<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Jünger &#8211; jesus-follower.xyz</title>
	<atom:link href="https://jesus-follower.xyz/tag/junger/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://jesus-follower.xyz</link>
	<description>Predigten, Impulse und andere Inhalte von Verkündigung</description>
	<lastBuildDate>Sun, 04 May 2025 14:00:27 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.1</generator>

<image>
	<url>https://jesus-follower.xyz/wp-content/uploads/2022/04/logoohneuntertextklein_bearbeitet-1-150x150.jpg</url>
	<title>Jünger &#8211; jesus-follower.xyz</title>
	<link>https://jesus-follower.xyz</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Auferstanden?</title>
		<link>https://jesus-follower.xyz/auferstanden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Peschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 May 2025 14:00:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibelgelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[Predigt]]></category>
		<category><![CDATA[Apostel Petrus]]></category>
		<category><![CDATA[Apostel Thomas]]></category>
		<category><![CDATA[auferstanden]]></category>
		<category><![CDATA[Engel]]></category>
		<category><![CDATA[Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[Jesus]]></category>
		<category><![CDATA[Jünger]]></category>
		<category><![CDATA[Maria]]></category>
		<category><![CDATA[Maria Magdala]]></category>
		<category><![CDATA[Maria Magdalena]]></category>
		<category><![CDATA[Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Petrus]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://jesus-follower.xyz/?p=1697</guid>

					<description><![CDATA[Ich möchte mit euch einige Menschen aus dem Ostergeschehen, wie es im Johannesevangelium im Kapitel 20 vorkommt, anschauen und überlegen, was wir von ihnen lernen können. Maria von Magdala, Johannes, Petrus, Thomas und die Jünger.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Diese Predigt wurde am Ostersonntag 2025, auf der Ostertagung des CVJM Esslingen gehalten. Da die Originalfassung einige CVJM Esslingen spezifische Inhalte hatte, habe ich die Predigt hier so angepasst, dass sie auch für nicht CVJMer hoffentlich verständlich und segensreich ist.</p>



<p>Liebe Gottesdienstgemeinde,<br>wir haben uns den Ostergruß zugesprochen. &#8222;Der Herr ist auferstanden – er ist leibhaftig auferstanden. Halleluja!&#8220; Was für ein Bekenntnis.</p>



<p>Wie ernst wird denn diese Aussage im allgemeinen genommen? Laut aktuellen Umfragen ist es so, dass in Deutschland gerade mal ca.20% der Menschen an die leibhaftige Auferstehung Jesu glauben. Nimmt man nur die Menschen, die zur ev. Landeskirche gehören, sind es knapp 25%, am höchsten in der Glaube daran in ev. Freikirchlichen Gemeinden. Dort glauben knapp 60% an die leibhaftige Auferstehung. Erstaunt euch das?</p>



<p>Die Jünger Jesu waren drei Jahre mit Jesus unterwegs. Sie haben grandiose Wunder erlebt. Tausende wurden von ein paar Fischen und Broten satt! Tode wurden wieder lebendig! Blinde konnten wieder sehen! und noch Vieles mehr.<br>Jesus hat ihnen gesagt, dass er stirbt und am dritten Tag von den Toten aufersteht.<br>Die Jünger dürften doch eigentlich kein Problem damit haben, die Auferstehung Jesu zu glauben, oder?<br></p>



<p>Ich möchte mit euch einige Menschen aus dem Ostergeschehen, wie es im Johannesevangelium im Kapitel 20 vorkommt, anschauen und überlegen, was wir von ihnen lernen können.</p>



<p>Ich verzichte darauf, das Kapitel vorzulesen. Ich werde lediglich kurz mit eigenen Worten die wesentlichen Punkte erzählen. Schlagt aber sehr gerne eure Bibel auf, <a href="https://www.bibleserver.com/NG%C3%9C.MENG.LUT/Johannes20">Kapitel 20, Johannes Evangelium</a>. Originaltext ist wichtig.</p>



<p><strong>Ich starte mit</strong></p>



<p>Maria aus Magdala – Früh am Morgen des Sonntags geht sie zum Grab. Es ist noch dunkel. Als sie sieht, dass der Stein vor dem Grab weg ist, rennt sie schnurstraks zu Petrus und Johannes um ihnen davon zu erzählen, dass der Leichnam Jesu geklaut worden ist. Sie sieht den weggerollten Stein und folgert daraus etwas, nämlich, dass der Leichnam Jesu gestohlen worden sei, was sich später dann als falsch erweist. Sie folgt den beiden Jüngern zurück zum Grab und erst als sie dort angekommen ist, schaut sie ins Grab hinein. Wir wissen nicht, warum sie nicht gleich hineingeschaut hat. Vielleicht hatte sie Angst davor, was sie sehen könnte. Vielleicht war für sie wichtig, dass Johannes und Petrus zuerst hineingeschaut haben. Im Grab sieht sie zunächst zwei Engel und als Jesus, der hinter ihr steht, sie fragt, wen sie sucht, denkt sie, er sei der Gärtner. Die zweite falsche Schlussfolgerung, die sie hat. Erst als Jesus sie mit ihrem Namen anspricht, erkennt sie ihn und glaubt. Sie geht wieder zurück zu den Jüngern und diesmal hat sie die Botschaft der Botschaften mitgebracht. Sie ist es, die die Botschaft von der Auferstehung Jesu zu den Jüngern bringt.</p>



<p>Maria Magdalena, war eine Frau, mit einer besonderen Beziehung zu Jesus. Die Bibel berichtet, dass Jesus sieben Dämonen aus ihr ausgetrieben hat. Und dass sie so mutig war, als Jesus gekreuzigt wurde, nicht weg zu laufen, sondern die Kreuzigung mit an zu sehen und in der Nähe Jesu zu bleiben.</p>



<p>Eine mutige Frau. Eine, die Jesus in seiner schlimmsten Stunde treu ist.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was können wir von Maria und der Situation beim Grab lernen?</h3>



<p>1. Wir sollten nicht zu schnell Schlüsse ziehen<br>◦ lasst uns genau hinschauen. Ist es wirklich so, wie ich es wahrnehme? Bei Maria, Stein weg vor dem Grab=Leichnam weg? Bei uns, vlt.: der guckt so komisch=der mag mich nicht.<br>◦ lasst uns genau hinhören. Hat die Person tatsächlich gesagt, was ich meine verstanden zu haben? <br>◦ lasst uns neugierig sein, um zu verstehen und den Grund dessen zu erfahren, der hinter einer Situation oder Aussage steht.</p>



<p>Der zweite Punkt, den wir lernen können ist,<br>2. Wir brauchen die Ansprache Jesu<br>◦ nicht die Vorhersagen Jesu, dass er stirbt und am dritten Tag aufersteht haben Maria zum Glauben geführt.<br>◦ nicht die Wunder, die sie mit Jesus erlebt hat, haben Maria zum Glauben gebracht<br>◦ erst als Jesus, Maria beim Namen nennt, erkennt sie ihn als den Auferstandenen und glaubt.</p>



<p>Jesus hat mich beim Namen genannt und auch Dich. Deshalb glauben wir. Wir können nicht aus eigener Kraft, oder eigenem Antrieb glauben. Auch unsere Erfahrungen sind es nicht, die den Glauben bewirken. Damit wir glauben, dafür braucht es die Ansprache Jesu.</p>



<p><strong>Fazit: </strong>Das Kreuz schafft neue Tatsachen. Matthias hat uns das am Karfreitag verdeutlicht. Aber erst durch die Begegnung mit Jesus, werden diese Tatsachen für uns relevant und greifbar und wir werden verändert.<br>Bei Maria sieht die Veränderung so aus: sie kommt voller Trauer zum Grab, verlässt es aber voller Freude und Hoffnung. Das Kreuz, bzw. die Begegnung mit Jesus, verwandelt ihren Schmerz in Hoffnung.</p>



<p>Nach unserem gemeinsamen Wochenende im Herbst, haben die Leute ganz unterschiedliches über das Wochenende erzählt. Teilweise waren die Unterschiede so stark, dass man sich fragen konnte ob die Leute auf demselben Wochenende waren. Manche waren verletzt, andere verunsichert, welchen Weg wir als CVJM weiter gehen, wieder andere haben gar nicht verstanden, wo das Problem liegt. Es war notwendig miteinander ins Gespräch zu kommen. Es musste geklärt werden, was hat die Person gemeint, wenn sie dies oder jenes gesagt hat. Und auch zu vermitteln, was das, was gesagt wurde, bei anderen ausgelöst hat.<br>Ich bin sehr dankbar für zahlreiche persönliche Gespräche und auch für Gesprächsrunden mit Vielen, in denen manches zurechtgerückt und erklärt werden konnte. Danke an alle, die bereit waren und sind, tiefer zu graben und genau hinzuschauen und hin zu hören. Und ich bin sehr dankbar, dass wir auf einem guten Weg sind, uns neu zusammen zu stellen.</p>



<p><strong>Dann möchte ich auf</strong><br>Petrus + Johannes schauen. Als Maria ihnen erzählt, dass der Leichnam Jesu weg sei, rennen sie zum Grab. Was haben sie sich erhofft? Was haben sie erwartet zu finden? Haben sie vielleicht gedacht, Maria hat nicht richtig geschaut? War da doch irgendein Funken an Erinnerung daran, dass Jesus seine Auferstehung vorhergesagt hat? Petrus ist zwar als zweiter am Grab, aber er geht als erster hinein. Johannes folgt ihm. Sie sehen die Leinenbinden liegen, und das Kopftuch, das dem Leichnam um den Kopf gebunden war. Sie sahen, dass die Tücher nicht einfach auf den Boden geworfen waren, sondern zusammen gerollt an unterschiedlichen Stellen im Grab. Und dann sagt die Bibel, über Johannes, dass er glaubte. Sie gehen zurück zu den anderen Jüngern. Der Abschnitt endet mit dem Satz: <em>&#8222;Es stand zwar fest, dass Jesus von den Toten auferstehen würde, aber das verstanden sie damals noch nicht.&#8220;</em></p>



<p>Petrus und Johannes gehören zum aller engsten Jüngerkreis Jesu. Die Bibel berichtet an verschiedenen Stellen davon, dass Jesus drei der 12 Jünger zu bestimmten Ereignissen, explizit herausgerufen hat. Jakobus war im Übrigen der dritte, der aber hier gar nicht explizit genannt wird.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was können wir von Petrus und Johannes in dieser Situation lernen?</h3>



<p>1. wir sehen das Offensichtliche, aber verstehen es nicht. <br>◦ Obwohl Petrus und Johannes zu aller engsten Jüngerkreis gehören, verstehen sie nicht, was passiert ist. Grabräuber hätten wohl kaum die Tücher abgenommen und dann auch noch zusammengerollt. Die Tücher waren ja wertvoll. Auch wenn jemand den Leichnam aus anderen Gründen geklaut hätte, warum die Tücher abnehmen und zusammen legen?<br>◦ die Bibel sagt über Johannes dass er glaubte und kurz darauf, dass sie es damals noch nicht verstanden. Das trifft die damalige Situation gut finde ich. Es ist eine Situation „dazwischen“. Und das ist doch auch Teil unserer Realität: Wir glauben, aber wir verstehen manches oder auch vieles noch nicht. Und wir es gibt auch immer wieder Phasen, wo uns das Glauben schwer fällt. Da können wir uns dann dem Gebet aus Markus 9,24 anschließen: <em>&#8222;Ich glaube! Hilf mir heraus aus meinem Unglauben!&#8220;</em></p>



<p>2. wir sollten den Zusagen Jesu vertrauen, aber barmherzig mit unserem Unglauben sein.<br>◦ Obwohl Jesus seinen Tod und auch seine Auferstehung vorhergesagt hat, haben die Jünger es zunächst nicht geblickt. Zu „unrealistisch“, zu unvorstellbar war das, was Jesus sagte. Und das, obwohl die Jünger die Wunder Jesu miterlebt haben. Wie viel mehr ist es für uns herausfordernd, dem glauben zu schenken, was Jesus in der Bibel verheißt? Und wenn ich das hier so sage, dann soll das keine Ausrede für Unglauben sein. Es soll uns trösten, nicht bequem machen!</p>



<p>Die Realität hat sich verändert. Jesu Tod und seine Auferstehung, haben veränderte Tatsachen geschaffen. Aber diese Realität ist bei den Jüngern noch nicht wirklich angekommen. Dafür braucht es die Begegnung mit Jesus.</p>



<p><strong>Fazit: </strong>Das Kreuz schafft neue Tatsachen. Aber damit dies in unser Leben dringen kann, braucht es die Begegnung mit Jesus. Petrus und Johannes, beginnen zu verstehen, aber es erfüllt noch nicht ihr Herz. Sie stehen zwischen Glauben und Unglauben.</p>



<p>Aus meinem eigenen Erleben kenne ich extrem herausfordernde Zeiten. Dann geht es mir so, dass ich zwar nach wie vor weiß, dass in Jesus Kraft ist, dass im Kreuz Vergebung ist, dass mit Jesus alles möglich ist…. aber das Wissen darum, ist nicht unbedingt wirklich hilfreich. Was mir in solchen Situationen wirklich hilft, den Kopf zu heben und weiter zu gehen, sind die Begegnungen mit Jesus, sei es im Gebet oder durch liebe Geschwister, die mich ermutigen, oder für mich da sind. Die Gemeinschaft mit anderen, die mehr Glauben haben als man selber. Diese Gemeinschaft, ist unbedingt notwendig. Wir können nur in Gemeinschaft wirklich nachfolgen. Wie dankbar bin ich für euch! Für unsere Mitarbeitergemeinde. </p>



<p><strong>Und nun kommen wir zu den</strong></p>



<p>Jüngern – sie haben zwar von Maria gehört, dass sie den Auferstandenen gesehen hat. Sie schließen sich trotzdem vor Angst in einen Raum ein. Das tun sie zusammen, nicht jeder für sich. Die Gemeinschaft ist ihnen wichtig. Vielleicht gerade deshalb, weil sie um ihr Leben fürchten. Die Botschaft von der Auferstehung Jesu, hat sie erreicht. Vielleicht haben manche an Maria gezweifelt und gedacht, dass sie vielleicht phantasiert hat, oder hysterisch sei. Ich vermute aber auch, dass sie begonnen haben zu diskutieren und sich an die Aussagen Jesu zu erinnern. Ein Prozess hat bei ihnen begonnen. vermutlich waren sie zumindest innerlich ein wenig ermutigt. Aber sie waren noch nicht an dem Punkt, dass die Realität der Auferstehung ihr Leben geprägt hat. Und dann, plötzlich kommt Jesus in den verschlossenen Raum. Er zeigt seine Wundmale. Die Jünger erkennen ihn. Er gibt ihnen den HG und gibt ihnen Vollmacht Sünde zu vergeben oder auch nicht zu vergeben.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was können wir von den Jüngern in dieser Situation lernen?</h3>



<p>1. Begegnung mit Jesus, verwandelt Angst in Mut<br>◦ Erst die Begegnung mit dem Auferstandenen lässt die Tatsache der Auferstehung ihr Wirkung entfalten, gibt den Jüngern Mut und Frieden. <br>◦ welche Ängste und Sorgen tragen wir mit uns herum? Wir haben am Freitag gehört, dass wir uns, auch angesichts von Kriegsdrohungen, Umwelt- oder Klimakatastrophe  oder auch persönlichen Herausforderungen, nicht entmutigen lassen brauchen. Egal was es ist. Jesus ist Herr! auch darüber. Egal auch, wie sich die Dinge weiter entwickeln. Jesus ist Herr! Er weist die Tiere und Monster, wie sie im <a href="https://www.bibleserver.com/NG%C3%9C.MENG.LUT/Daniel7">Daniel Buch</a> beschrieben sind, in ihre Schranken.</p>



<p>Vor einigen Jahren, hatten wir hier im CVJM eine junge Frau, Mutter und Ehefrau. Sie hatte eine Krebsdiagnose. Wir haben immer wieder gebetet. Es war ein Kampf, es gab Hoffnung + Ermutigung. Sie ist dann nach einiger Zeit am Krebs gestorben. Das war hart. Frustrierend. Die Frage: Hat Gott unsere Gebete nicht gehört? war greifbar. Eine Frage, die ich nicht abschließend beantworten kann.<br>Aber was ich sagen kann ist, dass ich in den Begegnungen mit Ihr, beim Gebet für sie, etwas von der verändernden Kraft des Kreuzes erlebt habe. Ich kann mich noch erinnern, als wir gemeinsam Abendmahl gefeiert haben, wie sie danach mit neuem Mut, mit neuer Kraft ausgerüstet war. Ein Zeichen für die Kraft Gottes, selbst in so einer scheiß Situation. Auch, wenn letztlich die erbetene Heilung nicht eingetreten ist.<br><br>2. wir sind beschenkt mit dem Heiligen Geist<br>◦ es ist wichtig, dass wir uns das immer wieder klar machen. Der heilige Geist ist Gott in uns! Er ist unser Anwalt- sei es vor unserer Selbstanklage, oder wenn wir z.B. unseren Glauben verteidigen müssen. Der heilige Geist ist unser Tröster, wenn wir eine schlimme Zeit erleben, oder uns einfach zum Heulen ist. Der heilige Geist zieht uns hin zu Jesus und zum Vater. ER rüstet uns aus mit Gaben und Fähigkeiten und verändert uns so, dass wir Jesus immer ähnlicher werden.</p>



<p>3. Jesus rüstet uns mit unglaublicher Vollmacht aus<br>◦ Jesus sagt: „ Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr sie nicht vergebt, dem sind sie nicht vergeben“ Er sagt dies den Jüngern. Mit was für einer unglaublichen Macht und welch riesiger Verantwortung, rüstet Jesus hier seine Jünger aus?<br>       <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/25aa.png" alt="▪" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Achtung, es ist wichtig, dabei zu bedenken, was wir am Freitag zum Thema „billige Gnade“ gehört haben. Doch wer seine Sünde bekennt und wer Reue und Umkehr zeigt, dem sollte Vergebung nicht verweigert werden.<br>◦ Jesus spricht Petrus in Mt.16,19 zu, dass er die Schlüssel zum Himmel habe. Joh.20, erweitert die Aussage auf die Jünger, und letztlich auf uns alle, die wir Jünger Jesu sind.</p>



<p><strong>Fazit:</strong> Das Kreuz schafft neue Tatsachen. Für die Jünger, für Petrus und Johannes, werden diese Veränderungen erst relevant und greifbar, als ihnen der auferstandene Jesus begegnet. Vorher stehen sie zwischen Glauben und Unglauben. Sie haben Angst. Sie haben viele Fragezeichen im Kopf. Durch die Jesus Begegnung verschwinden die Fragezeichen. Verschwindet die Angst. Wird der Glaube greifbar. Sie werden erfüllt mit dem HG und ausgerüstet mit Vollmacht. Sie tun das in der Gemeinschaft. Das ist auch ein Vorbild für uns. Die Jünger lebten im vorchristlichen Zeitalter. Wir leben in einem nachchristlichen Zeitalter. Ohne enge geistliche Gemeinschaft wird es in dieser Zeit kaum möglich sein, Jesus nach zu folgen.</p>



<p><strong>Ich komme zur letzten Person, aus Johannes 20. Der Apostel</strong></p>



<p>Thomas – Er ist nicht dabei, als Jesus sich den Jüngern zum ersten Mal zeigt. Wir wissen nicht warum, und wo er war. Als er wieder zu den anderen stößt und sie ihm erzählen, dass sie Jesus gesehen haben, sagt er, dass er das erst glauben kann, wenn er Jesu durchbohrte Hände sieht und seine Finger in Jesu durchbohrte Seite legt. Er gibt sich nicht mit Erzählungen zufrieden. Er möchte selber erfahren. Und als sich Jesus einige Zeit später zum zweiten Mal den Jüngern zeigt, ist Thomas dabei. Und als Jesus ihm anbietet seine Finger auf seine durchbohrte Seite zu legen, glaubt er, ohne Jesus zu berühren. Daraufhin sagt JESUS: „<em>Jetzt, wo Du mich gesehen hast, glaubst Du. Glücklich zu nennen sind die, die nicht sehen und trotzdem glauben.</em>“</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was können wir von Thomas in dieser Situation lernen?</h3>



<p>1. Selber erleben, sticht davon zu hören<br>◦ Was die anderen Jünger erzählen, überzeugt Thomas nicht wirklich.  Gleichzeitig bleibt er aber mit den anderen Jüngern in Gemeinschaft. Er setzt sich nicht ab, so nach dem Motto, mit den Irren möchte ich nix zu tun haben. Er ist ehrlich in dem was er sagt. Er reflektiert sich und seinen Glauben, bzw. sein nicht Glauben. Das ist etwas, das wir auch tun sollten.</p>



<p>2. Lasst uns nicht mit weniger zufrieden sein, als Jesus uns geben möchte<br>◦ ein Teil seines Zweifels ist vielleicht auch der Sehnsucht geschuldet, erleben zu können, was die anderen Jünger erlebt haben. Und seine Sehnsucht wird belohnt. Jesus begegnet ihm als Auferstandener. Es ist wichtig, dass wir unsere Möglichkeiten realistisch einschätzen. Aber es ist auch nötig, dass wir mit den unbegrenzten Möglichkeiten Gottes rechnen. Oder umgekehrt gesagt: es ist wichtig, dass wir mit Gottes unbegrenzten Möglichkeiten rechnen, aber es ist auch nötig, dass wir mit beiden Beinen auf dem Boden der Realität stehen.</p>



<p>3. Wir werden glücklich genannt<br>◦ weil wir glauben, ohne Jesus als Auferstandenen gesehen zu haben. </p>



<p><strong>Fazit:</strong> Das Kreuz schafft neue Tatsachen. Für Thomas wird das relevant, als Jesus ihm begegnet. Es verändert sein Denken. Vorher will er es genau wissen und spüren. Dann ist er zufrieden und Glaube ist ihm gewachsen.</p>



<p><strong>Ich ende mit ein paar Frage und Anregungen:</strong></p>



<p>Sind wir zufrieden, wenn wir schöne Lobpreiszeiten haben und gute Gebetszeiten? sind diese Zeiten gefüllt mit guten Gefühlen, oder ist es tatsächlich der Heilige Geist? Oftmals gar nicht so einfach zu trennen, und doch glaube ich, dass es gut ist, wenn wir uns diese Frage immer wieder stellen. Und uns nicht mit dem Status Quo zufrieden geben.<br>Sind wir als CVJM damit zufrieden, wenn wir 500 Junge Menschen in der Woche erreichen? Das ist eine ganze Menge. Aber ist da mehr drin? sollten wir uns danach ausstrecken? Wir sollten uns auf jeden Fall nicht mit weniger zufrieden geben, als Jesus uns geben will.<br>Sind wir als CVJM bekannt in Esslingen als ein Ort, wo es geile Kinder und Jugendarbeit gibt? Sind wir auch bekannt als ein Ort wo Menschen Jesus begegnen können? Wie sprechen die Menschen in Esslingen über den CVJM? Kennen sie uns als Freunde Gottes? Kennen sie uns als einen Ort, an dem man Jesus begegnen kann?</p>



<p>Wir sollten uns immer wieder ehrlich machen. Uns selber gegenüber, einander gegenüber und Jesus gegenüber.</p>



<p>„We follow Jesus“ ist der Titel unserer Ostertagung. Nach zu folgen: Das bedeutet, dass wir uns täglich auf den Weg machen, das Reich Gottes auszubreiten, mit der Kraft des Kreuzes, durch die Begegnung mit Jesus und der damit verbundenen Hoffnung und Veränderungskraft.</p>



<p>Amen</p>



<p>Photo by <a href="https://unsplash.com/@miguelalcantara?utm_content=creditCopyText&amp;utm_medium=referral&amp;utm_source=unsplash">Miguel Alcântara</a> on <a href="https://unsplash.com/photos/a-black-and-white-photo-of-a-door-and-a-cross-8g8i-pwmh9w?utm_content=creditCopyText&amp;utm_medium=referral&amp;utm_source=unsplash">Unsplash</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Sei gläubig</title>
		<link>https://jesus-follower.xyz/sei-glaeubig/</link>
					<comments>https://jesus-follower.xyz/sei-glaeubig/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Peschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Apr 2023 10:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibelgelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Predigt]]></category>
		<category><![CDATA[Der ungläubige Thomas]]></category>
		<category><![CDATA[Friede]]></category>
		<category><![CDATA[Heiliger Geist]]></category>
		<category><![CDATA[Jesus]]></category>
		<category><![CDATA[johannes]]></category>
		<category><![CDATA[Jünger]]></category>
		<category><![CDATA[Mit Jesus leben]]></category>
		<category><![CDATA[Sendung]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas]]></category>
		<category><![CDATA[Türen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://jesus-follower.xyz/?p=1550</guid>

					<description><![CDATA[Was der Text erzählt, könnte auch eine Szene aus einem MARVEL Film sein. Für die Älteren unter uns, MARVEL ist ein äußerst erfolgreicher Comicverlag, dessen Geschichten in den letzten 10-15 Jahre ebenfalls äußerst erfolgreich verfilmt worden sind. In Comics ist nun mal sehr viel möglich, was eigentlich nicht möglich ist. Und ebenso in den Verfilmungen, die durch die Technik unglaubliches völlig realistisch erscheinen lassen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><a href="https://einanderergottesdienst.org/de/predigt/predigtarchiv/sermon/346-die-juenger" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Predigtmitschnitt</a> <a rel="noreferrer noopener" href="https://einanderergottesdienst.org" target="_blank">eAg </a>16.04.2023</p>



<p>Die heutige Predigt gehört noch in die Themen-Reihe „Randfiguren der Passionsgeschichte“. Im Bibeltext geht es um einige Leuten, die man nicht wirklich als Randfiguren bezeichnen kann. Es geht um die Jünger, die engsten Nachfolger Jesus. Und dort im speziellen um den Apostel Thomas. Thomas ist insofern eine Randfigur, als dass man nicht sehr viel über ihn weiß und er in den Evangelien und der Apostelgeschichte nur wenig namentlich erwähnt wird.</p>



<p>Der Predigttext hat aus meiner Sicht drei Teile, und so habe ich auch die Predigt unterteilt.</p>



<p class="has-medium-font-size"><strong>Der erste Teil Johannes 20, 19-23</strong></p>



<p>Was der Text erzählt, könnte auch eine Szene aus einem MARVEL Film sein. Für die Älteren unter uns, MARVEL ist ein äußerst erfolgreicher Comicverlag, dessen Geschichten in den letzten 10-15 Jahre ebenfalls äußerst erfolgreich verfilmt worden sind. In Comics ist nun mal sehr viel möglich, was eigentlich nicht möglich ist. Und ebenso in den Verfilmungen, die durch die Technik unglaubliches völlig realistisch erscheinen lassen.</p>



<p>Und ebenso wie in einem Marvelfilm, erscheint es völlig unmöglich, was hier berichtet wird.</p>



<p><em>19 Es war am Abend jenes ersten Tages der neuen Woche. Die Jünger hatten solche Angst vor den Juden, dass sie die Türen des Raumes, in dem sie beisammen waren, verschlossen hielten. Mit einem Mal kam Jesus, trat in ihre Mitte und grüßte sie mit den Worten: »Friede sei mit euch!« 20 Dann zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Als die Jünger den Herrn sahen, wurden sie froh. 21 »Friede sei mit euch!«, sagte Jesus noch einmal zu ihnen. »Wie der Vater mich gesandt hat, so sende ich jetzt euch.« 22 Und er hauchte sie an und sagte: »Empfangt den Heiligen Geist! 23 Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr sie nicht vergebt, dem sind sie nicht vergeben.«</em><sup class="modern-footnotes-footnote ">1</sup></p>



<p>Der Bibeltext erzählt, was am Sonntagabend, kurz nachdem der auferstandene Jesus sich Maria am Grab gezeigt hatte geschieht. Die Jünger wissen, es ist etwas passiert in der letzten Nacht/ am Morgen. Nur beim „Was passiert ist“ sind sie sich wohl noch nicht sicher. Im Johannesevangelium steht dazu: <em>„Nach der Schrift stand es ja fest, dass Jesus von den Toten auferstehen würde; aber das verstanden sie damals noch nicht.“</em><sup class="modern-footnotes-footnote ">2</sup><br>Die Jünger verstanden es noch nicht, dass Jesus tatsächlich von den Toten auferstanden ist. Klar, sie haben viele Wunder gesehen, die Jesus tat. Sogar Tote hat Jesus auferweckt und sie waren nah dabei. Aber das, was mit Jesus passiert ist, ist nochmals eine ganz andere Sache. Sie ist so unvorstellbar, dass die Jünger sich zurückziehen, und ich kann mir gut vorstellen, dass sie miteinander diskutiert haben, auch theologisch, was passiert ist und was nun zu tun sei. Die Jünger haben Angst, dass sie von ihren Volksgenossen gefunden werden und dann womöglich ins Gefängnis kommen, oder noch schlimmeres. In so einer Situation ist es naheliegend sich zu schützen, indem sie die Türen abschließen. Niemand kann rein. Zumindest fast niemand, denn in diese Situation kommt Jesus. Er geht einfach durch die Wände. Sie sind kein Hindernis für Jesus.</p>



<p>Wo hast Du Türen in Deinem Leben verschlossen? Türen, wo Du definitiv nicht willst, dass sie jemand öffnet. Türen durch die Du niemanden rein lassen willst! Welche Türen sind das? Und was sind die Gründe, warum Du sie verschlossen hast? Manchmal ist es wichtig und richtig sich zurück zu ziehen, die Türen zu verschließen um sich zu sammeln oder zu schützen. Aber es kann leicht passieren, dass wir Türen verschließen, uns zurück ziehen und dann in diesem Schutzraum bleiben – der dann irgendwann nicht mehr Schutz ist, sondern Gefängnis.<br>Es könnte z.B. sein, dass jemand der Dir sehr wichtig ist, etwas tut oder sagt, dass Dich tief verletzt. Dann kann es sein, dass Du Dich zurück ziehst und erst mal verdauen musst, was passiert ist. Wenn es gut läuft, dann bist Du nach einer Zeit sprach fähig und kannst die Verletzung ansprechen und vielleicht sogar klären, was da passiert ist. Aber es kann auch passieren, dass Du diese Kurve nicht hin bekommst. Dass Du Dich selber bemitleidest und Dich vergräbst und im schlimmsten Fall gar keine intensiven Beziehungen mehr eingehst, weil Du Sorge hast, wieder so verletzt zu werden, wie es Dir passiert ist. Es könnten auch andere Auslöser sein. Z.B. Du machst einen schlimmen Fehler oder fühlst Dich in bestimmter Gesellschaft unwohl, oder….</p>



<p>Wenn Jesus in den Raum mit den abgeschlossenen Türen kommt, dann zeigt sich dort, dass Jesus auch dann in eine Situation treten kann, wo wir nicht mit ihm rechnen. Vielleicht beten wir für eine Situation, aber rechnen nicht wirklich mit Gottes eingreifen, aber er tut es. Weil er gnädig und barmherzig ist.<br>Vor einigen Jahren hatten wir so etwas im Makarios, dem Jugendtreff, den ich 26 Jahre geleitet habe. Dort gab es immer wieder Jugendliche, die schwierig oder sogar sehr schwierig waren. Wir haben mit unseren sozialpädagogischen Methoden versucht, zum Guten hinzuwirken. Und natürlich haben wir auch immer wieder für die Kinder und Jugendliche gebetet. Ich erinnere mich noch gut, dass wir einige Jahre mit einem Jugendlichen intensiv gearbeitet hatten. Doch nichts schien erfolgreich zu sein. Er blieb aggressiv, hatte ständig ärger mit der Polizei etc. In einer Teambesprechung sind wir irgendwann zum Schluss gekommen, wir können nichts mehr tun. Wir übergeben ihn Gott. Das haben wir getan. Und was ist passiert? Es ist unglaublich, aber von diesem Moment an, hat sich das Leben dieses Jugendlichen verändert. Schritt für Schritt, hat er sein Leben geordnet. Inzwischen ist er ein wichtiger MA, der gerade mit sehr schwierigen Jugendlichen äußerst gut umgehen kann. Das war eine ausweglose Situation, in die Jesus gekommen ist – und ich muss zu meiner Schande gestehen, ich hatte nicht wirklich erwartet, dass etwas passiert, auch wenn wir dafür gebetet hatten.</p>



<p>Nachdem Jesus zu den Jüngern gekommen ist, und die Jünger erkannt haben, dass es wirklich Jesus ist, sendet er sie und rüstet sie mit dem aus, was sie brauchen. Und das gilt auch für uns heute, die wir zu Jesus gehören. Jesus spricht uns Frieden zu, er schenkt uns seinen HG, und gibt uns die Macht zur Sündenvergebung<br>→ Jesus sendet uns in die Welt, so wie er gesandt wurde und die Herrlichkeit im Himmel zurück gelassen hat. So sollen auch wir die Komfortzone verlassen und hingehen, wohin uns Jesus sendet.<br>→ Wenn Jesus uns Frieden zuspricht, dann für uns – aber auch für die Menschen, denen wir begegnen. Wir sind Jesu Friedensboten! Wir bringen das Evangelium, das Frieden zwischen Mensch und Gott schafft.<br>→ Wenn Jesus uns seinen Heiligen Geist gibt, dann ist kein Platz für Furcht! Dann ist dort Freiheit. Wir sind nicht länger Sklaven unserer Sünde. Wir sind Kinder Gottes. <br>→ Jesus schenkt uns die Macht Sünden zu vergeben – oder auch nicht zu vergeben. Das ist eine sehr hohe Verantwortung und gleichzeitig eine großartige Möglichkeit, das Evangelium unter die Menschen zu bringen. Auch wenn Sünde heute oftmals auf den Genuss von Süssigkeiten reduziert wird, die Kraft der Vergebung ist gewaltig. </p>



<p>Wir kommen zum</p>



<p class="has-medium-font-size"><strong>Teil 2, Johannes 20, 24 – 29</strong><br><br><em>24 Thomas, auch Didymus genannt, einer der Zwölf, war nicht dabei gewesen, als Jesus zu den Jüngern gekommen war.25 Die anderen erzählten ihm: »Wir haben den Herrn gesehen!« Thomas erwiderte: »Erst muss ich seine von den Nägeln durchbohrten Hände sehen; ich muss meinen Finger auf die durchbohrten Stellen und meine Hand in seine durchbohrte Seite legen. Vorher glaube ich es nicht.«</em><sup class="modern-footnotes-footnote ">3</sup></p>



<p>Ich hatte am Anfang gesagt, dass Thomas insofern eine Randgestalt ist, als dass wir in der Bibel nicht viel über ihn erfahren. Wer war also Thomas, der auch Didymus genannt wurde?<br><br>Didymus ist die griechische Übersetzung des hebr.-aram. Thomas. Thomas wiederum leitet sich ab aus dem aramäischen „ta&#8217;am“, was „gepaart“ oder „Zwilling“ bedeutet.<br>Wir wissen nicht, ob Thomas einen Zwilling hatte der nicht erwähnt wird, oder woher er den Namen hatte. Was klar ist, ist dass Thomas einen Doppelnamen hatte. Er hieß nämlich Judas Thomas. Es könnte sein, dass er in den Evangelien in der Regel als Thomas bezeichnet wird, um eine Verwechslung mit Judas dem Verräter Jesu auszuschließen.<br>Wir wissen nicht, warum Thomas nicht im Kreis der Jünger war, als Jesus sich ihnen gezeigt hat. Aber es hat ihm einen etwas unrühmlichen Titel eingebracht, nämlich den des ungläubigen Thomas. Dies geht auf seine Aussage zurück, dass er erst glaubt, dass die anderen Jünger Jesus gesehen haben, wenn er ihn mit eigenen Augen gesehen und mit seinen Händen gespürt hat.</p>



<p>Ich finde die Bezeichnung „ungläubiger Thomas“ nicht ganz zutreffend.</p>



<p>Denn wenn wir mal nachforschen, was wir aus der Bibel über Thomas erfahren, dann ergibt das ein etwas differenziertes Bild.<br>→ Als Lazarus gestorben ist und sich Jesus entschließt zu ihm zu Reisen, ist das hoch riskant für Jesus. Die Gefahr, dass Jesus gefangen genommen wird ist zu dieser Zeit schon sehr groß. In dieser Situation ist es Thomas der zu den anderen Jüngern sagt, dass sie mit Jesus gehen sollen um mit ihm zu sterben. (Joh.11, 16). <br>Spricht so ein Ungläubiger? In diesem Moment ist Thomas bereit mit Jesus in den Tod zu gehen!<br>Beim Abendmahl, als Jesus erklärt, dass sein Tod kurz bevorsteht und er geht um für die Jünger einen Platz vorzubereiten und dass sie ja wissen, wohin er (Jesus) geht. In dieser Situation ist Thomas der Einzige, der es wagt Jesus darauf aufmerksam zu machen, dass sie es nicht wissen wohin er geht und wie sie dann den Weg wissen sollen. (Joh. 14, 5) <br>Thomas nimmt es genau. Er will wissen, wohin Jesus geht und er will sicher sein, den Weg dahin zu finden. Für mich ein Hinweis darauf, dass er ein sehr gewissenhafter Mensch war. Einer der es genau wissen wollte.</p>



<p>Mit diesem Hintergrundwissen müssen wir fragen, ob Thomas einfach nicht glauben konnte oder wollte, dass Jesus auferstanden ist? Oder ob er einfach nur sicher sein wollte, nicht nur einem Irrtum aufzusitzen? Ich meine: Thomas wollte es ganz genau wissen! Und sich nicht mit Berichten aus der zweiten Hand zufrieden geben.<br>Interessant ist auch, wie Jesus mit Thomas kommuniziert, als er das nächste Mal in den Kreis der Jünger kommt.</p>



<p class="has-medium-font-size"><strong>Wir kommen zum dritten Teil, Johannes 20, 26-31</strong><br><br><em>26 Acht Tage später waren die Jünger wieder beisammen; diesmal war auch Thomas dabei. Mit einem Mal kam Jesus, obwohl die Türen verschlossen waren, zu ihnen herein. Er trat in ihre Mitte und grüßte sie mit den Worten: »Friede sei mit euch!« 27 Dann wandte er sich Thomas zu. »Leg deinen Finger auf diese Stelle hier und sieh dir meine Hände an!«, forderte er ihn auf. »Reich deine Hand her und leg sie in meine Seite! Und sei nicht mehr ungläubig, sondern glaube!« 28 Thomas sagte zu ihm: »Mein Herr und mein Gott!« 29 Jesus erwiderte: »Jetzt, wo du mich gesehen hast, glaubst du. Glücklich zu nennen sind die, die nicht sehen und trotzdem glauben.«30 Jesus tat in der Gegenwart seiner Jünger noch viele andere Wunder, durch die er seine Macht bewies, die aber nicht in diesem Buch aufgezeichnet sind. 31 Was hier berichtet ist, wurde aufgeschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Messias ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben an ihn in seinem Namen das Leben habt.</em><sup class="modern-footnotes-footnote ">4</sup></p>



<p>Jesus weiß ganz genau, welche Forderungen Thomas gestellt hat, um überzeugt zu werden, dass Jesus tatsächlich von den Toten auferstanden ist. Und Jesus gibt Thomas die Chance, diese Forderungen erfüllt zu bekommen. Jesus ist nicht sauer oder vorwurfsvoll. Jesus fordert Thomas lediglich auf, nun zu glauben und weist Thomas darauf hin, dass er nun glaubt, weil er Jesus selber sieht. Und nennt alle diejenigen glücklich, die Jesus nicht sehen, aber dennoch glauben. Thomas braucht dann gar nicht mehr, was er meinte zu brauchen. Er muss nicht seine Finger in Jesu Wunden legen. </p>



<p>Das zeigt:<br>In der Gegenwart Jesus verlieren viele Dinge an Bedeutung, die uns so wichtig oder notwendig erscheinen.<br>Wir dürfen wissen, dass so wie Jesus barmherzig mit dem Glauben oder Unglauben des Thomas ist, so ist er es auch bei uns.</p>



<p>Wir, die wir an Jesus glauben, werden von Jesus als glücklich bezeichnet. Glücklich – weil wir Glauben, ohne den Auferstandenen von Angesicht zu Angesicht sehen zu können.</p>



<p>Doch was ist mit denen, die es nicht können? Die sagen, ich glaube nur was ich sehe? Die sagen, so viel Leid auf der Welt, wie kann Gott da ein barmherziger Vater sein? Die sagen, ich will und brauche keinen Retter, brauche keinen der meine Sünde trägt oder mir vergibt. Ich kann selber dafür gerade stehen.</p>



<p>Wenn Du heute hier bist und nicht glauben kannst. Aber es gerne würdest. Dann beginn heute Deine Glaubensreise mit Jesus. Beginne jeden Tag einen Abschnitt aus der Bibel zu lesen und zu beten. Du kannst so beten: Jesus, keine Ahnung ob Du wirklich lebendig bist. Aber jetzt komm ich zu Dir ….</p>



<p>Wenn Du heute hier bist und nicht glauben kannst oder willst, weil Dir die Welt zu schräg vorkommt, als ob es einen guten und barmherzigen Gott geben könnte. Dann beginne heute damit, die Bibel zu lesen und zu beten. Das Gebet kann so lauten: Jesus, diese Welt ist zum kotzen und das macht es mir unmöglich zu glauben, dass Du ein guter und barmherziger Gott bist. Wenn ich mich irre. Dann zeig es mir.</p>



<p>Wenn Du heute hier bist und es andere Gründe gibt, warum Du nicht Glauben kannst oder willst. Beginne heute in der Bibel zu lesen und bete. Und suche Gemeinschaft mit Menschen, die schon mit Jesus unterwegs sind. Jesus selbst wird antworten. Durch das was Du in der Bibel liest. Du die Menschen, die bereits mit Jesus unterwegs sind. Und rechne ruhig auch damit, dass das übernatürlich geschieht, durch Träume, innere Erkenntnis, Erlebnisse.</p>



<p>Die Bibel sagt, und das ist nicht nur eine Absichtserklärung, sondern ein Versprechen: <em>„Was hier berichtet ist, wurde aufgeschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Messias ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben an ihn in seinem Namen das Leben habt.“</em><sup class="modern-footnotes-footnote ">5</sup></p>



<p>Möge es geschehen. Amen</p>



<p>Bild: Foto von <a href="https://unsplash.com/@arturorey?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Arturo Rey</a> auf <a href="https://unsplash.com/de/s/fotos/ressurected-jesus?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></p>
<div>1&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Johannes 20, 19-23</div><div>2&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Johannes 20, 9</div><div>3&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Johannes 20, 24-29</div><div>4&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Johannes 20, 26-31</div><div>5&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Johannes 20, 31</div>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://jesus-follower.xyz/sei-glaeubig/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>“Jesus &#8211; der auferstandene</title>
		<link>https://jesus-follower.xyz/jesus-der-auferstandene/</link>
					<comments>https://jesus-follower.xyz/jesus-der-auferstandene/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Peschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Apr 2019 17:32:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[Predigt]]></category>
		<category><![CDATA[auferstanden]]></category>
		<category><![CDATA[auftraggeber]]></category>
		<category><![CDATA[auserwählt]]></category>
		<category><![CDATA[Berufen]]></category>
		<category><![CDATA[Jesus]]></category>
		<category><![CDATA[Jünger]]></category>
		<category><![CDATA[missionsbefehl]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://peschie1967.de/?p=1058</guid>

					<description><![CDATA[Auftraggeber für uns alle” (Matthäus 28, 16-20) Hier die Audiodatei &#8211; der Text zum hören &#8211; Original von der Ostertagung des CVJM Esslingen e.V. Matthäus 28, 16 – 20 Die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, den Jesus...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Auftraggeber für uns alle” (Matthäus 28, 16-20)</h4>



<p>Hier die Audiodatei &#8211; der Text zum hören &#8211; Original von der Ostertagung des CVJM Esslingen e.V.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://jesus-follower.xyz/wp-content/uploads/2019/04/2019-OT-Sonntag-Mt28.mp3"></audio></figure>



<p>
<em>Matthäus 28, 16 – 20 Die elf Jünger gingen nach Galiläa auf
den Berg, den Jesus für die Begegnung mit ihnen bestimmt hatte. Bei
seinem Anblick warfen sie sich vor ihm nieder; allerdings hatten
einige noch Zweifel. Jesus trat auf sie zu und sagte: »Mir ist alle
Macht im Himmel und auf der Erde gegeben. Darum geht zu allen Völkern
und macht die Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen
des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alles
zu befolgen, was ich euch geboten habe. Und seid gewiss: Ich bin
jeden Tag bei euch, bis zum Ende der Welt.« </em>
</p>



<p>Ich
lade euch ein, dass ihr euch in einen der elf Jünger hineinversetzt,
die Jesus nach Galiläa geschickt hatte und ihnen dort begegnet.  Was
dieser Jünger denkt und fühlt, hat m.M.n. viel gemeinsam mit dem,
wie wir denken und fühlen.</p>



<p>Ihr
könnt dabei die Augen schließen, oder das Kreuz hier an der Wand
anschauen, und dem nachspüren was ihr hört und spürt. Schaut, was
euch entspricht und gut tut.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>„Der Jünger“: </strong></h4>



<p>Es ist Jesus. Ich erkenne ihn. Soll ich zu ihm hingehen und mich nieder werfen? Ich spüre eine Kraft die von ihm ausgeht. Nein, es ist noch mehr als Kraft. Es ist Liebe, Güte, Frieden. Ich muss mich niederwerfen – es geht gar nicht anders. Ihn anzublicken, das ist unglaublich. Es ist schrecklich und gleichzeitig das Schönste was es gibt. Ich möchte Ihm meine Ehrerbietung zeigen. Ich lege mich mit meinem Gesicht zum Boden hin und stecke meine Hände aus. Es ist so gut, Ihn zu verehren und meinen Respekt und meine Liebe für Ihn zum Ausdruck zu bringen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Zweifel</strong></h4>



<p>Was hatte ich doch für Zweifel, als mir erzählt wurde, dass Jesus von den Toten zurückgekehrt wäre. Ich konnte es nicht glauben. Doch dann bin ich Ihm begegnet. Oder eher Er mir. Er war plötzlich in unserer Mitte. Und da waren alle Zweifel  fort. Immer wenn ich Jesus anschaue, dann gehen die Zweifel fort. Doch noch heute Morgen hab ich mich gefragt, ob Jesus heute wirlich da sein würde, wenn wir zu dem Berg gehen, wo Er uns treffen wollte. Ich frage mich: Ist Jesus wirklich tot gewesen und nun wieder lebendig? Lebendig für immer? Wird Er nicht mehr sterben? Oder sind das alles nur Fake News?  </p>



<p>Das
ist doch unglaublich, dass ich immer wieder Zweifel habe, und das,
obwohl ich unglaubliche Dinge gesehen habe, die Jesus getan hat. Er
lief auf dem Wasser, er hat Lazarus aus dem Grab geholt, er hat mit
wenig Essen mehrere tausend Menschen satt gemacht. Und trotzdem,
immer wieder sind sie da, die Zweifel. Was bin ich doch für ein
elendiger Versager. Ob die anderen auch Zweifel haben? Ich glaube
nicht.
</p>



<p>Aber
Thomas, ja Thomas der hatte Zweifel. Große Zweifel.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Jesus = Gott?</strong></h4>



<p>Jetzt kommt Jesus auf uns zu. Er sagt, er habe die absolute Macht über alles. Wenn das stimmt, dann ist Er Gott. Kann das sein? Kann Jesus Gott sein?</p>



<p>Wenn
er wirklich auferstanden ist – dann muss es wahr sein. Aber, wie
kann ein Mensch Gott sein? Oder wie kann Gott zu einem Menschen
werden. Ich kann das nicht verstehen. Und doch ist es wahr. Muss ich
das überhaupt verstehen? Ich glaube nicht.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Geht!</strong></h4>



<p>Jesus sagt, wir sollen zu den Heiden gehen. Er schickt uns tatsächlich hinaus aus unserer Heimat. Jesus schickt uns hin in die Welt. Wir sollen den Menschen von Ihm erzählen. Ihnen sagen, was wir gesehen und erlebt haben. Wir sollen die Menschen zu seinen Jüngern machen. Wie kann das sein? Wir sind doch die Auserwählten. Und nun sollen noch andere dazu kommen? Ich verstehe es nicht wirklich. Aber ich spüre in mir, dass ich das was ich mit Jesus erlebt habe nicht für mich behalten darf.</p>



<p>Doch
wie sollen wir das hinkriegen, andere zu Jüngern zu machen? Wir sind
doch nur einfach Menschen. Ich glaub nicht, dass ich das kann. Ich
weiß nicht, wie das gehen soll.</p>



<p>Jesus
sagt, wir sollen die Menschen lehren, was Er uns gelehrt hat. Und
ihnen sagen, was gut und richtig ist. Was für eine Herausforderung.
Das kann ich nicht. Ich trau mich nicht. Petrus, ja der kann das. Und
Johannes natürlich. Aber ich?</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Jesus weiß</strong></h4>



<p>Aber Jesus traut es mir zu. Jesus weiß was Er tut. Er verspricht immer da zu sein. Immer dabei. Wenn das stimmt, und Jesus dabei ist, dann müsste es vielleicht möglich sein, Menschen zu seinen Jüngern zu machen. Nein, dann ist es möglich. Dann kann sogar ich das tun. Jesus hält mich für fähig dazu. Jesus macht mich fähig dazu! Wie großartig ist das denn?</p>



<p>Mit
seiner Zusage immer mit dabei zu sein und uns nie alleine zu lassen,
kann ich es wagen. Es wagen meine Heimat zu verlassen und anderen
Menschen von Jesus erzählen. Und dann, mal sehen was passieren wird.
Jesus ist mit mir. Darauf kann ich mich verlassen.</p>



<p><em>Soweit
mal, mögliche Gedanken eines der Elf.</em></p>



<p>
<em>Vielleicht hast Du Dich in dem einen oder anderen Gedanken
wiedergefunden. Vielleicht hast Du ähnliche Fragen oder Zweifel.
Eins ist wichtig: Jesus hält Dich für geeignet Ihm nach zu folgen.
Jesus hält Dich für geeignet, Sein Zeuge zu sein. Jesus hält Dich
für geeignet, Menschen zu Jüngern zu machen. Jesus ist es, der Dich
dafür befähigt. Und zwar individuell, unterschiedlich, rüstet Er
jeden von uns mit speziellen Gaben aus, mit denen wir diesen Auftrag
erfüllen können. Ein leckeres Essen zu kochen, die Technik bei
einer Veranstaltung zu machen oder die Stühle dafür zu stellen kann
dabei genauso zielführend sein, wie eine Predigt zu halten. Deshalb
schau nicht nach links oder rechts, zu Deinem Bruder oder Deiner
Schwester und denk nicht, so müsste es bei Dir sein. Schau auf
Jesus.</em></p>



<p>Foto von <a href="https://unsplash.com/@ifbdesign?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Benjamin Smith</a> auf <a href="https://unsplash.com/de/s/fotos/ressurection?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://jesus-follower.xyz/jesus-der-auferstandene/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		<enclosure url="https://jesus-follower.xyz/wp-content/uploads/2019/04/2019-OT-Sonntag-Mt28.mp3" length="7690199" type="audio/mpeg" />

			</item>
		<item>
		<title>Taufpredigt</title>
		<link>https://jesus-follower.xyz/taufpredigt/</link>
					<comments>https://jesus-follower.xyz/taufpredigt/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Peschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Mar 2013 10:17:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[Predigt]]></category>
		<category><![CDATA[Adoption]]></category>
		<category><![CDATA[Bund]]></category>
		<category><![CDATA[Gnade Gottes]]></category>
		<category><![CDATA[Herrschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ja Gottes]]></category>
		<category><![CDATA[Jesus]]></category>
		<category><![CDATA[Johannes 17]]></category>
		<category><![CDATA[Jünger]]></category>
		<category><![CDATA[Nachfolger]]></category>
		<category><![CDATA[Staatsangehörigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Taufe]]></category>
		<category><![CDATA[Vater Jesu]]></category>
		<category><![CDATA[Vertrag]]></category>
		<category><![CDATA[Zeichen]]></category>
		<category><![CDATA[Zeichenhandlung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://peschie1967.wordpress.com/?p=461</guid>

					<description><![CDATA[Diese Predigt wurde am 24.03.2013 in der ev. Südkirche, in Esslingen-Pliensauvorstadt gehalten. Anlass war die Taufe eines Besuchers unseres Jugendtreff Makarios und dessen Schwester. Was ist eine Taufe? Als ich ein kleiner Junge war, habe ich im Fernsehen eine Schiffstaufe...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Diese Predigt wurde am 24.03.2013 in der ev. Südkirche, in Esslingen-Pliensauvorstadt gehalten. Anlass war die Taufe eines Besuchers unseres Jugendtreff Makarios und dessen Schwester.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was ist eine Taufe?</h2>



<p>Als ich ein kleiner Junge war, habe ich im Fernsehen eine Schiffstaufe gesehen. Haben Sie ja sicherlich auch schon mal. Sekt wird gegen die Schiffswand geworfen, der Name des Schiffes wird genannt und dann rutscht das Schiff ins Meer. Für mich war der Bezug zur Menschentaufe nicht weit und von diesem Moment an dachte ich, dass eine Menschentaufe bedeutet, dass man einem Baby einen Namen gibt – bis es getauft ist – so meine Denke – hat das Kind keinen Namen.</p>



<p>Selbst als ich 13 Jahren Christ geworden war – und ich die Taufe in der Kirche mit meinem Glauben an Jesus zusammenbrachte, war mir noch nicht ganz klar, was da eigentlich geschieht, wenn ein Baby – oder so wie heute hier M. und M. – in der Kirche getauft werden. Wir werden es nachher live erleben: Getauft wird auf den Namen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, soviel ist vermutlich den meisten von uns klar – aber was bedeutet das denn?</p>



<p>Die Taufe hat mehrere Bedeutungen und ich habe mal versucht einige wesentliche Punkte in meiner Ansprache einzubauen:</p>



<p><strong>1. ADOPTION</strong></p>



<p>Taufe ist wie eine Adoption. Die Eltern haben sich bereits entschieden das Kind zu adoptieren und warten sehnsüchtig darauf, dass das Kind sein Ja dazu gibt. Kleinere Kinder können noch kein eigenes Ja sagen – da müssen dann gesetzliche Vertreter entscheiden, ob das i.O. Ist oder nicht. Ältere Kinder können aber mit entscheiden. Rechtlich ist das Kind im Moment der Adoption bereits vollkommen das Kind Eltern – dass das Kind dann irgendwann einmal die Eltern auch als Mama und Papa ansieht und sie so nennt, ist ein Prozess, der dauern kann.</p>



<p>In der Parallele zur Taufe:</p>



<p>Der Täufling bekommt mit der Taufe sozusagen den Namen Gottes – wird also Mitglied in der Familie Gottes – wird ein Kind Gottes. Rechtlich wird der Täufling mit seiner Taufe zu einem Mitglied. Und weil man ihn nicht fragen kann – entscheiden Eltern und Paten für das Baby. Dass der Täufling dann einmal Gott als seinem Vater im Himmel erkennt und sich ihm zuwendet, ist dann auch ein Prozess – begleitet durch Konfirmandenunterricht und Menschen, die beten und dazu helfen.</p>



<p>M. – Kind des lebendigen Gottes</p>



<p>M. – Kind des lebendigen Gottes</p>



<p><strong>2. ZEICHEN</strong></p>



<p>Die Taufe ist ein sichtbares Zeichen. Wir Menschen brauchen oftmals ein äußerlich sichtbares Zeichen für eine Sache, die eigentlich klar ist. Bei einer Hochzeit braucht es eine Feier, und die Ringe, die anzeigen, dass man zueinander gehört. Bei einem Fußballspiel braucht es die Fahne oder den Schal um anzuzeigen, welches Team man unterstützt.</p>



<p>Die Taufe ist ein Zeichen für die Zusage Gottes, den Menschen um Jesu willen alle Fehltritte, oder im biblischen Jargon gesprochen, alle Sünde zu vergeben. Die Taufe ist ein Zeichen für die Gnade Gottes. In der Taufe sagt Gott: egal was Du getan hast, egal was bisher war: ich vergebe Dir. Und bitte bedenken Sie: Vor Gott sind wir alle Sünder – so gut und gerecht wir uns auch fühlen mögen!</p>



<p><strong>3. VERTRAG</strong></p>



<p>Die Taufe ist ein Bund, ein Vertrag mit Gott. Und wie bei einem Vertrag, tragen beide beteiligten Parteien dazu bei, dass der Vertrag erfüllt wird. Mit ihrer Unterschrift sagen sie: ich habe die feste Absicht, das zu tun was ich mit Dir vereinbart habe.</p>



<p>Bei der Taufe verspricht der Täufling Gott, dass er täglich der Sünde widerstehen will – er verspricht, sich der Sünde zu „verweigern“.</p>



<p>Und Gott – als der andere Vertragspartner &#8211; verspricht, dem Täufling, dass er ihm dort vergibt, wo dem Täufling der Widerstand gegen die Sünde nicht gelingt.</p>



<p><strong>4. BEERDIGUNG UND AUFERSTEHUNG</strong></p>



<p>Die Taufe ist eine Beerdigung. &#8211; nicht erschrecken, damit haben sie jetzt vermutlich nicht gerechnet. Aber es ist nahe dran.</p>



<p>Die Taufe ist Symbol dafür, dass der alte Mensch stirbt – der Mensch, der wir waren, bevor wir Jesus kennen gelernt haben &#8211; und nun ein neuer Mensch neu geboren wird, der Mensch der mit und in Jesus Christus lebt. Auch wenn das brutal klingt: es ist wie wenn der Täufling im Wasser ersäuft wird – und durch Jesus neues Leben bekommt. Durch die Taufe findet die Wiedergeburt als Kind Gottes statt.</p>



<p><strong>5. UNTER WESSEN HERRSCHAFT STEHE ICH</strong></p>



<p>Die Taufe ist auch ein Zeichen der Herrschaftszugehörigkeit. Ein D auf dem Auto zeigt an, dass es aus Deutschland kommt. Das ist zunächst nur mal eine Aussage. Ein deutscher Reisepass allerdings, zeigt an, dass der Besitzende ein deutscher Staatsbürger ist und damit auch unter dem Schutz des deutschen Rechtes steht – sowie in Notfällen mit der Rettung oder zumindest Hilfe, durch die deutsche Regierung rechnen darf.</p>



<p>Die Taufe ist ein äußeres Zeichen der Abwendung vom Bösen. Die Taufe zeigt an, dass der Täufling nun mit der Staatsbürgerschaft: Reich Gottes ausgestattet ist. Mit der Taufe begibt sich der Täufling unter die Herrschaft und den Schutz seines lebendigen Gottes.</p>



<p>Mit der Taufe ist von Gottes Seite her alles Nötige getan – es braucht nur noch das Ja des Täuflings – das Ja, das Marcel und Melanie heute sagen wollen und das die als Babys getauften bei ihrer Konfirmation bestätigen sollen.</p>



<p>Ja zur Adoption</p>



<p>Ja zur Gnade Gottes</p>



<p>Ja zum Bund mit Gott</p>



<p>Ja zum Tod des alten Menschen und Ja zum Leben des neuen Menschen</p>



<p>Ja zur Herrschaft Gottes im eigenen Leben</p>



<p>Doch lassen wir uns nicht täuschen, die Taufe ist kein einmaliges Geschehen, sondern braucht immer wieder neu die Entscheidung, das Leben mit Jesus leben zu wollen.</p>



<p>Dieser Aspekt – dass wir immer wieder neu eine Entscheidung treffen müssen zu Jesus zu gehören &#8211; wird auch in unserem Predigttext, bzw. in dem Absatz direkt davor deutlich: Im Evangelium des Johannes, im 16. und 17. Kapitel redet Jesus mit seinen Jüngern. Sie sagen zu Jesus, dass sie glauben, dass er der Sohn Gottes sei. Die Jünger haben also erkannt, dass Jesus der Messias ist, der Retter auf den das jüdische Volk schon so lange gewartet hat. Doch was sagt Jesus dazu? Sagt er: Klasse, endlich habt ihr es gecheckt? Nein. Jesus weiß, dass sie schon bald – bei seiner Gefangennahme – davon laufen werden. Und dennoch oder gerade deshalb, spricht Jesus ihnen Mut zu, und Trost – Jesus sagt: Seid beruhigt und im Frieden – egal was um euch herum ab geht, fürchtet euch nicht, denn ich – Jesus – habe die Welt besiegt.</p>



<p>Es ist bei uns oft so nah beieinander: Glaube und Unglaube, Glaubensmut und Feigheit.</p>



<p>Und doch gilt diese Zusage Jesu für uns Alle: als Christen, als Jesu Nachfolger ist Jesus auch dann bei uns, wenn wir versagen!</p>



<p>Im Predigttext geht es dann so weiter, &#8211; und weil wir den Abschnitt bereits vorher in der Schriftlesung gehört haben verzichte ich darauf, den Text nochmal vorzulesen – im Predigttext ist es so, dass kurz vor seiner Gefangennahme, Jesus noch einmal ins Gebet geht. Das Ziel seines Gebetes ist es, dass die Herrlichkeit Gottes des Vaters allen Menschen bekannt wird. Denn das ist es, was Jesus möchte: dass wir Menschen durch und in ihm (Jesus), den Vater im Himmel erkennen.</p>



<p>Jesus betet, wie es gewesen ist: Nämlich, dass Jesus seine Jünger von Gott seinem Vater erhalten hat. Dass diese Jünger erkannt haben, dass das was Jesus sagt und tut tatsächlich im Sinne Gottes ist. Dass diese Jünger sich nach dem Wort Gottes ausrichten. Und dass diese Jünger glauben und erkannt haben, dass Jesus im Auftrag Gottes zum Menschen geworden ist.<sup class="modern-footnotes-footnote ">1</sup></p>



<p>Ich versuche das mal in fünf Aussagen zu fassen, denn das gilt auch heute noch für alle Christen, denn als Christen sind wir Jünger Jesu.</p>



<p><strong>1. Wir haben keinen Grund stolz zu sein, Christen zu sein</strong> – denn es ist nicht unser Verdienst, sondern der Verdienst Gottes. Es ist ein Vorrecht – aber keines das wir uns verdient haben. Er hat uns erwählt!</p>



<p>Wenn wir im Makarios mit z.B. muslimischen Jugendlichen über den Glauben reden, dann stehen wir zu unserer Überzeugung, dass es nur in Jesus ewiges Leben gibt. Denn das ist es, was in der Bibel steht. Wenn aber jemand diese Überzeugung nicht teilt, dann ist er uns trotzdem gleich willkommen wie derjenige, der dies tut. Wir respektieren den Glauben oder Unglauben des Anderen.</p>



<p><strong>2. Wir sollten uns mit Freude und Überzeugung nach dem Wort Gottes richten,</strong> denn das ist die Grundlage für unser Leben. Und die Bibel hat viel zur persönlichen Gestaltung des Lebens zu sagen. Lassen wir zu, dass das was die Bibel für richtig hält ganz anders ist als das was wir bisher denken? Oder als das was die Gesellschaft für richtig erachtet? Es lohnt sich rein zu lesen.</p>



<p><strong>3. Wir dürfen und sollen Glauben, dass das was Jesus getan und gesagt ha</strong>t, wirklich das ist, was Gott ihm aufgetragen hat. Jesus sagt an einer Stelle (Joh.5,19), dass er nur das tut, was er von seinem Vater im Himmel sieht. Jesus ist entweder der Sohn Gottes oder ein Betrüger. Es gibt nichts dazwischen. Denn wer so redet, wie Jesus es tat, ohne dass er diese Legitimation – nämlich Sohn Gottes zu sein &#8211; hat, der ist ein Betrüger.</p>



<p>Glauben wir an Jesus den Sohn Gottes &#8211; KEIN Betrüger.</p>



<p><strong>4. In Jesus Christus ist Gott Mensch geworden.</strong> Jesus ist nicht nur ein Vorbild. Jesus ist nicht nur ein Mensch, dem es besonders gut gelungen ist, ein guter Mensch zu sein. Jesus ist der Sohn Gottes – gezeugt und nicht geschaffen – heißt es im nicänischen Glaubensbekenntnis. Das bedeutet: ganzer Mensch und trotzdem ganzer Gott!</p>



<p><strong>5. Und als Christen gehören wir IHM -Jesus.</strong> Gott der Vater hat uns Menschen diesem Jesus anvertraut. Er ist für uns da und wird für uns sorgen.</p>



<p>Vielleicht ist es so, dass Sie einige oder auch viele meiner Aussagen nicht so recht glauben können oder gar ablehnen. Mag sein, Sie haben ganz andere Erfahrungen gemacht, sie sind von Christen verletzt worden oder vom christlichen Glauben enttäuscht. Wie es auch ist: ich glaube, dass es sich lohnt, sich neu auf Jesus einzulassen und mit ihm den Lebensweg weiter zu gehen. Versuchen Sie es. Suchen sie das Gespräch mit Menschen, die Jesus kennen und zu denen sie vertrauen haben. Lesen Sie die Bibel. Lassen Sie für sich beten – beten sie selber. Dass Jesus wirklich lebt, davon bin ich überzeugt, das wird für jeden erlebbar, der sich auf den Weg macht.</p>



<p>Amen</p>



<p>Foto von <a href="https://unsplash.com/@joshapplegate?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Josh Applegate</a> auf <a href="https://unsplash.com/de/s/fotos/baptism?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></p>
<div>1&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Johannes 17ff</div>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://jesus-follower.xyz/taufpredigt/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
