töte? Sage ich dann, um mich zu schützen: ich bin auf jeden Fall nur 30km/h gefahren? Oder gebe ich zu, zu schnell gewesen zu sein? Und versuche ich dann sogar das alles so hin zu drehen, dass die verletzte Person schuld ist und ich ganz und gar nicht&#8230;.?</span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Keine Kompromisse! Sondern Entscheidung für das, was vor Gott richtig ist.</span></span></p>



<h3 class="wp-block-heading">Lügen, Lügen, Lügen</h3>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">David schickt Batseba gleich nach dem Beischlaf wieder in ihr Haus zurück, vielleicht hatte er ein schlechtes Gewissen bekommen, oder es war einfach nur die Taktik des Vertuschens. Spätestens aber, als er die Nachricht bekommt, dass Batseba schwanger ist, wusste David, dass er was unternehmen musste, damit sein Versagen nicht offensichtlich werden würde. Denn selbst für David wäre ein offener Ehebruch sicherlich nicht ohne Folgen geblieben. Auch als König unterstand er den Gesetzen.</span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">David versucht zuerst, Uria sein Kind unter zu jubeln, indem er ihn nach Jerusalem holen lässt, damit er mit seiner Frau schläft. Dann könnte das Kind ja auch von Uria sein. Doch das misslingt. Denn Uria, der Ausländer – der Nicht Jude!, ist ein Mann von Ehre – ganz im Gegensatz zu David. Auch jetzt hätte David noch alles anders machen können. Was wäre passiert, wenn er Uria gesagt hätte, was passiert ist? Uria ist ihm gänzlich ergeben – vielleicht…. doch David wagt es nicht. Und so lässt er Uria töten. Eine Sünde, nämlich Ehebruch, die mit dem Tod bestraft werden soll – endet mit einem Tod – aber mit dem Tod dessen, der betrogen wurde. Wobei endet ist ja nicht richtig.</span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Nach der Trauerzeit heiratet David dann Batseba. Diese gebärt ihm einen Sohn. Und dann geschieht folgendes: Ich lese aus dem 2.Samuel 12</span></span></p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><em>Der Herr sandte den Propheten Nathan zu David. Als Nathan vor dem König stand, sagte er zu ihm: &#8222;Ich muss dir etwas erzählen: </em></span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><em>Ein reicher und ein armer Mann lebten in derselben Stadt. Der Reiche hatte sehr viele Schafe und Rinder, der Arme aber besaß nichts außer einem kleinen Lamm, das er erworben hatte. Er versorgte es liebevoll und zog es zusammen mit seinen Kindern groß. Es durfte sogar aus seinem Teller essen und aus seinem Becher trinken, und nachts schlief es in seinen Armen. Es war für ihn wie eine Tochter. Eines Tages bekam der reiche Mann Besuch. Er wollte seinem Gast, der einen weiten Weg hinter sich hatte, etwas zu essen anbieten. Aber er brachte es nicht über sich, eines seiner eigenen Schafe oder Rinder zu schlachten. Darum nahm er dem Armen sein einziges Lamm weg und bereitete es für seinen Besucher zu.&#8220;</em></span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><em>David wurde vom Zorn gepackt und brauste auf: &#8222;So wahr der Herr lebt: Dieser Mann hat den Tod verdient! Dem Armen soll er vier Lämmer geben für das eine, das er ihm rücksichtslos weggenommen hat.&#8220;</em></span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><em>Da sagte Nathan zu David: &#8222;Du bist dieser Mann! Der Herr, der Gott Israels, lässt dir sagen: &#8218;Ich habe dich zum König von Israel erwählt und dich beschützt, als Saul dich umbringen wollte. Den gesamten Reichtum Sauls und auch seine Frauen habe ich dir gegeben. Ganz Israel und Juda gehören dir. Und sollte dir das noch zu wenig sein, würde ich dir sogar noch mehr schenken. Warum also missachtest du meinen Willen? Warum hast du getan, was ich verabscheue? Den Hetiter Uria hast du ermordet und dann seine Frau geheiratet. Ja, du, David, bist der Mörder Urias, denn du hast angeordnet, dass Uria im Kampf gegen die Ammoniter fallen sollte! Von mir hast du dich abgewandt und Uria die Frau weggenommen. Darum sollen von nun an in jeder Generation einige deiner Nachkommen einen grausamen Tod erleiden. Ich, der Herr, sage dir: Jemand aus deiner eigenen Familie wird dich ins Unglück stürzen. Ich selbst werde dafür sorgen. Du musst erleben, wie ein Mann, der dir sehr nahe steht, dir deine Frauen wegnimmt und in aller Öffentlichkeit mit ihnen schläft. Was du, David, heimlich getan hast, das lasse ich am helllichten Tag geschehen. Ganz Israel soll Zeuge sein.'&#8220;</em></span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><em>Da bekannte David: &#8222;Ich habe gegen den Herrn gesündigt.&#8220; </em></span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><em>Nathan erwiderte: &#8222;Der Herr hat dir vergeben, du wirst nicht sterben. Doch wegen deiner Tat spotten die Feinde Gottes noch mehr über ihn. Darum muss der Sohn, den Batseba dir geboren hat, sterben.&#8220;</em></span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><em>Nach diesen Worten ging Nathan wieder nach Hause. Der Herr ließ das Kind, das Urias Frau geboren hatte, todkrank werden.[…]</em></span></span> <span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><em>Am siebten Tag starb das Kind.[…]</em></span></span></p>
<cite>2.Samuel 12</cite></blockquote>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">So sehr ich im ersten Teil der Geschichte über Davids Verhalten den Kopf schütteln kann, so sehr versetzt es mich in höchsten Respekt, wie David auf die Aussage Nathans: </span></span><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><em>Du bist der Mann!</em></span></span><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"> reagiert.</span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Wie kann David auf der einen Seite so was tun, wie diesen Ehebruch und auf der anderen Seite fähig sein, so direkt und konkret auf die Aussage Nathans zu reagieren? David wusste schon bevor Nathan kam, dass er Mist gebaut hatte – auch wenn er versucht hat, diesen zu vertuschen. Doch als er konkret auf seine Sünde angesprochen wird, bekennt er: </span></span><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><em>Ich habe gegen den Herrn gesündigt!</em></span></span><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"> Er benötigt oder gebraucht keine Ausreden, er versucht nicht sich unwissend zu stellen, er versucht nicht seine Sünde klein zu reden, oder Batseba in die Schuhe zu schieben! David bekennt seine Sünde – und benennt das, was ihm am meisten Problem bereitet: er hat gegen den HERRN gesündigt! Der Ehebruch und der Mord an Uria, sind schlimme Taten gegen die Gemeinschaft der Menschen, gegen Recht und Gesetz – aber sie sind vor allem – aus der Sicht Davids – Sünden gegen den Herrn der Welt! </span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Dieses Bekenntnis seiner Verfehlung, rettet ihm das Leben – denn nach dem Gesetz hätte David sterben müssen! Sogar zweimal: einmal für den Ehebruch, einmal für den Mord! Doch statt David müssen Andere leiden: sein gemeinsames Kind mit Batseba soll sterben, seine Frauen öffentlich missbraucht werden, von jemandem aus seiner Familie. Die Bibel berichtet einige Kapitel später davon, dass sein eigener Sohn Absalom dies tun wird. Und, die dritte Vorhersage ist, dass einige Nachkommen Davids, werden einen grausigen Tod sterben.</span></span></p>



<h3 class="wp-block-heading">Gottes Gerechtigkeit</h3>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Was ist das für eine Gerechtigkeit? David selbst bleibt ungeschoren – David hat mit Batseba gesündigt – aber es stirbt das Kind und Davids Frauen werden öffentlich missbraucht?&nbsp; Das entspricht nicht unserer Gerechtigkeitsvorstellung! Auch nicht dem Bild, das wir von einem gerechten Gott haben. Ich bin da ja eher ein pragmatisch eingestellter Mensch und denke mir, dass Gott schon seine Gründe haben wir, so zu handeln. Trotzdem will ich kurz andeuten, wie ich die Strafen, die Gott durch Natan zu David spricht deute.</span></span></p>



<ol class="wp-block-list">
<li><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">das was später Absalom, der Sohn Davids mit Davids Frauen tut und, dass er sich gegen seinen Vater auflehnt und ihn als König ablösen will, ist Folge dessen, wie David seine Sexualität gelebt hat, und seine Vaterschaft. Das kommt nicht einfach von oben herab – in dem Sinn, dass Gott dies in Absalom einpflanzt – auch wenn Natan sagt, dass Gott selber dafür sorgen wird, dass es so passiert – in Absalom sind die Grundlagen dafür längst geschaffen.</span></span></li>



<li><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">dass einige Nachkommen Davids grausliche Tode sterben werden, ist auch schon vorprogrammiert. Durch Davids Vielweiberei werden unglaublich viele theoretische Thronfolger geboren. Dass es da zu Streiterei und Zwist kommt ist klar und die Menschen damals waren nicht zimperlich und somit auch die entsprechenden Gräultaten.</span></span></li>



<li><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">der Tod des gemeinsamen Kindes von David und Batseba, begründet Nathan mit den Worten: </span></span><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><em>Doch wegen deiner Tat spotten die Feinde Gottes noch mehr über ihn(=Gott). Darum muss der Sohn, den Batseba dir geboren hat, sterben.&#8220;</em></span></span><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"> Gott schenkt einem Kind das Leben – und nimmt es wieder – um seine Gerechtigkeit wieder herzustellen. Denn wenn Gott für ein Vergehen die Todesstrafe fordert, dann muss er dies auch vollziehen, sonst ist er ein zahnloser Gott – vor allem für die um Israel lebenden Völker. </span></span></li>
</ol>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Erst mit Jesus Christus ist diese Logik aufgehoben worden, doch bis zu diesem Ereignis dauert es ja noch knapp 1000 Jahre.</span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Wie schon gesagt, das sind meine Erklärungen in aller Kürze! </span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Doch nun zurück zu uns und der eigentlichen Geschichte! </span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Im ersten Teil der Geschichte sollte David uns ein mahnendes Beispiel sein! Mahnend, dass wir nicht in die Sünde hineinschlittern, sondern ein Stoppschild setzten. Lassen wir uns nicht täuschen und uns nichts vor machen – wir haben immer eine Wahl, das Eine oder das Andere zu tun! Oder zu lassen! Ich kann nicht anders ist eine Lüge! Und denken wir auch daran, dass das was wir jetzt tun, Auswirkungen auf die Zukunft haben wird – weil wir durch unser Verhalten Dinge auslösen, die damit zusammen hängen.<br>Im zweiten Teil der Geschichte soll uns David ein leuchtendes Beispiel sein: wenn wir auf persönliches Versagen angesprochen werden, auf Sünde, Ungerechtigkeit… dann sollten wir sofort Buße tun und bekennen – und nicht uns rausreden, das Versagen klein reden, auf die Schuld der Anderen verweisen, oder denen die Schuld zuschieben…. wir haben nichts zu verlieren! Gott kennt alle unsere Sünden!</span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Ich glaube, dass David seine Sünde so klar bekennen konnte, weil er eine gute Gottesbeziehung hatte und ihm diese Beziehung das wichtigste im Leben war. Als Nathan ihm seine Sünde gezeigt hat – hat er erkannt, dass er die Gottesbeziehung gefährdet hat, und das hat ihn zum sofortigen Umkehren bewogen. Seine Sünde war eine Last für ihn, und als sich die Möglichkeit bot, diese abzugeben, hat er es getan – und war bereit die Folgen dafür zu tragen! Das heißt im Umkehrschluss, je besser meine Gottesbeziehung ist, desto besser bin ich vor solchen Fehltritten geschützt und je wichtiger mir die Beziehung zu Gott ist, desto besser wird es mir gelingen, Fehlverhalten zu bekennen und von meinem Fehlverhalten umzukehren.</span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Übrigens ist der nächste König von Israel ein gemeinsamer Sohn Davids und Batsebas. Und dieser Salomo taucht auch im Stammbaum Jesu auf! So zeigt uns die Geschichte auch: Gott schreibt auch auf krummen Linien gerade!</span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Amen</span></span></p>



<p>Foto von <a href="https://unsplash.com/@santesson89?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Andrea De Santis</a> auf <a href="https://unsplash.com/de/s/fotos/david?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></p>
<div>1&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;2.Mose 20, 14</div><div>2&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;2.Mose 20, 17</div>]]></content:encoded>
					
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		<title>Römer 12,9 und 13,8-10</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Peschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Jan 2012 17:11:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Predigt]]></category>
		<category><![CDATA[Agape]]></category>
		<category><![CDATA[Batseba]]></category>
		<category><![CDATA[David]]></category>
		<category><![CDATA[Doppelgebot der Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Eros]]></category>
		<category><![CDATA[Freundschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gebote]]></category>
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		<category><![CDATA[Natan]]></category>
		<category><![CDATA[Sünde]]></category>
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					<description><![CDATA[Predigt zu Römer 12,9 und 13, 8-10 Die Liebe darf nicht geheuchelt sein. Verabscheut das Böse, tut mit ganzer Kraft das Gute! Bleibt niemand etwas schuldig – außer der Schuld, die ihr niemals abtragen könnt: der Liebe, die ihr einander...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Predigt zu Römer 12,9 und 13, 8-10</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><em>Die Liebe darf nicht geheuchelt sein. Verabscheut das Böse, tut mit ganzer Kraft das Gute!</em></p>



<p><em>Bleibt niemand etwas schuldig – außer der Schuld, die ihr niemals abtragen könnt: der Liebe, die ihr einander erweisen sollt. Wer den Mitmenschen liebt, hat alles getan, was das Gesetz fordert.</em></p>



<p><em>Ihr kennt die Gebote: »Brich nicht die Ehe, morde nicht, beraube niemand, blicke nicht begehrlich auf das, was anderen gehört.« Diese Gebote und alle anderen sind in dem einen Satz zusammengefasst: »Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst.«</em></p>



<p><em>Wer liebt, fügt seinem Mitmenschen nichts Böses zu. Also wird durch die Liebe das ganze Gesetz erfüllt.</em></p>
<cite>Römer 12, 9 + 13, 8-10</cite></blockquote>



<p>So lautet unser heutiger Predigttext aus dem Römerbrief.</p>



<p>Ich kann mich noch daran erinnern, als vor einigen Jahren, ein sehr bekannter Fußballer, ich nenne ihn mal Herr E. mit der Ehefrau seines Mitspielers Herrn S. zusammen zog – umgangssprachlich „sie ausspannte“. Ziemlich am Anfang, als die „Affäre“ bekannt wurde, wurde Herr E. einmal von einem Reporter gefragt, wie denn sein Verhältnis mit einer verheirateten Frau moralisch zu bewerten sei. Herr E. antwortete drauf ganz simpel mit einer Gegenfrage: Kann denn Liebe Sünde sein?</p>



<p>Ich weiß nicht mehr, wie das Interview weiter ging. Aber so eine Gegenfrage: Kann denn Liebe Sünde sein? Verbietet jeden Widerspruch und hört sich doch ziemlich logisch an. Liebe und Sünde? Das passt nicht zusammen. Liebe ist von Sünde so weit entfernt, wie der Himmel von der Erde.</p>



<p>Auch unser heutiger Predigttext könnte, bei oberflächlicher Betrachtung dazu führen, dass man meint, es sei Gottes Wille, dass alle Sünde unter den Deckmantel der Liebe gekehrt wird und alles ist gut.</p>



<p>Doch ist wirklich alles gut – Hauptsache wir lieben uns!?</p>



<p>Dass Paulus mit seiner Aussage hier im Römerbrief nicht meint, dass man alles unter den Teppich der Liebe kehren kann, wird schnell klar, wenn man die Apostelgeschichte bzw. Briefe von Paulus liest. Dort erweist sich Paulus als ein streitbarer Mann: er macht Petrus zur Schnecke – und zwar aus Gründen, die mit gemeinschaftlichem Essen zu tun haben, die wir heute nicht mehr nachvollziehen können. Paulus streitet auch mit Barnabas, der sein Mentor war, als sich die beiden uneins sind, ob ein anderer Mitarbeiter bei einer Reise mit darf oder nicht usw.</p>



<p>Also was meint Paulus wohl mit dem, was er da an die Christen in Rom über die Liebe schreibt?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was ist mit Liebe gemeint?</h2>



<p>Dazu ein kurzer Exkurs in die griechische Sprache.</p>



<p>Während es im deutschen nur ein Wort für Liebe gibt – nämlich Liebe, gibt es im griechischen, der Sprache in der Paulus seine Briefe verfasst hat, drei Worte für Liebe.</p>



<p>1. Agape – in Ehren halten, freundlich begegnen, Nächstenliebe (im NT vor allem als Wort für die Liebe Gottes)</p>



<p>2. Eros – strebende, besitzergreifende Liebe, erotische/ sexuelle Liebe</p>



<p>3. Philia – Freundschaftliche Liebe, Liebhaberei (gerne haben, Ergebenheit, Gunst)</p>



<p>In unserem Predigttext steht für das im deutschen mit Liebe wiedergegebenen Wort, das griechische Wort Agape.</p>



<p>Wenn ich den Bibeltext nochmal lese, diesmal aber mit alternativen Übersetzungen zum Wort Liebe, dann könnte dieser so lauten:</p>



<p><em>Die Liebe (= das in Ehren halten, einander freundlich begegnen) darf nicht geheuchelt sein. Verabscheut das Böse, tut mit ganzer Kraft das Gute!</em></p>



<p><em>Bleibt niemand etwas schuldig – außer der Schuld, die ihr niemals abtragen könnt: der Liebe (= einander in Ehren zu halten, einander freundlich zu begegnen), die ihr einander erweisen sollt. Wer den Mitmenschen liebt (= ihn in Ehren hält, ihm freundlich begegnet), hat alles getan, was das Gesetz fordert.</em></p>



<p><em>Ihr kennt die Gebote: »Brich nicht die Ehe, morde nicht, beraube niemand, blicke nicht begehrlich auf das, was anderen gehört.« Diese Gebote und alle anderen sind in dem einen Satz zusammengefasst: »Liebe (= halte in Ehren, begegne freundlich) deinen Mitmenschen wie dich (Dir) selbst.«</em></p>



<p><em>Wer liebt (= den Anderen in Ehren hält, dem Anderen freundlich begegnet), fügt seinem Mitmenschen nichts Böses zu. Also wird durch die Liebe (= das in Ehren halten, freundlich begegnen) das ganze Gesetz erfüllt.</em></p>



<p>Es geht also in dem Bibeltext nicht um Erotik, es geht nicht um eine Liebhaberei – sondern vielmehr um eine Grundhaltung den Menschen gegenüber, mit denen ich zu tun habe. Es geht nicht um Gefühle, Lust und Freude – sondern um Respekt und Pflicht.</p>



<p>Ich möchte im folgenden versuchen dies anhand der Lebensgeschichte einer biblischen Person praktisch zu erläutern. Ich hoffe es gelingt so, dass deutlich wird was gemeint ist.</p>



<p>König David, derjenige der den Goliath besiegte, wurde und wird im Judentum, und in der Bibel, als jemand dargestellt, der in besonderer Weise mit Gott verbunden war und als Urbild eines gottgefälligen Königs gilt. Er zeichnet sich aus, durch Mut, Glauben an Gott uvm. Aber die Bibel spricht auch von seinen Schwächen z.B. was Frauen betrifft.</p>



<p>Ich hoffe Ihnen steht die Lebensgeschichte von David so einigermaßen grob vor Augen. Drei Ereignisse aus dem Leben Davids will ich herausgreifen, um deutlich zu machen, was Paulus m.M.n. mit diesen wenigen Sätzen im Römerbrief sagen will:</p>



<h3 class="wp-block-heading">1. Davids Liebe zu Gott</h3>



<p>Als David von Saul verfolgt wird, hat David zweimal die Möglichkeit Saul zu töten. Doch er tut es nicht. Saul, erster König von Israel, von Gott verworfen, depressiv, neidisch und eifersüchtig auf David, erfährt dass dieser der nächste König von Israel werden soll. Also versucht Saul dies zu verhindern, indem er David verfolgt um ihn zu fangen und zu töten.</p>



<p>David vergilt aber nicht Böses mit Bösem – Saul will mich töten, also töte ich ihn – sondern David versucht immer wieder Saul davon zu überzeugen, dass er David – ihm Saul, nichts Böses will. David ist weiterhin bereit, Saul als seinen König an zu erkennen, o b w o h l dieser ihn töten will. Wie kann David so sein? Als sich die Gelegenheit ergibt, dass David Saul töten kann, weigert sich David, dies zu tun. Die Bibel beschreibt das so:</p>



<p>&#8222;Das ist die Gelegenheit, David!&#8220;, flüsterten einige der Krieger Davids ihrem Anführer (David)zu. &#8222;Der Herr hat doch versprochen, dir eines Tages deinen Feind auszuliefern, damit du dich an ihm rächen kannst. Jetzt ist es so weit!&#8220; Da schlich sich David nach vorne und schnitt unbemerkt einen Zipfel von Sauls Mantel ab.</p>



<p>Doch er hatte ein schlechtes Gewissen dabei, und sein Herz klopfte wild.</p>



<p>Als er wieder zu seinen Männern kam, sagte er:<em> &#8222;Der Herr bewahre mich davor, meinem König etwas anzutun, denn er ist vom Herrn ernannt worden! Nein, niemals werde ich Saul töten, denn der Herr hat ihn zum König eingesetzt.&#8220;</em><sup class="modern-footnotes-footnote ">1</sup></p>



<p>David verbot seinen Männern, sich an Saul zu vergreifen.</p>



<p>David ist fähig, durch seine Beziehung zu Gott, zu erkennen, wie er sich richtig verhalten soll. David hält Saul in Ehren und begegnet ihm freundlich. David hält Gottes Entscheidung in Ehren, dass Saul (noch) König von Israel ist. David überwindet das Böse, das Saul ihm tun will, mit Gutem.</p>



<p>David hätte auch ganz anders argumentieren können, nämlich so, wie seine Krieger ihm geraten haben: ich bin der neue gesalbte des Herrn und deshalb muss der Alte gehen – oder um das Wohl Israels willen muss Saul gehen oder getötet werden.</p>



<p>Doch die Gottesbeziehung Davids lässt ihn anders handeln. Schenkt ihm die Kraft Böses mit Gutem zu überwinden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">2. Davids Freundschaft zu Jonathan</h3>



<p>Zwei junge Männer, der Sohn des Königs Saul nämlich Jonathan und David, der zukünftige König von Israel haben sich kennen und schätzen gelernt. Sie verstehen sich blind. Sie sind ein Herz und eine Seele, sie sind beste Freunde. Und obwohl sie eigentlich Konkurrenten sind, ermöglicht es die Liebe die sie zueinander haben, (dass sie einander in Ehren halten und einander freundlich begegnen) dass sie nicht zu Feinden werden. Ihre Freundschaft zueinander und die Liebe zu Gott, sowie die Bereitschaft die Entscheidungen Gottes, dass David der nächste König von Israel sein soll, zu respektieren, macht es möglich Grundgesetze menschlichen Handelns außer Kraft zu setzten. Zweimal schließen sie einen Vertrag, in dem sie verabreden wie das Verhältnis zwischen ihnen sein soll: David der König von Israel und Jonathan ein Vertrauter. Jonathan, dem lt. Erbrecht die Königswürde zusteht ist bereit darauf zu verzichten und David zu dienen! Wie verrückt das ist, können wir uns heute wohl kaum vorstellen. Und es ist noch mehr verrückt, wenn man bedenkt, dass in orientalischen Ländern die Familie und die Blutsbanden und damit der Anspruch Jonathans auf den Thron Israels ganz klar an erster Stelle steht – vor allem persönlichen Wünschen und Interessen, die Jonathan hat.</p>



<p>Auch hier ist die Gottesbeziehung der beiden ein wichtiger Faktor. Diese ermöglicht es, dass die kulturellen und familiären Pflichten überwunden werden können.</p>



<h3 class="wp-block-heading">3. Davids Bereitschaft zur Buße</h3>



<p>Eines Tages sieht David eine wunderschöne Frau. Und obwohl David weiß, dass diese verheiratet ist, lässt er sie zu sich bestellen und bald darauf ist sie schwanger von ihm. Hier geht es also nicht um Agape sondern um Eros. David begehrt diese Frau und als König ist es nicht so schwer, sich diese „zu eigen“ zu machen. Aber als Batseba schwanger ist, wird es problematisch. Auch als König muss David sich an das Gebot: keine Ehe zu brechen halten. Wenn Batseba aber ein Kind bekommt, ohne dass ihr Ehemann als Vater in betracht kommt – und das kam er nicht, da er auf einem längeren Kriegszug war, wird offenbar, dass die Ehe gebrochen wurde und es könnte passieren, dass ans Tageslicht kommt, dass dieser Ehebrecher niemand anderes als David ist. Also versucht David das Kind dem Ehemann „unter zu jubeln“. Doch Davids Versuche das Kind dem Ehemann der Batseba an zu hängen scheitern. Also lässt er ihn an vorderster Front versetzten damit er getötet wird und er Batseba zu seiner eigenen Frau machen kann.</p>



<p>Doch bald schon kommt der Prophet Natan zu ihm und und spricht:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><em>Ich muss dir einen Rechtsfall vortragen: Zwei Männer lebten in derselben Stadt. Der eine war reich, der andere arm. Der Reiche besaß eine große Zahl von Schafen und Rindern. Der Arme hatte nichts außer einem einzigen kleinen Lämmchen. Er hatte es gekauft und zog es zusammen mit seinen Kindern bei sich auf. Es aß von seinem Brot, trank aus seinem Becher und schlief in seinem Schoß. Er hielt es wie eine Tochter. Eines Tages bekam der reiche Mann Besuch. Er wollte keines von seinen eigenen Schafen oder Rindern für seinen Gast hergeben. Darum nahm er dem Armen das Lamm weg und setzte es seinem Gast vor.« David brach in heftigen Zorn aus und rief: »So gewiss der HERR lebt: Der Mann, der das getan hat, muss sterben! Und das Lamm muss er vierfach ersetzen – als Strafe dafür, dass er diese Untat begangen und kein Mitleid gehabt hat!«Du bist der Mann!«, sagte Natan zu David</em></p>



<p><em>Und so spricht der HERR, der Gott Israels:&#8217;Ich habe dich zum König über Israel gesalbt* und dich vor den Nachstellungen Sauls gerettet. Ich habe dir den ganzen Besitz deines Herrn gegeben, habe seine Frauen in deinen Schoß gelegt und dich zum König über Juda und Israel gemacht. Und wenn das noch zu wenig war, hätte ich dir noch dies und das geben können. Warum hast du meine Gebote missachtet und getan, was mir missfällt? Du hast den Hetiter Urija auf dem Gewissen, durch das Schwert der Ammoniter* hast du ihn umbringen lassen und dann hast du dir seine Frau genommen. Genauso wird nun das Schwert sich in aller Zukunft in deiner Familie Opfer suchen, weil du mich missachtet und die Frau des Hetiters zu deiner Frau gemacht hast.&#8217;«</em></p>
<cite>2.Samuel 12, 2ff</cite></blockquote>



<p>Also von wegen die Liebe und die Sünde können nichts miteinander zu tun haben!!??!! Gott ist stinke sauer auf David. Obwohl Gott weiß, dass David ihn liebt. Obwohl David auch – zumindest in irgendeiner Weise, Batseba geliebt hatte. Gott passt es nicht, dass David das Gesetz gebrochen hat.</p>



<p>Und wie sauer Gott ist, wird deutlich in dem was Gott David androht:</p>



<p><em>&#8222;Aus deiner eigenen Familie lasse ich Unglück über dich kommen. Du wirst mit ansehen müssen, wie ich dir deine Frauen wegnehme und sie einem anderen gebe, der am helllichten Tag mit ihnen schlafen wird. Was du heimlich getan hast, will ich im Licht des Tages geschehen lassen und ganz Israel wird es sehen.&#8217;«</em><sup class="modern-footnotes-footnote ">2</sup></p>



<p>David versucht sich nicht zu rechtfertigen (wie es Herr E. gemacht hat mit: Kann denn Liebe Sünde sein?) sondern ihm sind die Worte des Propheten ins Herz gefallen und er bekennt sich ohne wenn und aber schuldig! Und genau diese Bereitschaft, das offene und ehrliche Herz Davids, macht es möglich, dass die Beziehung mit Gott wieder ins Reine kommt</p>



<p>David hat mit seinem Ehebruch mit Batseba nicht der Liebe gedient, sondern nur seiner eigenen Lust. David ist weder Batseba noch ihrem Mann mit Freundlichkeit begegnet. Er hat weder Batseba noch ihren Mann in Ehren gehalten. Er hat vergessen, was recht und Ordnung ist. Sicher hat David für Batseba Liebe empfunden. Aber es war Eros – besitzergreifende Liebe und nicht Agape – Ehren und freundlich begegnen.</p>



<p>Doch Gottes Gnade ist groß – und weil David sein eigenes Versagen einsieht und Buße tut, kann die Beziehung zu Gott wieder in Ordnung kommen und zugleich ist es für mich völlig klar, dass ohne die grundsätzlich gute Beziehung Davids zu seinem Gott, diese Sündenerkenntnis und das Sündenbekenntnis noch sehr viel schwerer, vielleicht sogar unmöglich gewesen wäre.</p>



<p>Noch ein kurzer Einschub: Eros ist hier die Sünde genannt, und zwar deshalb, weil dieser Eros einer Frau gegolten hat, die schon zu einem anderen Mann gehörte. Nicht der Eros an sich ist Sünde.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Liebe erfüllt das Gesetz?</h3>



<p>Wenn nun Paulus schreibt: Also wird durch die Liebe das ganze Gesetz erfüllt. Dann meint er damit keine unter den Teppich kehrende Liebe. Sondern Paulus greift auf, was Jesus damit meint, wenn er sagt, dass er (Jesus) das Gesetz nicht aufgelöst hat, sondern erfüllt!</p>



<p>Paulus nimmt das Liebesgebot des AT und Jesu auf.(das da lautet: Liebe Gott und Deinen Nächsten wie Dich selbst) Und damit stellt er die Liebe dem Gesetz gegenüber. Weil nämlich Jesus die Liebe ist und für die Sünder starb, ist das Gesetz erfüllt. Sofern die Christen einander und den Nächsten lieben, erfüllen auch sie das Gesetz, nicht im Sinne einer Perfektion oder Leistung, sondern indem sie in der neuen Wirklichkeit Gottes aus der Kraft der Vergebung leben.</p>



<p>Bitte nicht falsch verstehen: es geht nicht darum, die Liebe zu einem Gesetz zu machen. Das geht auch gar nicht. Denn Liebe ist immer freiwillig. Wenn wir als Christen scheitern zu lieben, und das tun wir alle – dann tritt Jesus in dieses Versagen – denn er hat das Gesetz erfüllt und in Ihm, der Liebe, finden wir Vergebung.</p>



<p>Neutestamentlich bringt die Liebe den gesamten Inhalt des Glaubens zum Ausdruck. Gottes Tun, dass er sich selbst hingibt (opfert) aus Liebe zu uns Menschen, ist Ausdruck seiner Liebe, und was Gott sich darauf wünscht ist die Liebe des Menschen zu ihm, und zu den Mitmenschen.</p>



<p>Der Schreiber des 1.Johannesbrief schreibt:</p>



<p>&#8222;<em>Wenn aber jemand dieser Welt Güter hat und sieht seinen Bruder darben und schließt sein Herz vor ihm zu, wie bleibt dann die Liebe Gottes in ihm? Meine Kinder, lasst uns nicht lieben mit Worten noch mit der Zunge, sondern mit der Tat und mit der Wahrheit.</em>&#8222;<sup class="modern-footnotes-footnote ">3</sup></p>



<p>Und an anderer Stelle:</p>



<p>&#8222;<em>Wenn jemand spricht: Ich liebe Gott, und hasst seinen Bruder, der ist ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, der kann nicht Gott lieben, den er nicht sieht&#8220;.</em><sup class="modern-footnotes-footnote ">4</sup></p>



<p>Dies zeigt, dass auch Ethik und Moral in Gottes Liebe begründet ist und fähig sein muss, sich im Lichte der Liebe Gottes zu rechtfertigen.</p>



<p>Wenn wir also Lieben (im Sinne von in Ehren halten und freundlich begegnen), dann erfüllen wir das Gesetz Gottes – und zwar auch dann wenn es uns nicht immer in allem gelingt. Mit ehrlichem Herzen vor Gott sein und Jesus als unseren Herrn, dann erfüllen wir das Gesetz.</p>



<p>Doch wie können wir das im Alltag umsetzen?</p>



<p>1. Merkvers – den Bibeltext oder das Doppelgebot der Liebe oder&#8230; an einem Ort aufhängen oder hinterlegen, an dem ich öfter mal hin schaue. Wenn ich z.B. oft am PC arbeite, dann an die obere Kante des Bildschirms. Damit ich mich erinnere.</p>



<p>2. Armband – die jüngeren hier kennen das. Ein Armband mit den Buchstaben wwjd. Sind die Anfangsbuchstaben des englischen Satzes: What would Jesus do? In deutsch: Was würde Jesus tun. Auch hier: das Armband hilft immer wieder sich zu erinnern. Und zu überlegen, was würde Jesus jetzt in dieser Situation wohl machen?</p>



<p>Letztlich geht es also darum immer wieder meine Motivation etwas zu tun oder nicht zu tun zu überprüfen. Bin ich mit dem was ich tue in der Liebe oder nicht – in der den anderen Ehren und Freundlich sein, oder nicht. Das heißt nicht, dass es nicht auch mal Streit geben darf. Manchmal braucht es den Streit sogar um die Liebe zu erfüllen. Aber wenn es im Streit um Rechthaberei geht und nicht darum das Beste füreinander zu erreichen, dann ist es ungut.</p>



<p>Ich wünsche mir und ihnen, dass Jesus uns diese Gnade schenkt.</p>



<p>Amen</p>



<p>Foto von <a href="https://unsplash.com/@wyron?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Wyron A</a> auf <a href="https://unsplash.com/de/kollektionen/4967058/god-%2B-love?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></p>
<div>1&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;1.Samuel 24, 5ff</div><div>2&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;2.Samuel 12, 11</div><div>3&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;1.Johannes 3, 17</div><div>4&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;1.Johannes 4, 20</div>]]></content:encoded>
					
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