<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Liebe &#8211; jesus-follower.xyz</title>
	<atom:link href="https://jesus-follower.xyz/tag/liebe/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://jesus-follower.xyz</link>
	<description>Predigten, Impulse und andere Inhalte von Verkündigung</description>
	<lastBuildDate>Sat, 29 Apr 2023 04:41:52 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.1</generator>

<image>
	<url>https://jesus-follower.xyz/wp-content/uploads/2022/04/logoohneuntertextklein_bearbeitet-1-150x150.jpg</url>
	<title>Liebe &#8211; jesus-follower.xyz</title>
	<link>https://jesus-follower.xyz</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Liebe &#8211; Erkennungszeichen der Jünger Jesu</title>
		<link>https://jesus-follower.xyz/liebe-erkennungszeichen-der-juenger-jesu/</link>
					<comments>https://jesus-follower.xyz/liebe-erkennungszeichen-der-juenger-jesu/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Peschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Jun 2017 07:55:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[Predigt]]></category>
		<category><![CDATA[Ehe]]></category>
		<category><![CDATA[Erkennungszeichen]]></category>
		<category><![CDATA[Feindesliebe]]></category>
		<category><![CDATA[Gott]]></category>
		<category><![CDATA[Gott ist Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Heiraten]]></category>
		<category><![CDATA[Johannes 13]]></category>
		<category><![CDATA[Johannes 13:34]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Nächstenliebe]]></category>
		<category><![CDATA[Trauung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://peschie1967.de/?p=867</guid>

					<description><![CDATA[Predigt bei der Trauung von R. und S. am 03.06.2017 Trauvers Als Trauspruch haben R. und S. einen Ausspruch von Jesus ausgewählt, der uns im Johannesevangelium überliefert ist. Dort heißt es: „Ich gebe euch ein neues Gebot: Liebt einander! Ihr...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Predigt bei der Trauung von R. und S. am 03.06.2017</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Trauvers</strong></h2>



<p>Als Trauspruch haben R. und S. einen Ausspruch von Jesus ausgewählt, der uns im Johannesevangelium überliefert ist. Dort heißt es: </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Ich gebe euch ein neues Gebot: Liebt einander! Ihr sollt einander lieben, wie ich euch geliebt habe. An eurer Liebe zueinander werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid.“</p>
<cite>Johannes 13, 34f</cite></blockquote>



<p>Jesus sagt dies zu seinen engsten Freunden, den Jüngern die später auch Apostel genannt werden. Das sind die zwölf Männer die etwa drei Jahre mit Jesus durch Israel gezogen sind. Das sind diejenigen, die gehört haben, was Jesus gelehrt hat und die gesehen haben, wie Jesus Menschen geheilt und andere Wunder getan hat.</p>



<p>„<i>An eurer Liebe zueinander werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid.“ </i>sagt Jesus.</p>



<p>Jesus sagt nicht: an den Wundern werden die Menschen erkennen, dass ihr zu mir gehört. Jesus sagt auch nicht dass es am sozialen Engagement zu sehen ist, ob jemand ein Jünger Jesu ist oder daran wie viel gebetet wird oder welche Lieder gesungen werden.</p>



<p>Jesus sagt: <i>„An eurer Liebe </i><i><b>zueinander</b></i><i>!</i>“</p>



<p>Und Jesus meint damit nicht die Liebe zwischen R. und S. ! Jesus meint auch nicht die Liebe zwischen Mutter und Kind.Jesus meint die Liebe, die zwischen seinen engsten Freunden sein soll.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Warum die Liebe als Erkennungszeichen?</strong></h2>



<p>Doch warum eigentlich die Liebe? Warum sagt Jesus, dass an der Liebe der Jünger untereinander, deutlich wird, dass sie zu ihm gehören, zu Jesus?</p>



<p>Wenn wir in die Bibel hinein schauen, dann finden wir dazu einiges. Ich hab mal die aus meiner Sicht vier wichtigsten herausgegriffen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li> Zunächst einmal bezeugt die Bibel an vielen Stellen, dass <b>Gott Liebe ist. </b>Ein Zitat nenne ich zur Unterstreichung: „<i>Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist Liebe.“ </i>Das steht im ersten Brief des Johannes in Kapitel 4, Vers 8. </li>



<li> Dann finden wir – sowohl in der jüdischen Bibel, das ist der Teil der Bibel den wir altes Testament nennen, als auch im neuen Testament die Aufforderung: <b>Liebe Deinen Nächsten, wie Dich selbst. </b>Im Evangelium nach Markus (12, 29ff) zitiert Jesus aus der jüdischen Bibel: „<i>Das wichtigste Gebot ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der alleinige Herr. Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe, mit deinem ganzen Verstand und mit aller deiner Kraft! An zweiter Stelle steht das Gebot: Liebe deine Mitmenschen wie dich selbst! Kein Gebot ist wichtiger als diese beiden.“</i> An einer anderen Stelle fügt Jesus noch hinzu: „<i>Mit diesen beiden Geboten ist alles gesagt, was das Gesetz und die Propheten fordern.“ </i>Damit sagt Jesus, wer Gott und seinen Nächsten liebt, der erfüllt alles was Gott von uns Menschen fordert! </li>



<li> Dann finden wir &#8222;natürlich&#8220; das Gebot der <b>Feindesliebe. </b>Im Evangelium nach Lukas (6, 27f) fordert Jesus von seinen Jüngern: <i>„Liebt eure Feinde; tut denen Gutes, die euch hassen; segnet die, die euch verfluchen; betet für die, die euch Böses tun.“</i> </li>



<li> Und als viertes sagt die Bibel, dass <b>d</b><b>ie Liebe die größte Gabe ist. </b>Im Brief an die Korinther heißt es: (1.Korinther 13, 13) <i>„Was für immer bleibt, sind Glaube, Hoffnung und Liebe, diese drei. Aber am größten von ihnen ist die Liebe.“</i> </li>
</ul>



<p>Warum also sagt Jesus, dass an der Liebe der Jünger untereinander zu erkennen ist, dass sie seine Jünger sind? Dass sie zu Jesus gehören?</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Liebe ist das Wesen Gottes</strong></h2>



<p>Weil in der Liebe das Wesen Gottes sichtbar wird. Die Liebe durchdringt die ganze Bibel – auch wenn das einem oberflächlichen Betrachter oder Leser nicht gleich klar wird. Denn es gibt ja auch nicht wenige Erzählungen und Aussagen, in denen man mit der Lupe nach der Liebe Gottes suchen kann und dennoch nichts findet.</p>



<p>Aber trotzdem ist sie da. Letztlich ist die ganze Bibel, ein Liebesbrief Gottes an uns Menschen!</p>



<p>Am deutlichsten wird Gottes Liebe an Jesus.</p>



<p>Bitte versuchen Sie sich mal folgendes vorzustellen: Sie haben ein Kind. Nun sollen Sie ihr eigenes Kind in einen Slum schicken, damit es dort mit den Menschen lebt, die sich von Müll ernähren, die keinen Zugang zu medizinischer Versorgung haben, die jeden Tag kämpfen müssen um zu überleben! Und ihr Kind soll nicht nur mit diesen Menschen leben, sondern auch wie leben! Es soll alles erleben, was so ein Slum Kind auch erlebt. Dein Kind, als ein Slumbewohner, mit allem was dazu gehört. Wer wäre dazu bereit?</p>



<p>Ich bitte sie über noch ein Zweites nach zu denken: Wären sie selbst bereit, ihr Leben hier in Deutschland aufzugeben um nach z.B Afghanistan oder Syrien zu gehen? Oder in den Sudan? Und zwar ohne Geld, ohne deutschen Pass, ohne ein Ticket zurück nach Deutschland. Um in den Kriegsgebieten für die Menschen da zu sein mit ihnen ihr Leid zu teilen?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die besondere Tat Jesu</h2>



<p>Jesus war bereit, sein Leben bei Gott zurück zu lassen und Mensch zu werden. Zu leben wie ein Mensch, zu fühlen wie ein Mensch. Gott der Vater hat Jesus in einen Slum geschickt. Zumindest im Verhältnis vom Himmel zu unserer Welt. Kann man sich das vorstellen.</p>



<p>Welcher Vater tut das?</p>



<p>Gott der Vater tut das.</p>



<p>Ist das ein liebender Vater?</p>



<p>Ja, denn in Jesus kommt Gott der Vater auch selber auf diese Welt. Gibt selber sein Leben im Himmel auf und geht – im Übertragenen Sinn – nach Syrien, nach Afghanistan oder in den Sudan und stellt sich den Herausforderungen dieser Welt.</p>



<p>Und warum tut Gott das?</p>



<p>Die Antwort ist einfach: Gott tut dies aus Liebe.</p>



<p>Gott liebt Dich. Jeden der hier sitzt. Egal ob Du an ihn glaubst oder nicht. Egal ob Du zornig auf Gott bist oder er Dir scheißegal ist. Er – Gott der Vater – liebt Dich. Ja Dich.</p>



<p>Gott ist in Jesus auf diese Welt gekommen um Dir zu zeigen: Ich bin für Dich da! Ich kenne Dich! Ich will mit Dir in Beziehung sein!</p>



<p>Vielleicht halten Sie das alles für Quatsch. Vielleicht denken Sie, Gott ist ein Hirngespinst. Oder Sie sehen das Elend dieser Welt und sagen sich: Wenn Gott so was zulässt, dann kann er mir gestohlen bleiben. Oder Sie denken, das mit Gott ist OK – aber dieser Jesus, der nervt. Oder…. was auch immer.</p>



<p>Aber was, wenn es wirklich so wäre? Was, wenn Jesus tatsächlich der Mensch gewordene Gott ist? Was wenn er wirklich gestorben und wieder auferstanden ist? Was, wenn Jesus der einzige Weg ist um zu Gott zu kommen und ewiges Leben zu erhalten?</p>



<p>Gott ist Liebe.</p>



<p>Und Gottes Liebe zu uns Menschen – zu Dir – ist so unfassbar groß, dass er bereit ist seine Göttlichkeit zurück zu lassen und Mensch zu sein.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Trauvers und das Brautpaar</h2>



<p>Doch nun noch ein paar Gedanken zum Trauvers und der Frage nach der Beziehung der Geschlechter.</p>



<p>Ich lese noch einmal den Trauvers: „<i>Ich gebe euch ein neues Gebot: Liebt einander! Ihr sollt einander lieben, wie ich euch geliebt habe. An eurer Liebe zueinander werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid.“</i></p>



<p>Bereits zu Anfang habe ich erklärt, dass Jesus dies zu seinen engsten Freunden sagt. Und ich hoffe es ist deutlich geworden, warum es die Liebe ist, an der man erkennen kann, wer zu Jesus gehört. Aber das Gebot gilt nicht ausschließlich diesen zwölf Jüngern, denen er es gesagt hat. Dieses Gebot ist für alle Jünger Jesu, zu allen Zeiten gültig.</p>



<p>Jesus spricht hier von einem <i><b>neuen</b></i> <b>Gebot!</b> D.h. einander zu lieben ist keine Freiwilligkeitsleistung, es ist kein: „heute bin ich gut drauf, also liebe ich“ Sache. Jesus nennt es ein Gebot, es ist ein Befehl! Ihr habt euch zu lieben!</p>



<p>Kann man Liebe befehlen?</p>



<p>Wohl kaum. Dennoch fordert Jesus genau das.</p>



<p>Was also kann Jesus damit meinen, wenn er sagt: „<i>Ich gebe euch ein neues Gebot: Liebt einander!“ </i></p>



<p>Die Ehe wird in der Bibel an mehreren Stellen als Bild, als Beispiel für das Verhältnis von Gott und Mensch genommen. Und was Jesus hier mit diesem (neuen) Gebot, von seinen Jüngern fordert, hat ganz viel mit dem zu tun, wie die Beziehung in einer Ehe gestaltet werden soll. Es hat viel damit zu tun, auf was sich Rebecca und Sascha mit ihrer Hochzeit eingelassen haben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Liebe in der Definition Gottes</h2>



<p>Was also ist mit dieser Liebe gemeint? Welche Eigenschaften hat diese Liebe?</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><p class="western"><a rel="noopener noreferrer" href="https://peschie1967.de/jesus-sex-revolution-die-theologie-des-leibes/" target="_blank">Im ersten Buch der Bibel</a> (1.Mose 1, 26f) wird berichtet: <i>„Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, […]Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau.“</i> Das bedeutet, Mann und Frau sind gemeinsam Ebenbild Gottes. Nicht allein für sich. Und beide sind Geschöpfe des gleichen Gottes und haben damit die gleiche Würde und verdienen den gleichen Respekt voreinander.<i> </i>Die Liebe, von der Jesus redet schätzt den Anderen und bringt ihm Respekt entgegen. In der Traufrage versprechen Braut und Bräutigam einander, sich „&#8230;als Gottes Gabe [zu] lieben&#8230;“</p>
<ul class="wp-block-list">
<li><p class="western"> Also liebe R., lieber S., wenn es mal harte Zeiten geben sollte in eurer Beziehung, dann denkt daran: der Andere ist eine Gabe Gottes und verdient meinen Respekt unabhängig davon, was ich meine dass er oder sie mir angetan hat. </p></li>
</ul>
</li>



<li><p class="western"><a href="https://peschie1967.de/maenner-und-frauen-gedanken-zu-epheser-5-21-ff/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">In einem längeren Abschnitt im Epheserbrief </a>(5, 21), der sich mit dem Verhältnis von Mann und Frau beschäftigt heißt es: <i>„Ordnet euch einander unter; tut es aus Ehrfurcht vor Christus!“ </i>Wenn ich bereit bin mich meinem Gegenüber unterzuordnen, mein Gegenüber höher zu schätzen als mich selbst, mein Gegenüber wichtiger zu nehmen als mich selbst – dann braucht es dafür Vertrauen. Das Vertrauen, der Andere wird mich nicht über den Tisch ziehen. Vertrauen, der Andere meint es gut mit mir. Für eine Ehe ist das unabdingbar. Und auch für jede andere Beziehung eine exzellente Grundlage.</p>


<ul class="wp-block-list">
<li> Liebes Brautpaar, das wünsche ich euch, dass es euch immer wieder neu gelingt, den anderen für wichtiger zu nehmen als euch selbst. Gerade auch dann, wenn vielleicht Entscheidungen anstehen, die Richtungsweisend sind und wo ihr völlig unterschiedliche Sichtweisen dazu habt. Das ist nicht einfach, aber wenn es euch in den kleinen Entscheidungen des Alltages gelingt – sozusagen als Vorübung – dann wird dies auch bei den großen und Wegweisenden gelingen. <br></li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li> Also S., dran bleiben. Auch in diesem Text ist es keine Freiwilligkeitsleistung, seine Frau zu lieben, sondern eine Aufforderung. Vielleicht ist es für Dich ja eine Hilfe, wenn Du Dir den letzten Vers des Textes immer wieder vor Augen führst: „<i>Ein Mann, der seine Frau liebt und ihr Gutes tut, tut sich damit selbst etwas Gutes.“</i> <br></li>
</ul>
</li>



<li><p class="western">Im weiteren spricht der Text aus dem <a rel="noopener noreferrer" href="https://peschie1967.de/maenner-und-frauen-gedanken-zu-epheser-5-21-ff/" target="_blank">Epheserbrief</a><i> </i>dann davon, dass wir uns dem stellen sollen, wo wir unsere größten Defizite haben. Es heißt dort: (Epheser 5, 22ff) <i>„Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter! Ihr zeigt damit, dass ihr euch dem Herrn unterordnet. […] Und ihr Männer, liebt eure Frauen! Liebt sie so, wie Christus die Gemeinde geliebt hat: Er hat sein Leben für sie hingegeben,[…] Genauso sind nun auch die Männer verpflichtet, ihre Frauen zu lieben und ihnen Gutes zu tun, so wie sie ihrem eigenen Körper Gutes tun. Ein Mann, der seine Frau liebt und ihr Gutes tut, tut sich damit selbst etwas Gutes.“</i></p>
<ul class="wp-block-list">
<li><p class="western">Ich kann nicht für die Frauen sprechen, deshalb beschränke ich mich auf das, was zu den Männern gesagt ist: „<i>Und ihr Männer, liebt eure Frauen! Liebt sie so, wie Christus die Gemeinde geliebt hat.“</i> Wer von uns Männern hier keinen trockenen Mund bekommt, der hat nicht begriffen, was da von uns Ehe-Männern verlangt wird. Ich glaube, dass es für uns Männer mit das schwierigste ist, unsere Frauen so zu lieben, wie Jesus uns liebt. Nicht weil unsere Frauen nicht liebenswert wären – sondern, weil wir in der Frage der Liebe oftmals andere Prioritäten setzen als es richtig wäre. Die Tatsache, dass es unmöglich erscheint, sollte uns aber nicht dazu führen aufzugeben, sondern vielmehr jeden Tag neu, durch die Kraft Jesu uns der Herausforderung zu stellen.</p></li>
</ul>
</li>
</ul>



<p>Noch ein letzter Punkt:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><p class="western">Im Evangelium nach Matthäus (19, 5f), zitiert Jesus wieder aus der hebräischen Bibel: <i>„Deshalb wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und sich mit seiner Frau verbinden, und die zwei werden ein Leib sein. Sie sind also nicht mehr zwei, sondern sie sind ein Leib.“</i> Damit sagt Jesus, dass die Beziehungen die vor der Ehe galten sich verändert haben. Die Liebe der Ehepartner zeigt sich darin, dass sie sich als ein Leib begreifen. Die Liebe zeigt sich darin, dass sie lernen mit einer Stimme zu reden und füreinander zu handeln.</p>
<ul class="wp-block-list">
<li> Liebes Brautpaar, natürlich bleibt ihr die Kinder eurer Eltern, und Freunde eurer Freunde, aber von nun an, seid ihr zuallererst und vor allem einander verpflichtet. Ihr seid ein Leib! Untrennbar verbunden. </li>
</ul>
</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Zusammenfassung:</h2>



<p>Warum ist die Liebe das Kennzeichen dafür ein Jünger Jesu zu sein?</p>



<ul class="wp-block-list">
<li> Weil Gott Liebe ist </li>



<li> weil die Liebe die größte Gabe ist </li>
</ul>



<p>Wie ist diese Liebe?</p>



<ul class="wp-block-list">
<li> Sie ist wertschätzend und respektvoll gegenüber dem Anderen </li>



<li> Sie ist vertrauensvoll </li>



<li> Sie lässt uns eins werden im Denken, Handeln und Fühlen </li>



<li> Sie macht uns bereit, an den eigenen Defiziten zu arbeiten </li>
</ul>



<p>Ich möchte die Predigt nun mit einer Stille beenden. Es ist meine Hoffnung, dass Sie das eine oder andere von dem, was ich gesagt habe, in irgendeiner Weise angesprochen oder bewegt hat. Ich lade Sie ein, die jetzt folgende Stille zu nutzen um an dem weiter zu denken, oder mit Gott ins Gespräch zu kommen.</p>



<p>Amen</p>



<p>Gerne kommentieren, ergänzen&#8230;.</p>



<p>Foto von <a href="https://unsplash.com/@neal_johnson?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Neal E. Johnson</a> auf <a href="https://unsplash.com/de/s/fotos/christian-love?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://jesus-follower.xyz/liebe-erkennungszeichen-der-juenger-jesu/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Männer und Frauen</title>
		<link>https://jesus-follower.xyz/maenner-und-frauen-gedanken-zu-epheser-5-21-ff/</link>
					<comments>https://jesus-follower.xyz/maenner-und-frauen-gedanken-zu-epheser-5-21-ff/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Peschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 Dec 2016 15:00:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ehe]]></category>
		<category><![CDATA[Ehefrau]]></category>
		<category><![CDATA[Ehemann]]></category>
		<category><![CDATA[Ehescheidung]]></category>
		<category><![CDATA[Epheser]]></category>
		<category><![CDATA[Epheser 5]]></category>
		<category><![CDATA[Epheser 5.21ff]]></category>
		<category><![CDATA[frau]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gebot]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Mann]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://peschie1967.de/?p=849</guid>

					<description><![CDATA[Gedanken zu Epheser 5, 21 ff Anlässlich der Hochzeit von M. (mit M.)&#160; und auch von S. (mit R.), die ich seit ca. 20 Jahren kenne, ein paar Gedanken zum Thema Ehe. Statistiken und Umfragen Männer und Frauen heiraten. Und...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Gedanken zu Epheser 5, 21 ff</h2>



<p>Anlässlich der Hochzeit von M. (mit M.)&nbsp; und auch von S. (mit R.), die ich seit ca. 20 Jahren kenne, ein paar Gedanken zum Thema Ehe.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Statistiken und Umfragen</h3>



<p>Männer und Frauen heiraten. Und das auch noch in einer Zeit, in der die Statistik sagt, dass die Anzahl der geschiedenen Ehen bei ca. 1/3 der Eheschließungen liegt (1950 ca. 1/6).<sup class="modern-footnotes-footnote ">1</sup></p>



<p>Das scheint sich auch in Zukunft wenig zu ändern, zumindest wenn man den Jugendforschern glaubt, die regelmäßig feststellen, dass Ehe und Familie bei sehr vielen Jugendlichen zumindest ein Wunschziel sind und bleiben.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ehe eine einfache Sache?</h3>



<p>Es gibt viele Dinge, die man tun kann, damit eine Ehe ein leben lang hält &#8211; mehr noch, ein Leben lang eine gute Ehe ist. Leider scheinen nur wenige (zukünftige) Ehenleute bereit, sich mit diesen Dingen auseinander zu setzen. Es ist&nbsp; gesellschaftlich doch so, dass die Mehrheit denkt:&nbsp; Ehe, das ist doch was, das kann man oder kann man nicht. Ehe, das ist doch so, man passt zusammen oder auch nicht.</p>



<p>Die Statistik sagt was anderes Leute! Natürlich sind auch Ehevorbereitungskurse und andere hilfreiche Dinge keine Garantie für eine gelingende Ehe. Aber sie sind ein wichtiger Faktor.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Gott, Erfinder der Ehe</h3>



<p>So ist es auch mit dem, was die Bibel über Ehe sagt. Hilfreich und wertvoll &#8211; aber keine Garantie für´s nicht Scheitern.&nbsp; Gott schuf den Menschen zu seinem Bild &#8211; als Mann und Frau. So beschreibt der Schöpfungsbericht im 1.Mose Buch das Verhältnis von Gott und Mensch und auch von Mann und Frau. In der Ehe von Mann und Frau &#8211; und nur dort wird, oder zumindest soll Gott sichtbar werden. Nähere Ausführungen dazu in meinem Blogbeitrag: <a href="https://peschie1967.de/jesus-sex-revolution-die-theologie-des-leibes/" target="_blank" rel="noopener">Theologie des Leibes.</a></p>



<h3 class="wp-block-heading">Epheser 5</h3>



<p>In der Bibel finden sich zahlreiche Tipps für Ehe und den Umgang der Geschlechter miteinander. In der heutigen Zeit sind diese oftmals wenig beachtet, oder verhasst, weil sie vermeintlich eine altertümliche Haltung oder Verhalten proklamieren.</p>



<p>Der Abschnitt über Männer und Frauen im Epheserbrief ist eine der umstittensten und am meisten missgedeuteten Bibelstellen unserer Zeit.&nbsp; Ich glaube, dass es gut tut, sich diese Erkenntnisse genau anzuschauen und nicht zu schnell umzudeuten. Schließlich geht es hier &#8211; genauso wie bei den Zeugnissen der Auferstehung &#8211; um Wort Gottes.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Epheser 5 im Original</h3>



<p>Der Bibeltext lautet nach der Neuen Genfer Übersetzung so:</p>



<p><i>&#8222;Ordnet euch einander unter; tut es aus Ehrfurcht vor Christus! Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter! Ihr zeigt damit, dass ihr euch dem Herrn unterordnet. Denn der Mann ist das Haupt der Frau, genauso wie Christus das Haupt der Gemeinde ist – er, der sie errettet und zu seinem Leib gemacht hat. Und wie die Gemeinde sich Christus unterordnet, so sollen sich auch die Frauen ihren Männern in allem unterordnen. Und ihr Männer, liebt eure Frauen! Liebt sie so, wie Christus die Gemeinde geliebt hat: Er hat sein Leben für sie hingegeben, um sie zu seinem heiligen Volk zu machen. Durch sein Wort hat er den Schmutz ihrer Verfehlungen wie in einem reinigenden Bad von ihr abgewaschen. Denn er möchte sie ´zu einer Braut` von makelloser Schönheit machen, die heilig und untadelig und ohne Flecken und Runzeln oder irgendeine andere Unvollkommenheit vor ihn treten kann. Genauso sind nun auch die Männer verpflichtet, ihre Frauen zu lieben und ihnen Gutes zu tun, so wie sie ihrem eigenen Körper Gutes tun. Ein Mann, der seine Frau liebt und ihr Gutes tut, tut sich damit selbst etwas Gutes. Schließlich hat noch nie jemand seinen eigenen Körper gehasst; vielmehr versorgen wir unseren Körper mit Nahrung und pflegen ihn, genau wie Christus es mit der Gemeinde macht – mit seinem Leib, dessen Glieder wir sind. »Deshalb«, ´so heißt es in der Schrift,` »wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und sich mit seiner Frau verbinden, und die zwei werden ein Leib sein.« Hinter diesen Worten verbirgt sich ein tiefes Geheimnis. Ich bin überzeugt, dass hier von Christus und der Gemeinde die Rede ist. Doch ´die Aussage betrifft` auch jeden von euch ganz persönlich: Jeder soll seine Frau so lieben, wie er sich selbst liebt, und die Frau soll ihrem Mann mit Ehrerbietung begegnen.&#8220; </i></p>



<h3 class="wp-block-heading">Herausforderungen für Männer und Frauen</h3>



<p>Der Schreiber des Epheserbriefes, legt in diesem Abschnitt seinen Finger auf die jeweils größte Herausforderung der Geschlechter. Bei den Männern die Liebe zu ihren Ehefrauen. Bei den Frauen die Bereitschaft sich ihren Ehemännern unterzuordnen. Seine Ehefrau zu lieben, trotz der vielen anderen Herausforderungen des Lebens, trotz der Verlockungen von anderen Frauen, trotz allem was sich über die Jahre in einer Beziehung auch an schwierigem anhäufen kann! Seinen Ehemann sich unterordnen. Obwohl dieser – zumindest zuhause – wenig Initiative zeigt. Obwohl dieser gerne bereit ist, die Initiative seiner Ehefrau zu überlassen. Obwohl eine Frau auch als Ehefrau durchaus in der Lage ist eigene Entscheidungen zu treffen und diese u.U. besser sind als die des Ehemannes!</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was nicht gemeint ist!</h3>



<p>Dabei meint der Autor des Epheserbriefes nicht, dass die Frauen ihre Ehemänner nicht lieben bräuchten, oder dass die Männer sich nicht ihren Frauen unterordnen sollen. Der Abschnitt beginnt ja damit, dass er alle auffordert, sich einander unter zu ordnen. Es geht also keinesfalls um die Unterdrückung der Ehefrauen – oder der Frauen allgemein – wie es vielleicht oberflächlich scheint und wie es in den vergangenen 2000 Jahren auch immer wieder gedeutet wurde.</p>



<h3 class="wp-block-heading">An die (Ehe-)Männer</h3>



<p>Wir Männer sollen unsere Ehefrau lieben – und diese Liebe dadurch bezeugen, dass wir ihr Gutes tun! D.h. das was der Ehefrau gefällt. Die Liebe soll so sein, wie Jesus seine Gemeinde liebt. Eine Anforderung, der kein Mann gerecht werden kann und die hier dennoch erhoben wird. Diese Liebe wird an keine Bedingung geknüpft. Es heißt nicht, liebe Deine Ehefrau, wenn sie dies oder das tut. Nein. Es ist Bedingungslos, wie die Liebe Jesu Bedingungslos ist. Sie ist sogar eine Pflicht!</p>



<h3 class="wp-block-heading">An die (Ehe-)Frauen</h3>



<p>Und die Frauen sollen sich ihrem Ehemann unterordnen. So wie Jesus der Chef der Gemeinde ist, so soll der Ehemann der Chef der Ehefrau sein.</p>



<p>Aufschrei!<br>Wie altertümlich.<br>Wie Frauen erniedrigend.<br>Wie absurd im 21. Jahrhundert.</p>



<p>Doch bevor wir diese Aussage im Keim ersticken, sollten wir erstmal schauen, wie Jesus seine Gemeinde leitet.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie Jesus sich als Chef aufspielt!</h3>



<p>Jesus geht voran. Jesus liebt bedingungslos. Jesus wirbt darum, dass wir ihm nachfolgen. Er ermutigt uns, wenn wir ängstlich sind. Jesus bremst uns, wenn wir zu forsch sind. Jesus weist uns auf Fehlverhalten hin, ohne uns zu verurteilen.</p>



<p>Hört sich nun die Forderung:<em> „ Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter!“</em> besser an?</p>



<p>Es ist doch deutlich, dass es nicht darum geht Herrschaft über die Ehefrau auszuüben. Sondern vielmehr eine sehr gute Form der Verantwortung wahr zu nehmen. Und die Tatsache, dass so viele Frauen – auch gute Christinnen – sich so schwer damit tun, zeigt meiner Meinung nach, dass der Autor des Epheserbriefes ins Schwarze getroffen hat.</p>



<p>Dass sich Männer viel weniger darüber aufregen, ihre Ehefrau lieben zu sollen wie Jesus seine Gemeinde, ist erstaunlich.&nbsp; Denn da liegt wenigstens genausoviel im Argen, wie bei der Unterordnung der Ehefrauen.</p>



<p>Andere Meinung?</p>



<p>Hab ich was übersehen?</p>



<p>Bitte kommentieren.</p>



<p>Foto von <a href="https://unsplash.com/@peterconlan?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Peter Conlan</a> auf <a href="https://unsplash.com/de/s/fotos/man-woman?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></p>
<div>1&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Bevoelkerung/Bevoelkerungsbewegung/Scheidungsstatistik2010140147004.pdf?__blob=publicationFile</div>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://jesus-follower.xyz/maenner-und-frauen-gedanken-zu-epheser-5-21-ff/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kind Gottes werden und sein</title>
		<link>https://jesus-follower.xyz/w-htm/</link>
					<comments>https://jesus-follower.xyz/w-htm/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Peschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Sep 2016 10:12:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[Predigt]]></category>
		<category><![CDATA[1.Johannes]]></category>
		<category><![CDATA[1.Johannes 3]]></category>
		<category><![CDATA[Christ werden]]></category>
		<category><![CDATA[Glaubensgeschwister]]></category>
		<category><![CDATA[Glaubensgewissheit]]></category>
		<category><![CDATA[Glaubensgewissheit erlangen]]></category>
		<category><![CDATA[Jesus]]></category>
		<category><![CDATA[Jesus kennen lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Kind]]></category>
		<category><![CDATA[Kind Gottes]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Übergabegebet]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://peschie1967.de/?p=792</guid>

					<description><![CDATA[Predigt beim eAg, am 18.09.2016 Hier das Audio Was glaubst Du, wer Du bist? &#8222;Was glaubst Du, wer Du bist? Ein Kind Gottes!&#8220; So lautet die Überschrift für den heutigen Gottesdienst. Wir schließen heute die Predigtreihe unter der Fragestellung: Was...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Predigt beim eAg, am 18.09.2016</p>



<p><a href="https://einanderergottesdienst.org/de/predigt/predigtarchiv/sermon/123-ein-kind-gottes" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hier das Audio</a></p>



<h3 class="wp-block-heading">Was glaubst Du, wer Du bist?</h3>



<p>&#8222;Was glaubst Du, wer Du bist? Ein Kind Gottes!&#8220; So lautet die Überschrift für den heutigen Gottesdienst. Wir schließen heute die Predigtreihe unter der Fragestellung: Was glaubst Du, wer Du bist? ab. Und auch wenn die letzten Predigten sicherlich viele wichtige Aspekte aufgezeigt haben, was wir sind, so bin ich doch überzeugt, dass für das Thema heute gilt: Das Beste kommt zu Schluß. Das Beste nämlich, dass wir Kinder Gottes sind!</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was glaubst Du, wer Du bist? Ein Kind Gottes!</h3>



<p>Der dazugehörige Predigttext kommt aus dem ersten Johannesbrief, Kapitel 3, die Verse 1 und 2. Ich lese nach der Neuen Genfer Übersetzung:</p>



<p><i>Seht doch, wie groß die Liebe ist, die uns der Vater erwiesen hat: Kinder Gottes dürfen wir uns nennen, und wir sind es tatsächlich! Doch davon weiß die Welt nichts; sie kennt uns nicht, weil sie ihn nicht erkannt hat. Ja, liebe Freunde, wir sind Gottes Kinder, wir sind es hier und heute. ´Und das ist erst der Anfang!` Was darin alles eingeschlossen ist, ist uns vorläufig noch nicht enthüllt. Doch eines wissen wir: Wenn Jesus in seiner Herrlichkeit erscheint, werden wir ihm gleich sein; denn dann werden wir ihn so sehen, wie er wirklich ist.</i></p>



<p>Was für ein inhaltsschwerer Text. In der Vorbereitung habe ich bemerkt, dass jeder Vers, ja fast jeder Halbvers eine eigene Predigt wert gewesen wäre.</p>



<p>Im folgenden gehe ich daher nur auf einige wenige Textteile ein, die mir in der Fragestellung des eAg´s: Was glaubst Du, wer Du bist? Ein Kind Gottes! am wesentlichsten erschienen sind.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wir!</h3>



<p>„<i>Kinder Gottes dürfen wir uns nennen, und wir sind es tatsächlich!“</i></p>



<p>Wenn der Schreiber des Briefes „Wir“ schreibt, wen meint er damit eigentlich? Natürlich sich und die Adressaten des Briefes. Aber wer von uns heute, kann sich zu diesem „wir“ hinzu zählen?</p>



<p>Dahinter stecken zwei Fragen, die zusammengehören: zum einen: wer ist ein Kind Gottes? und zum anderen: wie wird man ein Kind Gottes.</p>



<p>Anders gesagt: Gibt es einen Gentest dafür, ob jemand ein Kind Gottes ist, oder nicht? Woran kann man feststellen, ob jemand ein Kind Gottes ist?</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wer ist ein Kind Gottes?</h3>



<p>Die Bibel spricht an mehreren Stellen darüber:</p>



<p>Im Johannesevangelium steht: <i>„All denen jedoch, die ihn aufnahmen und an seinen Namen glaubten, gab er das Recht, Gottes Kinder zu werden.”</i> (Johannes 1,12).</p>



<p>Mit anderen Worten: Wer an Jesus glaubt und ihn in sein Herz aufgenommen hat, bekommt das Recht ein Kind Gottes zu werden!</p>



<p>Etwas später im Johannesevangeliums erklärt Jesus, was es bedeutet, an ihn zu glauben und ihn in sein Herz aufgenommen zu haben. Jesus sagt dort: <i>„Ich sage dir eins: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht ins Reich Gottes hineinkommen. Natürliches Leben bringt natürliches Leben hervor; geistliches Leben wird aus dem Geist geboren. Darum sei nicht erstaunt, wenn ich dir sage: Ihr müsst von neuem geboren werden.“</i> (Johannes 3, 5-7)</p>



<p>An Jesus zu glauben ist eine Neugeburt! Das ist nicht wischi-waschi! An Jesus zu glauben heißt, dass unser alter Mensch stirbt! An Jesus zu glauben heißt, aus uns wird ein neuer Mensch! Und geschehen tut das durch Wasser und Geist – also durch die Taufe und den Geist Gottes!</p>



<p>Weiter können wir im Römerbrief lesen: <i>„Denn der Geist, den ihr empfangen habt, macht euch nicht zu Sklaven, sodass ihr von neuem in Angst und Furcht leben müsstet; er hat euch zu Söhnen und Töchtern gemacht, und durch ihn rufen wir, wenn wir beten: Abba, Vater! Ja, der Geist selbst bezeugt es uns in unserem Innersten, dass wir Gottes Kinder sind.“</i> (Römer 8,15f)</p>



<p>Der Heilige Geist, den wir bei unserer Neugeburt bekommen haben, der unsere Neugeburt ermöglicht hat, bewirkt, dass wir in unserem Herzen wissen: Ich bin ein Kind Gottes!</p>



<p>Ich fasse zusammen: Wie wird man ein Kind Gottes? Glaube an Jesus, Jesus aufnehmen – z.B. durch ein Gebet, dann Taufe auf den Namen Jesu, Neugeburt und Empfang des Heiligen Geistes.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Woran man ein Kind Gottes erkennt.</h3>



<p>Und woran erkennt man, dass jemand ein Kind Gottes ist?</p>



<p>Dass wir Gewissheit in unserem Herzen haben zu Gott zu gehören.</p>



<p>Die Glaubensgewissheit ist der Gentest bzgl. unserer Kindschaft. Unsere Kindschaft, unser Kind Gottes sein, ist also äußerlich nicht unbedingt gleich sichtbar. Sie ist vielmehr in unseren Herzen bezeugt.</p>



<p>Noch ein Kriterium, woran man erkennen kann, dass wir Kinder Gottes sind, nennt unser Text.</p>



<p>Dort steht:„<i>Doch davon [dass wir Kinder Gottes sind] weiß die Welt nichts; sie kennt uns nicht, weil sie ihn nicht erkannt hat.“</i></p>



<h3 class="wp-block-heading">Was bedeutet das?</h3>



<p>Die Welt weiß nicht, dass wir Kinder Gottes sind. Mit der Welt sind alle Menschen gemeint, die nicht an Jesus Christus glauben.</p>



<p>Die Welt, hat weder Gott erkannt noch hat sie erkannt, wer die Kinder Gottes sind. Erkannt bedeutet: das Wesen Gottes, und das Wesen der Kinder Gottes zu sehen und nicht nur die Äußerlichkeiten.</p>



<p>Die Welt sieht unsere Fehler, sie sieht, was die Kinder Gottes falsch machen. Sie weist darauf hin, was schief läuft in der Kirche. Sie führt uns vor Augen wie unsinnig unser Glaube ist. Sie versucht alles Mögliche um uns unmöglich zu machen.</p>



<p>Die Welt kann nicht verstehen, dass wir Kinder Gottes sind, weil wir zu Kindern Gottes werden durch die Macht Gottes und nicht weil wir besonders tolle Menschen sind.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Welt haßt die Kinder Gottes.</h3>



<p>Was uns am wichtigsten erscheint – Jesus – ist für die Welt ein Greuel.</p>



<p>Über John Wesley, den Gründer der methodistischen Kirche wird erzählt, dass als er einmal bemerkte, dass er drei ganze Tage erlebt hatte ohne dass ihn jemand beschimpft, verprügelt oder einen Stein nach ihm geworfen hatte, beschämt niederkniete und betete:„Könnte es sein, dass ich gesündigt habe oder zurückgefallen bin Herr Jesus?“ und er bat Gott, ihm zu zeigen, ob er irgendwelche Fehler gmeacht hätte.</p>



<p>Auf der anderen Seite der Hecke hört jemand sein Gebet, erkannte Wesley und dachte: „Ich werde diesem Prediger eine Lektion erteilen.“ Er ergriff einen Backstein und warf ihn nach Wesley. Der Backstein verfehlte sein Ziel knapp; aber Wesley erhob sich und rief aus: „Danke, Herr, alles ist gut! Ich bin noch in deiner Gegenwart.“</p>



<p>Wesley hat es so verstanden, dass wenn die „Welt“ ihn nicht mag, dann ist das der Beweis, dass er auf dem richtigen Weg ist. Oder übertragen auf unsere Gottes Kindschaft, wenn wir Kinder Gottes sind, dann hasst uns die Welt!</p>



<p>Soweit würde ich nicht gehen. Nicht die ganze Welt muss uns hassen, wenn wir Kinder Gottes sind, aber wir müssen uns schon fragen, ob der Schmusekurs mit der Welt richtig ist. Ob wir nicht in vielem uns der Welt anpassen – um anerkannt zu werden, oder weil die Prägung Gottes weniger Wirkungsvoll in unserem Leben ist, als die Prägung der Gesellschaft. Wenn wir ein Kind Gottes sind und uns von Jesus prägen lassen, dann bedeutet das auch, dass wir in vielen Punkten ein Ärgernis für die Welt sind.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Liebe</h3>



<p>Und noch ein Kriterium, woran zu erkennen ist, wer ein Kind Gottes ist und wer nicht, möchte ich nennen. Zwar wird dieses Kriterium in unserem Bibeltext nicht direkt genannt, aber vor und nach dem Text, wird sehr deutlich davon geredet. Eigentlich ist es ein Doppelkriterium. In Vers ´10 steht:</p>



<p><i>Daran zeigt sich, ob jemand ein Kind Gottes oder ein Kind des Teufels ist: Wer nicht das tut, was ´in Gottes Augen` recht ist, stammt nicht von Gott. Und genauso wenig stammt der von Gott, der seinen Bruder und seine Schwester nicht liebt.</i> (1.Joh.3, 10)</p>



<p>Wer nach dem Handelt was vor Gott richtig ist und wer seine Geschwister liebt, ist ein Kind Gottes. Das erste Kriterium – so handelt, wie es vor Gott richtig ist, das ist nicht immer einfach zu erkennen, denn je nach Prägung können wir da ganz unterschiedlicher Meinung sein. Das zweite aber ist sehr klar. Die Liebe zu den Geschwistern, die Liebe zu den Menschen, die auch an Jesus glauben. Wie stehen wir zu den Geschwistern in anderen Gemeinden? Oder hier in dieser Gemeinde?</p>



<p>Ich fasse nochmals kurz zusammen:</p>



<p>Wie wird man ein Kind Gottes?</p>



<p>&#8211; Glaube an Jesus</p>



<p>&#8211; Jesus aufnehmen</p>



<p>&#8211; Taufe auf den Namen Jesu</p>



<p>&#8211; Neugeburt und Empfang des Heiligen Geistes</p>



<p>Woran erkennt man, das man ein Kind Gottes ist?</p>



<p>&#8211; Glaubensgewissheit</p>



<p>&#8211; Mit der Welt überkreuz</p>



<p>&#8211; den Willen Gottes tun und die Geschwister lieben</p>



<p>Wenden wir uns nun einer weiteren Frage zu!</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Bedeutung, ein Kind Gottes zu sein.</h3>



<p>Was bedeutet es denn nun, ein Kind Gottes zu sein? Welche Folgen hat es, wenn ich ein Kind Gottes bin?</p>



<p>Wenn wir von einem Kind reden, dann hat das mit Beziehung und mit Recht zu tun. Kind ist ein Beziehungs- und auch ein Rechtsbegriff.</p>



<p>Unsere Gotteskindschaft hat ebenfalls diese beiden Komponenten. Nämlich die Beziehung zu Jesus und was es rechtlich – sozusagen in der geistlichen Welt bedeutet.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Elternschaft &#8211; Kindschaft</h3>



<p>Wenn wir uns anschauen, was es hier auf der Welt bedeutet ein Kind zu sein, dann ist das ein sehr gutes Bild dafür, was es im Reich Gottes bedeutet ein Kind Gottes zu sein.</p>



<p>Zunächst einmal haben wir es uns nicht ausgesucht, wann und wo und unter welchen Umständen, wir geboren werden und wer unsere Eltern sind. Das ist etwas, das wir nicht beeinflussen, oder ändern können.</p>



<p>Genauso ist es auch mit dem Kind Gottes sein. Wir können es uns nicht aussuchen. Wir werden von Gott gerufen. Es ist nicht unsere Wahl, ein Kind Gottes zu sein, sondern Gottes Zusage an uns. Wir sind erwählt, Kind Gottes zu sein.</p>



<p>Ein Kind sieht seinen Eltern ähnlich. Manchmal ist es nicht gleich zu erkennen, aber wenn man genauer hinsieht, sind die Merkmale in der Regel nicht zu übersehen. Und so ist es auch der Wille Gottes, dass wir ihm ähnlicher werden. Jesus sagt im Matthäusevangelium: <i>„Ihr aber sollt vollkommen sein, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist.“ </i>(Mt. 5,48)</p>



<p>Als Kind haben wir viele Dinge von unseren Eltern geerbt. Zum einen genetisch. Dinge wie die Haarfarbe, Augenfarbe und vieles andere werden in dem Moment festgelegt, wenn das neue Leben beginnt. Andere Dinge, wie z.B. Fingerabdrücke sind zufällig. Und wieder andere Dinge, wie Körpergröße sind zwar schon angelegt, werden aber auch noch von anderen Faktoren beeinflusst.</p>



<p>Auch hier gibt es eine Parallelität zum Kind Gottes sein. In dem Moment, wenn wir beginnen Jesus nachzufolgen, ist schon einiges klar. Wir sind gerecht gesprochen durch das Blut Jesu, wir haben neues Leben durch den Tod Jesu, wir sind Kinder Gottes! Andere Dinge ergeben sich. Welche Auswirkungen hat mein Glaube für meinen Beruf, für meine Freundschaften? Und wieder andere sind schon vorbereitet, aber es gibt verschiedene Faktoren, die mitspielen, wie es in mein Leben zur Geltung kommt, z.B. die Fähigkeiten, die Gott mir gibt. Diese kann ich trainieren um immer besser zu werden, oder aber verkümmern lassen.</p>



<p>Als Kind ist es entscheidend wichtig, das sogenannte Urvertrauen, bzw. eine gute, sichere Bindung zu den Eltern aufzubauen. Das ist ganz wesentlich dafür, wie wir z.B. in unserem Leben handeln, wie wir Beziehungen leben, was uns wichtig ist. Und so ist auch das Vertrauen zu Gott die wichtigste Grundlage unserer Kindschaft. Unser Vertrauen in Jesus zu stärken, zu fördern, gehört zu den wichtigsten Aufgaben in unserem Leben. Vertrauen und Glauben sind im Übrigen in diesem Fall gleich zu setzen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Zugänge zum Glauben an Jesus</h3>



<p>Die Bibel zeigt, dass die Menschen ganz unterschiedliche Zugänge zum Glauben haben. Manche glauben aufgrund dessen was sie gesehen haben, andere aufgrund dessen was sie gehört haben und wieder andere aufgrund dessen was sie gelesen haben. So ist es auch bei uns. Es sind ganz unterschiedliche Zugänge, wie bei uns der Glaube an Jesus gefördert oder gestärkt werden kann. Die Bibel gibt uns aber Hinweise darauf was Glaube ist und wie er entsteht.</p>



<p>Im Hebräerbrief steht: <i>„Was ist denn der Glaube? Er ist ein Rechnen mit der Erfüllung dessen, worauf man hofft, ein Überzeugtsein von der Wirklichkeit unsichtbarer Dinge.“ </i>(Hebräer 11,1) Glaube an Jesus bedeutet also, dass ich überzeugt bin, dass Jesus für mich gestorben ist und von den Toten auferstanden. Ich kann das nicht sehen. Ich kann es nicht beweisen. Aber ich vertraue darauf, dass es wahr ist.</p>



<p>und im Römerbrief steht: <i>„Wie wir gesehen haben, setzt der Glaube das Hören der Botschaft von Christus voraus</i>.“ (Römer 10,17)</p>



<p>Dies bedeutet, dass Glaube daraus entsteht, dass wir die gute Nachricht von Jesus hören. Davon hören, dass Gott uns liebt. Davon hören, dass Jesus Mensch geworden ist, gestorben ist für uns und auferstanden von den Toten…usw. Glaube entsteht also, indem wir z.B. in einen Gottesdienst gehen, oder indem wir die Bibel lesen.</p>



<p>Ein Kind benötigt Anweisungen, Schutz, Erziehung, Versorgung – Ausbildung. Wenn es das nicht bekommt, dann entwickelt es sich – sagen wir mal: ungünstig. Gott will uns dies alles geben. Aber wir sind eben Kinder, und nicht immer bereit das an Anweisung anzunehmen, die Gott uns gibt. Wir sind oftmals blind für den Schutz und die Versorgung, die Gott uns zukommen lässt.</p>



<p>Deshalb ist es wichtig, zu Danken, Gott zu loben, den Blick zu heben auf die Größe Gottes. Wir dürfen und sollen darauf vertrauen, dass Gott es gut mit mir meint. Wir dürfen und sollen auf seine Empfehlungen hören. Es ist nicht hilfreich, ja es ist Sünde, wenn wir uns die Bibel so zurechtdrehen, dass die Aussagen in unsere Vorstellungen passen – oder in die Vorstellungen der Welt! Keine Frage, wir machen Fehler.</p>



<p>Wenn ein Kind sein Zimmer trotz mehrfacher Aufforderung nicht aufräumt und dann ein Elternteil mit einer Strafe droht, dann ist es ja nicht immer so, dass das Kind das dann klaglos macht. Es ist nicht selten, dass es eine Auseinandersetzung gibt, einen Streit. Und vielleicht fallen dann Worte, die einem schon beim Aussprechen leid tun. Doch wenn der Streit vorbei ist, dann darf das Kind selbstverständlich wieder auf den Schoß der Eltern und die Nähe und Liebe spüren.</p>



<p>Und so dürfen auch wir, als Kinder Gottes immer wieder zurück zu unserem Vater im Himmel kommen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Erben</h3>



<p>Noch ein paar Sätze zum rechtlichen Kindesbegriff:</p>



<p>Als Kind sind wir Erben unserer Eltern. Sowohl in dem was sie getan haben – also was uns prägt – als auch in materieller Hinsicht. Wir erben, was unsere Eltern angespart haben.</p>



<p>Was erben wir als Kinder Gottes?</p>



<p>Alles was Jesus hat, gehört auch uns! Jesus hat Kranke geheilt – das ist unser Erbe. Jesus hat Barmherzigkeit geübt – das ist unser Erbe. Jesus hat sein Leben für uns gegeben – das ist unser Erbe. Jesus ist von den Toten auferstanden – das ist unser Erbe.</p>



<p>Im Johannesevangelium sagt Jesus: <i>„Ich versichere euch: Wer an mich glaubt, wird die Dinge, die ich tue, auch tun; ja er wird sogar noch größere Dinge tun.“</i>(Joh.14, 12)</p>



<p>Das ist unser Erbe. Können wir das Glauben?</p>



<p>Ich fasse nochmals kurz zusammen:</p>



<p>Wie wird man ein Kind Gottes?</p>



<p>&#8211; Glaube an Jesus</p>



<p>&#8211; Jesus aufnehmen</p>



<p>&#8211; Taufe auf den Namen Jesu</p>



<p>&#8211; Neugeburt und Empfang des Heiligen Geistes</p>



<p>Woran erkennt man, das man ein Kind Gottes ist?</p>



<p>&#8211; Glaubensgewissheit</p>



<p>&#8211; Mit der Welt überkreuz</p>



<p>&#8211; den Willen Gottes tun und die Geschwister lieben</p>



<p>Was bedeutet es ein Kind Gottes zu sein?</p>



<p>&#8211; Erwählt</p>



<p>&#8211; Jesus ähnlich</p>



<p>&#8211; Beziehung zu Jesus</p>



<p>&#8211; nach Fehlern, immer wieder zu Jesus zurück kommen</p>



<p>&#8211; tun was Jesus getan hat</p>



<p>Durch Jesus sind wir eine neue Schöpfung, erlöst aus der Gefangenschaft der Sünde, erworben als sein Eigentum und angenommen als seine Kinder. Das ist unsere neue Identität! Und als Gotteskinder haben wir Würde und Autorität.</p>



<p>Amen</p>



<p>Foto von <a href="https://unsplash.com/@liane?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Liane Metzler</a> auf <a href="https://unsplash.com/de/s/fotos/child-of-god?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://jesus-follower.xyz/w-htm/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Dein Reich komme!</title>
		<link>https://jesus-follower.xyz/dein-reich-komme/</link>
					<comments>https://jesus-follower.xyz/dein-reich-komme/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Peschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Jan 2015 19:00:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[Predigt]]></category>
		<category><![CDATA[Allianz Gebetswoche Esslingen]]></category>
		<category><![CDATA[Dein Reich komme]]></category>
		<category><![CDATA[Doppelgebot der Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Evangelische Allianz Esslingen]]></category>
		<category><![CDATA[Gerechtigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Markus 4]]></category>
		<category><![CDATA[Reich Gottes]]></category>
		<category><![CDATA[Wille Gottes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://peschie1967.wordpress.com/?p=636</guid>

					<description><![CDATA[Andacht bei der Allianzgebetswoche in Esslingen. Christusgemeinde. Über dem heutigen Allianz Gebetstag steht die Bitte aus dem Vater unser: Dein Reich komme.Der dazu vorgeschlagene Bibeltext steht im Markusevangelium Kapitel 4 und lautet:&#8222;Und er (Jesus) sprach: Mit dem Reich Gottes ist...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Andacht bei der Allianzgebetswoche in Esslingen. Christusgemeinde.</p>



<p>Über dem heutigen Allianz Gebetstag steht die Bitte aus dem Vater unser: Dein Reich komme.<br>Der dazu vorgeschlagene Bibeltext steht im Markusevangelium Kapitel 4 und lautet:<br>&#8222;<em>Und er (Jesus) sprach: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mensch Samen aufs Land wirft und schläft und aufsteht, Nacht und Tag; und der Same geht auf und wächst &#8211; er weiß nicht wie. Denn von selbst bringt die Erde Frucht, zuerst den Halm, danach die Ähre, danach den vollen Weizen in der Ähre. Wenn sie aber die Frucht gebracht hat, so schickt er alsbald die Sichel hin; denn die Ernte ist da.</em>&#8222;</p>



<p>Liebe Allianz Gemeinde: Wenn wir beten, wenn wir Bitten: <strong>Dein Reich komme. An was denken Sie da? oder woran denken Sie, dass man erkennen kann, dass das Reich Gottes kommt?</strong> <strong>Ich möchte gerne, dass Sie jetzt bitte kurz darüber nachdenken. Das Reich Gottes. Was sind die Punkte die Ihnen da in den Kopf kommen?</strong></p>



<p>&#8211; 20 Sekunden Stille &#8211;</p>



<p>Es wäre jetzt natürlich spannend von Ihnen allen zu hören, welche Assoziationen Sie mit dem Reich Gottes haben. Ich darf Sie beruhigen &#8211; ich gehe nicht durch die Reihen und befrage Sie. Ich kann mir aber gut vorstellen, wenn wir das sammeln würden, käme eine tolle Predigt zum Thema Reich Gottes heraus.<br>Gerne möchte ich Sie in meine Gedanken mit hinein nehmen und hoffe zum einen, dass Sie sich wiederfinden und zum anderen dass deutlich wird,was Gott unter seinem Reich versteht.</p>



<p>Mein erster Gedanke, wenn ich an das Reich Gottes denke &#8211; im Moment auch noch deutlich unterstrichen durch die Ereignisse der letzten Woche &#8211; mein erster Gedanke ist, dass das Reich Gottes Frieden bedeutet. Und damit meine ich nicht nur die Abwesenheit von Krieg. Der Frieden des Reiches Gottes bedeutet, Gerechtigkeit für alle, bedeutet dass es kein Leid mehr gibt, keine Krankheiten und keine Tränen.</p>



<p>Doch das was ich &#8211; und auch Sie erleben &#8211; ist weit von so einem Frieden entfernt. Im Gegenteil. Täglich hören und sehen wir in den Nachrichten oder lesen es in der Zeitung, von Krieg, von Ungerechtigkeit. Wir erleben, dass Menschen schwer krank sind und sterben. Wir sind mitten in einer Welt, in der Frieden oftmals weit weg scheint.</p>



<p><strong>Ist meine Assoziation von Reich Gottes und Frieden damit falsch?</strong></p>



<p>Ja und Nein. Die Assoziation von Reicht Gottes und Frieden ist falsch, wenn wir diesen Frieden im hier, im jetzt und im heute erwarten.<br>Die Assoziation von Reich Gottes und Frieden ist richtig, wenn wir diesen Frieden in der Zukunft erwarten. Nämlich dann, wenn Jesus wieder gekommen ist. Der Prophet Johannes verheißt ja genau dies im 21 Kapitel der Offenbarung. Das ewige Friedensreich, die ewige Gemeinschaft mit Gott wird mit Sicherheit kommen.</p>



<p><strong>Aber was heißt das dann für das Reich Gottes im hier und heute? Ist das Reich Gottes dann noch weit entfernt? Wie äußert sich im heute, hier und jetzt, das Reich Gottes?</strong></p>



<p>Dazu müssen wir uns klar machen, dass das Reich Gottes bereits mitten unter uns ist. Jesus sagt im Lukasevangelium auf die Frage der Pharisäer, wann das Reich Gottes kommen würde: <em>Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man&#8217;s beobachten kann; man wird auch nicht sagen: Siehe, hier ist es!, oder: Da ist es! Denn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch.</em></p>



<p><strong>Was meint Jesus damit?</strong></p>



<p>Das Reich Gottes ist durch die Person Jesus zu uns gekommen. Und überall dort wo Menschen sind, die zu diesem Jesus gehören, die diesem Jesus nachfolgen, überall dort ist das Reich Gottes. Mehr noch, überall dort, wo der Wille Gottes getan wird, dort ist auch das Reich Gottes gegenwärtig.</p>



<p>Einen Seitengedanken möchte ich Ihnen zumuten &#8211; vielleicht ist das Reich Gottes sogar auch dort, wo Menschen den Willen Gottes tun &#8211; unabhängig davon, welchen Glauben diese Menschen haben. Jesus sagt selber in Matthäus 7: <em>Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel.</em> Das will ich nicht weiter ausführen, aber Ihnen gerne zum Nachdenken mitgeben.</p>



<p>Zurück zum ursprünglichen Gedanken: Das Reich Gottes ist überall dort, wo Menschen sind, die zu Jesus gehören. Ist überall dort, wo sich der Wille Gottes durchsetzt, wo der Wille Gottes getan wird. D.h. wenn wir bitten: Dein Reich komme, dann bitten wir darum, dass sich der Wille Gottes in dieser Welt durchsetzt, dass immer mehr Menschen den Willen Gottes erkennen und ihn tun.</p>



<p>Das bringt mich zur nächsten Frage. <strong>Was ist der Wille Gottes?</strong></p>



<p>Aus der Bibel können wir darüber einiges erfahren. Ich greife hier nur drei Punkte heraus.<br><strong>1. Gott will alle. </strong>Im 1.Timotheus 2, Vers 4 steht: <em>Gott, (&#8230;) will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.</em><br>Es geht also darum, dass Menschen Jesus kennen lernen. Dass sie gerettet werden. Denn so wird das Reich Gottes ausgebreitet.</p>



<p><strong>2. Gott will Gerechtigkeit. </strong>Wenn wir die Propheten des alten Testaments lesen, dann wird deutlich, wie wichtig Gott die soziale, juristische und gesellschaftliche Gerechtigkeit ist.<br>Sich dafür einzusetzen. Dafür gerade zu stehen. Das ist ein Zeichen für das Reich Gottes.</p>



<p><strong>3. Gott will Liebe.</strong> Im Matthäusevangelium Kapitel 22 antwortet Jesus auf die Frage, welches das wichtigste Gebot sei: <em>Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken. Das ist das wichtigste und erste Gebot. Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz samt den Propheten.</em></p>



<p>Dies ist vielleicht das deutlichste und umfassendste Zeichen des Reiches Gottes. Liebe.</p>



<p><strong>Was können wir dazu tun, dass das Reich Gottes kommt?</strong></p>



<p>Nichts.</p>



<p>Das zeigt schon die Bitte: Dein Reich komme – es ist tröstlich dies so beten zu dürfen. Nicht wir müssen es bringen. Nicht wir müssen dafür sorgen, dass das Reich Gottes kommt. Wir bitten. Das Reich Gottes wird kommen – ohne unser Zutun. Durch die Kraft Gottes. Wie gut oder schlecht der Same aufgeht, oder nicht. Es liegt nicht in unserer Macht &#8211; oder im Bild gesprochen, nicht in der Macht des Bauern.</p>



<p><strong>Aber säen müssen wir doch?</strong></p>



<p>Nein, müssen wir nicht.</p>



<p>Wir dürfen säen. Gott will uns beteiligen an seinem Werk. Es ist selbstverständlich, dass wir säen, wenn wir Jesus nachfolgen. Auf die eine oder andere Art, wird dabei Saat ausgesät. Wir können gar nicht anders &#8211; wenn wir Nachfolger sind.</p>



<p>Auch das empfinde ich tröstlich. Es geht nicht um unsere Leistung. Es geht nicht darum, möglichst vielen das Evangelium zu erzählen. Sondern: Es geht darum Jesus nach zu folgen. Alles andere folgt daraus.</p>



<p><strong>Und wenn das Reich Gottes kommt, was passiert dann?</strong></p>



<p>Dann werden Andere angesteckt Jesus kennen zu lernen, es entsteht Glaube, Gemeinschaft, Liebe, Vertrauen, Hoffnung, Gerechtigkeit und Perspektive.</p>



<p>Lassen Sie uns weiter beten: Dein Reich komme. Ja Jesus, Dein Reich. Amen</p>



<p>Foto von <a href="https://unsplash.com/@kitera?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Kitera Dent</a> auf <a href="https://unsplash.com/de/s/fotos/kingdom?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://jesus-follower.xyz/dein-reich-komme/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Römer 12,9 und 13,8-10</title>
		<link>https://jesus-follower.xyz/romer-129-und-138-10/</link>
					<comments>https://jesus-follower.xyz/romer-129-und-138-10/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Peschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Jan 2012 17:11:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Predigt]]></category>
		<category><![CDATA[Agape]]></category>
		<category><![CDATA[Batseba]]></category>
		<category><![CDATA[David]]></category>
		<category><![CDATA[Doppelgebot der Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Eros]]></category>
		<category><![CDATA[Freundschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gebote]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Natan]]></category>
		<category><![CDATA[Sünde]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://peschie1967.wordpress.com/?p=166</guid>

					<description><![CDATA[Predigt zu Römer 12,9 und 13, 8-10 Die Liebe darf nicht geheuchelt sein. Verabscheut das Böse, tut mit ganzer Kraft das Gute! Bleibt niemand etwas schuldig – außer der Schuld, die ihr niemals abtragen könnt: der Liebe, die ihr einander...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Predigt zu Römer 12,9 und 13, 8-10</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><em>Die Liebe darf nicht geheuchelt sein. Verabscheut das Böse, tut mit ganzer Kraft das Gute!</em></p>



<p><em>Bleibt niemand etwas schuldig – außer der Schuld, die ihr niemals abtragen könnt: der Liebe, die ihr einander erweisen sollt. Wer den Mitmenschen liebt, hat alles getan, was das Gesetz fordert.</em></p>



<p><em>Ihr kennt die Gebote: »Brich nicht die Ehe, morde nicht, beraube niemand, blicke nicht begehrlich auf das, was anderen gehört.« Diese Gebote und alle anderen sind in dem einen Satz zusammengefasst: »Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst.«</em></p>



<p><em>Wer liebt, fügt seinem Mitmenschen nichts Böses zu. Also wird durch die Liebe das ganze Gesetz erfüllt.</em></p>
<cite>Römer 12, 9 + 13, 8-10</cite></blockquote>



<p>So lautet unser heutiger Predigttext aus dem Römerbrief.</p>



<p>Ich kann mich noch daran erinnern, als vor einigen Jahren, ein sehr bekannter Fußballer, ich nenne ihn mal Herr E. mit der Ehefrau seines Mitspielers Herrn S. zusammen zog – umgangssprachlich „sie ausspannte“. Ziemlich am Anfang, als die „Affäre“ bekannt wurde, wurde Herr E. einmal von einem Reporter gefragt, wie denn sein Verhältnis mit einer verheirateten Frau moralisch zu bewerten sei. Herr E. antwortete drauf ganz simpel mit einer Gegenfrage: Kann denn Liebe Sünde sein?</p>



<p>Ich weiß nicht mehr, wie das Interview weiter ging. Aber so eine Gegenfrage: Kann denn Liebe Sünde sein? Verbietet jeden Widerspruch und hört sich doch ziemlich logisch an. Liebe und Sünde? Das passt nicht zusammen. Liebe ist von Sünde so weit entfernt, wie der Himmel von der Erde.</p>



<p>Auch unser heutiger Predigttext könnte, bei oberflächlicher Betrachtung dazu führen, dass man meint, es sei Gottes Wille, dass alle Sünde unter den Deckmantel der Liebe gekehrt wird und alles ist gut.</p>



<p>Doch ist wirklich alles gut – Hauptsache wir lieben uns!?</p>



<p>Dass Paulus mit seiner Aussage hier im Römerbrief nicht meint, dass man alles unter den Teppich der Liebe kehren kann, wird schnell klar, wenn man die Apostelgeschichte bzw. Briefe von Paulus liest. Dort erweist sich Paulus als ein streitbarer Mann: er macht Petrus zur Schnecke – und zwar aus Gründen, die mit gemeinschaftlichem Essen zu tun haben, die wir heute nicht mehr nachvollziehen können. Paulus streitet auch mit Barnabas, der sein Mentor war, als sich die beiden uneins sind, ob ein anderer Mitarbeiter bei einer Reise mit darf oder nicht usw.</p>



<p>Also was meint Paulus wohl mit dem, was er da an die Christen in Rom über die Liebe schreibt?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was ist mit Liebe gemeint?</h2>



<p>Dazu ein kurzer Exkurs in die griechische Sprache.</p>



<p>Während es im deutschen nur ein Wort für Liebe gibt – nämlich Liebe, gibt es im griechischen, der Sprache in der Paulus seine Briefe verfasst hat, drei Worte für Liebe.</p>



<p>1. Agape – in Ehren halten, freundlich begegnen, Nächstenliebe (im NT vor allem als Wort für die Liebe Gottes)</p>



<p>2. Eros – strebende, besitzergreifende Liebe, erotische/ sexuelle Liebe</p>



<p>3. Philia – Freundschaftliche Liebe, Liebhaberei (gerne haben, Ergebenheit, Gunst)</p>



<p>In unserem Predigttext steht für das im deutschen mit Liebe wiedergegebenen Wort, das griechische Wort Agape.</p>



<p>Wenn ich den Bibeltext nochmal lese, diesmal aber mit alternativen Übersetzungen zum Wort Liebe, dann könnte dieser so lauten:</p>



<p><em>Die Liebe (= das in Ehren halten, einander freundlich begegnen) darf nicht geheuchelt sein. Verabscheut das Böse, tut mit ganzer Kraft das Gute!</em></p>



<p><em>Bleibt niemand etwas schuldig – außer der Schuld, die ihr niemals abtragen könnt: der Liebe (= einander in Ehren zu halten, einander freundlich zu begegnen), die ihr einander erweisen sollt. Wer den Mitmenschen liebt (= ihn in Ehren hält, ihm freundlich begegnet), hat alles getan, was das Gesetz fordert.</em></p>



<p><em>Ihr kennt die Gebote: »Brich nicht die Ehe, morde nicht, beraube niemand, blicke nicht begehrlich auf das, was anderen gehört.« Diese Gebote und alle anderen sind in dem einen Satz zusammengefasst: »Liebe (= halte in Ehren, begegne freundlich) deinen Mitmenschen wie dich (Dir) selbst.«</em></p>



<p><em>Wer liebt (= den Anderen in Ehren hält, dem Anderen freundlich begegnet), fügt seinem Mitmenschen nichts Böses zu. Also wird durch die Liebe (= das in Ehren halten, freundlich begegnen) das ganze Gesetz erfüllt.</em></p>



<p>Es geht also in dem Bibeltext nicht um Erotik, es geht nicht um eine Liebhaberei – sondern vielmehr um eine Grundhaltung den Menschen gegenüber, mit denen ich zu tun habe. Es geht nicht um Gefühle, Lust und Freude – sondern um Respekt und Pflicht.</p>



<p>Ich möchte im folgenden versuchen dies anhand der Lebensgeschichte einer biblischen Person praktisch zu erläutern. Ich hoffe es gelingt so, dass deutlich wird was gemeint ist.</p>



<p>König David, derjenige der den Goliath besiegte, wurde und wird im Judentum, und in der Bibel, als jemand dargestellt, der in besonderer Weise mit Gott verbunden war und als Urbild eines gottgefälligen Königs gilt. Er zeichnet sich aus, durch Mut, Glauben an Gott uvm. Aber die Bibel spricht auch von seinen Schwächen z.B. was Frauen betrifft.</p>



<p>Ich hoffe Ihnen steht die Lebensgeschichte von David so einigermaßen grob vor Augen. Drei Ereignisse aus dem Leben Davids will ich herausgreifen, um deutlich zu machen, was Paulus m.M.n. mit diesen wenigen Sätzen im Römerbrief sagen will:</p>



<h3 class="wp-block-heading">1. Davids Liebe zu Gott</h3>



<p>Als David von Saul verfolgt wird, hat David zweimal die Möglichkeit Saul zu töten. Doch er tut es nicht. Saul, erster König von Israel, von Gott verworfen, depressiv, neidisch und eifersüchtig auf David, erfährt dass dieser der nächste König von Israel werden soll. Also versucht Saul dies zu verhindern, indem er David verfolgt um ihn zu fangen und zu töten.</p>



<p>David vergilt aber nicht Böses mit Bösem – Saul will mich töten, also töte ich ihn – sondern David versucht immer wieder Saul davon zu überzeugen, dass er David – ihm Saul, nichts Böses will. David ist weiterhin bereit, Saul als seinen König an zu erkennen, o b w o h l dieser ihn töten will. Wie kann David so sein? Als sich die Gelegenheit ergibt, dass David Saul töten kann, weigert sich David, dies zu tun. Die Bibel beschreibt das so:</p>



<p>&#8222;Das ist die Gelegenheit, David!&#8220;, flüsterten einige der Krieger Davids ihrem Anführer (David)zu. &#8222;Der Herr hat doch versprochen, dir eines Tages deinen Feind auszuliefern, damit du dich an ihm rächen kannst. Jetzt ist es so weit!&#8220; Da schlich sich David nach vorne und schnitt unbemerkt einen Zipfel von Sauls Mantel ab.</p>



<p>Doch er hatte ein schlechtes Gewissen dabei, und sein Herz klopfte wild.</p>



<p>Als er wieder zu seinen Männern kam, sagte er:<em> &#8222;Der Herr bewahre mich davor, meinem König etwas anzutun, denn er ist vom Herrn ernannt worden! Nein, niemals werde ich Saul töten, denn der Herr hat ihn zum König eingesetzt.&#8220;</em><sup class="modern-footnotes-footnote ">1</sup></p>



<p>David verbot seinen Männern, sich an Saul zu vergreifen.</p>



<p>David ist fähig, durch seine Beziehung zu Gott, zu erkennen, wie er sich richtig verhalten soll. David hält Saul in Ehren und begegnet ihm freundlich. David hält Gottes Entscheidung in Ehren, dass Saul (noch) König von Israel ist. David überwindet das Böse, das Saul ihm tun will, mit Gutem.</p>



<p>David hätte auch ganz anders argumentieren können, nämlich so, wie seine Krieger ihm geraten haben: ich bin der neue gesalbte des Herrn und deshalb muss der Alte gehen – oder um das Wohl Israels willen muss Saul gehen oder getötet werden.</p>



<p>Doch die Gottesbeziehung Davids lässt ihn anders handeln. Schenkt ihm die Kraft Böses mit Gutem zu überwinden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">2. Davids Freundschaft zu Jonathan</h3>



<p>Zwei junge Männer, der Sohn des Königs Saul nämlich Jonathan und David, der zukünftige König von Israel haben sich kennen und schätzen gelernt. Sie verstehen sich blind. Sie sind ein Herz und eine Seele, sie sind beste Freunde. Und obwohl sie eigentlich Konkurrenten sind, ermöglicht es die Liebe die sie zueinander haben, (dass sie einander in Ehren halten und einander freundlich begegnen) dass sie nicht zu Feinden werden. Ihre Freundschaft zueinander und die Liebe zu Gott, sowie die Bereitschaft die Entscheidungen Gottes, dass David der nächste König von Israel sein soll, zu respektieren, macht es möglich Grundgesetze menschlichen Handelns außer Kraft zu setzten. Zweimal schließen sie einen Vertrag, in dem sie verabreden wie das Verhältnis zwischen ihnen sein soll: David der König von Israel und Jonathan ein Vertrauter. Jonathan, dem lt. Erbrecht die Königswürde zusteht ist bereit darauf zu verzichten und David zu dienen! Wie verrückt das ist, können wir uns heute wohl kaum vorstellen. Und es ist noch mehr verrückt, wenn man bedenkt, dass in orientalischen Ländern die Familie und die Blutsbanden und damit der Anspruch Jonathans auf den Thron Israels ganz klar an erster Stelle steht – vor allem persönlichen Wünschen und Interessen, die Jonathan hat.</p>



<p>Auch hier ist die Gottesbeziehung der beiden ein wichtiger Faktor. Diese ermöglicht es, dass die kulturellen und familiären Pflichten überwunden werden können.</p>



<h3 class="wp-block-heading">3. Davids Bereitschaft zur Buße</h3>



<p>Eines Tages sieht David eine wunderschöne Frau. Und obwohl David weiß, dass diese verheiratet ist, lässt er sie zu sich bestellen und bald darauf ist sie schwanger von ihm. Hier geht es also nicht um Agape sondern um Eros. David begehrt diese Frau und als König ist es nicht so schwer, sich diese „zu eigen“ zu machen. Aber als Batseba schwanger ist, wird es problematisch. Auch als König muss David sich an das Gebot: keine Ehe zu brechen halten. Wenn Batseba aber ein Kind bekommt, ohne dass ihr Ehemann als Vater in betracht kommt – und das kam er nicht, da er auf einem längeren Kriegszug war, wird offenbar, dass die Ehe gebrochen wurde und es könnte passieren, dass ans Tageslicht kommt, dass dieser Ehebrecher niemand anderes als David ist. Also versucht David das Kind dem Ehemann „unter zu jubeln“. Doch Davids Versuche das Kind dem Ehemann der Batseba an zu hängen scheitern. Also lässt er ihn an vorderster Front versetzten damit er getötet wird und er Batseba zu seiner eigenen Frau machen kann.</p>



<p>Doch bald schon kommt der Prophet Natan zu ihm und und spricht:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><em>Ich muss dir einen Rechtsfall vortragen: Zwei Männer lebten in derselben Stadt. Der eine war reich, der andere arm. Der Reiche besaß eine große Zahl von Schafen und Rindern. Der Arme hatte nichts außer einem einzigen kleinen Lämmchen. Er hatte es gekauft und zog es zusammen mit seinen Kindern bei sich auf. Es aß von seinem Brot, trank aus seinem Becher und schlief in seinem Schoß. Er hielt es wie eine Tochter. Eines Tages bekam der reiche Mann Besuch. Er wollte keines von seinen eigenen Schafen oder Rindern für seinen Gast hergeben. Darum nahm er dem Armen das Lamm weg und setzte es seinem Gast vor.« David brach in heftigen Zorn aus und rief: »So gewiss der HERR lebt: Der Mann, der das getan hat, muss sterben! Und das Lamm muss er vierfach ersetzen – als Strafe dafür, dass er diese Untat begangen und kein Mitleid gehabt hat!«Du bist der Mann!«, sagte Natan zu David</em></p>



<p><em>Und so spricht der HERR, der Gott Israels:&#8217;Ich habe dich zum König über Israel gesalbt* und dich vor den Nachstellungen Sauls gerettet. Ich habe dir den ganzen Besitz deines Herrn gegeben, habe seine Frauen in deinen Schoß gelegt und dich zum König über Juda und Israel gemacht. Und wenn das noch zu wenig war, hätte ich dir noch dies und das geben können. Warum hast du meine Gebote missachtet und getan, was mir missfällt? Du hast den Hetiter Urija auf dem Gewissen, durch das Schwert der Ammoniter* hast du ihn umbringen lassen und dann hast du dir seine Frau genommen. Genauso wird nun das Schwert sich in aller Zukunft in deiner Familie Opfer suchen, weil du mich missachtet und die Frau des Hetiters zu deiner Frau gemacht hast.&#8217;«</em></p>
<cite>2.Samuel 12, 2ff</cite></blockquote>



<p>Also von wegen die Liebe und die Sünde können nichts miteinander zu tun haben!!??!! Gott ist stinke sauer auf David. Obwohl Gott weiß, dass David ihn liebt. Obwohl David auch – zumindest in irgendeiner Weise, Batseba geliebt hatte. Gott passt es nicht, dass David das Gesetz gebrochen hat.</p>



<p>Und wie sauer Gott ist, wird deutlich in dem was Gott David androht:</p>



<p><em>&#8222;Aus deiner eigenen Familie lasse ich Unglück über dich kommen. Du wirst mit ansehen müssen, wie ich dir deine Frauen wegnehme und sie einem anderen gebe, der am helllichten Tag mit ihnen schlafen wird. Was du heimlich getan hast, will ich im Licht des Tages geschehen lassen und ganz Israel wird es sehen.&#8217;«</em><sup class="modern-footnotes-footnote ">2</sup></p>



<p>David versucht sich nicht zu rechtfertigen (wie es Herr E. gemacht hat mit: Kann denn Liebe Sünde sein?) sondern ihm sind die Worte des Propheten ins Herz gefallen und er bekennt sich ohne wenn und aber schuldig! Und genau diese Bereitschaft, das offene und ehrliche Herz Davids, macht es möglich, dass die Beziehung mit Gott wieder ins Reine kommt</p>



<p>David hat mit seinem Ehebruch mit Batseba nicht der Liebe gedient, sondern nur seiner eigenen Lust. David ist weder Batseba noch ihrem Mann mit Freundlichkeit begegnet. Er hat weder Batseba noch ihren Mann in Ehren gehalten. Er hat vergessen, was recht und Ordnung ist. Sicher hat David für Batseba Liebe empfunden. Aber es war Eros – besitzergreifende Liebe und nicht Agape – Ehren und freundlich begegnen.</p>



<p>Doch Gottes Gnade ist groß – und weil David sein eigenes Versagen einsieht und Buße tut, kann die Beziehung zu Gott wieder in Ordnung kommen und zugleich ist es für mich völlig klar, dass ohne die grundsätzlich gute Beziehung Davids zu seinem Gott, diese Sündenerkenntnis und das Sündenbekenntnis noch sehr viel schwerer, vielleicht sogar unmöglich gewesen wäre.</p>



<p>Noch ein kurzer Einschub: Eros ist hier die Sünde genannt, und zwar deshalb, weil dieser Eros einer Frau gegolten hat, die schon zu einem anderen Mann gehörte. Nicht der Eros an sich ist Sünde.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Liebe erfüllt das Gesetz?</h3>



<p>Wenn nun Paulus schreibt: Also wird durch die Liebe das ganze Gesetz erfüllt. Dann meint er damit keine unter den Teppich kehrende Liebe. Sondern Paulus greift auf, was Jesus damit meint, wenn er sagt, dass er (Jesus) das Gesetz nicht aufgelöst hat, sondern erfüllt!</p>



<p>Paulus nimmt das Liebesgebot des AT und Jesu auf.(das da lautet: Liebe Gott und Deinen Nächsten wie Dich selbst) Und damit stellt er die Liebe dem Gesetz gegenüber. Weil nämlich Jesus die Liebe ist und für die Sünder starb, ist das Gesetz erfüllt. Sofern die Christen einander und den Nächsten lieben, erfüllen auch sie das Gesetz, nicht im Sinne einer Perfektion oder Leistung, sondern indem sie in der neuen Wirklichkeit Gottes aus der Kraft der Vergebung leben.</p>



<p>Bitte nicht falsch verstehen: es geht nicht darum, die Liebe zu einem Gesetz zu machen. Das geht auch gar nicht. Denn Liebe ist immer freiwillig. Wenn wir als Christen scheitern zu lieben, und das tun wir alle – dann tritt Jesus in dieses Versagen – denn er hat das Gesetz erfüllt und in Ihm, der Liebe, finden wir Vergebung.</p>



<p>Neutestamentlich bringt die Liebe den gesamten Inhalt des Glaubens zum Ausdruck. Gottes Tun, dass er sich selbst hingibt (opfert) aus Liebe zu uns Menschen, ist Ausdruck seiner Liebe, und was Gott sich darauf wünscht ist die Liebe des Menschen zu ihm, und zu den Mitmenschen.</p>



<p>Der Schreiber des 1.Johannesbrief schreibt:</p>



<p>&#8222;<em>Wenn aber jemand dieser Welt Güter hat und sieht seinen Bruder darben und schließt sein Herz vor ihm zu, wie bleibt dann die Liebe Gottes in ihm? Meine Kinder, lasst uns nicht lieben mit Worten noch mit der Zunge, sondern mit der Tat und mit der Wahrheit.</em>&#8222;<sup class="modern-footnotes-footnote ">3</sup></p>



<p>Und an anderer Stelle:</p>



<p>&#8222;<em>Wenn jemand spricht: Ich liebe Gott, und hasst seinen Bruder, der ist ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, der kann nicht Gott lieben, den er nicht sieht&#8220;.</em><sup class="modern-footnotes-footnote ">4</sup></p>



<p>Dies zeigt, dass auch Ethik und Moral in Gottes Liebe begründet ist und fähig sein muss, sich im Lichte der Liebe Gottes zu rechtfertigen.</p>



<p>Wenn wir also Lieben (im Sinne von in Ehren halten und freundlich begegnen), dann erfüllen wir das Gesetz Gottes – und zwar auch dann wenn es uns nicht immer in allem gelingt. Mit ehrlichem Herzen vor Gott sein und Jesus als unseren Herrn, dann erfüllen wir das Gesetz.</p>



<p>Doch wie können wir das im Alltag umsetzen?</p>



<p>1. Merkvers – den Bibeltext oder das Doppelgebot der Liebe oder&#8230; an einem Ort aufhängen oder hinterlegen, an dem ich öfter mal hin schaue. Wenn ich z.B. oft am PC arbeite, dann an die obere Kante des Bildschirms. Damit ich mich erinnere.</p>



<p>2. Armband – die jüngeren hier kennen das. Ein Armband mit den Buchstaben wwjd. Sind die Anfangsbuchstaben des englischen Satzes: What would Jesus do? In deutsch: Was würde Jesus tun. Auch hier: das Armband hilft immer wieder sich zu erinnern. Und zu überlegen, was würde Jesus jetzt in dieser Situation wohl machen?</p>



<p>Letztlich geht es also darum immer wieder meine Motivation etwas zu tun oder nicht zu tun zu überprüfen. Bin ich mit dem was ich tue in der Liebe oder nicht – in der den anderen Ehren und Freundlich sein, oder nicht. Das heißt nicht, dass es nicht auch mal Streit geben darf. Manchmal braucht es den Streit sogar um die Liebe zu erfüllen. Aber wenn es im Streit um Rechthaberei geht und nicht darum das Beste füreinander zu erreichen, dann ist es ungut.</p>



<p>Ich wünsche mir und ihnen, dass Jesus uns diese Gnade schenkt.</p>



<p>Amen</p>



<p>Foto von <a href="https://unsplash.com/@wyron?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Wyron A</a> auf <a href="https://unsplash.com/de/kollektionen/4967058/god-%2B-love?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></p>
<div>1&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;1.Samuel 24, 5ff</div><div>2&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;2.Samuel 12, 11</div><div>3&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;1.Johannes 3, 17</div><div>4&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;1.Johannes 4, 20</div>]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://jesus-follower.xyz/romer-129-und-138-10/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
