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	<title>Maria &#8211; jesus-follower.xyz</title>
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	<description>Predigten, Impulse und andere Inhalte von Verkündigung</description>
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	<item>
		<title>Auferstanden?</title>
		<link>https://jesus-follower.xyz/auferstanden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Peschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 May 2025 14:00:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibelgelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[Predigt]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich möchte mit euch einige Menschen aus dem Ostergeschehen, wie es im Johannesevangelium im Kapitel 20 vorkommt, anschauen und überlegen, was wir von ihnen lernen können. Maria von Magdala, Johannes, Petrus, Thomas und die Jünger.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Diese Predigt wurde am Ostersonntag 2025, auf der Ostertagung des CVJM Esslingen gehalten. Da die Originalfassung einige CVJM Esslingen spezifische Inhalte hatte, habe ich die Predigt hier so angepasst, dass sie auch für nicht CVJMer hoffentlich verständlich und segensreich ist.</p>



<p>Liebe Gottesdienstgemeinde,<br>wir haben uns den Ostergruß zugesprochen. &#8222;Der Herr ist auferstanden – er ist leibhaftig auferstanden. Halleluja!&#8220; Was für ein Bekenntnis.</p>



<p>Wie ernst wird denn diese Aussage im allgemeinen genommen? Laut aktuellen Umfragen ist es so, dass in Deutschland gerade mal ca.20% der Menschen an die leibhaftige Auferstehung Jesu glauben. Nimmt man nur die Menschen, die zur ev. Landeskirche gehören, sind es knapp 25%, am höchsten in der Glaube daran in ev. Freikirchlichen Gemeinden. Dort glauben knapp 60% an die leibhaftige Auferstehung. Erstaunt euch das?</p>



<p>Die Jünger Jesu waren drei Jahre mit Jesus unterwegs. Sie haben grandiose Wunder erlebt. Tausende wurden von ein paar Fischen und Broten satt! Tode wurden wieder lebendig! Blinde konnten wieder sehen! und noch Vieles mehr.<br>Jesus hat ihnen gesagt, dass er stirbt und am dritten Tag von den Toten aufersteht.<br>Die Jünger dürften doch eigentlich kein Problem damit haben, die Auferstehung Jesu zu glauben, oder?<br></p>



<p>Ich möchte mit euch einige Menschen aus dem Ostergeschehen, wie es im Johannesevangelium im Kapitel 20 vorkommt, anschauen und überlegen, was wir von ihnen lernen können.</p>



<p>Ich verzichte darauf, das Kapitel vorzulesen. Ich werde lediglich kurz mit eigenen Worten die wesentlichen Punkte erzählen. Schlagt aber sehr gerne eure Bibel auf, <a href="https://www.bibleserver.com/NG%C3%9C.MENG.LUT/Johannes20">Kapitel 20, Johannes Evangelium</a>. Originaltext ist wichtig.</p>



<p><strong>Ich starte mit</strong></p>



<p>Maria aus Magdala – Früh am Morgen des Sonntags geht sie zum Grab. Es ist noch dunkel. Als sie sieht, dass der Stein vor dem Grab weg ist, rennt sie schnurstraks zu Petrus und Johannes um ihnen davon zu erzählen, dass der Leichnam Jesu geklaut worden ist. Sie sieht den weggerollten Stein und folgert daraus etwas, nämlich, dass der Leichnam Jesu gestohlen worden sei, was sich später dann als falsch erweist. Sie folgt den beiden Jüngern zurück zum Grab und erst als sie dort angekommen ist, schaut sie ins Grab hinein. Wir wissen nicht, warum sie nicht gleich hineingeschaut hat. Vielleicht hatte sie Angst davor, was sie sehen könnte. Vielleicht war für sie wichtig, dass Johannes und Petrus zuerst hineingeschaut haben. Im Grab sieht sie zunächst zwei Engel und als Jesus, der hinter ihr steht, sie fragt, wen sie sucht, denkt sie, er sei der Gärtner. Die zweite falsche Schlussfolgerung, die sie hat. Erst als Jesus sie mit ihrem Namen anspricht, erkennt sie ihn und glaubt. Sie geht wieder zurück zu den Jüngern und diesmal hat sie die Botschaft der Botschaften mitgebracht. Sie ist es, die die Botschaft von der Auferstehung Jesu zu den Jüngern bringt.</p>



<p>Maria Magdalena, war eine Frau, mit einer besonderen Beziehung zu Jesus. Die Bibel berichtet, dass Jesus sieben Dämonen aus ihr ausgetrieben hat. Und dass sie so mutig war, als Jesus gekreuzigt wurde, nicht weg zu laufen, sondern die Kreuzigung mit an zu sehen und in der Nähe Jesu zu bleiben.</p>



<p>Eine mutige Frau. Eine, die Jesus in seiner schlimmsten Stunde treu ist.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was können wir von Maria und der Situation beim Grab lernen?</h3>



<p>1. Wir sollten nicht zu schnell Schlüsse ziehen<br>◦ lasst uns genau hinschauen. Ist es wirklich so, wie ich es wahrnehme? Bei Maria, Stein weg vor dem Grab=Leichnam weg? Bei uns, vlt.: der guckt so komisch=der mag mich nicht.<br>◦ lasst uns genau hinhören. Hat die Person tatsächlich gesagt, was ich meine verstanden zu haben? <br>◦ lasst uns neugierig sein, um zu verstehen und den Grund dessen zu erfahren, der hinter einer Situation oder Aussage steht.</p>



<p>Der zweite Punkt, den wir lernen können ist,<br>2. Wir brauchen die Ansprache Jesu<br>◦ nicht die Vorhersagen Jesu, dass er stirbt und am dritten Tag aufersteht haben Maria zum Glauben geführt.<br>◦ nicht die Wunder, die sie mit Jesus erlebt hat, haben Maria zum Glauben gebracht<br>◦ erst als Jesus, Maria beim Namen nennt, erkennt sie ihn als den Auferstandenen und glaubt.</p>



<p>Jesus hat mich beim Namen genannt und auch Dich. Deshalb glauben wir. Wir können nicht aus eigener Kraft, oder eigenem Antrieb glauben. Auch unsere Erfahrungen sind es nicht, die den Glauben bewirken. Damit wir glauben, dafür braucht es die Ansprache Jesu.</p>



<p><strong>Fazit: </strong>Das Kreuz schafft neue Tatsachen. Matthias hat uns das am Karfreitag verdeutlicht. Aber erst durch die Begegnung mit Jesus, werden diese Tatsachen für uns relevant und greifbar und wir werden verändert.<br>Bei Maria sieht die Veränderung so aus: sie kommt voller Trauer zum Grab, verlässt es aber voller Freude und Hoffnung. Das Kreuz, bzw. die Begegnung mit Jesus, verwandelt ihren Schmerz in Hoffnung.</p>



<p>Nach unserem gemeinsamen Wochenende im Herbst, haben die Leute ganz unterschiedliches über das Wochenende erzählt. Teilweise waren die Unterschiede so stark, dass man sich fragen konnte ob die Leute auf demselben Wochenende waren. Manche waren verletzt, andere verunsichert, welchen Weg wir als CVJM weiter gehen, wieder andere haben gar nicht verstanden, wo das Problem liegt. Es war notwendig miteinander ins Gespräch zu kommen. Es musste geklärt werden, was hat die Person gemeint, wenn sie dies oder jenes gesagt hat. Und auch zu vermitteln, was das, was gesagt wurde, bei anderen ausgelöst hat.<br>Ich bin sehr dankbar für zahlreiche persönliche Gespräche und auch für Gesprächsrunden mit Vielen, in denen manches zurechtgerückt und erklärt werden konnte. Danke an alle, die bereit waren und sind, tiefer zu graben und genau hinzuschauen und hin zu hören. Und ich bin sehr dankbar, dass wir auf einem guten Weg sind, uns neu zusammen zu stellen.</p>



<p><strong>Dann möchte ich auf</strong><br>Petrus + Johannes schauen. Als Maria ihnen erzählt, dass der Leichnam Jesu weg sei, rennen sie zum Grab. Was haben sie sich erhofft? Was haben sie erwartet zu finden? Haben sie vielleicht gedacht, Maria hat nicht richtig geschaut? War da doch irgendein Funken an Erinnerung daran, dass Jesus seine Auferstehung vorhergesagt hat? Petrus ist zwar als zweiter am Grab, aber er geht als erster hinein. Johannes folgt ihm. Sie sehen die Leinenbinden liegen, und das Kopftuch, das dem Leichnam um den Kopf gebunden war. Sie sahen, dass die Tücher nicht einfach auf den Boden geworfen waren, sondern zusammen gerollt an unterschiedlichen Stellen im Grab. Und dann sagt die Bibel, über Johannes, dass er glaubte. Sie gehen zurück zu den anderen Jüngern. Der Abschnitt endet mit dem Satz: <em>&#8222;Es stand zwar fest, dass Jesus von den Toten auferstehen würde, aber das verstanden sie damals noch nicht.&#8220;</em></p>



<p>Petrus und Johannes gehören zum aller engsten Jüngerkreis Jesu. Die Bibel berichtet an verschiedenen Stellen davon, dass Jesus drei der 12 Jünger zu bestimmten Ereignissen, explizit herausgerufen hat. Jakobus war im Übrigen der dritte, der aber hier gar nicht explizit genannt wird.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was können wir von Petrus und Johannes in dieser Situation lernen?</h3>



<p>1. wir sehen das Offensichtliche, aber verstehen es nicht. <br>◦ Obwohl Petrus und Johannes zu aller engsten Jüngerkreis gehören, verstehen sie nicht, was passiert ist. Grabräuber hätten wohl kaum die Tücher abgenommen und dann auch noch zusammengerollt. Die Tücher waren ja wertvoll. Auch wenn jemand den Leichnam aus anderen Gründen geklaut hätte, warum die Tücher abnehmen und zusammen legen?<br>◦ die Bibel sagt über Johannes dass er glaubte und kurz darauf, dass sie es damals noch nicht verstanden. Das trifft die damalige Situation gut finde ich. Es ist eine Situation „dazwischen“. Und das ist doch auch Teil unserer Realität: Wir glauben, aber wir verstehen manches oder auch vieles noch nicht. Und wir es gibt auch immer wieder Phasen, wo uns das Glauben schwer fällt. Da können wir uns dann dem Gebet aus Markus 9,24 anschließen: <em>&#8222;Ich glaube! Hilf mir heraus aus meinem Unglauben!&#8220;</em></p>



<p>2. wir sollten den Zusagen Jesu vertrauen, aber barmherzig mit unserem Unglauben sein.<br>◦ Obwohl Jesus seinen Tod und auch seine Auferstehung vorhergesagt hat, haben die Jünger es zunächst nicht geblickt. Zu „unrealistisch“, zu unvorstellbar war das, was Jesus sagte. Und das, obwohl die Jünger die Wunder Jesu miterlebt haben. Wie viel mehr ist es für uns herausfordernd, dem glauben zu schenken, was Jesus in der Bibel verheißt? Und wenn ich das hier so sage, dann soll das keine Ausrede für Unglauben sein. Es soll uns trösten, nicht bequem machen!</p>



<p>Die Realität hat sich verändert. Jesu Tod und seine Auferstehung, haben veränderte Tatsachen geschaffen. Aber diese Realität ist bei den Jüngern noch nicht wirklich angekommen. Dafür braucht es die Begegnung mit Jesus.</p>



<p><strong>Fazit: </strong>Das Kreuz schafft neue Tatsachen. Aber damit dies in unser Leben dringen kann, braucht es die Begegnung mit Jesus. Petrus und Johannes, beginnen zu verstehen, aber es erfüllt noch nicht ihr Herz. Sie stehen zwischen Glauben und Unglauben.</p>



<p>Aus meinem eigenen Erleben kenne ich extrem herausfordernde Zeiten. Dann geht es mir so, dass ich zwar nach wie vor weiß, dass in Jesus Kraft ist, dass im Kreuz Vergebung ist, dass mit Jesus alles möglich ist…. aber das Wissen darum, ist nicht unbedingt wirklich hilfreich. Was mir in solchen Situationen wirklich hilft, den Kopf zu heben und weiter zu gehen, sind die Begegnungen mit Jesus, sei es im Gebet oder durch liebe Geschwister, die mich ermutigen, oder für mich da sind. Die Gemeinschaft mit anderen, die mehr Glauben haben als man selber. Diese Gemeinschaft, ist unbedingt notwendig. Wir können nur in Gemeinschaft wirklich nachfolgen. Wie dankbar bin ich für euch! Für unsere Mitarbeitergemeinde. </p>



<p><strong>Und nun kommen wir zu den</strong></p>



<p>Jüngern – sie haben zwar von Maria gehört, dass sie den Auferstandenen gesehen hat. Sie schließen sich trotzdem vor Angst in einen Raum ein. Das tun sie zusammen, nicht jeder für sich. Die Gemeinschaft ist ihnen wichtig. Vielleicht gerade deshalb, weil sie um ihr Leben fürchten. Die Botschaft von der Auferstehung Jesu, hat sie erreicht. Vielleicht haben manche an Maria gezweifelt und gedacht, dass sie vielleicht phantasiert hat, oder hysterisch sei. Ich vermute aber auch, dass sie begonnen haben zu diskutieren und sich an die Aussagen Jesu zu erinnern. Ein Prozess hat bei ihnen begonnen. vermutlich waren sie zumindest innerlich ein wenig ermutigt. Aber sie waren noch nicht an dem Punkt, dass die Realität der Auferstehung ihr Leben geprägt hat. Und dann, plötzlich kommt Jesus in den verschlossenen Raum. Er zeigt seine Wundmale. Die Jünger erkennen ihn. Er gibt ihnen den HG und gibt ihnen Vollmacht Sünde zu vergeben oder auch nicht zu vergeben.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was können wir von den Jüngern in dieser Situation lernen?</h3>



<p>1. Begegnung mit Jesus, verwandelt Angst in Mut<br>◦ Erst die Begegnung mit dem Auferstandenen lässt die Tatsache der Auferstehung ihr Wirkung entfalten, gibt den Jüngern Mut und Frieden. <br>◦ welche Ängste und Sorgen tragen wir mit uns herum? Wir haben am Freitag gehört, dass wir uns, auch angesichts von Kriegsdrohungen, Umwelt- oder Klimakatastrophe  oder auch persönlichen Herausforderungen, nicht entmutigen lassen brauchen. Egal was es ist. Jesus ist Herr! auch darüber. Egal auch, wie sich die Dinge weiter entwickeln. Jesus ist Herr! Er weist die Tiere und Monster, wie sie im <a href="https://www.bibleserver.com/NG%C3%9C.MENG.LUT/Daniel7">Daniel Buch</a> beschrieben sind, in ihre Schranken.</p>



<p>Vor einigen Jahren, hatten wir hier im CVJM eine junge Frau, Mutter und Ehefrau. Sie hatte eine Krebsdiagnose. Wir haben immer wieder gebetet. Es war ein Kampf, es gab Hoffnung + Ermutigung. Sie ist dann nach einiger Zeit am Krebs gestorben. Das war hart. Frustrierend. Die Frage: Hat Gott unsere Gebete nicht gehört? war greifbar. Eine Frage, die ich nicht abschließend beantworten kann.<br>Aber was ich sagen kann ist, dass ich in den Begegnungen mit Ihr, beim Gebet für sie, etwas von der verändernden Kraft des Kreuzes erlebt habe. Ich kann mich noch erinnern, als wir gemeinsam Abendmahl gefeiert haben, wie sie danach mit neuem Mut, mit neuer Kraft ausgerüstet war. Ein Zeichen für die Kraft Gottes, selbst in so einer scheiß Situation. Auch, wenn letztlich die erbetene Heilung nicht eingetreten ist.<br><br>2. wir sind beschenkt mit dem Heiligen Geist<br>◦ es ist wichtig, dass wir uns das immer wieder klar machen. Der heilige Geist ist Gott in uns! Er ist unser Anwalt- sei es vor unserer Selbstanklage, oder wenn wir z.B. unseren Glauben verteidigen müssen. Der heilige Geist ist unser Tröster, wenn wir eine schlimme Zeit erleben, oder uns einfach zum Heulen ist. Der heilige Geist zieht uns hin zu Jesus und zum Vater. ER rüstet uns aus mit Gaben und Fähigkeiten und verändert uns so, dass wir Jesus immer ähnlicher werden.</p>



<p>3. Jesus rüstet uns mit unglaublicher Vollmacht aus<br>◦ Jesus sagt: „ Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr sie nicht vergebt, dem sind sie nicht vergeben“ Er sagt dies den Jüngern. Mit was für einer unglaublichen Macht und welch riesiger Verantwortung, rüstet Jesus hier seine Jünger aus?<br>       <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/25aa.png" alt="▪" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Achtung, es ist wichtig, dabei zu bedenken, was wir am Freitag zum Thema „billige Gnade“ gehört haben. Doch wer seine Sünde bekennt und wer Reue und Umkehr zeigt, dem sollte Vergebung nicht verweigert werden.<br>◦ Jesus spricht Petrus in Mt.16,19 zu, dass er die Schlüssel zum Himmel habe. Joh.20, erweitert die Aussage auf die Jünger, und letztlich auf uns alle, die wir Jünger Jesu sind.</p>



<p><strong>Fazit:</strong> Das Kreuz schafft neue Tatsachen. Für die Jünger, für Petrus und Johannes, werden diese Veränderungen erst relevant und greifbar, als ihnen der auferstandene Jesus begegnet. Vorher stehen sie zwischen Glauben und Unglauben. Sie haben Angst. Sie haben viele Fragezeichen im Kopf. Durch die Jesus Begegnung verschwinden die Fragezeichen. Verschwindet die Angst. Wird der Glaube greifbar. Sie werden erfüllt mit dem HG und ausgerüstet mit Vollmacht. Sie tun das in der Gemeinschaft. Das ist auch ein Vorbild für uns. Die Jünger lebten im vorchristlichen Zeitalter. Wir leben in einem nachchristlichen Zeitalter. Ohne enge geistliche Gemeinschaft wird es in dieser Zeit kaum möglich sein, Jesus nach zu folgen.</p>



<p><strong>Ich komme zur letzten Person, aus Johannes 20. Der Apostel</strong></p>



<p>Thomas – Er ist nicht dabei, als Jesus sich den Jüngern zum ersten Mal zeigt. Wir wissen nicht warum, und wo er war. Als er wieder zu den anderen stößt und sie ihm erzählen, dass sie Jesus gesehen haben, sagt er, dass er das erst glauben kann, wenn er Jesu durchbohrte Hände sieht und seine Finger in Jesu durchbohrte Seite legt. Er gibt sich nicht mit Erzählungen zufrieden. Er möchte selber erfahren. Und als sich Jesus einige Zeit später zum zweiten Mal den Jüngern zeigt, ist Thomas dabei. Und als Jesus ihm anbietet seine Finger auf seine durchbohrte Seite zu legen, glaubt er, ohne Jesus zu berühren. Daraufhin sagt JESUS: „<em>Jetzt, wo Du mich gesehen hast, glaubst Du. Glücklich zu nennen sind die, die nicht sehen und trotzdem glauben.</em>“</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was können wir von Thomas in dieser Situation lernen?</h3>



<p>1. Selber erleben, sticht davon zu hören<br>◦ Was die anderen Jünger erzählen, überzeugt Thomas nicht wirklich.  Gleichzeitig bleibt er aber mit den anderen Jüngern in Gemeinschaft. Er setzt sich nicht ab, so nach dem Motto, mit den Irren möchte ich nix zu tun haben. Er ist ehrlich in dem was er sagt. Er reflektiert sich und seinen Glauben, bzw. sein nicht Glauben. Das ist etwas, das wir auch tun sollten.</p>



<p>2. Lasst uns nicht mit weniger zufrieden sein, als Jesus uns geben möchte<br>◦ ein Teil seines Zweifels ist vielleicht auch der Sehnsucht geschuldet, erleben zu können, was die anderen Jünger erlebt haben. Und seine Sehnsucht wird belohnt. Jesus begegnet ihm als Auferstandener. Es ist wichtig, dass wir unsere Möglichkeiten realistisch einschätzen. Aber es ist auch nötig, dass wir mit den unbegrenzten Möglichkeiten Gottes rechnen. Oder umgekehrt gesagt: es ist wichtig, dass wir mit Gottes unbegrenzten Möglichkeiten rechnen, aber es ist auch nötig, dass wir mit beiden Beinen auf dem Boden der Realität stehen.</p>



<p>3. Wir werden glücklich genannt<br>◦ weil wir glauben, ohne Jesus als Auferstandenen gesehen zu haben. </p>



<p><strong>Fazit:</strong> Das Kreuz schafft neue Tatsachen. Für Thomas wird das relevant, als Jesus ihm begegnet. Es verändert sein Denken. Vorher will er es genau wissen und spüren. Dann ist er zufrieden und Glaube ist ihm gewachsen.</p>



<p><strong>Ich ende mit ein paar Frage und Anregungen:</strong></p>



<p>Sind wir zufrieden, wenn wir schöne Lobpreiszeiten haben und gute Gebetszeiten? sind diese Zeiten gefüllt mit guten Gefühlen, oder ist es tatsächlich der Heilige Geist? Oftmals gar nicht so einfach zu trennen, und doch glaube ich, dass es gut ist, wenn wir uns diese Frage immer wieder stellen. Und uns nicht mit dem Status Quo zufrieden geben.<br>Sind wir als CVJM damit zufrieden, wenn wir 500 Junge Menschen in der Woche erreichen? Das ist eine ganze Menge. Aber ist da mehr drin? sollten wir uns danach ausstrecken? Wir sollten uns auf jeden Fall nicht mit weniger zufrieden geben, als Jesus uns geben will.<br>Sind wir als CVJM bekannt in Esslingen als ein Ort, wo es geile Kinder und Jugendarbeit gibt? Sind wir auch bekannt als ein Ort wo Menschen Jesus begegnen können? Wie sprechen die Menschen in Esslingen über den CVJM? Kennen sie uns als Freunde Gottes? Kennen sie uns als einen Ort, an dem man Jesus begegnen kann?</p>



<p>Wir sollten uns immer wieder ehrlich machen. Uns selber gegenüber, einander gegenüber und Jesus gegenüber.</p>



<p>„We follow Jesus“ ist der Titel unserer Ostertagung. Nach zu folgen: Das bedeutet, dass wir uns täglich auf den Weg machen, das Reich Gottes auszubreiten, mit der Kraft des Kreuzes, durch die Begegnung mit Jesus und der damit verbundenen Hoffnung und Veränderungskraft.</p>



<p>Amen</p>



<p>Photo by <a href="https://unsplash.com/@miguelalcantara?utm_content=creditCopyText&amp;utm_medium=referral&amp;utm_source=unsplash">Miguel Alcântara</a> on <a href="https://unsplash.com/photos/a-black-and-white-photo-of-a-door-and-a-cross-8g8i-pwmh9w?utm_content=creditCopyText&amp;utm_medium=referral&amp;utm_source=unsplash">Unsplash</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Hingabe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Peschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Mar 2023 10:04:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[Predigt]]></category>
		<category><![CDATA[David]]></category>
		<category><![CDATA[Hingabe]]></category>
		<category><![CDATA[Jesus]]></category>
		<category><![CDATA[Leidenschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Römer 12:1]]></category>
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					<description><![CDATA[ein 9 jähriges Mädchen, das ein Buch fest auf seine Brust presst und mit fester Stimme sagt: „Ohne meine Bibel geh ich nicht von hier weg“. Ihre Eltern, irakische Christen wissen nicht was sie tun sollen. Denn, wenn sie bei Ihrer Flucht angehalten und durchsucht werden, könnte diese Bibel sie alle das Leben kosten. Schließlich darf das Kind die Bibel mitnehmen – nachdem sie gemeinsam gebetet haben, dass Gott die Familie schützen möge.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Predigt beim @home im CVJM Esslingen am 20.März 2023</p>



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</div></figure>



<p>In einem Freundesbrief von Open Doors – einer Organisation, die sich um verfolgte Christen weltweit kümmert, hab ich folgende Geschichte gelesen. Sie ereignete sich im Jahr 2011 im Irak.</p>



<p>Es geht um ein 9 jähriges Mädchen, das ein Buch fest auf seine Brust presst und mit fester Stimme sagt: „Ohne meine Bibel geh ich nicht von hier weg“. Ihre Eltern, irakische Christen wissen nicht was sie tun sollen. Denn, wenn sie bei Ihrer Flucht angehalten und durchsucht werden, könnte diese Bibel sie alle das Leben kosten. Schließlich darf das Kind die Bibel mitnehmen – nachdem sie gemeinsam gebetet haben, dass Gott die Familie schützen möge.</p>



<p>Was hat das Mädchen dazu bewogen, seine Bibel um nichts in der Welt hergeben zu wollen? Vielleicht kann man kann sagen, dass sie mit ihren neun Jahren noch nicht verstanden hat, welche Gefahr dieses Buch für sie und ihre Familie bedeutet.</p>



<p>Vielleicht.</p>



<p>Aber was man m.M.n. auf jeden Fall sagen kann ist, dass dieses Mädchen eine große Hingabe an ihre Bibel hat.</p>



<p><strong>Mut zur Hingabe! </strong>So lautet der Titel unseres heutigen @home. Hingabe, ist das ein Wort, das man heute noch versteht? Was ist Hingabe überhaupt?</p>



<p><a href="https://www.dwds.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Das digitale Wörterbuch der deutschen Sprache </a>definiert Hingabe wie folgt:</p>



<ol class="wp-block-list" type="a">
<li>Hingabe ist eine starke innere Beteiligung, ein großer Eifer, eine Leidenschaft UND</li>



<li>Hingabe ist die Bereitschaft, sich einer Sache, oder jemandem zu widmen, und sich bis zur Selbstverleugnung zu opfern</li>
</ol>



<p>Hingabe ist also etwas, das vollen Einsatz verlangt.</p>



<p>Was sind in Deinem Leben die Dinge, wo Du merkst, die bewegen Dich? Mehr noch. Für was hast Du einen großen Eifer, eine Leidenschaft? Was ist es, das Dich am ehesten dazu bringt, Deine ganze Kraft dafür einzusetzen? Was ist es, das Dich dazu bringt Dich bis zur Selbstaufgabe zur Verfügung zu stellen?</p>



<p>Kurze Stille – denk ehrlich darüber nach. Schreib es Dir vielleicht sogar auf! → es geht nicht um die richtige Antwort, sondern um die ehrliche! Ihr müsst auch nicht darüber später mit jemandem sprechen – es ist einfach nur für Dich persönlich und für das Gespräch mit Gott.</p>



<p>Vielen Dank. Ich möchte folgende Fragen mit euch anschauen:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Was ist Hingabe eigentlich?</li>



<li>Will Gott wirklich, dass wir uns ihm hingeben? Und warum?</li>



<li>Warum sollte ich mich Gott hingeben?</li>



<li>Welche Beispiele zeigt uns die Bibel, bzgl. Hingabe?</li>



<li>Und wie kann ich mich Gott ganz hingeben?</li>



<li>Vom Segen der Hingabe</li>
</ol>



<h2 class="wp-block-heading">1.  Was ist Hingabe eigentlich?</h2>



<p>Über die vorhin genannte Definition hinaus sind noch ein paar Dinge zur Hingabe wichtig.</p>



<p>Hingabe ist eine Entscheidung und kein Gefühl. Es kann sein, dass ein Gefühl mit dabei ist, und mir hilft mich hinzugeben. Aber eine Hingabe endet nicht, wenn das Gefühl endet. Hingabe bedeutet mit Haut und Haaren, mit aller Kraft, mit allen Sinnen bei einer Sache oder einer Person zu sein. Hingabe hat viel mit Liebe und mit Gehorsam zu tun. Und auch viel damit, nicht sich selbst verwirklichen zu wollen. Denn wenn ich mich hingebe, dann tue ich ja nicht mehr, was gut für mich ist – sondern ich tue das, was dem, welchem ich mit hingebe am besten dient.</p>



<p>Hingabe – der Wortsinn ist nicht schwer zu verstehen. Hin geben. Dahin geben. Weg geben. Ich behalte es nicht. Sondern verschenke es – also mein Leben, meine Zeit, mein Geld usw.</p>



<p>Ein Fussballfan gibt sich seinem Verein ganz hin, wenn er z.B. seinen ganzen Urlaub opfert um bei allen Auswärtsspielen dabei sein zu können. Jemand der verliebt ist, gibt sich seiner Liebe hin, indem er bei allem schaut, was ist es, was meiner Partnerin gefällt oder Freude macht. Ein Leistungssportler gibt sich seinem Sport hin, wenn er z.B. Familie, Freunde usw. hinten anstellt. So fallen euch sicher noch mehr Beispiele ein.</p>



<p>Ist euch klar, dass alle die stimmberechtigte Mitglieder im CVJM sind, einen Akt der Hingabe – zumindest mit dem Mund – begehen?</p>



<p>„Ich bekenne mich zu JC als meinem Herrn und will bewusst nach seinem Wort und Vorbild leben. Im Vertrauen auf Gottes Hilfe werde ich nach besten Kräften im CVJM mitarbeiten und Zeit, Kraft und Geld investieren.“</p>



<p>&#8230;nach besten Kräften … Zeit, Kraft und Geld investieren.</p>



<p>Jedes stimmberechtigte Mitglied stimmt dieser Aussage zu. Trotzdem sieht die Praxis, wie viel Zeit, Kraft und Geld wir investieren bei uns unterschiedlich aus. Das hat verschiedene Gründe.</p>



<p>Das sind z.B. unterschiedliche Möglichkeiten der Personen. Das sind die unterschiedlichen Ressourcen an Zeit und Geld und Kraft. Das ist aber auch der Grad der Hingabe, die wir in unserem Leben leben. Also wie stark unsere Hingabe an Jesus ist.</p>



<p>Wie entschieden bin ich mit meiner Hingabe an Jesus? Gebe ich wirklich das was mir möglich ist an Zeit, Geld und Kraft? Oder wo halte ich noch immer Dinge zurück, weil ich nicht zu kurz kommen will, weil ich meine, dass das mein Recht sei?</p>



<p>Das sind Fragen, die ich mir immer wieder stelle, die ich Jesus immer wieder stelle – und ich denke es ist gut, wenn das jeder von uns immer wieder ehrlich tut! Dabei ist das entscheidende, dass ich ehrlich mit Jesus ins Gespräch komme über die Dinge die mich abhalten oder die mir Mühe machen.</p>



<p>Es geht nicht darum, dass wir uns zwingen irgendetwas zu tun. Hingabe kann nicht aus zwang geschehen. Hingabe kann nur mit dem Herzen passieren. Und alleine ER ist es, der mein Herz verändern kann. Ich kann es nicht.</p>



<p>Noch eine weitere Sache:</p>



<p>Hingabe ist in aller Regel kein einmaliger Akt ist. Sondern Hingabe muss immer wieder neu bestätigt, ausgesprochen, vollzogen werden. Auch deshalb müssen wir unsere Zugehörigkeit als stimmberechtigte Mitglieder alle zwei Jahre neu bestätigen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">2. Will Gott wirklich, dass wir uns ihm hingeben? Und warum?</h2>



<p>Gott hat es zuerst getan!</p>



<p>Gott gibt sich in Jesus uns Menschen hin. Er wird Mensch. Er lebt unter uns. Er stirbt für uns. Jesu Opfer ist die totale Hingabe an uns Menschen – an Dich ganz persönlich. Denn Jesus hätte dieses Opfer auch dann dargebracht, wenn Du der einzige Mensch wärst, den er dadurch hätte retten können. Wenn Du wissen willst, wie sehr Gott Dich liebt, wie sehr er sich Dir hingibt – dann schau Jesus am Kreuz an.</p>



<p>Pause</p>



<p>Das ist Hingabe!</p>



<p>Gott gibt sich uns hin – und damit wirbt er darum, dass wir uns ihm zuwenden. Er wünscht sich eine Reaktion von uns. Gott will, dass wir Beziehung mit ihm haben. Dass wir ewiges Leben haben. Und er will gerne noch mehr von uns, er will, dass wir uns ihm hingeben. Sein Ziel ist, dass wir ihm in allem ähnlicher werden. Die Bibel nennt das Heiligung. Eine Folge von Hingabe ist genau dies: dass wir Jesus ähnlicher werden!</p>



<p>Sein Ziel ist, dass unser Leben zur Entfaltung kommt, weil er am besten weiß was gut für uns ist. Er will uns teilhaben lassen, an seinem Wirken in dieser Welt. Er macht uns zu seinen Kindern.</p>



<p>Ich hoffe es wird deutlich: Wenn Gott das alles will, dann heißt das, dass unsere Hingabe an Gott unser Leben erst so richtig durchstarten lässt.</p>



<p>Wenn Dir jemand was Gutes tut. Wie ist Deine Reaktion? Ist es nicht natürlich, dass Du das in irgendeiner Weise diese Freundlichkeit zurück geben willst?</p>



<p>Wie ist Deine Antwort auf die Freundlichkeit Gottes? Auf das was Jesus für Dich getan hat?</p>



<h2 class="wp-block-heading">3. Warum sollte ich mich Gott hingeben?</h2>



<p>In Römer 12, 1 schreibt Paulus: „Ich habe euch vor Augen geführt, Geschwister, wie groß Gottes Erbarmen ist. Die einzige angemessene Antwort darauf ist die, dass ihr euch mit eurem ganzen Leben Gott zur Verfügung stellt und euch ihm als ein lebendiges und heiliges Opfer darbringt, an dem er Freude hat.“</p>



<p>Dass wir uns Gott hingeben ist die einzige korrekte, ja die einzig mögliche Antwort auf das Erbarmen, das uns Gott zukommen lässt. Wenn der Herr der Welt sich so erniedrigt, dass er einer von uns wird. Wenn der Herr der Welt die Gerechtigkeit erfüllt, indem er alle Schuld auf sich nimmt und sein eigenen Blut vergießt, sich selbst opfert um uns zu retten. Dann gibt es nur eine mögliche Antwort darauf. Dass wir uns IHM hingeben.</p>



<p>→ es gibt eine Tendenz in der Verkündigung und auch in Lobpreisliedern, wo es ein Lifestyle zu sein scheint, Christ zu sein. Die Botschaft geht in die Richtung: Werde Christ und alles ist gut. Aber darum geht es nicht. Gib Dich Gott hin, nicht weil es Dir dann gut geht. Gib Dich Gott hin, weil ER sein Leben für Dich gegeben hat.</p>



<p>Es geht bei der Frage nach Hingabe ganz und gar nicht darum, ob jemand Christ ist oder nicht, ob er das ewige Leben hat oder nicht. Die Bibel sagt: „Wenn du also mit deinem Mund bekennst, dass Jesus der Herr ist, und mit deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat, wirst du gerettet werden.“ Römer 10, 9</p>



<p>Es geht bei der Frage nach Hingabe einzig und allein um die Frage, was Deine Antwort darauf ist, dass Jesus sich ganz Dir hingegeben hat!?</p>



<p>Bist Du bereit aus Deiner Komfortzone zu treten?</p>



<p>Bist Du bereit Dich noch mehr hin zu geben an diesen Herrn und Gott? An diesen Bruder und Freund?</p>



<p>Wir brauchen Mut dazu! Mut, weil unser innerer Schweinehund uns vorgaukelt, wir würden etwas wertvolles oder wichtiges verlieren, wenn wir das tun. Mut, weil in uns vielleicht das Gefühl aufkommt, dass wir zu kurz kommen, wenn wir das tun. ABER: Wenn wir uns Gott hingeben, dann stimmt mein Satz vom Anfang nicht mehr. Dort habe ich gesagt: Dass Hingabe viel damit zu tun habe, dass man sich nicht selbst verwirklicht. Denn wenn ich mich hingebe, dann tue ich ja nicht mehr, was gut für mich ist – sondern das was dem, welchem ich mit hingebe am besten dient.</p>



<p>Wer sich aber Gott hingibt, bei dem ist es anders.</p>



<p>Wenn ich Gott hingegeben bin, dann tue ich das, was Gott will, dass ich tun soll. Und weil Gott gut ist – unendlich gut, wird das was Gott von mir will, das ich tue, letztlich das sein, was zu mir passt und was letztlich gut für micht ist. Wir finden uns selber, wenn wir uns ihm hingeben!</p>



<h2 class="wp-block-heading">4. Welche Beispiele zeigt uns die Bibel, bzgl. Hingabe?</h2>



<p>Der Prophet Jeremia sagt zunächst: „Ach Herr und Gott, ich kann doch nicht reden, ich bin ja noch so jung.“ (Jer.1,6) Doch dann sagt Gott zu ihm: „Sag nicht: Ich bin noch so jung. Wohin ich dich auch sende, dahin sollst du gehen, und was ich dir auftrage, das sollst du verkünden.“ (Jer.1,7) Und Jeremia tut es. Er verkündet alles was Gott ihm aufträgt – auch wenn es ihn mehrmals fast das Leben kostet und er zum Gespött seiner Volksgenossen wird. Jeremia ist seinem prophetischen Auftrag und im Gehorsam gegenüber Gott, ganz und gar hingeben!</p>



<p>Über David sagt die Bibel: „dass er Gott ganz hingegeben war.“ (1.Kön.11,6) Und das obwohl er sogar zum Mörder wurde. Das macht deutlich: unsere Hingabe macht uns nicht sündlos! Aber unsere Hingabe wird von Gott wahrgenommen und wertgeschätzt.</p>



<p>Paulus sagt über sich, er sei: „&#8230;ein Knecht Christi“ (Röm. 1,1) und „Leben wir, so leben wir dem Herrn; sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Darum: wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn.“ (Röm.14, 8) und „Nicht mehr ich bin es, der lebt, nein, Christus lebt in mir.“ (Gal. 2,20 ).</p>



<p>Das ist die Logik von Hingabe! Alles für Jesus! → ist euch das zu radikal? Denkst Du: na jetzt übertreibt der aber! Wenn Du das denkst, dann bleib nicht dabei, sondern prüfe selber, was die Bibel dazu sagt. Komm mit Jesus ins Gespräch. Prüfe Dich selbst.</p>



<p>Ich möchte noch Maria nennen, als ein gutes Beispiel für Hingabe an Gott. Sie antwortet auf die Ankündigung ihrer Schwangerschaft durch den Engel: „Ich bin die Dienerin des Herrn. Was du gesagt hast, soll mit mir geschehen.“ Kein zaudern. Kein aber. Einfach: „Was Du gesagt hast, soll mit mir geschehen!“ (Lk. 1,38)</p>



<p>Es gibt noch Viele mehr. Ich hab hier nur ein paar wenige aus der Fülle herausgegriffen. Wer die Bibel liest, merkt schnell, sie ist voller Menschen, die Gott hingegeben sind.</p>



<p>Der Gipfel der Hingabe aber ist Jesus selber. Im Garten Gethsemane spricht er das Gebet der Hingabe: „.Vater, wenn du willst, lass diesen bitteren Kelch an mir vorübergehen. Aber nicht mein Wille soll geschehen, sondern deiner.“ (Lk.22,42) und am Kreuz: „Vater, in deine Hände gebe ich meinen Geist! (Lk.23,46)</p>



<p>Und auch die nach biblische Geschichte ist voller Menschen, die Gott hingegeben sind. Und die dadurch die Welt verändert haben. Und auch Du und ich können die Welt verändern, wenn wir bereit sind uns Gott ganz hinzugeben.</p>



<p>Vielleicht werden wir mal nicht in den Geschichtsbüchern erwähnt. Aber meine Hingabe und Deine Hingabe werden Auswirkungen haben. In unsere Familien hinein, in unsere Freundeskreise, in unseren Dienst im CVJM. Ja auch in die Gesellschaft.</p>



<p>Hingegebene Menschen machen den Unterschied.</p>



<h2 class="wp-block-heading">5. Und wie kann ich mich Gott ganz hingeben?</h2>



<p>Es gibt Dinge die unsere Hingabe an Gott verhindern. Dazu gehören Angst, Stolz und Lügen.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die Angst fragt, ob diesem Gott wirklich zu glauben, zu trauen ist. Oder ob er nicht die ganze Hand nimmt, wenn man ihm den Finger gibt oder vielleicht doch etwas von einem verlangt, das man nicht schaffen kann.</li>



<li>Der Stolz sagt: ich bin selber groß und weiß was gut für ich ist. Ich weiß was gut und was böse ist. Ich brauche niemanden der mir sagt, was zu tun ist.</li>



<li>Die Lüge sagt: ich muss auf mich selber acht geben, dass ich nicht zu viel gebe, zu viel tue, zu viel von dem hergebe, was doch mir gehört, was mein Recht ist.</li>
</ul>



<p>Damit diese Dinge unsere Hingabe nicht verhindern ist wichtig zu verstehen, dass die wichtigste Voraussetzung dafür, sich Gott hingeben zu können Vertrauen ist.</p>



<p>Es ist nicht Gottes Absicht unseren Willen zu brechen. Vielmehr wirbt er um uns, damit wir uns ihm aus freien Stücken hingeben. Gott ist Liebe, Freiheit und Leben in Fülle! Hingabe an ihn bringt echte Freiheit, keinen neuen Zwang. Wenn wir uns Christus wirklich ganz hingeben, werden wir erleben, dass er kein Tyrann, sondern ein echter Retter ist!</p>



<p>Glaubst Du, dass Gott gut ist?</p>



<p>Du glaubst es? Ja, wirklich?</p>



<p>Dann gibt es keinen Grund, Dein Leben nicht ganz und gar in Seine Hand zu legen. Es braucht nur eine Entscheidung von Dir – zum ersten Mal, oder auch ein weiteres Mal. Und ein Gebet, dass Jesus der Herr Deines Lebens sein soll und IHM Deine ganze Hingabe gelten soll.</p>



<p>Ich möchte Dich ermutigen und auch mich selber! Jesus ist es wert, dass ich mich ihm ganz und gar hingebe!</p>



<p>Nachdem Petrus eine Nacht lang vergeblich gefischt hatte, lebte er uns vor, was Hingabe bedeutet. Petrus sagt auf die Aufforderung Jesu, die Netze nochmals auszuwerfen: „Herr, wir haben uns die ganze Nacht abgemüht und nichts gefangen. Aber weil du es sagst, will ich die Netze noch einmal auswerfen“ (Lk 5,5). Menschen, die sich Gott hingeben, gehorchen seinem Willen, auch wenn sie ihn nicht verstehen.</p>



<p>Sich Gott hinzugeben will ich mit einem Bild erklären. Du bist der Fahrer Deines Lebensautos. Du bestimmst die Geschwindigkeit. Wann Du bremst, wann Du Gas gibst. Ob Du Dich an Regeln hälst und an welche, oder nicht. Wenn Du Christ bist, dann sitzt Jesus neben Dir.</p>



<p>Wenn Du Dich ihm hingibst, dann ist Jesus nicht einfach nur ein Beifahrer, der vielleicht mal eine Warnung aussprechen darf, wenn es gefährlich wird. Wenn Du Dich Jesus hingibst, dann darf Er Dir sagen wo Du bremsen oder abbiegen sollst. Du sitzt noch immer am Lenkrad, aber Du entscheidest nicht mehr selber, sondern verlässt Dich auf das was Jesus Dir sagt. Und Du tust das aus freien Stücken, Du tust das weil Jesus Dir gezeigt hat, dass Du ihm unendlich wertvoll bist und ihm vertrauen kannst, dass er es gut mit Dir meint.</p>



<p>Mit der Zeit wird Jesus immer seltener sagen wo und wie schnell es lang geht. Weil Du lernst, im Sinne Jesu zu fahren. Und letztlich wirst Du merken, das ist super gut, dass ich mich entschieden habe, Jesu Fahranweisungen zu folgen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">6. Vom Segen der Hingabe an Gott</h2>



<p>Bill Bright, der Gründer von „Campus für Christus“ wurde einmal gefragt: „Warum hat Gott dein Leben so sehr gesegnet?“</p>



<p>Er antwortete: „Als junger Mann habe ich einen Vertrag mit Gott geschlossen. Ich habe ihn sogar aufgeschrieben und mit meinem Namen unterschrieben. Er lautete: Von heute an bin ich ein Sklave Jesu Christi. “</p>



<p>Auf meinem <a href="https://peschie1967.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Blog</a> hab ich <a href="https://peschie1967.de/bekenntnis/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mein Bekenntnis </a>veröffentlicht. Es endet mit den Sätzen: „Mal angenommen, alles was ich mit Jesus erlebt habe, beruht auf Einbildung und Zufall. Und mal angenommen, mir würde klar werden, dass es so ist. Was wäre dann?</p>



<p>Ich würde staunen. Aber: Die Geschichte Jesu ist für mich so überzeugend, sie ist so einleuchtend, sie ist so lebensspendend, frei machend, heilend, Kraft spendend, dass ich mich mit großer Sicherheit dazu entschließen würde weiter so zu leben, wie ich es jetzt tue. SEINE Art zu leben, zu handeln, zu feiern, zu sterben ist mir Vorbild.“</p>



<p>Inspiriert von dem was Bill Bright gesagt hat ergänze ich: „Ich bekenne, ich will ein Sklave Jesu Christi sein. Ich will mich ganz diesen einen Herrn und Meister hingeben. Er ist der herrliche Herrscher und doch nennt er mich Freund und macht mich zu einem Kind Gottes. Er ist es wert. Nicht mehr mein Wertesystem ist entscheidend. Sondern seines. Nicht mehr mein Wille ist entscheidend, sondern seiner. Es ist nicht mehr meine Zeit, mein Geld, mein Recht, mein Leben – alles gehört IHM!“</p>



<p>Was willst Du für Jesus sein? Was oder wer soll Jesus für Dich sein?</p>



<p>Ich lade euch ein, dass wir uns gegenseitig ermutigen und helfen, diesem guten Herrn in ganzer Hingabe, mit all unserer Kraft, mit all unserem Sein nach zu folgen!</p>



<p>Amen</p>



<p>Beitragsbild: Photo by <a href="https://unsplash.com/@vaishakhpillaii?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Vaishakh pillai</a> on <a href="https://unsplash.com/s/photos/jesus?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></p>
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