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	<title>Nächstenliebe &#8211; jesus-follower.xyz</title>
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		<title>Liebe &#8211; Erkennungszeichen der Jünger Jesu</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Peschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Jun 2017 07:55:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[Predigt]]></category>
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					<description><![CDATA[Predigt bei der Trauung von R. und S. am 03.06.2017 Trauvers Als Trauspruch haben R. und S. einen Ausspruch von Jesus ausgewählt, der uns im Johannesevangelium überliefert ist. Dort heißt es: „Ich gebe euch ein neues Gebot: Liebt einander! Ihr...]]></description>
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<p>Predigt bei der Trauung von R. und S. am 03.06.2017</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Trauvers</strong></h2>



<p>Als Trauspruch haben R. und S. einen Ausspruch von Jesus ausgewählt, der uns im Johannesevangelium überliefert ist. Dort heißt es: </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Ich gebe euch ein neues Gebot: Liebt einander! Ihr sollt einander lieben, wie ich euch geliebt habe. An eurer Liebe zueinander werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid.“</p>
<cite>Johannes 13, 34f</cite></blockquote>



<p>Jesus sagt dies zu seinen engsten Freunden, den Jüngern die später auch Apostel genannt werden. Das sind die zwölf Männer die etwa drei Jahre mit Jesus durch Israel gezogen sind. Das sind diejenigen, die gehört haben, was Jesus gelehrt hat und die gesehen haben, wie Jesus Menschen geheilt und andere Wunder getan hat.</p>



<p>„<i>An eurer Liebe zueinander werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid.“ </i>sagt Jesus.</p>



<p>Jesus sagt nicht: an den Wundern werden die Menschen erkennen, dass ihr zu mir gehört. Jesus sagt auch nicht dass es am sozialen Engagement zu sehen ist, ob jemand ein Jünger Jesu ist oder daran wie viel gebetet wird oder welche Lieder gesungen werden.</p>



<p>Jesus sagt: <i>„An eurer Liebe </i><i><b>zueinander</b></i><i>!</i>“</p>



<p>Und Jesus meint damit nicht die Liebe zwischen R. und S. ! Jesus meint auch nicht die Liebe zwischen Mutter und Kind.Jesus meint die Liebe, die zwischen seinen engsten Freunden sein soll.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Warum die Liebe als Erkennungszeichen?</strong></h2>



<p>Doch warum eigentlich die Liebe? Warum sagt Jesus, dass an der Liebe der Jünger untereinander, deutlich wird, dass sie zu ihm gehören, zu Jesus?</p>



<p>Wenn wir in die Bibel hinein schauen, dann finden wir dazu einiges. Ich hab mal die aus meiner Sicht vier wichtigsten herausgegriffen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li> Zunächst einmal bezeugt die Bibel an vielen Stellen, dass <b>Gott Liebe ist. </b>Ein Zitat nenne ich zur Unterstreichung: „<i>Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist Liebe.“ </i>Das steht im ersten Brief des Johannes in Kapitel 4, Vers 8. </li>



<li> Dann finden wir – sowohl in der jüdischen Bibel, das ist der Teil der Bibel den wir altes Testament nennen, als auch im neuen Testament die Aufforderung: <b>Liebe Deinen Nächsten, wie Dich selbst. </b>Im Evangelium nach Markus (12, 29ff) zitiert Jesus aus der jüdischen Bibel: „<i>Das wichtigste Gebot ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der alleinige Herr. Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe, mit deinem ganzen Verstand und mit aller deiner Kraft! An zweiter Stelle steht das Gebot: Liebe deine Mitmenschen wie dich selbst! Kein Gebot ist wichtiger als diese beiden.“</i> An einer anderen Stelle fügt Jesus noch hinzu: „<i>Mit diesen beiden Geboten ist alles gesagt, was das Gesetz und die Propheten fordern.“ </i>Damit sagt Jesus, wer Gott und seinen Nächsten liebt, der erfüllt alles was Gott von uns Menschen fordert! </li>



<li> Dann finden wir &#8222;natürlich&#8220; das Gebot der <b>Feindesliebe. </b>Im Evangelium nach Lukas (6, 27f) fordert Jesus von seinen Jüngern: <i>„Liebt eure Feinde; tut denen Gutes, die euch hassen; segnet die, die euch verfluchen; betet für die, die euch Böses tun.“</i> </li>



<li> Und als viertes sagt die Bibel, dass <b>d</b><b>ie Liebe die größte Gabe ist. </b>Im Brief an die Korinther heißt es: (1.Korinther 13, 13) <i>„Was für immer bleibt, sind Glaube, Hoffnung und Liebe, diese drei. Aber am größten von ihnen ist die Liebe.“</i> </li>
</ul>



<p>Warum also sagt Jesus, dass an der Liebe der Jünger untereinander zu erkennen ist, dass sie seine Jünger sind? Dass sie zu Jesus gehören?</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Liebe ist das Wesen Gottes</strong></h2>



<p>Weil in der Liebe das Wesen Gottes sichtbar wird. Die Liebe durchdringt die ganze Bibel – auch wenn das einem oberflächlichen Betrachter oder Leser nicht gleich klar wird. Denn es gibt ja auch nicht wenige Erzählungen und Aussagen, in denen man mit der Lupe nach der Liebe Gottes suchen kann und dennoch nichts findet.</p>



<p>Aber trotzdem ist sie da. Letztlich ist die ganze Bibel, ein Liebesbrief Gottes an uns Menschen!</p>



<p>Am deutlichsten wird Gottes Liebe an Jesus.</p>



<p>Bitte versuchen Sie sich mal folgendes vorzustellen: Sie haben ein Kind. Nun sollen Sie ihr eigenes Kind in einen Slum schicken, damit es dort mit den Menschen lebt, die sich von Müll ernähren, die keinen Zugang zu medizinischer Versorgung haben, die jeden Tag kämpfen müssen um zu überleben! Und ihr Kind soll nicht nur mit diesen Menschen leben, sondern auch wie leben! Es soll alles erleben, was so ein Slum Kind auch erlebt. Dein Kind, als ein Slumbewohner, mit allem was dazu gehört. Wer wäre dazu bereit?</p>



<p>Ich bitte sie über noch ein Zweites nach zu denken: Wären sie selbst bereit, ihr Leben hier in Deutschland aufzugeben um nach z.B Afghanistan oder Syrien zu gehen? Oder in den Sudan? Und zwar ohne Geld, ohne deutschen Pass, ohne ein Ticket zurück nach Deutschland. Um in den Kriegsgebieten für die Menschen da zu sein mit ihnen ihr Leid zu teilen?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die besondere Tat Jesu</h2>



<p>Jesus war bereit, sein Leben bei Gott zurück zu lassen und Mensch zu werden. Zu leben wie ein Mensch, zu fühlen wie ein Mensch. Gott der Vater hat Jesus in einen Slum geschickt. Zumindest im Verhältnis vom Himmel zu unserer Welt. Kann man sich das vorstellen.</p>



<p>Welcher Vater tut das?</p>



<p>Gott der Vater tut das.</p>



<p>Ist das ein liebender Vater?</p>



<p>Ja, denn in Jesus kommt Gott der Vater auch selber auf diese Welt. Gibt selber sein Leben im Himmel auf und geht – im Übertragenen Sinn – nach Syrien, nach Afghanistan oder in den Sudan und stellt sich den Herausforderungen dieser Welt.</p>



<p>Und warum tut Gott das?</p>



<p>Die Antwort ist einfach: Gott tut dies aus Liebe.</p>



<p>Gott liebt Dich. Jeden der hier sitzt. Egal ob Du an ihn glaubst oder nicht. Egal ob Du zornig auf Gott bist oder er Dir scheißegal ist. Er – Gott der Vater – liebt Dich. Ja Dich.</p>



<p>Gott ist in Jesus auf diese Welt gekommen um Dir zu zeigen: Ich bin für Dich da! Ich kenne Dich! Ich will mit Dir in Beziehung sein!</p>



<p>Vielleicht halten Sie das alles für Quatsch. Vielleicht denken Sie, Gott ist ein Hirngespinst. Oder Sie sehen das Elend dieser Welt und sagen sich: Wenn Gott so was zulässt, dann kann er mir gestohlen bleiben. Oder Sie denken, das mit Gott ist OK – aber dieser Jesus, der nervt. Oder…. was auch immer.</p>



<p>Aber was, wenn es wirklich so wäre? Was, wenn Jesus tatsächlich der Mensch gewordene Gott ist? Was wenn er wirklich gestorben und wieder auferstanden ist? Was, wenn Jesus der einzige Weg ist um zu Gott zu kommen und ewiges Leben zu erhalten?</p>



<p>Gott ist Liebe.</p>



<p>Und Gottes Liebe zu uns Menschen – zu Dir – ist so unfassbar groß, dass er bereit ist seine Göttlichkeit zurück zu lassen und Mensch zu sein.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Trauvers und das Brautpaar</h2>



<p>Doch nun noch ein paar Gedanken zum Trauvers und der Frage nach der Beziehung der Geschlechter.</p>



<p>Ich lese noch einmal den Trauvers: „<i>Ich gebe euch ein neues Gebot: Liebt einander! Ihr sollt einander lieben, wie ich euch geliebt habe. An eurer Liebe zueinander werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid.“</i></p>



<p>Bereits zu Anfang habe ich erklärt, dass Jesus dies zu seinen engsten Freunden sagt. Und ich hoffe es ist deutlich geworden, warum es die Liebe ist, an der man erkennen kann, wer zu Jesus gehört. Aber das Gebot gilt nicht ausschließlich diesen zwölf Jüngern, denen er es gesagt hat. Dieses Gebot ist für alle Jünger Jesu, zu allen Zeiten gültig.</p>



<p>Jesus spricht hier von einem <i><b>neuen</b></i> <b>Gebot!</b> D.h. einander zu lieben ist keine Freiwilligkeitsleistung, es ist kein: „heute bin ich gut drauf, also liebe ich“ Sache. Jesus nennt es ein Gebot, es ist ein Befehl! Ihr habt euch zu lieben!</p>



<p>Kann man Liebe befehlen?</p>



<p>Wohl kaum. Dennoch fordert Jesus genau das.</p>



<p>Was also kann Jesus damit meinen, wenn er sagt: „<i>Ich gebe euch ein neues Gebot: Liebt einander!“ </i></p>



<p>Die Ehe wird in der Bibel an mehreren Stellen als Bild, als Beispiel für das Verhältnis von Gott und Mensch genommen. Und was Jesus hier mit diesem (neuen) Gebot, von seinen Jüngern fordert, hat ganz viel mit dem zu tun, wie die Beziehung in einer Ehe gestaltet werden soll. Es hat viel damit zu tun, auf was sich Rebecca und Sascha mit ihrer Hochzeit eingelassen haben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Liebe in der Definition Gottes</h2>



<p>Was also ist mit dieser Liebe gemeint? Welche Eigenschaften hat diese Liebe?</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><p class="western"><a rel="noopener noreferrer" href="https://peschie1967.de/jesus-sex-revolution-die-theologie-des-leibes/" target="_blank">Im ersten Buch der Bibel</a> (1.Mose 1, 26f) wird berichtet: <i>„Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, […]Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau.“</i> Das bedeutet, Mann und Frau sind gemeinsam Ebenbild Gottes. Nicht allein für sich. Und beide sind Geschöpfe des gleichen Gottes und haben damit die gleiche Würde und verdienen den gleichen Respekt voreinander.<i> </i>Die Liebe, von der Jesus redet schätzt den Anderen und bringt ihm Respekt entgegen. In der Traufrage versprechen Braut und Bräutigam einander, sich „&#8230;als Gottes Gabe [zu] lieben&#8230;“</p>
<ul class="wp-block-list">
<li><p class="western"> Also liebe R., lieber S., wenn es mal harte Zeiten geben sollte in eurer Beziehung, dann denkt daran: der Andere ist eine Gabe Gottes und verdient meinen Respekt unabhängig davon, was ich meine dass er oder sie mir angetan hat. </p></li>
</ul>
</li>



<li><p class="western"><a href="https://peschie1967.de/maenner-und-frauen-gedanken-zu-epheser-5-21-ff/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">In einem längeren Abschnitt im Epheserbrief </a>(5, 21), der sich mit dem Verhältnis von Mann und Frau beschäftigt heißt es: <i>„Ordnet euch einander unter; tut es aus Ehrfurcht vor Christus!“ </i>Wenn ich bereit bin mich meinem Gegenüber unterzuordnen, mein Gegenüber höher zu schätzen als mich selbst, mein Gegenüber wichtiger zu nehmen als mich selbst – dann braucht es dafür Vertrauen. Das Vertrauen, der Andere wird mich nicht über den Tisch ziehen. Vertrauen, der Andere meint es gut mit mir. Für eine Ehe ist das unabdingbar. Und auch für jede andere Beziehung eine exzellente Grundlage.</p>


<ul class="wp-block-list">
<li> Liebes Brautpaar, das wünsche ich euch, dass es euch immer wieder neu gelingt, den anderen für wichtiger zu nehmen als euch selbst. Gerade auch dann, wenn vielleicht Entscheidungen anstehen, die Richtungsweisend sind und wo ihr völlig unterschiedliche Sichtweisen dazu habt. Das ist nicht einfach, aber wenn es euch in den kleinen Entscheidungen des Alltages gelingt – sozusagen als Vorübung – dann wird dies auch bei den großen und Wegweisenden gelingen. <br></li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li> Also S., dran bleiben. Auch in diesem Text ist es keine Freiwilligkeitsleistung, seine Frau zu lieben, sondern eine Aufforderung. Vielleicht ist es für Dich ja eine Hilfe, wenn Du Dir den letzten Vers des Textes immer wieder vor Augen führst: „<i>Ein Mann, der seine Frau liebt und ihr Gutes tut, tut sich damit selbst etwas Gutes.“</i> <br></li>
</ul>
</li>



<li><p class="western">Im weiteren spricht der Text aus dem <a rel="noopener noreferrer" href="https://peschie1967.de/maenner-und-frauen-gedanken-zu-epheser-5-21-ff/" target="_blank">Epheserbrief</a><i> </i>dann davon, dass wir uns dem stellen sollen, wo wir unsere größten Defizite haben. Es heißt dort: (Epheser 5, 22ff) <i>„Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter! Ihr zeigt damit, dass ihr euch dem Herrn unterordnet. […] Und ihr Männer, liebt eure Frauen! Liebt sie so, wie Christus die Gemeinde geliebt hat: Er hat sein Leben für sie hingegeben,[…] Genauso sind nun auch die Männer verpflichtet, ihre Frauen zu lieben und ihnen Gutes zu tun, so wie sie ihrem eigenen Körper Gutes tun. Ein Mann, der seine Frau liebt und ihr Gutes tut, tut sich damit selbst etwas Gutes.“</i></p>
<ul class="wp-block-list">
<li><p class="western">Ich kann nicht für die Frauen sprechen, deshalb beschränke ich mich auf das, was zu den Männern gesagt ist: „<i>Und ihr Männer, liebt eure Frauen! Liebt sie so, wie Christus die Gemeinde geliebt hat.“</i> Wer von uns Männern hier keinen trockenen Mund bekommt, der hat nicht begriffen, was da von uns Ehe-Männern verlangt wird. Ich glaube, dass es für uns Männer mit das schwierigste ist, unsere Frauen so zu lieben, wie Jesus uns liebt. Nicht weil unsere Frauen nicht liebenswert wären – sondern, weil wir in der Frage der Liebe oftmals andere Prioritäten setzen als es richtig wäre. Die Tatsache, dass es unmöglich erscheint, sollte uns aber nicht dazu führen aufzugeben, sondern vielmehr jeden Tag neu, durch die Kraft Jesu uns der Herausforderung zu stellen.</p></li>
</ul>
</li>
</ul>



<p>Noch ein letzter Punkt:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><p class="western">Im Evangelium nach Matthäus (19, 5f), zitiert Jesus wieder aus der hebräischen Bibel: <i>„Deshalb wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und sich mit seiner Frau verbinden, und die zwei werden ein Leib sein. Sie sind also nicht mehr zwei, sondern sie sind ein Leib.“</i> Damit sagt Jesus, dass die Beziehungen die vor der Ehe galten sich verändert haben. Die Liebe der Ehepartner zeigt sich darin, dass sie sich als ein Leib begreifen. Die Liebe zeigt sich darin, dass sie lernen mit einer Stimme zu reden und füreinander zu handeln.</p>
<ul class="wp-block-list">
<li> Liebes Brautpaar, natürlich bleibt ihr die Kinder eurer Eltern, und Freunde eurer Freunde, aber von nun an, seid ihr zuallererst und vor allem einander verpflichtet. Ihr seid ein Leib! Untrennbar verbunden. </li>
</ul>
</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Zusammenfassung:</h2>



<p>Warum ist die Liebe das Kennzeichen dafür ein Jünger Jesu zu sein?</p>



<ul class="wp-block-list">
<li> Weil Gott Liebe ist </li>



<li> weil die Liebe die größte Gabe ist </li>
</ul>



<p>Wie ist diese Liebe?</p>



<ul class="wp-block-list">
<li> Sie ist wertschätzend und respektvoll gegenüber dem Anderen </li>



<li> Sie ist vertrauensvoll </li>



<li> Sie lässt uns eins werden im Denken, Handeln und Fühlen </li>



<li> Sie macht uns bereit, an den eigenen Defiziten zu arbeiten </li>
</ul>



<p>Ich möchte die Predigt nun mit einer Stille beenden. Es ist meine Hoffnung, dass Sie das eine oder andere von dem, was ich gesagt habe, in irgendeiner Weise angesprochen oder bewegt hat. Ich lade Sie ein, die jetzt folgende Stille zu nutzen um an dem weiter zu denken, oder mit Gott ins Gespräch zu kommen.</p>



<p>Amen</p>



<p>Gerne kommentieren, ergänzen&#8230;.</p>



<p>Foto von <a href="https://unsplash.com/@neal_johnson?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Neal E. Johnson</a> auf <a href="https://unsplash.com/de/s/fotos/christian-love?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></p>
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		<title>Barmherzigkeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Peschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Jun 2016 08:00:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Christentum]]></category>
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					<description><![CDATA[Predigt zu Lukas 6, 36-42 in der Südkirche, Esslingen-Piensauvorstadt am 19.06.2016 Einleitung Als wir den heutigen Predigtext im Mitarbeiterkreis des Makarios gelesen haben und unsere Gedanken miteinander geteilt haben, da war eine Aussage, dass dieser Bibeltext so gehaltvoll sei, dass...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading">Predigt zu Lukas 6, 36-42</h3>



<p>in der Südkirche, Esslingen-Piensauvorstadt am 19.06.2016</p>



<h3 class="wp-block-heading">Einleitung</h3>



<p>Als wir den heutigen Predigtext im Mitarbeiterkreis des Makarios gelesen haben und unsere Gedanken miteinander geteilt haben, da war eine Aussage, dass dieser Bibeltext so gehaltvoll sei, dass eigentlich ein Vers genug für eine Predigt wäre.</p>



<p>Im weiteren Sammeln und überlegen, ist uns dann aufgefallen, dass die Verse zwar für sich einzeln gelesen und verstanden werden können, aber dass erst in der Gesamtheit des Textes verstanden werden kann, was Jesus uns hier aufträgt.</p>



<p>Erstmal den Zusammenhang.</p>



<p>Lukas 6 ist ein Kapitel, in dem viele Aussagen Jesu zusammengefasst werden, ähnlich wie in Matthäus 5-7, der sog. Bergpredigt – wir haben den Anfang der Bergpredigt vorhin in der Schriftlesung gehört.</p>



<p>Der Predigttext ist eingebettet in die Seligpreisungen, einige Aussagen zur Feindesliebe und dass gesunde Bäume auch gute Früchte hervor bringen.</p>



<p>Wenn wir das im Gesamtzusammenhang anschauen, dann kann man sagen, dass Jesus zunächst Segen über seinen Jüngern ausspricht (Seligpreisungen), und dann ermahnt! Nämlich, wie sich ein Jünger gegenüber seinen Feinden und gegenüber seinem Nächsten, seinem Mitbruder (Mitschwester) verhalten soll. Abschließen tut Jesus dann mit dem Hinweis, dass wenn wir als seine Jünger Ihm nachfolgen, und damit auch tun, was er uns empfiehlt, dann werden wir auch gute Früchte (gutes Charaktereigenschaften) hervorbringen.</p>



<p>Doch nun will ich ihnen den Predigtext nicht länger vorenthalten:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><em>36 Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.<br>37 Und richtet nicht, so werdet ihr auch nicht gerichtet. Verdammt nicht, so werdet ihr nicht verdammt. Vergebt, so wird euch vergeben. 38 Gebt, so wird euch gegeben. Ein volles, gedrücktes, gerütteltes und überfließendes Maß wird man in euren Schoß geben; denn eben mit dem Maß, mit dem ihr messt, wird man euch wieder messen.<br>39 Er sagte ihnen aber auch ein Gleichnis: Kann auch ein Blinder einem Blinden den Weg weisen? Werden sie nicht alle beide in die Grube fallen? 40 Der Jünger steht nicht über dem Meister; wenn er vollkommen ist, so ist er wie sein Meister.<br>41 Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge und den Balken in deinem Auge nimmst du nicht wahr? 42 Wie kannst du sagen zu deinem Bruder: Halt still, Bruder, ich will den Splitter aus deinem Auge ziehen, und du siehst selbst nicht den Balken in deinem Auge? Du Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge und sieh dann zu, dass du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehst!</em></p>
<cite>Lukas 6, 36 &#8211; 42</cite></blockquote>



<p>Der erste Vers: Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist – gibt den Grundtenor des Textes wieder. Er ist wie eine Überschrift. Was dann folgen, sind praktische Beispiele und Begründungen. Jesus fordert uns auf, barmherzig zu sein – weil auch unser Vater im Himmel barmherzig ist. Und sogar noch mehr: Wir sollen barmherzig sein – so barmherzig, wie unser Vater im Himmel.</p>



<p>Als die ersten Missionare nach Germanien kamen, und versucht haben den Germanen zu erklären, dass Gott barmherzig ist, war schnell klar, dass die Germanen kein Wort kannten, dass das ausdrücken konnte. Die Germanen waren sozusagen ohne Barmherzigkeit. D.h. erst der christliche Glaube hat die Barmherzigkeit nach Germanien gebracht.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Missionare mussten das Wort Barmherzigkeit erschaffen!</h3>



<p>Das gibt es im übrigen auch heute noch, dass Bibelübersetzer neue Worte erschaffen müssen, damit sie in der Sprachen in die sie die Bibel übersetzen, das ausdrücken können, was in der Bibel steht.</p>



<p>Was nach diesem ersten, einleitenden Satz folgt, sind verschiedene praktische Anwendungen, wie Barmherzigkeit geübt werden kann.</p>



<p>Im ersten Vers heißt es: <i>37 Und richtet nicht, so werdet ihr auch nicht gerichtet. Verdammt nicht, so werdet ihr nicht verdammt. Vergebt, so wird euch vergeben.</i></p>



<p>Vor kurzem ist ins Makarios eingebrochen worden. Die Folgen sind vielfältig. Wir haben sicherheitshalber erstmal alle Wertgegenstände, die noch nicht gestohlen wurden, mitgenommen. Denn wenn einmal jemand einbricht, kann das ja wieder passieren. Unser Sascha, hat viele Stunden damit verbracht, den Einbruch der Polizei zu melden, Aussage machen usw. Aber darüber hinaus hat es uns als Team viele Stunden gekostet, weil wir überlegen mussten, wie wir in Zukunft einen Einbruch verhindern können. Ob wir einen Tresor anschaffen, welche Schlüssel fehlen usw.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Gnade Dir Gott</h3>



<p>Der erste Impuls von mir war: wenn ich den Typ zwischen die Finger bekommen, dann Gnade ihm Gott. Und als der Gedanke durch war, hab ich gemerkt – nein das kann und darf nicht sein. Weder will ich die Einbrecher verdammen, noch mich zur Richter aufspielen. Denn auch wenn ich selber noch nie irgendwo eingebrochen bin, so bin ich dennoch ein Sünder und auf die Barmherzigkeit Gottes angewiesen. Natürlich will ich trotzdem, dass die Täter gefasst werden, und dass sie eine gerechte Strafe bekommen. Aber das ist nicht meine Aufgabe. Das ist Aufgabe der Polizei, des Gerichtes und die Aufgabe Gottes.</p>



<p>Außerdem war uns allen klar: wir vergeben diesen Einbrechern. Vergeben für den Stress, vergeben für den Diebstahl, vergeben für die vielen zusätzlichen Stunden an Arbeit. Vergeben, weil auch ich Vergebung benötige. Immer und immer wieder.</p>



<p>Wenn man in so einer Situation, den Ärger hinter sich lassen kann, dann ist das im übrigen eine gute und wertvoll Entlastung.</p>



<p>Welche Situationen, welche Menschen kommen Ihnen in den Sinn, wenn sie diesen Vers hören? <i>Und richtet nicht, so werdet ihr auch nicht gerichtet. Verdammt nicht, so werdet ihr nicht verdammt. Vergebt, so wird euch vergeben.</i></p>



<p>Sind Sie bereit zu vergeben? Und wenn der Schmerz zu tief sitzt – und es gibt Dinge, die so tief verletzt haben, dass das mit der Vergebung ganz schön schwierig ist – also wenn der Schmerz zu tief sitzt, sind Sie dann bereit, dass Jesus in diese Situation kommt? Um den Schmerz zu nehmen und Vergebung zu ermöglichen? Oder halten Sie fest an dem was geschehen ist?</p>



<h3 class="wp-block-heading">Prinzip: Geben hilft, genug zu haben</h3>



<p>Dann geht Jesus noch einen Schritt weiter:</p>



<p><i>38 Gebt, so wird euch gegeben. Ein volles, gedrücktes, gerütteltes und überfließendes Maß wird man in euren Schoß geben; denn eben mit dem Maß, mit dem ihr messt, wird man euch wieder messen.</i></p>



<p>Jesus empfiehlt uns, großzügig zu geben. Da geht es nicht nur um Geld! Da geht es auch um Liebe, um Zeit, um Leidenschaft etc. und Jesus verheißt, dass je mehr wir geben, desto mehr werden wir wieder bekommen. Das ist ein himmlisches Prinzip! Jesus spricht darüber ja auch an anderen Stellen der Evangelien.</p>



<p>Ich weiß nicht, ob sie das Prinzip des 10ten kennen. Dieses Prinzip heißt, dass von allem was ich bekomme, zehn Prozent an Gott gehen. Mein Gehalt – zehn Prozent für das Reich Gottes investieren, z.B. indem ich es an meine Gemeinde und gute Projekte die ich unterstützen will, gebe. Meine Zeit – zehn Prozent meiner Zeit für das Reich Gottes zu investieren. Indem ich einen Mesnerdienst übernehme. Indem ich eine Jungschargruppe leite oder….</p>



<p>Dieses Prinzip kann man auf alle Bereiche des Lebens übertragen. Und was wir erleben werden ist, dass wir trotzdem keinen Mangel haben. Weder finanziell, noch zeitlich, noch in sonst einem Bereich. Im CVJM leben viele Mitarbeiter dieses Prinzip. Sie arbeiten unentgeltlich mit und geben dafür noch Geld in den CVJM. Und das Erstaunliche ist: selbst diejenigen, die finanziell nicht so üppig gesegnet sind, erleben die Versorgung Gottes.</p>



<p>Jesus fordert uns auf großzügig zu sein, nicht klein klein zu rechnen. Deshalb können wir selbst dann, wenn wir den 10ten praktizieren eine falsche Haltung haben. Nämlich dann, wenn wir meinen, wir wären ein besonders guter Christ weil wir das tun, oder weil wir zu kleinlich drauf schauen auch ja immer genau den 10ten zu geben. Wir leben hier in Deutschland in großem Reichtum. Trotzdem fällt es vielen Menschen schwer, großzügig zu sein. Ist doch merkwürdig.</p>



<p>Es ist eine Verheißung! Wer großzügig ist, wird auch großzügig belohnt. Wollen Sie der Verheißung neu glauben schenken?</p>



<h3 class="wp-block-heading">Blinde die Blinde führen?</h3>



<p>Im nächsten Vers zeigt Jesus auf, warum die obenstehenden Verhaltensweisen gut und richtig und wichtig sind:</p>



<p><i>39 Er sagte ihnen aber auch ein Gleichnis: Kann auch ein Blinder einem Blinden den Weg weisen? Werden sie nicht alle beide in die Grube fallen?</i></p>



<p>Die Frage Jesu ist rhetorisch. Jeder weiß die Antwort. NEIN. Ein Blinder kann keinem anderen Blinden den Weg weisen. Was will Jesus damit sagen?</p>



<p>Ist es nicht so, dass wir grundsätzlich den Aussagen Jesu zustimmen? Klar ist Vergebung gut und wichtig. Klar soll man nicht geizig sein. Ja, es ist richtig niemanden zu schnell zu verurteilen. Haben Sie gemerkt, wie ich die Aussagen Jesu abgeschwächt habe? Aus großzügig geben wird: „nicht geizig sein“. Aus nicht richten wird: „niemanden zu schnell verurteilen“. Ich merke an mir selber, dass diese Tendenz da ist. Es kommen mir Gedanken: „So genau kann man das doch nicht nehmen“. Oder: „Jesus meint das doch nicht so krass.“</p>



<p>Und in der täglichen Praxis ist es doch so, dass wir uns schnell selbst bemitleiden, weil man ungerecht behandelt wurde. Oder dass wir schnell dabei sind, jemanden zu beschimpfen, der mir auf den Geist geht. Das ist doch normal, oder? Wir wollen das vielleicht gar nicht, trotzdem passiert es immer wieder.</p>



<p>Wir sollten uns nichts vormachen – Jesus können wir eh nichts vormachen. Wir sollten ehrlich in den Spiegel schauen, oder uns von Jesus den Spiegel vorhalten lassen. Jesus ist barmherzig und wir dürfen mit unserem Versagen zu IHM kommen. Aber das können wir nur, wenn wir bereit sind unser Versagen zu erkennen und zu bekennen!</p>



<p>Jesus meint mit seiner Frage: <i>Kann auch ein Blinder einem Blinden den Weg weisen? Werden sie nicht alle beide in die Grube fallen? </i>, dass wenn wir uns nicht an das halten, was er uns empfiehlt (oder eher was Er uns befiehlt), dann sind wir Blinde. Und dann können wir uns nicht einbilden, jemand anderem sagen zu können, was richtig und falsch ist, oder im Bild zu bleiben, wo die Grube ist und wo nicht.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Jesus ist der Meister</h3>



<p>Und dann spricht Jesus über das Verhältnis von uns zu Ihm:</p>



<p><i>40 Der Jünger steht nicht über dem Meister; wenn er vollkommen ist, so ist er wie sein Meister.</i></p>



<p>Damit ist zum einen gesagt, dass Jesus vollkommen ist, und zum anderen wird deutlich: niemand von uns ist vollkommen, niemand weiß es besser als Jesus. Das unterstreicht nochmals das, was ich vorhin versucht habe zu verdeutlichen: Jesus weiß es! Er weiß was gut ist! Er weiß was richtig ist! Wir sollen ihm nachfolgen und nicht meinen, es besser zu wissen. Das ist sozusagen, die Ursünde der Menschheit, die in den ersten Kapiteln der Bibel beschrieben wird. Dass wir meinen, wie Gott zu sein, und entscheiden zu können, was gut ist und was böse ist. Und tatsächlich haben wir ein Urteilsvermögen! Doch wenn unser Urteilsvermögen über dem steht, was Gott sagt, was Jesus sagt, dann liegen wir falsch.</p>



<p>Der Abschluss der Rede, ist dann ein sehr bekannter Vers:</p>



<p><i>41 Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge und den Balken in deinem Auge nimmst du nicht wahr? 42 Wie kannst du sagen zu deinem Bruder: Halt still, Bruder, ich will den Splitter aus deinem Auge ziehen, und du siehst selbst nicht den Balken in deinem Auge? Du Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge und sieh dann zu, dass du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehst! </i></p>



<p>Dieser Vers fasst nochmals die Verse davor zusammen. Im Umgang mit unseren Nächsten geht es immer zuerst darum, wie wir sind! Bin ich barmherzig? Bin ich bereit zu vergeben? Verzichte ich darauf jemand anderen zu richten? Oder zu verdammen? Bin ich bereit großzügig zu geben?</p>



<p>Wir sind schnell dabei, die Fehler der Anderen zu erkennen. Wie kann man nur? Hast Du gehört, was der gemacht hat? Weißt Du, dass…..</p>



<p>Die Abschlussverse weisen uns darauf hin, dass wir zuallererst auf uns selber schauen sollen, auf das wie wir uns verhalten und erst dann auf unseren Nächsten.</p>



<p>Wenn Jesus uns auffordert zuerst den Balken aus dem eigenen Auge zu nehmen, dann hat das auch damit zu tun, dass wir vorher – also bevor wir den Balken aus unserem Auge gezogen haben &#8211; doch gar nicht den Splitter gescheit aus dem Auge des Gegenübers ziehen können. Denn solange wir in einem Auge einen Balken haben, sehen wir doch gar nicht gut genug. Mit einem Auge kann man nämlich nicht richtig dreidimensional sehen! Dafür braucht man beide Augen!</p>



<p>Was Jesus nicht möchte ist, dass wir die Fehler der Anderen benennen, ohne uns selber bewusst zu sein, dass auch wir Fehler haben. Wir sind eine Gemeinschaft von Sündern.</p>



<p>Was Jesus auch nicht möchte ist, dass wir alle Fehler unter eine Decke stopfen und sie einfach ignorieren. Oder dass wir Fehler bagatellisieren.</p>



<p>Jesus möchte dass wir uns unserer eigenen Unzulänglichkeit bewusst sind. Dann können wir auch mit der entsprechenden Barmherzigkeit, auf die Unzulänglichkeit des Anderen hinweisen. Jesus möchte, dass wir uns in die Situation unseres Nächsten hineindenken und versuchen zu verstehen, warum dieser so gehandelt hat, wie er es tut. Was nicht heißt, dass ich dann das gut finden muss, was dieser tut.</p>



<p>Aber, wenn ich mir meiner eigenen Fehler bewusst bin, dann werde ich barmherziger mit meinem Gegenüber sein. Ich sage hier deutlich bewusst: denn unbewusste, uneingestandene, vertuschte Fehler können zum Gegenteil führen. Dann muss der eigene Fehler im Anderen bekämpft werden. In der Psychologie spricht man vom dunklen Zwilling.</p>



<p>Der Schlüssel ist Nächstenliebe. Jesus sagt in Matthäus 22, dass das Gesetz erfüllt ist, durch die Liebe zu Gott und die Liebe zum Nächsten. Die Liebe zum Nächsten, das ist die Grundvoraussetzung, den Splitter im Auge des Anderen entfernen zu können.</p>



<p>„Nächstenliebe“ heißt im englischen: Christian Love.</p>



<p>Das bedeutet, dass die Nächstenliebe – die „Christian Love“ – ein Markenzeichen ist. Christen lieben ihren Nächsten. So wie wir Tempo sagen, wenn wir Papiertaschentuch meinen, ist die Nächstenliebe, die spezielle Liebe der Christen. Christen lieben ihren Nächsten.</p>



<p>Lassen sie uns Täter sein, nicht nur Hörer. Damit Nächstenliebe und Barmherzigkeit nicht nur Worte im christlichen Vokabular sind, braucht es uns!</p>



<p>Amen</p>



<p>Foto von <a href="https://unsplash.com/@giulia_bertelli?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Giulia Bertelli</a> auf <a href="https://unsplash.com/de/s/fotos/compassion?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></p>
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