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	<title>Glaube &#8211; jesus-follower.xyz</title>
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	<description>Predigten, Impulse und andere Inhalte von Verkündigung</description>
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	<item>
		<title>Elia &#8211; Gehorsam und Glaube</title>
		<link>https://jesus-follower.xyz/elia-gehorsam-und-glaube/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Peschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Jun 2025 16:26:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibelgelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Predigt]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute darf ich uns mit in die Ereignisse hinein nehmen, die vor den Geschehnissen auf dem Karmel passieren. Und, kleiner Spoiler, auch bei diesen Ereignissen spielt das glaubensvolle Gebet eine wesentliche Rolle. Ahab ist König in Israel, und er erzürnt Gott dadurch, dass er fremde Götter anbetet und eine heidnische Frau heiratet, die den Baalskult in Israel einführt, bzw. fördert. Alles was jetzt passiert, sind Folgen des Götzendienstes, den Ahab getan, bzw. gefördert hat. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Predigt im <a href="https://www.einanderergottesdienst.de">eAg</a>, am Sonntag 22.Juni 2025</p>



<p>Liebe eAg Gemeinde,</p>



<p>die Geschichte, von dem Gottesurteil auf dem Karmel, bei dem der Prophet Elia gegen hunderte Baalspriester antritt, ist wohl eine der bekanntesten der Bibel. Letzte Woche wurden wir in diese Ereignisse mit hineingenommen und die Predigt hat uns herausgefordert, so glaubensvoll zu beten, wie Elia es getan hat – denn auf dem glaubensvollen Gebet, liegt eine große Verheisssung. <sup class="modern-footnotes-footnote ">1</sup></p>



<p>Heute darf ich uns mit in die Ereignisse hinein nehmen, die vor den Geschehnissen auf dem Karmel passieren. Und, kleiner Spoiler, auch bei diesen Ereignissen spielt das glaubensvolle Gebet eine wesentliche Rolle.<br>Ich teile den Text in drei Abschnitte.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-medium-font-size">1.Könige 17, 1-10a<br>Da sagte Elia, der Thisbiter, aus Thisbe in Gilead, zu Ahab: »So wahr der HERR, der Gott Israels, lebt, in dessen Dienst ich stehe: es soll in den nächsten Jahren weder Tau noch Regen fallen, es sei denn auf mein Wort!«# #2 Hierauf erging das Wort des HERRN an ihn also:# #3 »Gehe weg von hier und wende dich ostwärts und verbirg dich am Bache Krith, der östlich vom Jordan fließt.# #4 Aus dem Bache sollst du trinken, und den Raben habe ich geboten, dich dort mit Nahrung zu versorgen.«# #5 Da ging er weg und tat nach dem Befehl des HERRN: er ging hin und ließ sich am Bache Krith nieder, der auf der Ostseite des Jordans fließt;# #6 und die Raben brachten ihm Brot und Fleisch am Morgen und ebenso am Abend, und er trank aus dem Bache.# #7 Als dann aber der Bach nach einiger Zeit trocken wurde, weil kein Regen im Lande gefallen war,# #8 erging das Wort des HERRN an ihn also:# #9 »Mache dich auf, begib dich nach Zarpath[1], das zu Sidon gehört, und bleibe daselbst! Ich habe einer Witwe dort geboten, für deinen Unterhalt zu sorgen.«# #10 Da machte er sich auf den Weg und begab sich nach Zarpath;</p>
</blockquote>



<p>In diesem ersten Abschnitt geht es um den Propheten Elia und um Ahab, den König von Israel, der in der Bibel als schlimmer bezeichnet wird, als seine Vorfahren. Und die waren auch schon schlimm.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ahab</h3>



<p>ist König in Israel, und er erzürnt Gott dadurch, dass er fremde Götter anbetet und eine heidnische Frau heiratet, die den Baalskult in Israel einführt, bzw. fördert. So hat Ahab z.B. einen Baalstempel in Samaria erbaut. Die Bibel sagt zu seinen Taten schlicht: </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-medium-font-size">Ahab tat, was der Herr verurteilt. Er handelte sogar noch schlimmer als alle vor ihm. 1.Könige 16, 30</p>
</blockquote>



<p>Alles was jetzt passiert, sind Folgen des Götzendienstes, den Ahab getan, bzw. gefördert hat. Und die Folgen sind fatal: Drei Jahre und sechs Monate sollte es nicht regnen. Und das, weil ein König sich nicht an Gottes Gebote hält. Die Taten des Königs haben eben nicht nur Auswirkungen auf sein Leben und das seiner direkten Umgebung. Die Taten eines Königs haben Auswirkungen auf ganz Israel, sein ganzes Volk und sogar auf die Nachbarstaaten. <strong>Hier zeigt sich: Wer ein Leiter ist, hat eine sehr hohe Verantwortung.</strong> </p>



<p>Für uns bedeutet das: wir müssen uns klar machen, dass jemand, der Verantwortung für andere Menschen hat, in einer Position ist, wo das eigene Verhalten, eben auch Auswirkungen auf die Menschen hat, für die er die Verantwortung übernommen oder bekommen hat. </p>



<p>Das Verhalten der Eltern hat Auswirkungen auf die Kinder. Das des Lehrers auf die Schüler. Das des Gruppenleiters auf die Teilnehmer. Das des Pfarrers auf die Gemeinde. Das der Spartenleitung auf die Sparte. Wenn der Präsident der USA entscheidet, die Atomanlagen des Iran zu bombardieren, dann hat das ggf. Auswirkungen auf die ganze Welt. Wenn der Führer der iranischen Republik, Jahrzehnte lang davon spricht Israel zu vernichten und die Juden ins Meer zu werfen, und die Ernsthaftigkeit dadurch unterstreicht, dass Terrorgruppen wie die Hamas oder Hizbulla finanziert werden, dann hat das Auswirkungen auf den ganzen Iran. ….. ich denke, das brauche ich nicht weiter ausführen. Schauen wir in unser Leben, schauen wir in diese Welt. Dann sehen wir: es stimmt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Elia</h3>



<p>sagt was er von Gott hört. Es soll so lange kein Regen fallen, bis Elia sagt, dass es wieder regnen soll. Letzte Woche haben wir bereits gehört, dass Elia, als er dieses prophetische Wort ausgesprochen hatte, die Erfüllung dieses Wortes, trotzdem noch im Gebet ergreifen, bzw. erflehen musste. <sup class="modern-footnotes-footnote ">2</sup>Daher will ich hierauf nur kurz eingehen: der Wille Gottes passiert nicht einfach von alleine. Wir sind dazu gerufen uns mit dem Willen Gottes im Gebet eins zu machen und auch in dem was wir tun. Und warum ist das so?<strong> Weil Gott uns sehr gerne mit hineinnimmt, in das was er tut und uns teilhaben lassen will an Seinem Wirken.</strong></p>



<p>Was auffällig ist, ist dass Elia keinerlei Diplomatie anwendet. Er führt keinen Smalltalk, er versucht nicht, Ahab davon zu überzeugen, dass er doch bitte aufhören soll, den Baalskult in Israel zu fördern. Zumindest berichtet uns die Bibel nix davon. Ich bin davon überzeugt: Elia spricht das prophetische Wort aus, weil es Zeit ist zu handeln, und nicht mehr zu reden.<br>Elia war sicherlich klar, dass 3,5 Jahre ohne Regen für viele Menschen in Israel und darüber hinaus ein Todesurteil sein würde. Trotzdem hat er es ausgesprochen und dann im Gebet darum gerungen, dass es passiert.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wer hat die Verantwortung?</h3>



<p>Vorhin habe ich erklärt, dass Ahab als König Verantwortung für sein Volk hat und seine Taten, Auswirkungen auf das Volk haben. Auch Elia hat Verantwortung. Er ist Prophet und hat den Auftrag, das Volk zurück zu Jaweh zu führen. Sein Handeln, oder in dem Fall, das Aussprechen des prophetischen Wortes, dass es nicht Regnen wird, hat Auswirkungen. Auswirkungen auf Elia selber, auf das Volk Israel und auf die Umgebung. Man könnte jetzt sagen, dass Elia verantwortlich ist, dafür, dass Menschen verhungern. Oder dass Gott dafür verantwortlich ist. Kann man so sehen. Aber, und das ist wichtig: Der eigentliche Verursacher ist nicht Elia, auch nicht Gott. Der eigentliche Verursacher ist Ahab und sein Verhalten mit dem Baalskult.<br>Wir sollten immer bedenken, wer ist der eigentliche Verursacher? Und was sind Folgen die aufgrund des Verursachenden geschieht?<br>Das ist brandaktuell, wenn wir Nachrichten schauen und versuchen einzuordnen, wer hat hier welche Verantwortung, wer ist der Verursacher, der Täter, der Betroffene? <sup class="modern-footnotes-footnote ">3</sup></p>



<p>Und gleich nachdem Elia gegenüber Ahab die Drohung ausgesprochen hat, dass es nicht Regnen wird, bis Elia es sagt, erhält Elia ein neues Wort von Gott. Und Elia tut was Gott ihm sagt. Er geh zum Bach Kerit (heutiges Jordanien), und später dann, nach Serepta (heutiger Libanon). Beides mal verbunden mit dem Versprechen, dass Gott ihn dort versorgen wird. Und so kommt es auch. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Gehorsam und Glaube</h3>



<p>Elia ist gehorsam. Er geht dorthin, wo Gott sagt, wo er hingehen soll. Er vertraut darauf, dass Gott ihn versorgt, wie er es ihm versprochen hat. Durch seinen Gehorsam und seinen Glauben, dass das geschieht, was Gott verheißt, passiert das Wunder, dass Elia durch Raben versorgt wird. Gehorsam und Glaube, gehören sehr oft zusammen und sind wichtige Voraussetzungen dafür, dass sich ereignet, was Gott versprochen hat. Der Gehorsam ist dabei bereits eine Form des Glaubens, dass Gott erfüllt, was er verspricht.<br>Gott schickt Elia ins Ausland. Beide Orte sind außerhalb von Israel. Zuerst östlich des Jordan, dann in den Norden, zu den Phöniziern. Elia wird ein Flüchtling. Er ist ein Asylsuchender, auch wenn es das damals so noch nicht gab. Denn er ist politisch verfolgt. Wäre er in Israel geblieben, hätte Ahab ihn aufgespürt und sicherlich getötet. Spannend an dem zweiten Ort ist: Isebel, die Frau von Ahab, und diejenige, die den Baalskult in Israel eingeführt hat, kommt aus Sidon, das ganz in der Nähe von Serepta liegt. Warum schickt Gott Elia dort hin? Dort, wo der Baalskult herkommt und die Oberhand hat? Vermutlich hat das praktische Gründe. Wer würde den Flüchtling, der den Baalskult bekämpft, denn dort vermuten, wo der Baalskult her kommt?</p>



<p>Ich komme zum zweiten Teil des Bibeltextes.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-medium-font-size">1.Könige 17, 10b-16<br>und als er am Stadttor ankam, war dort eine Witwe gerade damit beschäftigt, Holz zusammenzulesen. Er rief sie an mit den Worten: »Hole mir doch ein wenig Wasser in einem Kruge, damit ich trinke!«# #11 Als sie nun hinging, um es zu holen, rief er ihr die Worte nach: »Bring mir doch auch einen Bissen Brot mit!«# #12 Aber sie antwortete: »So wahr der HERR, dein Gott, lebt! Ich besitze nichts Gebackenes; nur noch eine Handvoll Mehl ist im Topf und ein wenig Öl im Kruge. Eben lese ich ein paar Stücke Holz zusammen, dann will ich heimgehen und es für mich und meinen Sohn zubereiten, damit wir es essen und dann sterben.«# #13 Doch Elia antwortete ihr: »Fürchte dich nicht, gehe heim und tu, wie du gesagt hast; doch zuerst bereite mir davon einen kleinen Kuchen und bringe ihn mir her! Darnach magst du für dich und deinen Sohn auch etwas zubereiten.# #14 Denn so hat der HERR, der Gott Israels, gesprochen: ›Das Mehl im Topf soll nicht ausgehen und das Öl im Kruge nicht abnehmen bis zu dem Tage, wo der HERR wieder Regen auf den Erdboden fallen läßt.‹«# #15 Da ging sie hin und kam der Weisung Elias nach; und sie hatten lange Zeit zu essen, er und sie und ihr Sohn:# #16 das Mehl im Topf ging nicht aus, und das Öl im Kruge nahm nicht ab, wie der HERR es durch den Mund Elias hatte ankündigen lassen.# </p>
</blockquote>



<h3 class="wp-block-heading">Die Witwe</h3>



<p>In diesem Abschnitt geht es ganz wesentlich um die Witwe.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>wir kennen nicht ihren Namen, wir wissen nichts über ihre Lebensgeschichte – außer, dass sie einen Sohn hat und wir erfahren im dritten Abschnitt, dass sie eine Schuld mit sich herumträgt.</li>



<li>wir wissen auch nicht, warum Gott diese Witwe ausgewählt hat.</li>



<li>als sie von Elia angesprochen wird, hat sie mehr oder weniger mit ihrem und dem Leben ihres Sohnes abgeschlossen. Dennoch ist sie bereit ihm Wasser zu holen, damit er trinken kann – das hat mit der Gastfreundschaft im Orient zu tun. Aber als Elia dann noch fordert, dass sie Brot mitbringt, klagt sie ihm sein Leid, dass sie keine Hoffnung mehr für sich und ihren Sohn hat. Noch einmal essen und dann sterben. Das ist ihr Plan.</li>



<li> Und dann fordert Elia die Witwe zu einem Glaubensakt auf. Er verspricht ihr, dass Öl und Mehl nicht zu Ende gehen, sie soll aber zuerst ihm ein Brot backen und dann sich und ihrem Sohn. Was geht im Kopf der Witwe vor? Könnte es ein Trick des Mannes sein um sie um das letzte Essen zu bringen? Oder sagt er die Wahrheit? Die Witwe lässt sich auf diesen Glaubensschritt ein. Sie backt, Elia ein Brot, dann sich und ihrem Sohn und dann viele Tage, Wochen und Monate wieder und wieder. So wird ihr Glaube belohnt. Öl und Mehl gehen nicht zu Ende.</li>
</ul>



<p>Auch hier spielen Glaube und Gehorsam wieder eine wesentliche Rolle. Die Witwe ist gehorsam und geht den Schritt, das Brot zuerst für Elia zu backen. Und glaubt daran, dass es auch für ihren Sohn und sie noch zu einem Brot reichen wird. Und so erlebt sie täglich das Wunder, dass Öl und Mehl nicht ausgehen. Auch hier ist der Gehorsam, eine Art, dem Wort zu vertrauen, daran zu glauben.</p>



<p>Wir kommen zum dritten Abschnitt</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-medium-font-size">1.Könige 17, 17-24<br>17 Nachmals aber begab es sich, daß der Sohn jener Frau, der das Haus gehörte, krank wurde, und seine Krankheit verschlimmerte sich so, daß kein Atem mehr in ihm blieb.# #18 Da sagte sie zu Elia: »Was haben wir miteinander zu schaffen, du Mann Gottes? Du bist nur deshalb zu mir gekommen, um meine Verschuldung bei Gott in Erinnerung zu bringen und den Tod meines Sohnes herbeizuführen!«# #19 Er antwortete ihr: »Gib mir deinen Sohn her!« Er nahm ihn dann von ihrem Schoß, trug ihn in das Obergemach hinauf, wo er selbst wohnte, und legte ihn auf sein Bett;# #20 dann rief er den HERRN an und betete: »HERR, mein Gott, hast du wirklich die Witwe, bei der ich zu Gast bin, so unglücklich gemacht, daß du ihren Sohn hast sterben lassen?«# #21 Darauf streckte er sich dreimal über den Knaben hin und rief den HERRN mit den Worten an: »HERR, mein Gott, laß doch die Seele[2] dieses Knaben wieder in ihn zurückkehren!«# #22 Da erhörte der HERR das Gebet Elias, und die Seele des Knaben kehrte in ihn zurück, so daß er wieder auflebte.# #23 Elia aber nahm den Knaben, trug ihn aus dem Obergemach ins Haus hinunter und übergab ihn seiner Mutter mit den Worten: »Sieh her, dein Sohn lebt!«# #24 Da antwortete die Frau dem Elia: »Ja, nun weiß ich, daß du ein Mann Gottes bist und daß das Wort des HERRN in deinem Munde Wahrheit ist!</p>
</blockquote>



<p>Als der Sohn der Witwe stirbt, bricht es aus der Witwe heraus. <em>„Was haben wir miteinander zu schaffen, du Mann Gottes? Du bist nur deshalb zu mir gekommen, um meine Verschuldung bei Gott in Erinnerung zu bringen und den Tod meines Sohnes herbeizuführen!“ </em><br>Die Witwe wirft Elia vor, dass er nur deshalb zu ihr gekommen sei, um sie an ihre Fehler zu erinnern.<br>Wir müssen uns in die Situation der Witwe hineinversetzen. Der Sohn ist ihr ein und alles. Das Letzte, was ihr geblieben ist. Vielleicht eine Erinnerung an ihren Mann. Er ist aber auch ihre Lebensversicherung. Denn er kann für sie sorgen, wenn er alt genug wird. Doch das ist nun vorbei. Das Letzte was ihr geblieben ist, wurde ihr genommen. Mit ihrem Sohn verliert sie letztlich alles. </p>



<p>Wir wissen nicht um was für eine Schuld es geht, von der sie spricht. Elia wohl auch nicht, wenn wir sein Gebet lesen. Aber die Schuld muss so gravierend sein, dass sie vermutet, dass der Tod ihres Sohnes die Strafe dafür ist. Ihr Ausspruch gegenüber Elia ist Ausdruck ihres Schmerzes und ihres Frustes und vermutlich auch des Selbstvorwurfes, den sie sich macht.</p>



<p>Der Bibeltext erklärt nicht, warum der Sohn gestorben ist. Es heißt lediglich, dass <em>„kein Atem mehr in ihm blieb!“ </em> Solche Dinge passieren. Wir wissen oft nicht warum. Wir wissen nicht wann. Wir wissen nicht, wozu. Es ist nicht gerecht. Es ist einfach nur schmerzhaft. Ja, man kann das theologisch erklären, manchmal auch medizinisch, warum es Leid gibt, oder warum solche Dinge passieren. Aber das ist in keiner Weise befriedigend. Schon gleich gar nicht, wenn man selber betroffen ist oder irgendwie davon berührt.  Es kann helfen, eine gedankliche Wendung zu machen. Die Frage, warum mir ein Leid passiert, oder warum es Leid gibt, mag oben auf liegen. Aber wäre es nicht besser zu fragen: wie gehen wir mit dem Leid um, das uns begegnet oder selber trifft?</p>



<p>Vor längerem kam ich mit jemand ins Gespräch, der solche Schicksalsschläge erlebt hat, die man nicht mal seinem schlimmsten Feind wünscht. Wir haben auch darüber gesprochen, welchen Erfahrungsschatz diese Person gesammelt hat. Die wichtigste Aussage aus dem Gespräch war:<br><em>„Andreas, es ist egal, ob das was ich erlebt habe einen Sinn in Gottes Plan hat oder nicht. Ob ich dadurch was wichtiges gelernt habe, oder nicht. Das was ich erlebt habe ist mit nichts zu rechtfertigen. Aber ich bin Gott deshalb nicht böse. Er ist Gott“</em><br>Ich bin noch immer ganz bewegt, von diesem Glauben, den ich in dieser Aussage wahrnehmen konnte. Es ist ein Beispiel, wie wir mit Leid umgehen können. Ich sage nicht, dass das allen möglich ist, so mit erlittenem Leid umzugehen. Aber es ist <strong>eine</strong> Möglichkeit.<br><em>&#8222;Eine andere Person sagte mir: Wenn mein Sohn heute stirbt, dann ist das schlimm. Aber, er hatte bis dahin ein gutes Leben und dafür will ich dankbar sein.&#8220; </em>Auch das ist ein möglicher Umgang mit so einer schwierigen Situation. Nur zwei Beispiele!</p>



<p>Als Christen sind wir Teil dieser Welt. Jesus hat uns zu keiner Zeit versprochen, dass der Glaube an ihn uns vor Leid bewahrt. Im Gegenteil sagt Jesus an verschiedenen Stellen, dass wir uns auf Leiden einstellen müssen. <sup class="modern-footnotes-footnote ">4</sup> In leidvollen Situationen kann und möchte uns Jesus eine Hilfe sein. Wir können wir auf den leidenden Christus am Kreuz schauen. Er kann und will uns Trost sein und Ermutigung. Wenn selbst Jesus, der vor Anfang der Zeit bereits war, leidet, wie sollte ich denken, das würde nicht auch mich treffen können?</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie gehen Elia und die Witwe mit der leidvollen Situation um?</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die Witwe macht Elia Vorwürfe. Und das kann ich ihr nicht verübeln. Aus ihr kommt aller Frust heraus. Sie ist hilflos. Sie ist verzweifelt.</li>



<li>Elia aber, geht ins Gespräch mit Gott</li>



<li>Als der Sohn der Witwe stirbt, und die Witwe Elia vorwirft, er sei dafür verantwortlich, gibt es kein Reden Gottes, sondern Elia handelt so, wie er es für richtig hält. Er tröstet nicht die Mutter. Er rechtfertigt nicht Gott oder versucht zu erklären, warum das passiert ist. Er lässt sich den toten Sohn geben, zieht sich zurück und betet.</li>



<li>Elia versteht auch nicht, warum der Sohn gestorben ist. Er macht Gott keine Vorwürfe, sondern fragt, ob es sein kann, dass Gott tatsächlich derjenige ist, der diese Unglück bewirkt hat. </li>



<li>Und das flehende Gebet Elias wird von Gott wieder erhört. Und Elia kann der Witwe ihren Sohn lebendig wieder zurück geben. </li>
</ul>



<p>Ich wünschte, alle leidvollen Ereignisse hätten so ein Ende. Aber so ist es leider nicht.</p>



<p>Am Anfang hab ich davon gesprochen, dass wir im Gebet, das vor Gott bringen, was er selber verheißen hat. Hier sehen wir, dass unser Gebet auch dann kraftvoll sein kann, wenn es keine klare Aussage Gottes dazu gibt, was seine Gedanken zu einer Situation sind.</p>



<p>Als die Witwe ihren lebenden Sohn zurück erhält, sagt sie: <em>„nun weiß ich sicher, dass Du ein Mann Gottes bist.“ </em>Und ich frage mich, Dein Ernst? Die Witwe erlebt monatelang dass das Öl und das Mehl nicht ausgehen. Aber erst nachdem ihr Sohn stirbt und wieder lebend wird, ist sie sich sicher, dass Elia ein Mann Gottes ist und was er sagt, die Wahrheit ist. Erstaunlich, dass das Wunder der Öl und Mehlvermehrung diesen Glauben nicht ausgelöst hat. Sondern erst die Auferweckung ihres Sohnes von den Toten.</p>



<p>Wunder können Glauben wecken. Aber es ist nicht garantiert. Es braucht die Gottesbegegnung, damit Glauben entsteht. Diese Gottesbegegnung hat die Witwe nicht in der, oder durch die wundersamen Versorgung erfahren, sondern als sie ihren toten Sohn wieder lebendig in die Arme schließen durfte.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Zum Abschluss möchte ich nochmals auf zwei Punkte kurz eingehen:</h3>



<h4 class="wp-block-heading">Zuerst Gehorsam und Glaube</h4>



<p>ich bin davon überzeugt, es ist gut, Gehorsam und Glaube, einzuüben. Wie könnte das gehen, das einzuüben? Mein Vorschlag ist, dass jeder von uns sich einen Auftrag Gottes vornimmt und schaut, wie er zu erfüllen ist. An zwei Beispielen will ich das kurz erklären.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Es gibt den klaren Auftrag Jesu, dass wir als sein Jünger, Menschen zu Jüngern machen sollen. <sup class="modern-footnotes-footnote ">5</sup></li>



<li>wenn Du daran üben willst, Gehorsam und Glaube zu trainieren, dann frage Gott, wie er von Dir gerne hätte, dass Du diesen Auftrag erfüllst, Menschen zu Jüngern zu machen. Es kann sein, Gott möchte, dass Du Leserbriefe schreibst, die Glauben wecken. Oder dass Du an einer Strassenevangelisation teil nimmst, oder dass Du Dich um Bedürftige kümmerst und ihnen Jesus bezeugst oder, oder oder. Wenn Du unsicher bist, sprich mit einem anderen Christen dem Du vertraust darüber.</li>



<li>dann sei gehorsam und probiere es aus, tue es!</li>



<li>und dann erlebe, wie Gott durch Dich wirkt.<br></li>



<li>Zweites Beispiel: den Zehnten geben – das bedeutet, 10% des eigenen Einkommens ins Reich Gottes zu geben. Wenn Du daran üben willst Gehorsam und Glaube zu trainieren, dann</li>



<li>lies, was die Bibel zum Thema 10ten sagt</li>



<li>frage Gott, wo im Reich Gottes er gerne Deinen Zehnten gebrauchen will. Wenn Du unsicher bist, sprich mit einem anderen Christen dem Du vertraust darüber.</li>



<li>richte einen Dauerauftrag ein.</li>



<li>erlebe, wie Gott Dich trotzdem mit allem versorgt, das Du brauchst</li>
</ul>



<p>Das sind nur zwei Beispiele. Wenn Du in der Bibel einen anderen Auftrag liest, dann kannst Du natürlich auch das Training damit beginnen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Das Zweite das ich nochmals kurz ansprechen will ist: Wie gehe ich mit Leid um?</h4>



<ul class="wp-block-list">
<li>es ist gut, sich damit auseinander zu setzen, wenn man gerade nicht in einer Leidvollen Situation ist! Wenn man in einer leidvollen Situation ist, hat man gar nicht die Kraft dazu.
<ul class="wp-block-list">
<li>das kann man z.B.machen, in dem man die Psalmen liest. Sie zeigen zahlreiche Möglichkeiten, wie man mit Leid umgehen kann. oder das Buch Hiob. Oder Lebensgeschichten, wie Bonhoeffer, oder Klepper….</li>
</ul>
</li>



<li>Komm mit Deinem Mentor ins Gespräch und vertrau ihm Deine Ängste und Sorgen an.</li>



<li>Sprich mit Jesus über Deine Ängste, Fragen und Sorgen.</li>



<li>Schau auf den gekreuzigten Jesus! Er kennt Leid. Er ist im Leid immer bei uns, egal ob wir es spüren oder nicht.</li>
</ul>



<p>Amen</p>



<p></p>
<div>1&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Mk 11,24 / Johannes 14,13f / 1.Johannes 4,14f / Lukas 11.9f / Psalm 37,4</div><div>2&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Jakobus 5,17f </div><div>3&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Es ist sicherlich richtig und wichtig, wenn wir die Situation in Gaza benennen. Was dort passiert, ist grausam. Aber, Ursache dafür ist die Hamas! Sie droht mit der Vernichtung Israels. Sie hat Israel am 7.Oktober 2023 überfallen und ca. 1200 Israelis getötet und mehr als 240 entführt. Die Hamas könnte die Situation in Gaza sehr schnell zum Guten verändern. Sie müsste nur die restlichen Geiseln frei lassen und die Waffen nieder legen. Damit möchte ich in keiner Weise alles rechtfertigen, was die israelische Armee in Gaza tut. Aber die Verantwortlichen, sollten benannt werden.</div><div>4&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Markus 8,34f / Johannes 15, 18ff / Philipper 1,29 / 2.Timotheus 3,12 / Römer 8,17f</div><div>5&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Matthäus 28,19</div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Auferstanden?</title>
		<link>https://jesus-follower.xyz/auferstanden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Peschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 May 2025 14:00:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibelgelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Christentum]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich möchte mit euch einige Menschen aus dem Ostergeschehen, wie es im Johannesevangelium im Kapitel 20 vorkommt, anschauen und überlegen, was wir von ihnen lernen können. Maria von Magdala, Johannes, Petrus, Thomas und die Jünger.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Diese Predigt wurde am Ostersonntag 2025, auf der Ostertagung des CVJM Esslingen gehalten. Da die Originalfassung einige CVJM Esslingen spezifische Inhalte hatte, habe ich die Predigt hier so angepasst, dass sie auch für nicht CVJMer hoffentlich verständlich und segensreich ist.</p>



<p>Liebe Gottesdienstgemeinde,<br>wir haben uns den Ostergruß zugesprochen. &#8222;Der Herr ist auferstanden – er ist leibhaftig auferstanden. Halleluja!&#8220; Was für ein Bekenntnis.</p>



<p>Wie ernst wird denn diese Aussage im allgemeinen genommen? Laut aktuellen Umfragen ist es so, dass in Deutschland gerade mal ca.20% der Menschen an die leibhaftige Auferstehung Jesu glauben. Nimmt man nur die Menschen, die zur ev. Landeskirche gehören, sind es knapp 25%, am höchsten in der Glaube daran in ev. Freikirchlichen Gemeinden. Dort glauben knapp 60% an die leibhaftige Auferstehung. Erstaunt euch das?</p>



<p>Die Jünger Jesu waren drei Jahre mit Jesus unterwegs. Sie haben grandiose Wunder erlebt. Tausende wurden von ein paar Fischen und Broten satt! Tode wurden wieder lebendig! Blinde konnten wieder sehen! und noch Vieles mehr.<br>Jesus hat ihnen gesagt, dass er stirbt und am dritten Tag von den Toten aufersteht.<br>Die Jünger dürften doch eigentlich kein Problem damit haben, die Auferstehung Jesu zu glauben, oder?<br></p>



<p>Ich möchte mit euch einige Menschen aus dem Ostergeschehen, wie es im Johannesevangelium im Kapitel 20 vorkommt, anschauen und überlegen, was wir von ihnen lernen können.</p>



<p>Ich verzichte darauf, das Kapitel vorzulesen. Ich werde lediglich kurz mit eigenen Worten die wesentlichen Punkte erzählen. Schlagt aber sehr gerne eure Bibel auf, <a href="https://www.bibleserver.com/NG%C3%9C.MENG.LUT/Johannes20">Kapitel 20, Johannes Evangelium</a>. Originaltext ist wichtig.</p>



<p><strong>Ich starte mit</strong></p>



<p>Maria aus Magdala – Früh am Morgen des Sonntags geht sie zum Grab. Es ist noch dunkel. Als sie sieht, dass der Stein vor dem Grab weg ist, rennt sie schnurstraks zu Petrus und Johannes um ihnen davon zu erzählen, dass der Leichnam Jesu geklaut worden ist. Sie sieht den weggerollten Stein und folgert daraus etwas, nämlich, dass der Leichnam Jesu gestohlen worden sei, was sich später dann als falsch erweist. Sie folgt den beiden Jüngern zurück zum Grab und erst als sie dort angekommen ist, schaut sie ins Grab hinein. Wir wissen nicht, warum sie nicht gleich hineingeschaut hat. Vielleicht hatte sie Angst davor, was sie sehen könnte. Vielleicht war für sie wichtig, dass Johannes und Petrus zuerst hineingeschaut haben. Im Grab sieht sie zunächst zwei Engel und als Jesus, der hinter ihr steht, sie fragt, wen sie sucht, denkt sie, er sei der Gärtner. Die zweite falsche Schlussfolgerung, die sie hat. Erst als Jesus sie mit ihrem Namen anspricht, erkennt sie ihn und glaubt. Sie geht wieder zurück zu den Jüngern und diesmal hat sie die Botschaft der Botschaften mitgebracht. Sie ist es, die die Botschaft von der Auferstehung Jesu zu den Jüngern bringt.</p>



<p>Maria Magdalena, war eine Frau, mit einer besonderen Beziehung zu Jesus. Die Bibel berichtet, dass Jesus sieben Dämonen aus ihr ausgetrieben hat. Und dass sie so mutig war, als Jesus gekreuzigt wurde, nicht weg zu laufen, sondern die Kreuzigung mit an zu sehen und in der Nähe Jesu zu bleiben.</p>



<p>Eine mutige Frau. Eine, die Jesus in seiner schlimmsten Stunde treu ist.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was können wir von Maria und der Situation beim Grab lernen?</h3>



<p>1. Wir sollten nicht zu schnell Schlüsse ziehen<br>◦ lasst uns genau hinschauen. Ist es wirklich so, wie ich es wahrnehme? Bei Maria, Stein weg vor dem Grab=Leichnam weg? Bei uns, vlt.: der guckt so komisch=der mag mich nicht.<br>◦ lasst uns genau hinhören. Hat die Person tatsächlich gesagt, was ich meine verstanden zu haben? <br>◦ lasst uns neugierig sein, um zu verstehen und den Grund dessen zu erfahren, der hinter einer Situation oder Aussage steht.</p>



<p>Der zweite Punkt, den wir lernen können ist,<br>2. Wir brauchen die Ansprache Jesu<br>◦ nicht die Vorhersagen Jesu, dass er stirbt und am dritten Tag aufersteht haben Maria zum Glauben geführt.<br>◦ nicht die Wunder, die sie mit Jesus erlebt hat, haben Maria zum Glauben gebracht<br>◦ erst als Jesus, Maria beim Namen nennt, erkennt sie ihn als den Auferstandenen und glaubt.</p>



<p>Jesus hat mich beim Namen genannt und auch Dich. Deshalb glauben wir. Wir können nicht aus eigener Kraft, oder eigenem Antrieb glauben. Auch unsere Erfahrungen sind es nicht, die den Glauben bewirken. Damit wir glauben, dafür braucht es die Ansprache Jesu.</p>



<p><strong>Fazit: </strong>Das Kreuz schafft neue Tatsachen. Matthias hat uns das am Karfreitag verdeutlicht. Aber erst durch die Begegnung mit Jesus, werden diese Tatsachen für uns relevant und greifbar und wir werden verändert.<br>Bei Maria sieht die Veränderung so aus: sie kommt voller Trauer zum Grab, verlässt es aber voller Freude und Hoffnung. Das Kreuz, bzw. die Begegnung mit Jesus, verwandelt ihren Schmerz in Hoffnung.</p>



<p>Nach unserem gemeinsamen Wochenende im Herbst, haben die Leute ganz unterschiedliches über das Wochenende erzählt. Teilweise waren die Unterschiede so stark, dass man sich fragen konnte ob die Leute auf demselben Wochenende waren. Manche waren verletzt, andere verunsichert, welchen Weg wir als CVJM weiter gehen, wieder andere haben gar nicht verstanden, wo das Problem liegt. Es war notwendig miteinander ins Gespräch zu kommen. Es musste geklärt werden, was hat die Person gemeint, wenn sie dies oder jenes gesagt hat. Und auch zu vermitteln, was das, was gesagt wurde, bei anderen ausgelöst hat.<br>Ich bin sehr dankbar für zahlreiche persönliche Gespräche und auch für Gesprächsrunden mit Vielen, in denen manches zurechtgerückt und erklärt werden konnte. Danke an alle, die bereit waren und sind, tiefer zu graben und genau hinzuschauen und hin zu hören. Und ich bin sehr dankbar, dass wir auf einem guten Weg sind, uns neu zusammen zu stellen.</p>



<p><strong>Dann möchte ich auf</strong><br>Petrus + Johannes schauen. Als Maria ihnen erzählt, dass der Leichnam Jesu weg sei, rennen sie zum Grab. Was haben sie sich erhofft? Was haben sie erwartet zu finden? Haben sie vielleicht gedacht, Maria hat nicht richtig geschaut? War da doch irgendein Funken an Erinnerung daran, dass Jesus seine Auferstehung vorhergesagt hat? Petrus ist zwar als zweiter am Grab, aber er geht als erster hinein. Johannes folgt ihm. Sie sehen die Leinenbinden liegen, und das Kopftuch, das dem Leichnam um den Kopf gebunden war. Sie sahen, dass die Tücher nicht einfach auf den Boden geworfen waren, sondern zusammen gerollt an unterschiedlichen Stellen im Grab. Und dann sagt die Bibel, über Johannes, dass er glaubte. Sie gehen zurück zu den anderen Jüngern. Der Abschnitt endet mit dem Satz: <em>&#8222;Es stand zwar fest, dass Jesus von den Toten auferstehen würde, aber das verstanden sie damals noch nicht.&#8220;</em></p>



<p>Petrus und Johannes gehören zum aller engsten Jüngerkreis Jesu. Die Bibel berichtet an verschiedenen Stellen davon, dass Jesus drei der 12 Jünger zu bestimmten Ereignissen, explizit herausgerufen hat. Jakobus war im Übrigen der dritte, der aber hier gar nicht explizit genannt wird.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was können wir von Petrus und Johannes in dieser Situation lernen?</h3>



<p>1. wir sehen das Offensichtliche, aber verstehen es nicht. <br>◦ Obwohl Petrus und Johannes zu aller engsten Jüngerkreis gehören, verstehen sie nicht, was passiert ist. Grabräuber hätten wohl kaum die Tücher abgenommen und dann auch noch zusammengerollt. Die Tücher waren ja wertvoll. Auch wenn jemand den Leichnam aus anderen Gründen geklaut hätte, warum die Tücher abnehmen und zusammen legen?<br>◦ die Bibel sagt über Johannes dass er glaubte und kurz darauf, dass sie es damals noch nicht verstanden. Das trifft die damalige Situation gut finde ich. Es ist eine Situation „dazwischen“. Und das ist doch auch Teil unserer Realität: Wir glauben, aber wir verstehen manches oder auch vieles noch nicht. Und wir es gibt auch immer wieder Phasen, wo uns das Glauben schwer fällt. Da können wir uns dann dem Gebet aus Markus 9,24 anschließen: <em>&#8222;Ich glaube! Hilf mir heraus aus meinem Unglauben!&#8220;</em></p>



<p>2. wir sollten den Zusagen Jesu vertrauen, aber barmherzig mit unserem Unglauben sein.<br>◦ Obwohl Jesus seinen Tod und auch seine Auferstehung vorhergesagt hat, haben die Jünger es zunächst nicht geblickt. Zu „unrealistisch“, zu unvorstellbar war das, was Jesus sagte. Und das, obwohl die Jünger die Wunder Jesu miterlebt haben. Wie viel mehr ist es für uns herausfordernd, dem glauben zu schenken, was Jesus in der Bibel verheißt? Und wenn ich das hier so sage, dann soll das keine Ausrede für Unglauben sein. Es soll uns trösten, nicht bequem machen!</p>



<p>Die Realität hat sich verändert. Jesu Tod und seine Auferstehung, haben veränderte Tatsachen geschaffen. Aber diese Realität ist bei den Jüngern noch nicht wirklich angekommen. Dafür braucht es die Begegnung mit Jesus.</p>



<p><strong>Fazit: </strong>Das Kreuz schafft neue Tatsachen. Aber damit dies in unser Leben dringen kann, braucht es die Begegnung mit Jesus. Petrus und Johannes, beginnen zu verstehen, aber es erfüllt noch nicht ihr Herz. Sie stehen zwischen Glauben und Unglauben.</p>



<p>Aus meinem eigenen Erleben kenne ich extrem herausfordernde Zeiten. Dann geht es mir so, dass ich zwar nach wie vor weiß, dass in Jesus Kraft ist, dass im Kreuz Vergebung ist, dass mit Jesus alles möglich ist…. aber das Wissen darum, ist nicht unbedingt wirklich hilfreich. Was mir in solchen Situationen wirklich hilft, den Kopf zu heben und weiter zu gehen, sind die Begegnungen mit Jesus, sei es im Gebet oder durch liebe Geschwister, die mich ermutigen, oder für mich da sind. Die Gemeinschaft mit anderen, die mehr Glauben haben als man selber. Diese Gemeinschaft, ist unbedingt notwendig. Wir können nur in Gemeinschaft wirklich nachfolgen. Wie dankbar bin ich für euch! Für unsere Mitarbeitergemeinde. </p>



<p><strong>Und nun kommen wir zu den</strong></p>



<p>Jüngern – sie haben zwar von Maria gehört, dass sie den Auferstandenen gesehen hat. Sie schließen sich trotzdem vor Angst in einen Raum ein. Das tun sie zusammen, nicht jeder für sich. Die Gemeinschaft ist ihnen wichtig. Vielleicht gerade deshalb, weil sie um ihr Leben fürchten. Die Botschaft von der Auferstehung Jesu, hat sie erreicht. Vielleicht haben manche an Maria gezweifelt und gedacht, dass sie vielleicht phantasiert hat, oder hysterisch sei. Ich vermute aber auch, dass sie begonnen haben zu diskutieren und sich an die Aussagen Jesu zu erinnern. Ein Prozess hat bei ihnen begonnen. vermutlich waren sie zumindest innerlich ein wenig ermutigt. Aber sie waren noch nicht an dem Punkt, dass die Realität der Auferstehung ihr Leben geprägt hat. Und dann, plötzlich kommt Jesus in den verschlossenen Raum. Er zeigt seine Wundmale. Die Jünger erkennen ihn. Er gibt ihnen den HG und gibt ihnen Vollmacht Sünde zu vergeben oder auch nicht zu vergeben.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was können wir von den Jüngern in dieser Situation lernen?</h3>



<p>1. Begegnung mit Jesus, verwandelt Angst in Mut<br>◦ Erst die Begegnung mit dem Auferstandenen lässt die Tatsache der Auferstehung ihr Wirkung entfalten, gibt den Jüngern Mut und Frieden. <br>◦ welche Ängste und Sorgen tragen wir mit uns herum? Wir haben am Freitag gehört, dass wir uns, auch angesichts von Kriegsdrohungen, Umwelt- oder Klimakatastrophe  oder auch persönlichen Herausforderungen, nicht entmutigen lassen brauchen. Egal was es ist. Jesus ist Herr! auch darüber. Egal auch, wie sich die Dinge weiter entwickeln. Jesus ist Herr! Er weist die Tiere und Monster, wie sie im <a href="https://www.bibleserver.com/NG%C3%9C.MENG.LUT/Daniel7">Daniel Buch</a> beschrieben sind, in ihre Schranken.</p>



<p>Vor einigen Jahren, hatten wir hier im CVJM eine junge Frau, Mutter und Ehefrau. Sie hatte eine Krebsdiagnose. Wir haben immer wieder gebetet. Es war ein Kampf, es gab Hoffnung + Ermutigung. Sie ist dann nach einiger Zeit am Krebs gestorben. Das war hart. Frustrierend. Die Frage: Hat Gott unsere Gebete nicht gehört? war greifbar. Eine Frage, die ich nicht abschließend beantworten kann.<br>Aber was ich sagen kann ist, dass ich in den Begegnungen mit Ihr, beim Gebet für sie, etwas von der verändernden Kraft des Kreuzes erlebt habe. Ich kann mich noch erinnern, als wir gemeinsam Abendmahl gefeiert haben, wie sie danach mit neuem Mut, mit neuer Kraft ausgerüstet war. Ein Zeichen für die Kraft Gottes, selbst in so einer scheiß Situation. Auch, wenn letztlich die erbetene Heilung nicht eingetreten ist.<br><br>2. wir sind beschenkt mit dem Heiligen Geist<br>◦ es ist wichtig, dass wir uns das immer wieder klar machen. Der heilige Geist ist Gott in uns! Er ist unser Anwalt- sei es vor unserer Selbstanklage, oder wenn wir z.B. unseren Glauben verteidigen müssen. Der heilige Geist ist unser Tröster, wenn wir eine schlimme Zeit erleben, oder uns einfach zum Heulen ist. Der heilige Geist zieht uns hin zu Jesus und zum Vater. ER rüstet uns aus mit Gaben und Fähigkeiten und verändert uns so, dass wir Jesus immer ähnlicher werden.</p>



<p>3. Jesus rüstet uns mit unglaublicher Vollmacht aus<br>◦ Jesus sagt: „ Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr sie nicht vergebt, dem sind sie nicht vergeben“ Er sagt dies den Jüngern. Mit was für einer unglaublichen Macht und welch riesiger Verantwortung, rüstet Jesus hier seine Jünger aus?<br>       <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/25aa.png" alt="▪" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Achtung, es ist wichtig, dabei zu bedenken, was wir am Freitag zum Thema „billige Gnade“ gehört haben. Doch wer seine Sünde bekennt und wer Reue und Umkehr zeigt, dem sollte Vergebung nicht verweigert werden.<br>◦ Jesus spricht Petrus in Mt.16,19 zu, dass er die Schlüssel zum Himmel habe. Joh.20, erweitert die Aussage auf die Jünger, und letztlich auf uns alle, die wir Jünger Jesu sind.</p>



<p><strong>Fazit:</strong> Das Kreuz schafft neue Tatsachen. Für die Jünger, für Petrus und Johannes, werden diese Veränderungen erst relevant und greifbar, als ihnen der auferstandene Jesus begegnet. Vorher stehen sie zwischen Glauben und Unglauben. Sie haben Angst. Sie haben viele Fragezeichen im Kopf. Durch die Jesus Begegnung verschwinden die Fragezeichen. Verschwindet die Angst. Wird der Glaube greifbar. Sie werden erfüllt mit dem HG und ausgerüstet mit Vollmacht. Sie tun das in der Gemeinschaft. Das ist auch ein Vorbild für uns. Die Jünger lebten im vorchristlichen Zeitalter. Wir leben in einem nachchristlichen Zeitalter. Ohne enge geistliche Gemeinschaft wird es in dieser Zeit kaum möglich sein, Jesus nach zu folgen.</p>



<p><strong>Ich komme zur letzten Person, aus Johannes 20. Der Apostel</strong></p>



<p>Thomas – Er ist nicht dabei, als Jesus sich den Jüngern zum ersten Mal zeigt. Wir wissen nicht warum, und wo er war. Als er wieder zu den anderen stößt und sie ihm erzählen, dass sie Jesus gesehen haben, sagt er, dass er das erst glauben kann, wenn er Jesu durchbohrte Hände sieht und seine Finger in Jesu durchbohrte Seite legt. Er gibt sich nicht mit Erzählungen zufrieden. Er möchte selber erfahren. Und als sich Jesus einige Zeit später zum zweiten Mal den Jüngern zeigt, ist Thomas dabei. Und als Jesus ihm anbietet seine Finger auf seine durchbohrte Seite zu legen, glaubt er, ohne Jesus zu berühren. Daraufhin sagt JESUS: „<em>Jetzt, wo Du mich gesehen hast, glaubst Du. Glücklich zu nennen sind die, die nicht sehen und trotzdem glauben.</em>“</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was können wir von Thomas in dieser Situation lernen?</h3>



<p>1. Selber erleben, sticht davon zu hören<br>◦ Was die anderen Jünger erzählen, überzeugt Thomas nicht wirklich.  Gleichzeitig bleibt er aber mit den anderen Jüngern in Gemeinschaft. Er setzt sich nicht ab, so nach dem Motto, mit den Irren möchte ich nix zu tun haben. Er ist ehrlich in dem was er sagt. Er reflektiert sich und seinen Glauben, bzw. sein nicht Glauben. Das ist etwas, das wir auch tun sollten.</p>



<p>2. Lasst uns nicht mit weniger zufrieden sein, als Jesus uns geben möchte<br>◦ ein Teil seines Zweifels ist vielleicht auch der Sehnsucht geschuldet, erleben zu können, was die anderen Jünger erlebt haben. Und seine Sehnsucht wird belohnt. Jesus begegnet ihm als Auferstandener. Es ist wichtig, dass wir unsere Möglichkeiten realistisch einschätzen. Aber es ist auch nötig, dass wir mit den unbegrenzten Möglichkeiten Gottes rechnen. Oder umgekehrt gesagt: es ist wichtig, dass wir mit Gottes unbegrenzten Möglichkeiten rechnen, aber es ist auch nötig, dass wir mit beiden Beinen auf dem Boden der Realität stehen.</p>



<p>3. Wir werden glücklich genannt<br>◦ weil wir glauben, ohne Jesus als Auferstandenen gesehen zu haben. </p>



<p><strong>Fazit:</strong> Das Kreuz schafft neue Tatsachen. Für Thomas wird das relevant, als Jesus ihm begegnet. Es verändert sein Denken. Vorher will er es genau wissen und spüren. Dann ist er zufrieden und Glaube ist ihm gewachsen.</p>



<p><strong>Ich ende mit ein paar Frage und Anregungen:</strong></p>



<p>Sind wir zufrieden, wenn wir schöne Lobpreiszeiten haben und gute Gebetszeiten? sind diese Zeiten gefüllt mit guten Gefühlen, oder ist es tatsächlich der Heilige Geist? Oftmals gar nicht so einfach zu trennen, und doch glaube ich, dass es gut ist, wenn wir uns diese Frage immer wieder stellen. Und uns nicht mit dem Status Quo zufrieden geben.<br>Sind wir als CVJM damit zufrieden, wenn wir 500 Junge Menschen in der Woche erreichen? Das ist eine ganze Menge. Aber ist da mehr drin? sollten wir uns danach ausstrecken? Wir sollten uns auf jeden Fall nicht mit weniger zufrieden geben, als Jesus uns geben will.<br>Sind wir als CVJM bekannt in Esslingen als ein Ort, wo es geile Kinder und Jugendarbeit gibt? Sind wir auch bekannt als ein Ort wo Menschen Jesus begegnen können? Wie sprechen die Menschen in Esslingen über den CVJM? Kennen sie uns als Freunde Gottes? Kennen sie uns als einen Ort, an dem man Jesus begegnen kann?</p>



<p>Wir sollten uns immer wieder ehrlich machen. Uns selber gegenüber, einander gegenüber und Jesus gegenüber.</p>



<p>„We follow Jesus“ ist der Titel unserer Ostertagung. Nach zu folgen: Das bedeutet, dass wir uns täglich auf den Weg machen, das Reich Gottes auszubreiten, mit der Kraft des Kreuzes, durch die Begegnung mit Jesus und der damit verbundenen Hoffnung und Veränderungskraft.</p>



<p>Amen</p>



<p>Photo by <a href="https://unsplash.com/@miguelalcantara?utm_content=creditCopyText&amp;utm_medium=referral&amp;utm_source=unsplash">Miguel Alcântara</a> on <a href="https://unsplash.com/photos/a-black-and-white-photo-of-a-door-and-a-cross-8g8i-pwmh9w?utm_content=creditCopyText&amp;utm_medium=referral&amp;utm_source=unsplash">Unsplash</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>(Un-)Glaube</title>
		<link>https://jesus-follower.xyz/un-glaube/</link>
					<comments>https://jesus-follower.xyz/un-glaube/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Peschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Jan 2020 13:03:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[Predigt]]></category>
		<category><![CDATA[Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[Hoffnung]]></category>
		<category><![CDATA[Jahreslosung]]></category>
		<category><![CDATA[jahreslosung 2020]]></category>
		<category><![CDATA[Markus 9]]></category>
		<category><![CDATA[Nutzkraut]]></category>
		<category><![CDATA[Unglaube]]></category>
		<category><![CDATA[Unkraut]]></category>
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					<description><![CDATA["Ich glaube, hilf meinem Unglauben!" Unkraut – ein Wort für Kraut (Pflanzen) die man nicht selber gepflanzt hat, die wachsen auch wenn man sie nicht gießt, die für einen selber keinen Nutzen haben und die sogar ggf. „Nutzkraut“ (Nutzpflanzen) stören, oder den Ertrag verringern.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Einige Gedanken zur<a href="http://www.jahreslosung.eu/jahreslosung-2020.php" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" Jahreslosung  (opens in a new tab)"> Jahreslosung </a><a href="https://peschie1967.de/?s=jahreslosung" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="2020 (opens in a new tab)">2020</a></h4>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>&#8222;Ich glaube, hilf meinem Unglauben&#8220;</p>
<cite>Markus 9, 24  Luther 2017</cite></blockquote>



<p> Unkraut – ein Wort für Kraut (Pflanzen) die man nicht selber gepflanzt hat, die wachsen auch wenn man sie nicht gießt, die für einen selber keinen Nutzen haben und die sogar ggf. „Nutzkraut“ (Nutzpflanzen) stören, oder den Ertrag verringern.</p>



<p>In der Jahreslosung kommt so was ähnliches vor: <em>&#8222;Ich glaube! Hilf meinem Unglauben.&#8220;</em></p>



<p>Wenn man in diesem Sinne (von
Unkraut) überlegt, was Unglaube bedeuten könnte, dann könnte das
heißen: ich hab mich nicht um diese Art Glauben bemüht, ich kümmer
mich auch nicht um diese Art Glauben, aber diese Art Glauben wächst
trotzdem. Sozusagen von alleine. Es ist ein Glauben, der meinen
Glauben an Jesus behindert. Der die Frucht meines Glaubens
beschränkt.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><a href="https://www.bibleserver.com/LUT.NG%C3%9C.MENG/Markus9%2C14" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Der Bibeltext (opens in a new tab)">Der Bibeltext</a>, die Geschichte</h4>



<p>Schauen wir uns den Text der
Jahreslosung im Zusammenhang an.</p>



<p>Direkt vor der Geschichte, aus der die Aussage der Jahreslosung stammt ist Jesus mit Petrus, Jakobus und Johannes auf dem <a href="https://www.bibleserver.com/LUT.NG%C3%9C.MENG/Markus9" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="„Berg der Verklärung“. (opens in a new tab)">„Berg der Verklärung“.</a> Als sie dann wieder vom Berg herunter kommen, ereignet sich diese Geschichte:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Mk.9 ,<em>14 Als sie zu den anderen Jüngern zurückkamen, waren diese von einer großen Menschenmenge umringt, darunter einige Schriftgelehrte, die ein Streitgespräch mit ihnen führten. 15 Sobald die Menge Jesus sah, geriet sie in große Erregung. Alle liefen zu ihm hin und begrüßten ihn. 16 »Worüber streitet ihr euch denn?«, fragte er. 17 Einer aus der Menge antwortete: »Meister, ich bin mit meinem Sohn gekommen; ich wollte mit ihm zu dir, weil er einen stummen Geist hat. 18 Wo immer dieser ihn packt, wirft er ihn zu Boden; dem Jungen tritt Schaum vor den Mund, er knirscht mit den Zähnen und wird ganz starr. Ich habe deine Jünger gebeten, den Geist auszutreiben, doch sie konnten es nicht.« 19 »Was seid ihr nur für eine ungläubige Generation!«, sagte Jesus zu ihnen. »Wie lange soll ich noch bei euch sein? Wie lange soll ich euch noch ertragen? Bringt den Jungen zu mir!« 20 Man brachte ihn, und sowie der Geist Jesus erblickte, riss er den Jungen hin und her, sodass dieser hinfiel und sich mit Schaum vor dem Mund auf dem Boden wälzte. 21 »Wie lange geht das schon so mit ihm?«, fragte Jesus den Vater des Jungen. »Von klein auf«, antwortete der Mann. 22 »Oft hat der Geist ihn sogar ins Feuer oder ins Wasser geworfen, um ihn umzubringen. Doch wenn es dir möglich ist, etwas zu tun, dann hab Erbarmen mit uns und hilf uns!« – 23 »Wenn es dir möglich ist, sagst du?«, entgegnete Jesus. »Für den, der glaubt, ist alles möglich.« 24 Da rief der Vater des Jungen: »Ich glaube! Hilf mir heraus aus meinem Unglauben!« 25 Als Jesus sah, dass immer mehr Leute zusammenliefen, trat er dem bösen Geist mit Macht entgegen. »Du stummer und tauber Geist«, sagte er, »ich befehle dir: Verlass diesen Jungen sofort und geh nicht wieder in ihn hinein!« 26 Da schrie der Geist auf, riss den Jungen heftig hin und her und verließ ihn. Der Junge blieb regungslos liegen, sodass die meisten dachten, er sei tot. 27 Doch Jesus ergriff ihn bei der Hand, um ihn aufzurichten. Da stand der Junge auf. 28 Als Jesus ins Haus gegangen war und seine Jünger mit ihm allein waren, fragten sie ihn: »Warum konnten denn wir den Geist nicht austreiben?« 29 Jesus erwiderte: »Diese Art ´von Dämonen` kann durch nichts anderes ausgetrieben werden als durch Gebet.«“</em> </p>
<cite>Neue Genfer Übersetzung</cite></blockquote>



<p>Nach diesem Ereignis folgt <a href="https://www.bibleserver.com/LUT.NG%C3%9C.MENG/Markus9%2C30" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="die zweite Leidensankündigung (opens in a new tab)">die zweite Leidensankündigung</a> Jesu.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Woher kommt Glaube?</h4>



<p>Glaube ist etwas, das man nicht
produzieren kann.</p>



<p>In Römer 10, 17 steht: <em>„So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Christi.“ </em>  Luther 2017</p>



<p>D.h. Glaube entsteht aus dem Hören
auf das Wort Gottes, bzw. darauf wie es ausgelegt wird. Ich kann
Glaube zwar nicht produzieren, aber ich kann einen guten Rahmen
schaffen, dass er wachsen kann. Indem ich das Wort Gottes lesen,
bewege, und mir zusprechen lasse.</p>



<p>So wie ich einen guten Rahmen
schaffen kann, dass eine Pflanze wächst – oder eben einen
schlechten, dass sie eingeht…</p>



<h4 class="wp-block-heading">Hoffnung</h4>



<p>Der Vater eines offensichtlich kranken Jungen hat gehört, dass Jesus Kranke heilt und Dämonen austreibt. In ihm wächst dadurch der Glaube, dass Gott etwas tun könnte. Hoffnung wird in sein Herz gesät.  </p>



<p>Im Hebräer 11, 1 steht: <em>„Was ist denn der Glaube? Er ist ein Rechnen mit der Erfüllung dessen, worauf man hofft, ein Überzeugtsein von der Wirklichkeit unsichtbarer Dinge.“</em>   NGÜ</p>



<p>D.h. die Hoffnung ist wichtig, denn
sie ist sowas wie eine Voraussetzung dafür was wir glauben. Ohne
Hoffnung – kein Glaube. Ohne Glaube – keine Hoffnung.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Zwischen Glaube und Unglauben</h4>



<p>Was der Vater tut, ist sich auf den
Weg zu machen um Heilung (Dämonenaustreibung) für seinen Sohn zu
bekommen. Das ist praktischer umgesetzter Glaube. Wenn er nicht
gehofft, bzw. geglaubt hätte, dass seinem Sohn geholfen werden
könnte, dann wäre er erst gar nicht los gegangen.</p>



<p>In seiner Aussage: „<em>Doch wenn
es dir möglich ist, etwas zu tun, dann hab Erbarmen mit uns und hilf
uns!«“ </em>zeigen sich seine Zweifel und seine Hoffnung. Er hat
sich aufgemacht, in der Hoffnung dass Jesus handelt. Und nun, da er
vor Jesus steht, traut er seiner eigenen Hoffnung nicht mehr so
recht.
</p>



<h4 class="wp-block-heading">Mein Glaube, mein Unglaube</h4>



<p>Mir geht es auch oft so. In den Jahren im <a href="https://makarios.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Makarios (opens in a new tab)">Makarios</a> gab es immer wieder Menschen und Situationen in denen ich große Hoffnung hatte, dass nicht nur einzelne zum Glauben an Jesus kommen, sondern mehrere. Und gleichzeitig hab ich gemerkt, dass es für mich auch unvorstellbar war.</p>



<p>Oder wenn ich für Kranke bete.
Manchmal habe ich Hoffnung. Manchmal meine ich zu erkennen, dass Gott
handeln will und wird. Und gleichzeitig merke ich, dass ich meiner
eigenen Hoffnung nicht so recht traue.</p>



<p>„<em>»Ich glaube! Hilf meinem
Unglauben!«“</em></p>



<p>Das ist mein Gebet. Ja Jesus, ich
habe Hoffnung. Ja ich glaube Du willst handeln, verändern. Aber ich
zweifle daran, dass Du es jetzt tun wirst. Ich zweifle daran, dass Du
es durch mich tun wirst….. usw.</p>



<p>Vor einigen Wochen hatte ich mal wieder ein frustrierendes Erlebnis. Ich hatte für ein paar Menschen gebetet und es war nix passiert. Nix sichtbares. In mir kam die Frage auf, ob ich vielleicht einfach unfähig bin. Ob ich vielleicht durch das, wie ich bete sogar was schlechter mache…. und dann hat mich die Antwort Gottes getroffen: „Denkst Du tatsächlich Andreas, dass Du verhindern kannst, dass ich tue was ich tun will?“</p>



<p>Für mich erstmal erschreckend.
Denke ich so von mir?</p>



<p>Und dann tröstlich. Gott kommt zu seinem Ziel. Egal wie dumm ich mich anstelle.</p>



<p>Amen</p>



<p>Foto von <a href="https://unsplash.com/@towfiqu999999?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Towfiqu barbhuiya</a> auf <a href="https://unsplash.com/de/s/fotos/glaube?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Der ewige König</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Peschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Dec 2012 13:47:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[Predigt]]></category>
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		<category><![CDATA[Recht]]></category>
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					<description><![CDATA[Predigt beim ökumenischen Gottesdienst zum 1. Advent in St.Elisabeth, Pliensauvorstadt Seht, es werden Tage kommen &#8211; Spruch des Herrn -, da erfülle ich das Heilswort, das ich über das Haus Israel und über das Haus Juda gesprochen habe. In jenen...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Predigt beim ökumenischen Gottesdienst zum 1. Advent in St.Elisabeth, Pliensauvorstadt</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><em>Seht, es werden Tage kommen &#8211; Spruch des Herrn -, da erfülle ich das Heilswort, das ich über das Haus Israel und über das Haus Juda gesprochen habe. In jenen Tagen und zu jener Zeit werde ich für David einen gerechten Spross aufsprießen lassen. Er wird für Recht und Gerechtigkeit sorgen im Land. In jenen Tagen wird Juda gerettet werden, Jerusalem kann in Sicherheit wohnen. Man wird ihm den Namen geben: Jahwe ist unsere Gerechtigkeit. Denn so spricht der Herr: Nie soll es David an einem Nachkommen fehlen, der auf dem Thron des Hauses Israel sitzt.</em></p>
<cite>Jeremia 33, 14-17</cite></blockquote>



<p>Liebe Gottesdienstgemeinde,</p>



<p>zuerst ein kurzer geschichtlich-theologischer &#8222;Rück&#8220;-blick, bevor ich zu den praktischen Punkten, für uns heute komme.</p>



<p>Zeitlich gehen wir&nbsp; &#8211; gegenüber der Zeit in der unser Text gesprochen, bzw. aufgeschrieben wurde &#8211; nochmal ca. ein halbes Jahrtausend weiter zurück. Nachdem die Israeliten das verheißene Land unter Josua endlich eingenommen hatten, wollte Gott den seinem Volk erst gar keinen König geben – denn Gott selber sah sich als ihr König. Einige Zeit lang, berief Gott daher die sogenannten Richter, die das Volk führten – wenn es zum Krieg kam, oder wenn Recht gesprochen werden musste. Aber die Isrealiten waren damit nicht zufrieden, sie wollten einen König, wie die anderen Völker um sie her auch einen hatten. So kam es, dass Gott dem Verlangen des Volkes nach gab und der Prophet Samuel salbte Saul zum ersten König von Israel. Doch dieser wendet sich nach einiger Zeit von dem Gott Israels ab und so erwählt Gott David, wieder gesalbt durch Samuel zum Nachfolger Sauls. David erweist sich als &#8222;der König&#8220; überhaupt – trotz seiner Verfehlungen ist er ein Mann, <strong>dessen Herz ganz Gott gehört</strong>. So kommt es, dass Gott verspricht, dass immer ein König aus der Familie Davids auf dem Königsthron sitzen wird. Und dieses Versprechen Gottes, ist auch Teil unseres heutigen Predigttextes.</p>



<p>Als nach David Tod,der Sohn Davids zum König wird, scheint sich alles sehr positiv zu entwickeln – Salomo wünscht sich Weisheit statt Gold und Macht, er baut den Tempel für Gott …. doch gegen Ende seines Lebens, lässt sich Salomo, von seinen vielen Frauen dazu hinreißen, fremde Götter an zu beten.</p>



<p>Nach Salomos Tod wird das Reich geteilt, es gab einen König im Südreich Juda in Jerusalem, und einen König im Nordreich Israel in Samaria. Und auch da, sind Licht und Schatten dicht aneinander. Licht und Schatten, das heißt, Könige die Gottgefällig handeln, Könige die Gottungefällig handeln. Könige, die irgendwann einmal den Kontakt mit Gott verlieren und Könige, die diesen Kontakt irgendwann wieder bekommen und entsprechend handeln….die Bibel scheut sich nicht, die guten und schlechten Dinge, die diese Könige getan haben zu erzählen.</p>



<p>Als Jeremia, der Prophet, der u.a. diese Zeilen des Predigttextes aufgeschrieben hat, 626 v. der Geburt Jesu, von Gott zum Propheten gerufen wird, ist Joschija König in Jerusalem. Das Nordreich Isreal hat bereits 100 Jahre vorher aufgehört zu existieren. Die Assyrer haben es erobert und die Bevölkerung verschleppt.</p>



<p>Jeremia beklagt in seinen Prophetien im Auftrag Gottes, dass das Volk den Bund mit JHWH – dem Gott Israels &#8211; verlassen hat. Joschija der damalige König, er kam mit acht Jahren an die Macht, versucht ein gottgefälliger König zu sein. Er tut was er kann, um Gottes Wohlgefallen zu finden. Als er den Tempel renovieren lässt, wird im Tempel eine Buchrolle mit den Gesetzen Gottes gefunden. Als Joschija deren Inhalt hört, ist der König tief beschämt, und lässt überall im Land diese Gesetzte umsetzen. Die Götzenstatuen in Juda werden zerstört werden, alle fremden Priester getötet oder vertrieben, das Passahfest wieder nach originalem Ritus gefeiert. Durch diese Reform, das aufrichtige Herz des Königs, wird das Verderben über Juda, das Jeremia angekündigt hat, noch einige Jahre hinaus gezögert.</p>



<p>In 2.Könige 21 bekommt Joschija diese Zusage durch den Mund eines anderen Propheten, dort steht folgendes:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>&#8222;<em>So spricht der Herr, der Gott Israels: Durch die Worte, die du gehört hast, wurde dein Herz erweicht. Du hast dich vor dem Herrn gedemütigt, als du vernahmst, was ich über diesen Ort und seine Bewohner gesprochen habe: dass sie zu einem Bild des Entsetzens und zum Fluch werden sollen. Du hast deine Kleider zerrissen und vor mir geweint. Darum habe ich dich erhört &#8211; Spruch des Herrn.</em>&#8222;</p>
<cite>2.Könige 21</cite></blockquote>



<p>Vom Zeitpunkt dieser Reform, bis zum Tod Joschijas schweigt der Prophet Jeremia. Es scheint fast, als ob sein Auftrag bereits zu Ende wäre.</p>



<p>Doch als Joschija stirbt und sein Sohn Jojakin König wird, zeigt sich sehr schnell, dass die Reform seines Vaters Joschijas keine echte innere, sondern nur äußerliche Veränderung gebracht hat. Die Herzen der Menschen haben sich nicht ihrem Gott JHWH zugewandt. Sie haben nur äußerlich die Riten und Regeln befolgt, aber ihre Herzen waren nicht bei der Sache. Aber genau das ist es, was Gott will!</p>



<p>So wird Jeremia reaktiviert. Und Jeremia kritisiert die Heilssicherheit des Volkes, denn das Volk meint, dass sie allein weil sie Juden sind, Gott auf ihrer Seite sei.</p>



<p>In diese Zeit fällt auch unser Predigttext.</p>



<p>&#8222;<em>Seht, es werden Tage kommen &#8211; Spruch des Herrn -, da erfülle ich das Heilswort, das ich über das Haus Israel und über das Haus Juda gesprochen habe. In jenen Tagen und zu jener Zeit werde ich für David einen gerechten Spross aufsprießen lassen. Er wird für Recht und Gerechtigkeit sorgen im Land. In jenen Tagen wird Juda gerettet werden, Jerusalem kann in Sicherheit wohnen. Man wird ihm den Namen geben: Jahwe ist unsere Gerechtigkeit. Denn so spricht der Herr: Nie soll es David an einem Nachkommen fehlen, der auf dem Thron des Hauses Israel sitzt.</em>&#8222;</p>



<p>Dieser Text enthält viele positive Zusagen Gottes an sein Volk. Direkt vor diesen Versen allerdings prophezeit Jeremia den Untergang des Königreiches. Dann jedoch schwenkt er um und erklärt, dass Gott letztlich gute Gedanken über das Volk hat und prophezeit einen gerechten König in der Nachfolge Davids.</p>



<p>600 Jahre dauert es, bis das Wort Gottes erfüllt wird. Jesus wird geboren.</p>



<p>Drei wesentliche Dinge, die wir aus dem Leben Jeremias und des Predigttextes lernen können, möchte ich herausgreifen!</p>



<p>Das Erste:</p>



<h3 class="wp-block-heading">1. Glauben an Gott!</h3>



<p>Glauben sie, dass sie ewiges Leben haben, weil sie heute hier im Gottesdienst sind? Denken sie, es wird entscheidend sein, ob sie Mitglied in der katholischen oder evangelischen Kirche sind, wenn es im letzten Gericht darum geht – ewiges Leben mit Gott oder ewige Verdammnis ohne Gott?</p>



<p>Dazu sagt Jeremia in Kapitel 7: &#8222;<em>Hört zu, ihr Leute von Juda! Hört alle her, die ihr durch diese Tore in den Tempel geht, um den Herrn anzubeten! So spricht der Gott Israels, der Herrscher der Welt: Ändert euer Leben und Tun! Dann dürft ihr hier wohnen bleiben. Glaubt nicht, dass es euch etwas hilft, wenn ihr ständig wiederholt: Dies ist der Tempel des Herrn, diese ist der Tempel des Herrn, hier wohnt der Herr! Damit betrügt ihr euch selbst! Nein, ihr müsst euer Leben und Tun gründlich ändern!</em>&#8222;</p>



<p>So wenig, wie die Juden das Volk Gottes sind, einfach nur weil sie als Juden geboren wurden, oder weil sie den Tempel Gottes in ihrer Mitte haben – so wenig sind wir Christen, weil wir in die Kirche gehen oder die Eucharistie empfangen. Macht es uns zu einem Hamburger, weil wir zu Mc Donalds gehen? oder werden wir zu Donald Duck, weil wir in Disneyland sind?</p>



<p>Nein!</p>



<p>Was macht uns zu Christen? Der Glaube an Jesus Christus. Der Glaube an seinen Tod und seine Auferstehung. Der Glaube, nicht das für wahr halten! Da ist ein wesentlicher Unterschied. Wenn ich es für wahr halte, dass Döner ungesund ist, dann heißt das noch lange nicht, dass ich entsprechend handle und auf regelmäßigen Dönergenuß verzichte. Viele Alkoholiker glauben, dass zu viel Alkohol schlecht für sie ist – aber sie handeln nicht danach. Glaube in dem wie es Jesus meint, heißt dass der Glaube Auswirkungen hat auf mein Denken, mein Handeln, mein Dasein! Dass ich der Erkenntnis, dass zuviel Döner mir schadet, das Handeln folgen lasse, dass ich nur noch gelegentlich Döner esse – dass ich der Erkenntnis, dass ich ein Alkohol Problem habe, das Handeln folgen lasse, z.B. zu den Anonymen Alkoholikern zu gehen. Dass ich der Erkenntnis, dass Jesus Gottes Sohn ist, gestorben für mich und meine Schuld, die Tat folgen lasse, ihm nach zu folgen, in Worten, Taten und Denken!</p>



<p>Das Zweite</p>



<h3 class="wp-block-heading">2. Ein gerechter König!</h3>



<p>Die Verheißung auf einen gerechten König deutet aus unser heutiger Sicht, ganz klar auf Jesus! Und wenn wir die Geschichte der Könige in Israel und Juda bedenken (und ein wenig habe ich ja in meiner Predigt aufgegriffen) – dann ist kaum vorstellbar, dass es einen gerechten König geben kann – denn selbst der Überkönig David – auf den das Versprechen Gottes, dass immer eine aus dem Hause Davids auf dem Königsthron sitzen wird zurück geht – hatte so seine menschlichen Schwächen.</p>



<p>Jeremia verheißt diesen Jesus, ohne selbst zu wissen, was da genau passieren wird. Niemand kann zu diesem Zeitpunkt erahnen, dass Gott einen so unglaublichen Weg beschreiten wird. Gott wird Mensch! In Jesus wird Gott Mensch. Der König des Universums wird ein gewöhnlicher Zimmermann.</p>



<p>Die Waisen aus dem Morgenland, die den in den Sternen verheißenen König suchen, gehen zuerst zu Herodes, weil sie logisch denken und einen neuen König im Hause des alten Königs vermuten. Doch damit liegen sie total falsch! Damit dass Jesus in einer Krippe liegen wird, konnten sie nicht rechnen.</p>



<p>Gott wird Mensch – doch er wird kein Mensch mit königlicher Macht, er wird kein Mensch, dem man ansieht, dass er König ist. Nein! Sondern Gott wird in Jesus zum inneren König! Man kann Jesus als König erkennen – aber nur mit dem Herzen.</p>



<p>Haben wir Jesus mit unserem Herzen „erkannt“?</p>



<p>Der Verstand wird immer sagen: das ist zu absurd. Das ist völlig abwegig. Ein Gott der Mensch wird? Das gibt es nicht.</p>



<p>Doch wer es zulässt, dass der heilige Geist sein Herz berührt, der kann sagen: Jesus Christus ist Herr! Maranatha. Unser Herr kommt!</p>



<p>Damit kommen wir zum dritten Punkt</p>



<h3 class="wp-block-heading">3. Echte Gerechtigkeit!</h3>



<p>Jeremia schreibt von einem Nachkommen Davids, der für Recht und Gerechtigkeit sorgen wird. Und natürlich schafft Jesus auch heute noch Recht und Gerechtigkeit – zwischen seinen Nachfolgern und seinem Vater – denn durch sein Blut sind wir gerecht vor Gott. Und Jesus schafft auch Recht zwischen den Menschen, durch die Gnade der Vergebung und der Barmherzigkeit.</p>



<p>Doch so sehr wir uns auch bemühen werden – wir werden keine vollständige Gerechtigkeit erlangen können. Die Welt ist eine &#8222;gefallene&#8220; Welt! Echte Gerechtigkeit wird es erst im letzten Gericht geben! Für mich ist es ein Trost, zu wissen, dass am Ende der Zeit Jesus Recht sprechen wird. Er wird mich &#8222;Recht&#8220; sprechen! Und dann werden auch diejenigen zur Rechenschaft gezogen, die sich jetzt dem Arm des Gesetzes entzogen haben – oder sich andersweitig durchmogeln. Erst wenn Jesus wiederkommt in Herrlichkeit und die Welt und die Menschen richten wird, ist die Verheißung Jeremias ganz erfüllt.</p>



<p>Amen</p>



<p>Foto von <a href="https://unsplash.com/@markusspiske?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Markus Spiske</a> auf <a href="https://unsplash.com/de/s/fotos/king?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></p>
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