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	<title>Gerechtigkeit &#8211; jesus-follower.xyz</title>
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		<title>Dein Reich komme!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Peschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Jan 2015 19:00:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[Predigt]]></category>
		<category><![CDATA[Allianz Gebetswoche Esslingen]]></category>
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					<description><![CDATA[Andacht bei der Allianzgebetswoche in Esslingen. Christusgemeinde. Über dem heutigen Allianz Gebetstag steht die Bitte aus dem Vater unser: Dein Reich komme.Der dazu vorgeschlagene Bibeltext steht im Markusevangelium Kapitel 4 und lautet:&#8222;Und er (Jesus) sprach: Mit dem Reich Gottes ist...]]></description>
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<p>Andacht bei der Allianzgebetswoche in Esslingen. Christusgemeinde.</p>



<p>Über dem heutigen Allianz Gebetstag steht die Bitte aus dem Vater unser: Dein Reich komme.<br>Der dazu vorgeschlagene Bibeltext steht im Markusevangelium Kapitel 4 und lautet:<br>&#8222;<em>Und er (Jesus) sprach: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mensch Samen aufs Land wirft und schläft und aufsteht, Nacht und Tag; und der Same geht auf und wächst &#8211; er weiß nicht wie. Denn von selbst bringt die Erde Frucht, zuerst den Halm, danach die Ähre, danach den vollen Weizen in der Ähre. Wenn sie aber die Frucht gebracht hat, so schickt er alsbald die Sichel hin; denn die Ernte ist da.</em>&#8222;</p>



<p>Liebe Allianz Gemeinde: Wenn wir beten, wenn wir Bitten: <strong>Dein Reich komme. An was denken Sie da? oder woran denken Sie, dass man erkennen kann, dass das Reich Gottes kommt?</strong> <strong>Ich möchte gerne, dass Sie jetzt bitte kurz darüber nachdenken. Das Reich Gottes. Was sind die Punkte die Ihnen da in den Kopf kommen?</strong></p>



<p>&#8211; 20 Sekunden Stille &#8211;</p>



<p>Es wäre jetzt natürlich spannend von Ihnen allen zu hören, welche Assoziationen Sie mit dem Reich Gottes haben. Ich darf Sie beruhigen &#8211; ich gehe nicht durch die Reihen und befrage Sie. Ich kann mir aber gut vorstellen, wenn wir das sammeln würden, käme eine tolle Predigt zum Thema Reich Gottes heraus.<br>Gerne möchte ich Sie in meine Gedanken mit hinein nehmen und hoffe zum einen, dass Sie sich wiederfinden und zum anderen dass deutlich wird,was Gott unter seinem Reich versteht.</p>



<p>Mein erster Gedanke, wenn ich an das Reich Gottes denke &#8211; im Moment auch noch deutlich unterstrichen durch die Ereignisse der letzten Woche &#8211; mein erster Gedanke ist, dass das Reich Gottes Frieden bedeutet. Und damit meine ich nicht nur die Abwesenheit von Krieg. Der Frieden des Reiches Gottes bedeutet, Gerechtigkeit für alle, bedeutet dass es kein Leid mehr gibt, keine Krankheiten und keine Tränen.</p>



<p>Doch das was ich &#8211; und auch Sie erleben &#8211; ist weit von so einem Frieden entfernt. Im Gegenteil. Täglich hören und sehen wir in den Nachrichten oder lesen es in der Zeitung, von Krieg, von Ungerechtigkeit. Wir erleben, dass Menschen schwer krank sind und sterben. Wir sind mitten in einer Welt, in der Frieden oftmals weit weg scheint.</p>



<p><strong>Ist meine Assoziation von Reich Gottes und Frieden damit falsch?</strong></p>



<p>Ja und Nein. Die Assoziation von Reicht Gottes und Frieden ist falsch, wenn wir diesen Frieden im hier, im jetzt und im heute erwarten.<br>Die Assoziation von Reich Gottes und Frieden ist richtig, wenn wir diesen Frieden in der Zukunft erwarten. Nämlich dann, wenn Jesus wieder gekommen ist. Der Prophet Johannes verheißt ja genau dies im 21 Kapitel der Offenbarung. Das ewige Friedensreich, die ewige Gemeinschaft mit Gott wird mit Sicherheit kommen.</p>



<p><strong>Aber was heißt das dann für das Reich Gottes im hier und heute? Ist das Reich Gottes dann noch weit entfernt? Wie äußert sich im heute, hier und jetzt, das Reich Gottes?</strong></p>



<p>Dazu müssen wir uns klar machen, dass das Reich Gottes bereits mitten unter uns ist. Jesus sagt im Lukasevangelium auf die Frage der Pharisäer, wann das Reich Gottes kommen würde: <em>Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man&#8217;s beobachten kann; man wird auch nicht sagen: Siehe, hier ist es!, oder: Da ist es! Denn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch.</em></p>



<p><strong>Was meint Jesus damit?</strong></p>



<p>Das Reich Gottes ist durch die Person Jesus zu uns gekommen. Und überall dort wo Menschen sind, die zu diesem Jesus gehören, die diesem Jesus nachfolgen, überall dort ist das Reich Gottes. Mehr noch, überall dort, wo der Wille Gottes getan wird, dort ist auch das Reich Gottes gegenwärtig.</p>



<p>Einen Seitengedanken möchte ich Ihnen zumuten &#8211; vielleicht ist das Reich Gottes sogar auch dort, wo Menschen den Willen Gottes tun &#8211; unabhängig davon, welchen Glauben diese Menschen haben. Jesus sagt selber in Matthäus 7: <em>Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel.</em> Das will ich nicht weiter ausführen, aber Ihnen gerne zum Nachdenken mitgeben.</p>



<p>Zurück zum ursprünglichen Gedanken: Das Reich Gottes ist überall dort, wo Menschen sind, die zu Jesus gehören. Ist überall dort, wo sich der Wille Gottes durchsetzt, wo der Wille Gottes getan wird. D.h. wenn wir bitten: Dein Reich komme, dann bitten wir darum, dass sich der Wille Gottes in dieser Welt durchsetzt, dass immer mehr Menschen den Willen Gottes erkennen und ihn tun.</p>



<p>Das bringt mich zur nächsten Frage. <strong>Was ist der Wille Gottes?</strong></p>



<p>Aus der Bibel können wir darüber einiges erfahren. Ich greife hier nur drei Punkte heraus.<br><strong>1. Gott will alle. </strong>Im 1.Timotheus 2, Vers 4 steht: <em>Gott, (&#8230;) will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.</em><br>Es geht also darum, dass Menschen Jesus kennen lernen. Dass sie gerettet werden. Denn so wird das Reich Gottes ausgebreitet.</p>



<p><strong>2. Gott will Gerechtigkeit. </strong>Wenn wir die Propheten des alten Testaments lesen, dann wird deutlich, wie wichtig Gott die soziale, juristische und gesellschaftliche Gerechtigkeit ist.<br>Sich dafür einzusetzen. Dafür gerade zu stehen. Das ist ein Zeichen für das Reich Gottes.</p>



<p><strong>3. Gott will Liebe.</strong> Im Matthäusevangelium Kapitel 22 antwortet Jesus auf die Frage, welches das wichtigste Gebot sei: <em>Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken. Das ist das wichtigste und erste Gebot. Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz samt den Propheten.</em></p>



<p>Dies ist vielleicht das deutlichste und umfassendste Zeichen des Reiches Gottes. Liebe.</p>



<p><strong>Was können wir dazu tun, dass das Reich Gottes kommt?</strong></p>



<p>Nichts.</p>



<p>Das zeigt schon die Bitte: Dein Reich komme – es ist tröstlich dies so beten zu dürfen. Nicht wir müssen es bringen. Nicht wir müssen dafür sorgen, dass das Reich Gottes kommt. Wir bitten. Das Reich Gottes wird kommen – ohne unser Zutun. Durch die Kraft Gottes. Wie gut oder schlecht der Same aufgeht, oder nicht. Es liegt nicht in unserer Macht &#8211; oder im Bild gesprochen, nicht in der Macht des Bauern.</p>



<p><strong>Aber säen müssen wir doch?</strong></p>



<p>Nein, müssen wir nicht.</p>



<p>Wir dürfen säen. Gott will uns beteiligen an seinem Werk. Es ist selbstverständlich, dass wir säen, wenn wir Jesus nachfolgen. Auf die eine oder andere Art, wird dabei Saat ausgesät. Wir können gar nicht anders &#8211; wenn wir Nachfolger sind.</p>



<p>Auch das empfinde ich tröstlich. Es geht nicht um unsere Leistung. Es geht nicht darum, möglichst vielen das Evangelium zu erzählen. Sondern: Es geht darum Jesus nach zu folgen. Alles andere folgt daraus.</p>



<p><strong>Und wenn das Reich Gottes kommt, was passiert dann?</strong></p>



<p>Dann werden Andere angesteckt Jesus kennen zu lernen, es entsteht Glaube, Gemeinschaft, Liebe, Vertrauen, Hoffnung, Gerechtigkeit und Perspektive.</p>



<p>Lassen Sie uns weiter beten: Dein Reich komme. Ja Jesus, Dein Reich. Amen</p>



<p>Foto von <a href="https://unsplash.com/@kitera?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Kitera Dent</a> auf <a href="https://unsplash.com/de/s/fotos/kingdom?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></p>
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		<title>Der ewige König</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Peschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Dec 2012 13:47:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[Predigt]]></category>
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					<description><![CDATA[Predigt beim ökumenischen Gottesdienst zum 1. Advent in St.Elisabeth, Pliensauvorstadt Seht, es werden Tage kommen &#8211; Spruch des Herrn -, da erfülle ich das Heilswort, das ich über das Haus Israel und über das Haus Juda gesprochen habe. In jenen...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Predigt beim ökumenischen Gottesdienst zum 1. Advent in St.Elisabeth, Pliensauvorstadt</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><em>Seht, es werden Tage kommen &#8211; Spruch des Herrn -, da erfülle ich das Heilswort, das ich über das Haus Israel und über das Haus Juda gesprochen habe. In jenen Tagen und zu jener Zeit werde ich für David einen gerechten Spross aufsprießen lassen. Er wird für Recht und Gerechtigkeit sorgen im Land. In jenen Tagen wird Juda gerettet werden, Jerusalem kann in Sicherheit wohnen. Man wird ihm den Namen geben: Jahwe ist unsere Gerechtigkeit. Denn so spricht der Herr: Nie soll es David an einem Nachkommen fehlen, der auf dem Thron des Hauses Israel sitzt.</em></p>
<cite>Jeremia 33, 14-17</cite></blockquote>



<p>Liebe Gottesdienstgemeinde,</p>



<p>zuerst ein kurzer geschichtlich-theologischer &#8222;Rück&#8220;-blick, bevor ich zu den praktischen Punkten, für uns heute komme.</p>



<p>Zeitlich gehen wir&nbsp; &#8211; gegenüber der Zeit in der unser Text gesprochen, bzw. aufgeschrieben wurde &#8211; nochmal ca. ein halbes Jahrtausend weiter zurück. Nachdem die Israeliten das verheißene Land unter Josua endlich eingenommen hatten, wollte Gott den seinem Volk erst gar keinen König geben – denn Gott selber sah sich als ihr König. Einige Zeit lang, berief Gott daher die sogenannten Richter, die das Volk führten – wenn es zum Krieg kam, oder wenn Recht gesprochen werden musste. Aber die Isrealiten waren damit nicht zufrieden, sie wollten einen König, wie die anderen Völker um sie her auch einen hatten. So kam es, dass Gott dem Verlangen des Volkes nach gab und der Prophet Samuel salbte Saul zum ersten König von Israel. Doch dieser wendet sich nach einiger Zeit von dem Gott Israels ab und so erwählt Gott David, wieder gesalbt durch Samuel zum Nachfolger Sauls. David erweist sich als &#8222;der König&#8220; überhaupt – trotz seiner Verfehlungen ist er ein Mann, <strong>dessen Herz ganz Gott gehört</strong>. So kommt es, dass Gott verspricht, dass immer ein König aus der Familie Davids auf dem Königsthron sitzen wird. Und dieses Versprechen Gottes, ist auch Teil unseres heutigen Predigttextes.</p>



<p>Als nach David Tod,der Sohn Davids zum König wird, scheint sich alles sehr positiv zu entwickeln – Salomo wünscht sich Weisheit statt Gold und Macht, er baut den Tempel für Gott …. doch gegen Ende seines Lebens, lässt sich Salomo, von seinen vielen Frauen dazu hinreißen, fremde Götter an zu beten.</p>



<p>Nach Salomos Tod wird das Reich geteilt, es gab einen König im Südreich Juda in Jerusalem, und einen König im Nordreich Israel in Samaria. Und auch da, sind Licht und Schatten dicht aneinander. Licht und Schatten, das heißt, Könige die Gottgefällig handeln, Könige die Gottungefällig handeln. Könige, die irgendwann einmal den Kontakt mit Gott verlieren und Könige, die diesen Kontakt irgendwann wieder bekommen und entsprechend handeln….die Bibel scheut sich nicht, die guten und schlechten Dinge, die diese Könige getan haben zu erzählen.</p>



<p>Als Jeremia, der Prophet, der u.a. diese Zeilen des Predigttextes aufgeschrieben hat, 626 v. der Geburt Jesu, von Gott zum Propheten gerufen wird, ist Joschija König in Jerusalem. Das Nordreich Isreal hat bereits 100 Jahre vorher aufgehört zu existieren. Die Assyrer haben es erobert und die Bevölkerung verschleppt.</p>



<p>Jeremia beklagt in seinen Prophetien im Auftrag Gottes, dass das Volk den Bund mit JHWH – dem Gott Israels &#8211; verlassen hat. Joschija der damalige König, er kam mit acht Jahren an die Macht, versucht ein gottgefälliger König zu sein. Er tut was er kann, um Gottes Wohlgefallen zu finden. Als er den Tempel renovieren lässt, wird im Tempel eine Buchrolle mit den Gesetzen Gottes gefunden. Als Joschija deren Inhalt hört, ist der König tief beschämt, und lässt überall im Land diese Gesetzte umsetzen. Die Götzenstatuen in Juda werden zerstört werden, alle fremden Priester getötet oder vertrieben, das Passahfest wieder nach originalem Ritus gefeiert. Durch diese Reform, das aufrichtige Herz des Königs, wird das Verderben über Juda, das Jeremia angekündigt hat, noch einige Jahre hinaus gezögert.</p>



<p>In 2.Könige 21 bekommt Joschija diese Zusage durch den Mund eines anderen Propheten, dort steht folgendes:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>&#8222;<em>So spricht der Herr, der Gott Israels: Durch die Worte, die du gehört hast, wurde dein Herz erweicht. Du hast dich vor dem Herrn gedemütigt, als du vernahmst, was ich über diesen Ort und seine Bewohner gesprochen habe: dass sie zu einem Bild des Entsetzens und zum Fluch werden sollen. Du hast deine Kleider zerrissen und vor mir geweint. Darum habe ich dich erhört &#8211; Spruch des Herrn.</em>&#8222;</p>
<cite>2.Könige 21</cite></blockquote>



<p>Vom Zeitpunkt dieser Reform, bis zum Tod Joschijas schweigt der Prophet Jeremia. Es scheint fast, als ob sein Auftrag bereits zu Ende wäre.</p>



<p>Doch als Joschija stirbt und sein Sohn Jojakin König wird, zeigt sich sehr schnell, dass die Reform seines Vaters Joschijas keine echte innere, sondern nur äußerliche Veränderung gebracht hat. Die Herzen der Menschen haben sich nicht ihrem Gott JHWH zugewandt. Sie haben nur äußerlich die Riten und Regeln befolgt, aber ihre Herzen waren nicht bei der Sache. Aber genau das ist es, was Gott will!</p>



<p>So wird Jeremia reaktiviert. Und Jeremia kritisiert die Heilssicherheit des Volkes, denn das Volk meint, dass sie allein weil sie Juden sind, Gott auf ihrer Seite sei.</p>



<p>In diese Zeit fällt auch unser Predigttext.</p>



<p>&#8222;<em>Seht, es werden Tage kommen &#8211; Spruch des Herrn -, da erfülle ich das Heilswort, das ich über das Haus Israel und über das Haus Juda gesprochen habe. In jenen Tagen und zu jener Zeit werde ich für David einen gerechten Spross aufsprießen lassen. Er wird für Recht und Gerechtigkeit sorgen im Land. In jenen Tagen wird Juda gerettet werden, Jerusalem kann in Sicherheit wohnen. Man wird ihm den Namen geben: Jahwe ist unsere Gerechtigkeit. Denn so spricht der Herr: Nie soll es David an einem Nachkommen fehlen, der auf dem Thron des Hauses Israel sitzt.</em>&#8222;</p>



<p>Dieser Text enthält viele positive Zusagen Gottes an sein Volk. Direkt vor diesen Versen allerdings prophezeit Jeremia den Untergang des Königreiches. Dann jedoch schwenkt er um und erklärt, dass Gott letztlich gute Gedanken über das Volk hat und prophezeit einen gerechten König in der Nachfolge Davids.</p>



<p>600 Jahre dauert es, bis das Wort Gottes erfüllt wird. Jesus wird geboren.</p>



<p>Drei wesentliche Dinge, die wir aus dem Leben Jeremias und des Predigttextes lernen können, möchte ich herausgreifen!</p>



<p>Das Erste:</p>



<h3 class="wp-block-heading">1. Glauben an Gott!</h3>



<p>Glauben sie, dass sie ewiges Leben haben, weil sie heute hier im Gottesdienst sind? Denken sie, es wird entscheidend sein, ob sie Mitglied in der katholischen oder evangelischen Kirche sind, wenn es im letzten Gericht darum geht – ewiges Leben mit Gott oder ewige Verdammnis ohne Gott?</p>



<p>Dazu sagt Jeremia in Kapitel 7: &#8222;<em>Hört zu, ihr Leute von Juda! Hört alle her, die ihr durch diese Tore in den Tempel geht, um den Herrn anzubeten! So spricht der Gott Israels, der Herrscher der Welt: Ändert euer Leben und Tun! Dann dürft ihr hier wohnen bleiben. Glaubt nicht, dass es euch etwas hilft, wenn ihr ständig wiederholt: Dies ist der Tempel des Herrn, diese ist der Tempel des Herrn, hier wohnt der Herr! Damit betrügt ihr euch selbst! Nein, ihr müsst euer Leben und Tun gründlich ändern!</em>&#8222;</p>



<p>So wenig, wie die Juden das Volk Gottes sind, einfach nur weil sie als Juden geboren wurden, oder weil sie den Tempel Gottes in ihrer Mitte haben – so wenig sind wir Christen, weil wir in die Kirche gehen oder die Eucharistie empfangen. Macht es uns zu einem Hamburger, weil wir zu Mc Donalds gehen? oder werden wir zu Donald Duck, weil wir in Disneyland sind?</p>



<p>Nein!</p>



<p>Was macht uns zu Christen? Der Glaube an Jesus Christus. Der Glaube an seinen Tod und seine Auferstehung. Der Glaube, nicht das für wahr halten! Da ist ein wesentlicher Unterschied. Wenn ich es für wahr halte, dass Döner ungesund ist, dann heißt das noch lange nicht, dass ich entsprechend handle und auf regelmäßigen Dönergenuß verzichte. Viele Alkoholiker glauben, dass zu viel Alkohol schlecht für sie ist – aber sie handeln nicht danach. Glaube in dem wie es Jesus meint, heißt dass der Glaube Auswirkungen hat auf mein Denken, mein Handeln, mein Dasein! Dass ich der Erkenntnis, dass zuviel Döner mir schadet, das Handeln folgen lasse, dass ich nur noch gelegentlich Döner esse – dass ich der Erkenntnis, dass ich ein Alkohol Problem habe, das Handeln folgen lasse, z.B. zu den Anonymen Alkoholikern zu gehen. Dass ich der Erkenntnis, dass Jesus Gottes Sohn ist, gestorben für mich und meine Schuld, die Tat folgen lasse, ihm nach zu folgen, in Worten, Taten und Denken!</p>



<p>Das Zweite</p>



<h3 class="wp-block-heading">2. Ein gerechter König!</h3>



<p>Die Verheißung auf einen gerechten König deutet aus unser heutiger Sicht, ganz klar auf Jesus! Und wenn wir die Geschichte der Könige in Israel und Juda bedenken (und ein wenig habe ich ja in meiner Predigt aufgegriffen) – dann ist kaum vorstellbar, dass es einen gerechten König geben kann – denn selbst der Überkönig David – auf den das Versprechen Gottes, dass immer eine aus dem Hause Davids auf dem Königsthron sitzen wird zurück geht – hatte so seine menschlichen Schwächen.</p>



<p>Jeremia verheißt diesen Jesus, ohne selbst zu wissen, was da genau passieren wird. Niemand kann zu diesem Zeitpunkt erahnen, dass Gott einen so unglaublichen Weg beschreiten wird. Gott wird Mensch! In Jesus wird Gott Mensch. Der König des Universums wird ein gewöhnlicher Zimmermann.</p>



<p>Die Waisen aus dem Morgenland, die den in den Sternen verheißenen König suchen, gehen zuerst zu Herodes, weil sie logisch denken und einen neuen König im Hause des alten Königs vermuten. Doch damit liegen sie total falsch! Damit dass Jesus in einer Krippe liegen wird, konnten sie nicht rechnen.</p>



<p>Gott wird Mensch – doch er wird kein Mensch mit königlicher Macht, er wird kein Mensch, dem man ansieht, dass er König ist. Nein! Sondern Gott wird in Jesus zum inneren König! Man kann Jesus als König erkennen – aber nur mit dem Herzen.</p>



<p>Haben wir Jesus mit unserem Herzen „erkannt“?</p>



<p>Der Verstand wird immer sagen: das ist zu absurd. Das ist völlig abwegig. Ein Gott der Mensch wird? Das gibt es nicht.</p>



<p>Doch wer es zulässt, dass der heilige Geist sein Herz berührt, der kann sagen: Jesus Christus ist Herr! Maranatha. Unser Herr kommt!</p>



<p>Damit kommen wir zum dritten Punkt</p>



<h3 class="wp-block-heading">3. Echte Gerechtigkeit!</h3>



<p>Jeremia schreibt von einem Nachkommen Davids, der für Recht und Gerechtigkeit sorgen wird. Und natürlich schafft Jesus auch heute noch Recht und Gerechtigkeit – zwischen seinen Nachfolgern und seinem Vater – denn durch sein Blut sind wir gerecht vor Gott. Und Jesus schafft auch Recht zwischen den Menschen, durch die Gnade der Vergebung und der Barmherzigkeit.</p>



<p>Doch so sehr wir uns auch bemühen werden – wir werden keine vollständige Gerechtigkeit erlangen können. Die Welt ist eine &#8222;gefallene&#8220; Welt! Echte Gerechtigkeit wird es erst im letzten Gericht geben! Für mich ist es ein Trost, zu wissen, dass am Ende der Zeit Jesus Recht sprechen wird. Er wird mich &#8222;Recht&#8220; sprechen! Und dann werden auch diejenigen zur Rechenschaft gezogen, die sich jetzt dem Arm des Gesetzes entzogen haben – oder sich andersweitig durchmogeln. Erst wenn Jesus wiederkommt in Herrlichkeit und die Welt und die Menschen richten wird, ist die Verheißung Jeremias ganz erfüllt.</p>



<p>Amen</p>



<p>Foto von <a href="https://unsplash.com/@markusspiske?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Markus Spiske</a> auf <a href="https://unsplash.com/de/s/fotos/king?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></p>
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