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	<title>Taufe &#8211; jesus-follower.xyz</title>
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		<title>Konfirmations &#8211; &#8222;predigt&#8220; &#8211; Ansprache</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Peschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 May 2013 09:58:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[Predigt]]></category>
		<category><![CDATA[Auferstehung Jesu]]></category>
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<p>Liebe Festgemeinde,</p>



<p>Laut dem Ergebnis einer Umfrage in Deutschland, antworten ca. 60% der in Deutschland lebenden Menschen auf die Frage, ob sie an Gott glauben mit Ja. Wer dieser Gott ist, wie sich der Befragte diesen Gott vorstellt, ist dabei noch völlig offen.</p>



<p>Auf die Frage, ob sie an die Auferstehung Jesu glauben, antworten nur noch 34% der Befragten mit Ja. Die Auferstehung Jesu ist der Kern des christlichen Glaubens. Ohne den Glauben an die Auferstehung Jesu gibt es kein Christentum.</p>



<p>Wenn ich Euch Konfirmanden oder Ihnen, liebe Festgemeinde, eine dieser Fragen stellen würde, wie würdet ihr, wie würden Sie antworten?</p>



<p>Wir sind heute hier, und erleben die Konfirmation von neun jungen Menschen. Wir haben gemeinsam mit den Konfirmanden das christliche Glaubensbekenntnis gesprochen. Können Sie glauben, was Sie da sprechen? oder sind es nur Worte? oder sprechen Sie gar nicht erst mit? und wie ist es mit euch liebe Konfis?</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ist es noch zeitgemäß, an Jesus zu glauben? </h3>



<p>an die Auferstehung? an Wunder? oder an einen Gott, der ganz persönlich jedem Menschen begegnen will?</p>



<p>Auf die Frage, wie sich die Menschen Gott vorstellen antworten</p>



<p>17%, dass Gott ein Geheimnis sei,</p>



<p>15% sind der Meinung Gott sei der Schöpfer,</p>



<p>12% halten Gott für eine Idee,</p>



<p>für 9% ist Gott der Sinn des Lebens und ganze 8% sagen, dass Gott = Vater, Sohn und Heiliger Geist sei.</p>



<p>d.h. nur 8% derjenigen, der Befragten die an Gott glauben &#8211; glauben an einen Gott, wie er uns in der Bibel vorgestellt wird. An einen christlichen Gott.</p>



<p>Ich weiß nicht, welcher Gottesvorstellung Sie anhängen! Ich frage mich, wie viel Prozent von uns, die wir heute hier in einem christlichen Gottesdienst sind glauben an diesen christlichen Gott?</p>



<p>Im Konfirmandenunterricht haben wir versucht, das Bild des christlichen Gottes euch Konfirmanden auf zu zeigen, zu vermitteln, wer und wie dieser Gott ist. Und vielleicht fragen Sie sich, ob das so wichtig ist. Ist doch eh alles das Gleiche. Hauptsache man glaubt an Gott und ist ein guter Mensch. Bei unseren Konfirmanden war dieses Verständnis zumindest am Anfang, recht deutlich heraus zu hören.</p>



<p>Doch die Bibel sieht das anders. Das ist kein christliches Verständnis von Gott!</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie versteht die Bibel Gott und Christsein?</h3>



<p>Im Christentum ist Jesus das Zentrum. Jesus ist die Person, an der sich die „Geister“ scheiden. Wer an Jesus glaubt, Jesus nachfolgt, der ist Christ. Wer das nicht tut, ist es nicht! Da kommt es nicht darauf an, ob man ein guter Mensch ist &#8211; was ist überhaupt ein guter Mensch? Es kommt nicht darauf an, ob man an Gott glaubt oder nicht. Jesus war, ist und bleibt diejenige Person, auf die es ankommt.</p>



<p>Warum ist das so?</p>



<p>In Jesus ist Gott selber Mensch geworden. Das müssen Sie sich bildlich vorstellen! In Jesus ist Gott Mensch geworden. Ich möchte diese Tatsache mit einer kurzen Geschichte verdeutlichen:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Es kam der Oberförster in den Wald und sah, dass seine Ameisen auf Wanderschaft zu einem großen Gebirgsbach sind. Er hatte Angst um sie, dass sie in den Tod laufen, schließlich waren sie für die Ökologie des Waldes unabdingbar. Also überlegte er, wie er die Ameisen hindern könnte, in den Tod zu laufen. Zuerst stellte er seinen Fuß in den Weg. Doch die Ameisen liefen einfach darüber weg. Der Oberförster merkte, dass die Ameisen nicht verstanden, was er bezwecken wollte. Also legte er einen großen Stein auf den Weg. Doch auch der Stein hinderte die Ameisen nicht daran, ihren Weg zum Bach fortzusetzen. Sie wunderten sich nur, dass es plötzlich kalt unter ihren Füßen wurde, bedingt durch den großen Stein, und dass sie einen &#8222;Umweg&#8220; laufen mussten. So ging es immer weiter. Der Oberförster versuchte alles Mögliche um die Ameisen von ihrem gefährlichen Weg abzubringen, bis er entschied selbst eine Ameise zu werden.</p>



<p>Doch als er als Ameise die erste Ameise anspricht: &#8222;Stopp, bleib stehen! Ich bin der Oberförster und habe die Übersicht. Wenn ihr hier weiter lauft, lauft ihr direkt in den Bach und somit in den sicheren Tod&#8220;. Da lachten die Ameisen. &#8222;Du bist eine Ameise wie wir und nicht der Oberförster, das ist doch nun ganz eindeutig zu sehen&#8220;. &#8222;Doch, ihr müsst mir glauben, ich will doch nur euer Bestes&#8220; &#8222;Du spinnst ja!&#8220; sagten ihm da die Ameisen. &#8222;Nein, ich will euer Leben retten und euch den richtigen Weg zeigen! Ich bin der Oberförster. Ich bin so geworden wir ihr, eine Ameise, weil ihr mich auf keine andere Art verstehen könnt. Wenn ihr mir folgt, führe ich euch in Sicherheit, ihr müsst nur einfach hinter mir hergehen&#8220;. Einige der Ameisen glaubten ihm und gingen ihm hinterher, aber nicht unwesentlich wenige ignorierten die Ameise, die ja eigentlich ein Oberförster ist, und sie liefen in den sicheren Tod.</p>
</blockquote>



<p>Gott wurde Mensch, wurde Jesus. Es war Gottes eigene Wahl, Sich selbst für uns hinzugeben, damit wir gerettet werden können. Von Mensch zu Mensch, auf gleicher Ebene hat ER sich uns Menschen gezeigt. Er kam, um uns vor dem Tod zu bewahren.</p>



<p>Ich fasse in drei Punkten zusammen:</p>



<p>a) Der christliche Glaube ist keine Religion – denn Religion dient dazu, etwas zu tun, damit man erlöst oder gerettet wird – im christlichen Glauben – durch den Glauben an Jesus &#8211; kann man aber nur erlöst werden und nichts dazu beitragen.</p>



<p>b) Der christliche Glaube hängt nicht an Dogmen – an Lehrsätzen, was ist richtig und was ist falsch. Der christliche Glaube hängt einzig und alleine an Jesus Christus.</p>



<p>c) Der christliche Glaube ist keine Einstellung, Haltung oder Überzeugung – der christliche Glaube ist eine Beziehung, eine Beziehung zum lebendigen Gott, der sich in Jesus Christus offenbart hat.</p>



<p>Dies kann man in der Bibel alles nachlesen. Und vielleicht haben Sie ja Lust und greifen heute Abend zu ihrer Bibel und fangen mal an zu lesen – am besten Sie fangen mit dem neuen Testament an, dort stehen die Geschichten mit Jesus.</p>



<p>Ich möchte das Gesagte noch durch eine Lebensgeschichte eines Jugendlichen aus dem Jugendhaus ergänzen, Name und einige Fakten sind geändert, um die Privatsphäre zu schützen:</p>



<h3 class="wp-block-heading">Gott kennen lernen</h3>



<p>Mrko nenne ich ihn mal – ist ein ganz normaler Jugendlicher aus der Pliensauvorstadt. Er kommt ins Makarios, er hat Migrationshintergrund, er geht in die Hauptschule. Er zeigt sich nicht sonderlich interessiert an dem, was wir im Makarios über Jesus erzählen. Er sieht sich selber als Christ – denn er ist getauft und irgendwie glaubt er ja auch.</p>



<p>Als er volljährig wird, geht er zum Militär – im Land seiner Eltern. Schon bald darauf kommt es dort zum Krieg! Und er wird in diese Auseinandersetzung hineingezogen. Er erlebt fürchterliches. Aber er überlebt.</p>



<p>Als er wieder in Deutschland ist, beginnt er eines Abends in der Bibel zu lesen. Und liest solange weiter, bis er damit fertig ist. Er sagt später: „Ich konnte nicht mehr aufhören. Ich habe gespürt, dass in diesem Buch wichtige Dinge für mich stehen und so hab ich immer weiter gelesen.“</p>



<p>Heute weiß er, was es heißt Christ zu sein. Damals war er getauft – heute liest er täglich in der Bibel, betet und versucht sein Leben nach Jesus auszurichten. Damals war Gott ein fernes Wesen für ihn. Heute kennt er Gott als Jesus Christus, seinen ganz persönlichen Herrn, Retter und Erlöser.</p>



<p>Jesus Christus lebt – Er ist erfahrbar. Jesus ist erfahrbar, so wie Mrko Jesus erfahren konnte, indem er die Bibel gelesen hat. Aber es gibt auch noch viele andere Möglichkeiten Jesus kennen zu lernen.</p>



<p>Auf unserem Konfirmandenwochenende hatten wir einen Gebetsabend. Dort haben einige Konfis diese Entscheidung für Jesus, schon ganz persönlich – zwischen sich und Jesus getroffen, indem sie einen Fingerabdruck unter ein Gebet gestempelt haben.</p>



<p>Mit diesem Gebet haben sie Jesus Christus als Herrn anerkannt und sich vorgenommen, Jesus nach zu folgen.</p>



<p>Wenn unsere Konfirmanden sich heute konfirmieren lassen, dann sagen sie Ja zu ihrer Taufe, Ja zu Jesus &#8211; dann ist das für einige der erste Schritt zum Christsein, der erste Schritt in der Nachfolge Jesu Christi. Für andere die öffentliche Variante ihrer Entscheidung vom Gebetsabend, wo sie das Gebet mit ihrem Fingerabdruck gestempelt haben.</p>



<p>Denn die Entscheidung Jesus nach zu folgen, muss in einem Leben, immer wieder neu getroffen werden.</p>



<p>Und übrigens, solange man lebt, ist es nie zu spät eine solche Entscheidung zu treffen. Ich lade Sie ein, wenn die Konfirmanden nachher mit ihrem Ja ihre Taufe bestätigen, zu überlegen, ob Sie nicht im Herzen mitsprechen wollen. Gemeinsam mit den Konfirmanden, ein erneutes Ja zu ihrer Taufe, zu Jesus zu sagen.</p>



<p>Amen</p>



<p>Bibelstellen:</p>



<p>Mk 16,16 Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet werden. Wer aber nicht glaubt, wird verurteilt werden.</p>



<p>Röm 5,8 Gott hingegen beweist uns seine Liebe dadurch, dass Christus für uns starb, als wir noch Sünder waren.</p>



<p>Joh 3,16 Denn Gott hat der Welt seine Liebe dadurch gezeigt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab, damit jeder, der an ihn glaubt, das ewige Leben hat und nicht verloren geht.</p>



<p>1.Tim 2,5 Es gibt nämlich nur einen Gott, und es gibt auch nur einen Vermittler zwischen Gott und den Menschen – den, der selbst ein Mensch ´geworden` ist, Jesus Christus.</p>



<p>Joh 14,6 »Ich bin der Weg«, antwortete Jesus, »ich bin die Wahrheit, und ich bin das Leben. Zum Vater kommt man nur durch mich.</p>



<p>Joh 10,10 Ich aber bin gekommen, um ihnen Leben zu bringen – Leben in ganzer Fülle</p>



<p>Foto von <a href="https://unsplash.com/@benwhitephotography?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Ben White</a> auf <a href="https://unsplash.com/de/s/fotos/knowing-god?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></p>
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		<title>Taufpredigt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Peschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Mar 2013 10:17:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Christentum]]></category>
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					<description><![CDATA[Diese Predigt wurde am 24.03.2013 in der ev. Südkirche, in Esslingen-Pliensauvorstadt gehalten. Anlass war die Taufe eines Besuchers unseres Jugendtreff Makarios und dessen Schwester. Was ist eine Taufe? Als ich ein kleiner Junge war, habe ich im Fernsehen eine Schiffstaufe...]]></description>
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<p>Diese Predigt wurde am 24.03.2013 in der ev. Südkirche, in Esslingen-Pliensauvorstadt gehalten. Anlass war die Taufe eines Besuchers unseres Jugendtreff Makarios und dessen Schwester.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was ist eine Taufe?</h2>



<p>Als ich ein kleiner Junge war, habe ich im Fernsehen eine Schiffstaufe gesehen. Haben Sie ja sicherlich auch schon mal. Sekt wird gegen die Schiffswand geworfen, der Name des Schiffes wird genannt und dann rutscht das Schiff ins Meer. Für mich war der Bezug zur Menschentaufe nicht weit und von diesem Moment an dachte ich, dass eine Menschentaufe bedeutet, dass man einem Baby einen Namen gibt – bis es getauft ist – so meine Denke – hat das Kind keinen Namen.</p>



<p>Selbst als ich 13 Jahren Christ geworden war – und ich die Taufe in der Kirche mit meinem Glauben an Jesus zusammenbrachte, war mir noch nicht ganz klar, was da eigentlich geschieht, wenn ein Baby – oder so wie heute hier M. und M. – in der Kirche getauft werden. Wir werden es nachher live erleben: Getauft wird auf den Namen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, soviel ist vermutlich den meisten von uns klar – aber was bedeutet das denn?</p>



<p>Die Taufe hat mehrere Bedeutungen und ich habe mal versucht einige wesentliche Punkte in meiner Ansprache einzubauen:</p>



<p><strong>1. ADOPTION</strong></p>



<p>Taufe ist wie eine Adoption. Die Eltern haben sich bereits entschieden das Kind zu adoptieren und warten sehnsüchtig darauf, dass das Kind sein Ja dazu gibt. Kleinere Kinder können noch kein eigenes Ja sagen – da müssen dann gesetzliche Vertreter entscheiden, ob das i.O. Ist oder nicht. Ältere Kinder können aber mit entscheiden. Rechtlich ist das Kind im Moment der Adoption bereits vollkommen das Kind Eltern – dass das Kind dann irgendwann einmal die Eltern auch als Mama und Papa ansieht und sie so nennt, ist ein Prozess, der dauern kann.</p>



<p>In der Parallele zur Taufe:</p>



<p>Der Täufling bekommt mit der Taufe sozusagen den Namen Gottes – wird also Mitglied in der Familie Gottes – wird ein Kind Gottes. Rechtlich wird der Täufling mit seiner Taufe zu einem Mitglied. Und weil man ihn nicht fragen kann – entscheiden Eltern und Paten für das Baby. Dass der Täufling dann einmal Gott als seinem Vater im Himmel erkennt und sich ihm zuwendet, ist dann auch ein Prozess – begleitet durch Konfirmandenunterricht und Menschen, die beten und dazu helfen.</p>



<p>M. – Kind des lebendigen Gottes</p>



<p>M. – Kind des lebendigen Gottes</p>



<p><strong>2. ZEICHEN</strong></p>



<p>Die Taufe ist ein sichtbares Zeichen. Wir Menschen brauchen oftmals ein äußerlich sichtbares Zeichen für eine Sache, die eigentlich klar ist. Bei einer Hochzeit braucht es eine Feier, und die Ringe, die anzeigen, dass man zueinander gehört. Bei einem Fußballspiel braucht es die Fahne oder den Schal um anzuzeigen, welches Team man unterstützt.</p>



<p>Die Taufe ist ein Zeichen für die Zusage Gottes, den Menschen um Jesu willen alle Fehltritte, oder im biblischen Jargon gesprochen, alle Sünde zu vergeben. Die Taufe ist ein Zeichen für die Gnade Gottes. In der Taufe sagt Gott: egal was Du getan hast, egal was bisher war: ich vergebe Dir. Und bitte bedenken Sie: Vor Gott sind wir alle Sünder – so gut und gerecht wir uns auch fühlen mögen!</p>



<p><strong>3. VERTRAG</strong></p>



<p>Die Taufe ist ein Bund, ein Vertrag mit Gott. Und wie bei einem Vertrag, tragen beide beteiligten Parteien dazu bei, dass der Vertrag erfüllt wird. Mit ihrer Unterschrift sagen sie: ich habe die feste Absicht, das zu tun was ich mit Dir vereinbart habe.</p>



<p>Bei der Taufe verspricht der Täufling Gott, dass er täglich der Sünde widerstehen will – er verspricht, sich der Sünde zu „verweigern“.</p>



<p>Und Gott – als der andere Vertragspartner &#8211; verspricht, dem Täufling, dass er ihm dort vergibt, wo dem Täufling der Widerstand gegen die Sünde nicht gelingt.</p>



<p><strong>4. BEERDIGUNG UND AUFERSTEHUNG</strong></p>



<p>Die Taufe ist eine Beerdigung. &#8211; nicht erschrecken, damit haben sie jetzt vermutlich nicht gerechnet. Aber es ist nahe dran.</p>



<p>Die Taufe ist Symbol dafür, dass der alte Mensch stirbt – der Mensch, der wir waren, bevor wir Jesus kennen gelernt haben &#8211; und nun ein neuer Mensch neu geboren wird, der Mensch der mit und in Jesus Christus lebt. Auch wenn das brutal klingt: es ist wie wenn der Täufling im Wasser ersäuft wird – und durch Jesus neues Leben bekommt. Durch die Taufe findet die Wiedergeburt als Kind Gottes statt.</p>



<p><strong>5. UNTER WESSEN HERRSCHAFT STEHE ICH</strong></p>



<p>Die Taufe ist auch ein Zeichen der Herrschaftszugehörigkeit. Ein D auf dem Auto zeigt an, dass es aus Deutschland kommt. Das ist zunächst nur mal eine Aussage. Ein deutscher Reisepass allerdings, zeigt an, dass der Besitzende ein deutscher Staatsbürger ist und damit auch unter dem Schutz des deutschen Rechtes steht – sowie in Notfällen mit der Rettung oder zumindest Hilfe, durch die deutsche Regierung rechnen darf.</p>



<p>Die Taufe ist ein äußeres Zeichen der Abwendung vom Bösen. Die Taufe zeigt an, dass der Täufling nun mit der Staatsbürgerschaft: Reich Gottes ausgestattet ist. Mit der Taufe begibt sich der Täufling unter die Herrschaft und den Schutz seines lebendigen Gottes.</p>



<p>Mit der Taufe ist von Gottes Seite her alles Nötige getan – es braucht nur noch das Ja des Täuflings – das Ja, das Marcel und Melanie heute sagen wollen und das die als Babys getauften bei ihrer Konfirmation bestätigen sollen.</p>



<p>Ja zur Adoption</p>



<p>Ja zur Gnade Gottes</p>



<p>Ja zum Bund mit Gott</p>



<p>Ja zum Tod des alten Menschen und Ja zum Leben des neuen Menschen</p>



<p>Ja zur Herrschaft Gottes im eigenen Leben</p>



<p>Doch lassen wir uns nicht täuschen, die Taufe ist kein einmaliges Geschehen, sondern braucht immer wieder neu die Entscheidung, das Leben mit Jesus leben zu wollen.</p>



<p>Dieser Aspekt – dass wir immer wieder neu eine Entscheidung treffen müssen zu Jesus zu gehören &#8211; wird auch in unserem Predigttext, bzw. in dem Absatz direkt davor deutlich: Im Evangelium des Johannes, im 16. und 17. Kapitel redet Jesus mit seinen Jüngern. Sie sagen zu Jesus, dass sie glauben, dass er der Sohn Gottes sei. Die Jünger haben also erkannt, dass Jesus der Messias ist, der Retter auf den das jüdische Volk schon so lange gewartet hat. Doch was sagt Jesus dazu? Sagt er: Klasse, endlich habt ihr es gecheckt? Nein. Jesus weiß, dass sie schon bald – bei seiner Gefangennahme – davon laufen werden. Und dennoch oder gerade deshalb, spricht Jesus ihnen Mut zu, und Trost – Jesus sagt: Seid beruhigt und im Frieden – egal was um euch herum ab geht, fürchtet euch nicht, denn ich – Jesus – habe die Welt besiegt.</p>



<p>Es ist bei uns oft so nah beieinander: Glaube und Unglaube, Glaubensmut und Feigheit.</p>



<p>Und doch gilt diese Zusage Jesu für uns Alle: als Christen, als Jesu Nachfolger ist Jesus auch dann bei uns, wenn wir versagen!</p>



<p>Im Predigttext geht es dann so weiter, &#8211; und weil wir den Abschnitt bereits vorher in der Schriftlesung gehört haben verzichte ich darauf, den Text nochmal vorzulesen – im Predigttext ist es so, dass kurz vor seiner Gefangennahme, Jesus noch einmal ins Gebet geht. Das Ziel seines Gebetes ist es, dass die Herrlichkeit Gottes des Vaters allen Menschen bekannt wird. Denn das ist es, was Jesus möchte: dass wir Menschen durch und in ihm (Jesus), den Vater im Himmel erkennen.</p>



<p>Jesus betet, wie es gewesen ist: Nämlich, dass Jesus seine Jünger von Gott seinem Vater erhalten hat. Dass diese Jünger erkannt haben, dass das was Jesus sagt und tut tatsächlich im Sinne Gottes ist. Dass diese Jünger sich nach dem Wort Gottes ausrichten. Und dass diese Jünger glauben und erkannt haben, dass Jesus im Auftrag Gottes zum Menschen geworden ist.<sup class="modern-footnotes-footnote ">1</sup></p>



<p>Ich versuche das mal in fünf Aussagen zu fassen, denn das gilt auch heute noch für alle Christen, denn als Christen sind wir Jünger Jesu.</p>



<p><strong>1. Wir haben keinen Grund stolz zu sein, Christen zu sein</strong> – denn es ist nicht unser Verdienst, sondern der Verdienst Gottes. Es ist ein Vorrecht – aber keines das wir uns verdient haben. Er hat uns erwählt!</p>



<p>Wenn wir im Makarios mit z.B. muslimischen Jugendlichen über den Glauben reden, dann stehen wir zu unserer Überzeugung, dass es nur in Jesus ewiges Leben gibt. Denn das ist es, was in der Bibel steht. Wenn aber jemand diese Überzeugung nicht teilt, dann ist er uns trotzdem gleich willkommen wie derjenige, der dies tut. Wir respektieren den Glauben oder Unglauben des Anderen.</p>



<p><strong>2. Wir sollten uns mit Freude und Überzeugung nach dem Wort Gottes richten,</strong> denn das ist die Grundlage für unser Leben. Und die Bibel hat viel zur persönlichen Gestaltung des Lebens zu sagen. Lassen wir zu, dass das was die Bibel für richtig hält ganz anders ist als das was wir bisher denken? Oder als das was die Gesellschaft für richtig erachtet? Es lohnt sich rein zu lesen.</p>



<p><strong>3. Wir dürfen und sollen Glauben, dass das was Jesus getan und gesagt ha</strong>t, wirklich das ist, was Gott ihm aufgetragen hat. Jesus sagt an einer Stelle (Joh.5,19), dass er nur das tut, was er von seinem Vater im Himmel sieht. Jesus ist entweder der Sohn Gottes oder ein Betrüger. Es gibt nichts dazwischen. Denn wer so redet, wie Jesus es tat, ohne dass er diese Legitimation – nämlich Sohn Gottes zu sein &#8211; hat, der ist ein Betrüger.</p>



<p>Glauben wir an Jesus den Sohn Gottes &#8211; KEIN Betrüger.</p>



<p><strong>4. In Jesus Christus ist Gott Mensch geworden.</strong> Jesus ist nicht nur ein Vorbild. Jesus ist nicht nur ein Mensch, dem es besonders gut gelungen ist, ein guter Mensch zu sein. Jesus ist der Sohn Gottes – gezeugt und nicht geschaffen – heißt es im nicänischen Glaubensbekenntnis. Das bedeutet: ganzer Mensch und trotzdem ganzer Gott!</p>



<p><strong>5. Und als Christen gehören wir IHM -Jesus.</strong> Gott der Vater hat uns Menschen diesem Jesus anvertraut. Er ist für uns da und wird für uns sorgen.</p>



<p>Vielleicht ist es so, dass Sie einige oder auch viele meiner Aussagen nicht so recht glauben können oder gar ablehnen. Mag sein, Sie haben ganz andere Erfahrungen gemacht, sie sind von Christen verletzt worden oder vom christlichen Glauben enttäuscht. Wie es auch ist: ich glaube, dass es sich lohnt, sich neu auf Jesus einzulassen und mit ihm den Lebensweg weiter zu gehen. Versuchen Sie es. Suchen sie das Gespräch mit Menschen, die Jesus kennen und zu denen sie vertrauen haben. Lesen Sie die Bibel. Lassen Sie für sich beten – beten sie selber. Dass Jesus wirklich lebt, davon bin ich überzeugt, das wird für jeden erlebbar, der sich auf den Weg macht.</p>



<p>Amen</p>



<p>Foto von <a href="https://unsplash.com/@joshapplegate?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Josh Applegate</a> auf <a href="https://unsplash.com/de/s/fotos/baptism?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></p>
<div>1&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Johannes 17ff</div>]]></content:encoded>
					
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