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	<title>Zehn Gebote &#8211; jesus-follower.xyz</title>
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	<title>Zehn Gebote &#8211; jesus-follower.xyz</title>
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		<title>Gottesbegegnung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Peschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Aug 2014 11:00:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Predigt]]></category>
		<category><![CDATA[2.Mose 24]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrfurcht]]></category>
		<category><![CDATA[Furcht Gottes]]></category>
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					<description><![CDATA[Predigt im eAg am Sonntag 03.August 2014 Hier das Audio Gerade erst war er ins Lager zurück gekehrt. Er war müde und gleichzeitig unendlich glücklich. Zusammen mit 70 anderen Verantwortlichen war er auf dem Berg gewesen und dort hatten sie...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Predigt im <a rel="noopener" href="http://www.einanderergottesdienst.de/" target="_blank">eAg</a> am Sonntag 03.August 2014</p>



<p><a href="https://einanderergottesdienst.org/de/predigt/predigtarchiv/sermon/70-was-gilt" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hier das Audio</a></p>



<p>Gerade erst war er ins Lager zurück gekehrt. Er war müde und gleichzeitig unendlich glücklich. Zusammen mit 70 anderen Verantwortlichen war er auf dem Berg gewesen und dort hatten sie den HERRN Jahwe gesehen. Ihn – den Herrn – zu beschreiben war unmöglich. Aber zu Seinen Füssen war die Erde ganz in Kristallblau getaucht &#8211; wie bei einem klaren Himmel.<br>Es war beglückend, aber auch angsteinflößend in Seiner Nähe zu sein. Sie alle wußten, dass die Gegenwart Gottes sie alle vernichten konnte. Und dennoch genossen sie die Zeit in der Nähe Gottes. Und als sich Gott schließlich von ihnen entfernte, da hatten sie Hunger und Durst gehabt. Deshalb hatten sie reichlich gegessen und getrunken. Der Wein und das Brot war unbeschreiblich lecker – das köstlichste Mahl, dass sie jemals gegessen hatten. Und während sie aßen, versuchten, sie das was sie erlebt hatten zu verstehen. Aber es war ihnen nicht wirklich gelungen.<br>Doch jeder wußte: dieses Erlebnis würden sie niemals vergessen. Danach waren sie zurück ins Lager Israels gegangen.</p>



<p>Kaum waren sie im Lager angekommen, hatte er wieder die Stimme Gottes gehört. Und diese Stimme sagte, dass er wieder auf den Berg steigen sollte. Was würde dort geschehen? Hatte er durch irgendetwas das er getan hatte, oder auch nicht getan hatte, Gott erzürnt? Nein, in seinem Inneren hatte er Klarheit. Gott wollte ihm die Gebote aushändigen. Nicht so wie sie die Gebote bisher kannten. Bisher hatte er Mose, sie als Sprachrohr Gottes dem Volk bekannt gegeben. Diesmal wollte Gott die Gebote auf Steintafeln geschrieben dem Volk geben. Gott wollte, dass seine Gebote immer wieder nachlesbar waren, dass sie nicht vergessen werden konnten. Gott wollte, dass das Volk von Ihm Jahwe selber die Gebote bekam und nicht nur durch ihn &#8211; Mose &#8211; den Mittler zwischen Volk und Gott.</p>



<p>Wenn Gott ruft, dann musste er gehen, das war klar. Der Weg würde beschwerlich werden. Er wußte nicht, wie lange er fort bleiben würde. Waren es einige Tage? oder länger?</p>



<p>So rief er seinen Diener Josua, dass er einen Sack mit Essen und Trinken packte. Dann rief er die Sippenoberhäupter zusammen und erklärte, dass er mit Josua noch einmal auf den Berg gehen würde. Sie sollten warten, bis sie zurück kommen. Und solange er weg war, sollten Aaron und Hur die Leitung haben.</p>



<p>Sobald die notwendigen Vorkehrungen getroffen waren, machten sich Mose und Josua auf den Weg. Als sie bereits eine größere Strecke zurück gelegt hatten, sahen sie eine dichte Wolke die sich auf den Berg senkte und den Gipfel des Berges bedeckte. Die Herrlichkeit Gottes war deutlich zu spüren. Es war ein Gefühl von Ehrfurcht und Sehnsucht und dort ist gut sein. Doch die Furcht vor dem Herrn überwog. Mose wagte es nicht, in die Wolke zu gehen. So lagerten sie in Sichtweite der Wolke und warteten. Sechs Tage warteten sie. Sechs Tage der Stille, sechs Tage der Besinnung, der Reinigung, der Ausrichtung auf Gott. Sechs Tage, in denen sie auf sich selbst geworfen waren. In denen sie sich mit ihren Gefühlen, Ängsten, mit ihren Hoffnungen und Befürchtungen, auseinander setzen mussten. Dann endlich, am siebten Tag rief Gott Mose zu sich.</p>



<p>Während Mose und Josua auf dem Berg warteten, sahen die Israeliten im Lager unten am Berg, mit großem Erstaunen zum Berg hinauf. Der Berg brannte. Es erschien ihnen so, als ob Flammen vom Berg züngelten. Sie wußten nicht was das bedeutete. Sie ahnten lediglich, dass es die Herrlichkeit Gottes war, die sie sahen. Und sie stellten sich die Frage, ob Mose dies tatsächlich überleben könne. Die Herrlichkeit Gottes erschien ihnen wie Feuer, und nicht wie Mose und Josua wie eine Wolke.</p>



<p>Und als Gott Mose am siebten Tag rief, machte dieser sich auf und ging in die Wolke hinein, weiter zum Gipfeln hinauf. Dort blieb er 40 Tage und 40 Nächte. 40 Tage und 40 Nächte in der unmittelbaren Gegenwart Gottes. Was dort genau passierte, konnte Mose später nicht erklären und auch nicht beschreiben. Gott redete. Mose hörte zu und genoß die Gegenwart Gottes.</p>



<p>Mose kamen diese 40 Tage und Nächte vor wie einige wenige Stunden. Er hatte kein Bedürfnis zu schlafen, zu essen oder zu trinken. Um nichts in der Welt wollte er die Gegenwart Gottes wieder vermissen. Und als er am Ende die beiden Tafeln mit den Geboten bekam, hatte er auch noch allerlei Anweisungen rund um den Gottesdienst erhalten.</p>



<p>Doch er musste zurück. Zurück zu seinem Volk, dem Volk Gottes Israel. Das Ende kam abrupt. Der Herr Jahwe war zornig. Jahwe schickte Mose zurück zum Volk, denn das Volk hatte gesündigt und den Bund mit seinem Gott verraten. Mose musste für das Volk um Gnade bitten, sonst wäre die Geschichte Israels zuende gewesen. Doch das ist eine andere Geschichte.<sup class="modern-footnotes-footnote ">1</sup></p>



<p>Diese Geschichte hat in der Bibel nur wenige Verse. Ich habe mir erlaubt diese etwas auszuschmücken, zu ergänzen, zu glätten und auch bereits ein wenig zu deuten bzw. zu interpretieren. In einem Gottesdienst ist es aber richtig, das Original zu hören und das möchte ich ihnen nun nicht vorenthalten:</p>



<p>Der Text steht in 2.Mose 24, 12 ff<br>&#8222;<em>Und der HERR sprach zu Mose: Komm herauf zu mir auf den Berg und bleib daselbst, dass ich dir gebe die steinernen Tafeln, Gesetz und Gebot, die ich geschrieben habe, um sie zu unterweisen. Da machte sich Mose auf mit seinem Diener Josua und stieg auf den Berg Gottes. Aber zu den Ältesten sprach er: Bleibt hier, bis wir zu euch zurückkommen. Siehe, Aaron und Hur sind bei euch; hat jemand eine Rechtssache, der wende sich an sie. Als nun Mose auf den Berg kam, bedeckte die Wolke den Berg, und die Herrlichkeit des HERRN ließ sich nieder auf dem Berg Sinai, und die Wolke bedeckte ihn sechs Tage; und am siebenten Tage erging der Ruf des HERRN an Mose aus der Wolke. Und die Herrlichkeit des HERRN war anzusehen wie ein verzehrendes Feuer auf dem Gipfel des Berges vor den Israeliten. Und Mose ging mitten in die Wolke hinein und stieg auf den Berg und blieb auf dem Berge vierzig Tage und vierzig Nächte.</em><br>Dann geht es weiter in 2.Mose 31, 18<em> Und als der HERR mit Mose zu Ende geredet hatte auf dem Berge Sinai, gab er ihm die beiden Tafeln des Gesetzes; die waren aus Stein und beschrieben von dem Finger Gottes.</em>&#8222;</p>



<p>Für mich sind die zentralen Themen sowohl dieses Textes, als auch der Texte drum herum, die Frage nach der Gottesbegegnung bzw. der Gegenwart Gottes und damit verbunden der Herrlichkeit Gottes.</p>



<p><strong>1. Gottesbegegnung ist nicht planbar</strong><br>Mose plant die Gottesbegegnung nicht. Er wird in die Gottesbegegnung gerufen! Doch als er Gottes Stimme hört, beginnt er zu organisieren und die nächsten Schritte die nötig sind zu planen.</p>



<p>Auch wir können eine Gottesbegegnung nicht planen oder produzieren. Eine Gottesbegegnung ist immer ein Geschenk Gottes an uns. Aber wir können den Ruf Gottes hören oder überhören. Wir können eine Gottesbegegnung verpassen! Damit wir eine mögliche Gottesbegegnung nicht verpassen, müssen wir lernen Gottes Rufen zu hören. Ein Ruf Gottes können z.B. die Kirchenglocken sein, die zum Gottesdienst rufen, oder ein Gespräch in dem eine Not festgestellt wird, die unser Gebet fordert. Oder auch das Erwachen frühmorgens, mit der inneren Klarheit, dass man sich aufmachen soll um für eine bestimmte Sache zu beten. Es ist wichtig, dass wir aufmerksam hören, wo Gott uns ruft.</p>



<p><strong>2. Gottesbegegnung braucht unsere Vorbereitung:</strong><br>Mose hört die Stimme Gottes die ihn ruft. Dann beginnt er mit den Vorbereitungen im Alltag:<br>1. Mose muss die Leitung des Volkes übergeben, wenn er einfach gehen würde – die Folgen wären vermutlich katastrophal.<br>2. Dann muss Josua gerufen werden<br>3. und zuletzt, die notwendigen Sachen gepackt</p>



<p>Auch wir müssen im Alltag Vorbereitungen treffen, um eine Gottesbegegnung vor zu bereiten. Wenn ich stille Tage mache – stille Tage sind eine Zeit, in der ich mich bewußt aus dem Alltag rausnehme und so etwas wie Urlaub mit Jesus mache, in der ich einfach Zeit habe um bestimmte Dinge zu durchdenken, zu reflektieren und durch zu beten – dann muss das geplant werden. Ich muss es mit meiner Familie absprechen, den Ort aussuchen, evtl. ein Zimmer reservieren usw.<br>Oder auch die Gottesbegegnung im Gottesdienst &#8211; auch diese muss organisiert werden. Ich muss rechtzeitig aufstehen, muss mich auf den Weg machen zum Gottesdienstraum, in dieser Zeit kann ich nichts anderes machen usw.<br>Oder die persönliche Gebetszeit und das Lesen in der Bibel. Wenn ich das will, dann muss ich mir überlegen, wann ich aufstehen muss? Ich muss überlegen, wohin kann ich mich zurück ziehen um dann auch wirklich Zeit mit Jesus haben zu können? Usw.<br>Egal wo wir Gott begegnen, in aller Regel braucht dies eine äußerliche Vorbereitung.</p>



<p><strong>3. Gottesbegegnung braucht unsere Zeit:</strong><br>Sechs Tage ist Mose in der Nähe der Wolke (und damit in der Nähe der Gegenwart Gottes), aber er geht nicht hinein. Erst als Gott ihn ruft &#8211; geht Mose hinein. Und er geht alleine – wir dürfen davon ausgehen, dass Josua zurück blieb. Mose hat es sich verkniffen, die Gottesbegegnung herbei zu führen. Er hat sich die Zeit gelassen, die ihm von Gott vorgegeben wurde.</p>



<p>Wenn wir für eine Sache beten, dann erwarten wir häufig eine Antwort von Gott &#8211; das ist gut und richtig. Aber haben und nehmen wir uns auch die Zeit, bis diese Antwort Gottes kommt?<br>Genügt uns der wöchentliche 90 Minuten Gottesdienst? oder nehmen wir uns täglich etwas Zeit, um mit Jesus ins Gespräch zu kommen, um in seiner Gegenwart zu sein? Dürfen es zwei Minuten sein? oder etwas länger? Sind wir morgens bereits geschäftig, oder darf es ruhig angehen, in der Besinnung auf Jesus und sein Wort?→ es geht mir hier nicht darum Druck ausüben – möglichst lange, möglichst oft zu beten oder in der Bibel zu lesen. Es kommt nicht nur auf die Masse der Zeit an! aber es kommt drauf an sich genügend Zeit zu gönnen.</p>



<p><strong>4. Gottesbegegnung braucht unsere Vorbereitung und Zeit im Inneren:</strong><br>Wenn Mose sechs Tage auf dem Berg hockt und wartet, dass Gott ihn ruft, dann heißt das doch, dass sich Mose Zeit nehmen muss für die Vorbereitung im Inneren! natürlich ist das spekulativ, dass Mose sich in den sechs Tagen auf die Gegenwart Gottes vorbereitet. Das steht so nicht im Text, ist aber aus meiner Sicht völlig naheliegend. Diese sechs Tage brauchte Mose um sich auf diese intensive Gottesbegegnung vorzubereiten. Sechs Tage in denen er mit seinen Fragen, Motiven, Hoffnungen, Ängsten usw. mehr oder weniger auf sich alleine gestellt war. Sechs Tage brauchte Mose um bereit zu sein, für diese Gottesbegegnung.</p>



<p>Heutzutage könnten wir z.B. vor Ostern, sieben Wochen auf etwas verzichten, das mir zur Gewohnheit geworden ist oder was ich als Suchtpotential entdeckt habe. Diese sieben Wochen ohne könnte so eine Vorbereitung sein. Eine Art „Reinigung“, ein Ausrichten auf Jesus, ein Einstimmen auf Ostern und die Gottesbegegnung.<br>Eine andere Möglichkeit ist, dass wir uns eine Zeit auferlegen, in der wir uns selbst aushalten in der Stille. In der wir keine Musik hören, kein Fernseher läuft, wir nichts lesen&#8230; das ist wichtig um in der Hektik des Alltages zur Ruhe zu kommen, unsere Gefühle und Gedanken zu sortieren, zu erkennen wie wir sind, wer wir sind und weshalb manches so ist, wie es ist.</p>



<p>Machen wir uns deutlich: Wenn wir Sonntag Morgen zum Gottesdienst hasten, oder meinen dass wir bei Lobpreis oder Predigt einfach mal so voll da sind, auch wenn wir gerade noch mit dem Kopf an was ganz anderes gedacht haben, dann ist das in der Regel, ein Irrtum. Oftmals sind die Predigten nicht so schlecht wie wir meinen dass sie sind, auch der Lobpreis nicht &#8211; oftmals ist es doch viel mehr so, dass wir nicht mit der entsprechenden Einstellung und in guter Vorbereitung da sind und deshalb der Gottesdienst wenig in uns in Bewegung bringt uns wenig bis gar nicht anspricht.</p>



<p>Vor einiger Zeit haben wir im CVJM, vor unserem MAGottesdienst alle aus dem Raum gebeten und dann beim erneuten Betreten des Gottesdienstraumes jedem einzelnen die Füsse gewaschen. Das Ergebnis war eine intensive Erfahrung der Gemeinschaft und der Gegenwart Gottes bei Lobpreis und Predigt. Wir alle waren einfach &#8211; voll da &#8211; hatten uns bewußt auf den Abend und Jesus eingestellt. Jetzt kann man das nicht immer machen, aber es macht deutlich, wie wichtig unsere innere Vorbereitung für den Gottesdienst und die Gottesbegegnung ist.</p>



<p><strong>5. Gottesbegegnung verdient unseren Respekt:</strong><br>Und noch etwas wird bei Mose deutlich – Mose hat einen großen Respekt vor seinem Gott: Mose nähert sich der Wolke, aber er betritt sie erst, als Gott ihn ruft. Mose hat Respekt vor der Gegenwart und Herrlichkeit Gottes. Für Mose ist es keine Sache, die man mal so „gschwind“ macht. Für Mose ist es etwas Besonderes, etwas außergewöhnliches.</p>



<p>Welchen Respekt habe ich, haben wir vor unserem Gott? Und kommt dies in irgendeiner Weise zum Ausdruck? In unserer Kleidung? In unserer Haltung? In unserem Reden und Denken?</p>



<p><strong>6. Gottesbegegnung wird unterschiedlich wahrgenommen:</strong><br>für Josua und Mose war die Gegenwart Gottes sichtbar in der Gestalt einer Wolke, für das Volk unten am Berg, sah die Herrlichkeit Gottes aus wie ein Feuer, als ob der Berg brennen würde.</p>



<p>Es kann sein, dass der gleiche Gottesdienst besucht, die gleiche Predigt gehört, die gleiche Lobpreiszeit begangen wird &#8211; der Eine ist tief berührt, der Andere intellektuell angesprochen, der Dritte hat eine Anregung aus dem Gottesdienst mitgenommen, eine Anregung, die u.U. im Gottesdienst gar nicht vorkam &#8211; doch Gott hat es ihm ins Herz oder in die Gedanken gegeben. Jeder dieser Menschen ist Gott begegnet. Jeder auf eine andere Art. Es gibt nicht die eine Art, wo und wie uns Gott begegnet, sondern ganz unterschiedliche Möglichkeiten der Gottesbegegnung.<br>Ehrfurcht ist in unserem Predigttext ein wesentliches Gefühl, dass mit der Gottesbegegnung zu tun hat. Aber auch Liebe, Annahme, Geborgenheit bringen viele mit Gottesbegegnung in Verbindung, oder eine theologische Erkenntnis. Es kann aber auch sein, dass wir erst im Nachhinein bemerken, dass uns Gott begegnet ist. Denken sie nur an das Gleichnis Jesu vom Endgericht im Matthäusevangelium. Nachzulesen in Matthäus Kapitel 25.</p>



<p><strong>7. Gottesbegegnung ist gefährlich:</strong><br>das kommt hier im Predigttext nicht so klar heraus, aber direkt vor unserem Predigttext &#8211; ich habe es in meiner Nacherzählung mit aufgenommen &#8211; in Vers 11 heißt es: „Und er reckte seine Hand nicht aus wider die Edlen Israels.“<br>Hier wird deutlich, dass die Verantwortlichen (Edlen genannt) damit rechneten, die Begegnung mit Gott, seine Herrlichkeit nicht zu überleben.</p>



<p>Eine Gottesbegegnung kann verändern. Das kennen wir aus der Bibel &#8211; Paulus, der vom Christenverfolger zum Jesus Nachfolger wird. Franziskus von Assisi, der als Sohn eines reichen Tuchhändlers ein Freund der Armen und Aussätzigen wird.</p>



<p>Und auch heute gibt es das noch:<br>Ein mir aus meiner Arbeit im Makarios bekannter junger Mann, dessen Vater schon früh das Weite gesucht hat, und der aus Verzweiflung über seine Geldnot ein Bordell überfällt, geschnappt wird und im Knast sich zurück besinnt, dass Jesus der ist, der ihm neue Perspektive gibt. Heute hilft er Jugendlichen, die in ähnlichen Situationen sind ihr Leben zu ordnen.<br>Oder der Flüchtling aus dem Iran, der sich selbst als einen jähzornigen Mann darstellt. Der sein Geld mit Kickboxen verdient hat und für den Aggressivität ein notwendiger Teil seines Lebens war. Als er in Deutschland zu Jesus findet verändert sich sein Wesen! Seine Frau, mit der er per Telefon im Iran spricht, fragt ihn:“was ist los mit Dir, Du hörst Dich so anders an“ Und als sie ihn nach über 11/2 Jahren wieder sieht bemerkt sie: Er ist ein Lamm unter den Wölfen. Sein Charakter wurde durch die Gottesbegegnung verändert.</p>



<p><strong>8. Gottesbegegnung kann auch einfach so passieren!</strong><br>Als Mose in der Wüste Gott im brennenden Dornbusch begegnet, ist er ganz und gar nicht darauf vorbereitet, und es passiert trotzdem. Nachzulesen in 2.Mose 3<br>Und das ist auch bei uns so. Wir können in einen Gottesdienst schlappen, völlig unausgeschlafen, und Gott begegnet uns trotzdem. Es kann einfach passieren! Es gefällt Gott uns zu begegnen und es gefällt ihm, wenn wir uns danach ausstrecken, IHM zu begegnen.</p>



<p>Zuletzt noch eine Anmerkung:<br>Die Geschichte mit Mose steht im Alten Testament, d.h. sie spielt sich ja vor Geburt, Tod und Auferstehung Jesu ab. Und mit Jesus verändert sich vieles, auch was die Gottesbegegnung betrifft. Als Jesus stirbt, reißt im Tempel in Jerusalem der Vorhang der das Allerheiligste vom Rest des Tempels abtrennt. Dies bedeutet, dass der Weg zu Gott frei ist! und nicht mehr wie vorher, nur der Hohepriester an einem Tag im Jahr das Allerheiligste gehen darf. Das Allerheiligste ist der Ort wo nach jüdischer Überzeugung, die Gegenwart Gottes immer gegenwärtig ist. Doch durch den Tod Jesu dürfen wir alle uns, an allen Tagen des Jahres Gott nähern und IHM begegnen.<br>Jesus verspricht im Matthäusevangelium Kapitel 28 mit seinem letzten Ausspruch, dass er bei uns ist, an allen Tagen &#8211; da heißt doch, dass wir Jesus jederzeit in unserer Nähe haben. ER will uns begegnen. ER ist bereit!</p>



<p>Was ist mit Ihnen?<br>Sehnen Sie sich danach Gott zu begegnen?<br>Was sind Sie bereit dafür zu investieren?</p>



<p>Amen</p>



<p>Foto von <a href="https://unsplash.com/@mattmarzorati?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Matt Marzorati</a> auf <a href="https://unsplash.com/de/s/fotos/god-enclounter?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></p>
<div>1&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Nacherzählt: 2.Mose 24, 12ff</div>]]></content:encoded>
					
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		<title>Frauengeschichten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Peschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Jul 2012 12:27:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Predigt zu 2. Samuel 11 +12 im eAg vom 22.Juli 2012Der Predigttext ist leicht gekürzt – nach der Übersetzung: Hoffnung für alle! Als der Frühling kam, begann wieder die Zeit, in der die Könige ihre Feldzüge unternahmen. Auch König David...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Predigt zu 2. Samuel 11 +12 im <a href="http://www.einanderergottesdienst.de/" target="_blank" rel="noopener">eAg</a> vom 22.Juli 2012<br>Der Predigttext ist leicht gekürzt – nach der Übersetzung: Hoffnung für alle!</span></span></p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><em>Als der Frühling kam, begann wieder die Zeit, in der die Könige ihre Feldzüge unternahmen. Auch König David ließ seine Soldaten ausrücken: Unter der Führung Joabs zogen seine Offiziere mit dem ganzen Heer Israels in den Krieg gegen die Ammoniter. […]. David selbst blieb in Jerusalem.</em></span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><em>Eines Nachmittags, als David seine Mittagsruhe beendet hatte, ging er auf dem flachen Dach seines Palasts spazieren. Da fiel sein Blick auf eine Frau, die im Hof eines Nachbarhauses ein Bad nahm. Sie war sehr schön. David wollte unbedingt wissen, wer sie war, und schickte einen Diener los, der es herausfinden sollte. Man berichtete ihm: &#8222;Die Frau heißt Batseba. Sie ist eine Tochter Eliams und verheiratet mit Uria, einem Hetiter.&#8220;</em></span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><em>David sandte Boten zu ihr und ließ sie holen. Batseba kam, und er schlief mit ihr. Danach kehrte sie in ihr Haus zurück. […]</em></span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><em>Nach einiger Zeit merkte Batseba, dass sie schwanger war. Sie schickte einen Boten zu David, der es ihm sagen sollte. Kaum hatte der König das gehört, ließ er Joab melden: &#8222;Schickt sofort den Hetiter Uria zu mir!&#8220; Joab gehorchte und schickte den Mann zu David. Als Uria ankam, erkundigte sich David zunächst, ob es Joab und den Soldaten gut gehe und wie weit die Belagerung der Stadt schon vorangeschritten sei. Schließlich forderte er Uria auf: &#8222;Geh nun nach Hause zu deiner Frau, bade dich und ruh dich aus!&#8220; Uria war noch nicht weit gekommen, als ihn ein Diener einholte und ihm ein Geschenk des Königs überreichte. Doch Uria ging nicht nach Hause, sondern zur königlichen Leibwache am Tor des Palasts. Dort übernachtete er.</em></span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><em>David hörte davon und ließ Uria gleich am nächsten Morgen zu sich rufen. &#8222;Warum hast du nicht zu Hause bei deiner Frau übernachtet?&#8220;, fragte er ihn. &#8222;Du warst doch jetzt so lange von ihr getrennt!&#8220; Uria antwortete: &#8222;Die Bundeslade steht nur in einem Zelt, und auch die Soldaten Israels und Judas müssen mit Zelten auskommen. Selbst der Heerführer Joab und seine Offiziere übernachten auf offenem Feld am Boden. Und da sollte ich nach Hause gehen, essen, trinken und mit meiner Frau schlafen? So wahr du, mein Herr, lebst: Niemals könnte ich so etwas tun!&#8220; David bat ihn: &#8222;Bleib heute noch hier, Uria. Morgen lasse ich dich dann wieder ziehen.&#8220; So blieb Uria noch in Jerusalem. Am Abend lud David ihn zum Essen ein und machte ihn völlig betrunken. Doch auch diesmal ging Uria nicht nach Hause, sondern schlief wieder bei der Leibwache am Palast.</em></span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><em>Am nächsten Morgen schrieb David einen Brief an Joab und gab ihn Uria mit. Darin befahl er seinem Heerführer: &#8222;Stell Uria an die vorderste Front, wo der Kampf am härtesten tobt![…]zieht euch zurück, damit er getroffen wird und stirbt.&#8220; Joab hatte die Feinde in der belagerten Stadt schon länger beobachtet, und so wusste er, wo ihre gefährlichsten Leute standen. Genau dort setzte er nun Uria ein. Als nun die Ammoniter aus der Stadt herausstürmten und angriffen, wurden einige Israeliten getötet, und auch der Hetiter Uria war unter den Gefallenen. Joab ließ David über den Ablauf des Kampfes genau unterrichten. […]</em></span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><em>Als Batseba hörte, dass Uria gefallen war, hielt sie die Totenklage für ihren Mann. Gleich nach der Trauerzeit ließ David sie zu sich in den Palast holen und heiratete sie. Bald darauf brachte sie einen Sohn zur Welt. Der Herr aber verabscheute, was David getan hatte.</em></span></span></p>
<cite>2.Samuel 11 + 12</cite></blockquote>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Das 11 Kapitel endet mit dem Satz: </span></span><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><em>Der Herr aber verabscheute, was David getan hatte. </em></span></span><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Wie geht es uns, wenn wir diese Geschichte hören?</span></span><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Verabscheuen wir auch – wie Gott – was David getan hat? Oder fühlen wir uns eher mit David verbunden – seinem Versagen, seiner Schwäche?</span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Laut eines Artikels in Focus, ist Untreue nach wie vor einer der häufigsten Scheidungsgründe, nämlich etwa 35 Prozent der Scheidungs-Fälle gehen auf Eifersucht, Untreue oder einen neuen Partner zurück. Und einer Forsa-Umfrage zufolge, halten 45 Prozent der Deutschen einen Seitensprung für unverzeihlich.</span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Wohin gehören wir? Was hätte David bei einer solchen Umfrage wohl gesagt? Ich glaube, wenn David gefragt worden wäre, ob Ehebruch unverzeihlich ist, dass David dann auch zu den 45 Prozent gehört hätte, die einen Seitensprung für unverzeihlich gehalten hätten. Und trotzdem: David tut es. Der Bibeltext beschönigt es nicht – David wird zum Ehebrecher!</span></span></p>



<h3 class="wp-block-heading">Was ich für richtig halte und was ich tue&#8230;.</h3>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Wie ist das in meinem Leben? Wie ist das in Ihrem Leben? Was halte ich – was halten Sie &#8211; alles für gut, für richtig, für wichtig – und wir handeln trotzdem nicht danach? Natürlich gibt es dafür gute Gründe – warum wir es nicht, oder nicht immer, oder nicht genau so machen, wie wir wissen, dass es richtig oder gut wäre.</span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Bei David könnte man auch gute Gründe anführen – oder zumindest für Männer gut nachvollziehbare. Was muss sich die Batseba eigentlich öffentlich waschen, während David seine Runde dreht? Züchtig ist das ja nicht gerade – schließlich war sie zum Waschen nackt! Hat sie es vielleicht sogar darauf angelegt, dass David sie zu sehen bekam? Wieso wäscht sie sich nicht im Haus? Dann wäre David erst gar nicht in Versuchung gekommen! Dass ein Mann auf eine schöne nackte Frau reagiert, das ist doch nur zu verständlich. Oder?</span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Na ja, wenn es beim Schauen geblieben wäre. Aber dann muss David ja anfangen Nachforschungen zu betreiben – das ist der Anfang – der am Ende zu Ehebruch und Mord führt…. und hier wird deutlich warum Jesus die Gebote verschärft und sagt:</span></span> </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><em>Ihr habt gehört, dass gesagt ist »Du sollst nicht ehebrechen.« Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, sie zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen.</em></span></span></p>
<cite>Matthäus 5, 27f</cite></blockquote>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Tolstoi sagt das mit anderen Worten so: </span></span></p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Was Du heute denkst, wirst Du morgen tun. </span></span></p>
</blockquote>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Und schon vor Jesus haben die Juden im Talmud festgehalten: </span></span></p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden zu Worten.<br>Achte auf Deine Worte, denn sie werden zu Handlungen.<br>Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden zu Gewohnheiten.<br>Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.<br>Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal. </span></span></p>
</blockquote>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Wie sehr sich diese Dinge in dieser Davidsgeschichte bewahrheitet, werden wir noch erkennen.</span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Hätte David besser auf seine Gedanken geachtet, dann hätte er vielleicht gar nicht erst seine Erkundigungen eingezogen. Und als er durch diese Erkundigungen erfährt, dass diese Frau verheiratet ist – da hätte er doch STOPP sagen können. Doch seine Gier ist nicht mehr zu stoppen – seine Lust ist schon zu weit gediehen. In seiner Phantasie hat er schon längst mit ihr geschlafen und hinter seine Phantasie, will er nicht zurückgehen. Er holt sie sich ins Haus – und schläft mit ihr. </span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Und das alles tut er, obwohl er eine enge Beziehung mit Gott hatte! Das alles tut er obwohl er die zehn Gebote kannte. Das alles tut er obwohl er wusste, dass es in der Bibel heißt: <em>Du sollst nicht die Ehe brechen <sup class="modern-footnotes-footnote ">1</sup>– </em>und:<em> Du sollst nicht nach der Frau Deines Nächsten verlangen!</em><sup class="modern-footnotes-footnote ">2</sup> David wusste, dass der Schutz der Ehe für Gott so wichtig ist, dass Ehebruch mit dem Tode bestraft werden soll – und damit genauso stark, wie das Töten eines anderen Menschen. Und doch geht David den Weg weiter, den er auf seinem Dach begonnen hat. Den er in seiner Phantasie und mit dem Auftrag Erkundigungen einzuholen fortgesetzt hat. Und ich frage mich – und David fragt sich später das sicher auch: Warum hat er nicht einfach weg geschaut? Warum ist er nicht wieder ins Haus gegangen?</span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Vielleicht ist die Versuchung zum Ehebruch nicht das Problem, mit dem ich oder sie zu kämpfen haben: das Prinzip aber, das in dieser Geschichte aufgezeigt wird, kennen wir alle – wir tun etwas – oder wir sind dabei etwas zu tun, das nicht in Ordnung ist. Doch wir treten dieser Versuchung, dieser Sünde, diesem Unrecht nicht gleich von Anfang an entgegen, sondern lassen uns auf ein Spiel ein: vielleicht ist es ja doch noch irgendwie zu rechtfertigen!? Mal sehen, wie weit ich gehen kann… usw. Na ja, so schlimm ist das doch nicht. Ich will ja nur mal… Das war auch Davids Fehler, so hat David auch gedacht: er schaut hin, er erkundigt sich über die Frau – und wäre sie nicht verheiratet gewesen, dann wäre es ja auch kein Problem gewesen….</span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Ich möchte das, was ich mit dem Prinzip meine, das diese Geschichte meiner Meinung nach verdeutlicht, noch ein wenig erläutern:<br>Wenn ich heute nicht immer aufrichtig zu meinen Kindern bin – im Rahmen dessen, was sie verstehen können – sondern zu „Notlügen“ greife, damit ich einer Quengelei oder einer Stresssituation aus dem Weg gehen kann, dann ist es sehr schnell passiert, dass ich eine weitere Lüge benötige – damit meine erste Lüge nicht enttarnt wird, und dann wird vielleicht sogar noch mehr daraus, weil ich etwas tun muss, das ich nicht tun will – um die erste Lüge nicht zu entlarven. </span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><strong>Ein simples Beispiel:</strong> Mal angenommen, mein Kind will unbedingt eine bestimmte Sendung anschauen. Ich will das aber nicht, weil ich selber was gucken möchte. Wenn ich dann zu dem Kind sage: heute kommt Deine Sendung nicht, damit es nicht quengelt oder heult – kann ich zunächst mal zufrieden sein. Doch was, wenn am nächsten Tag das Kind im Kindergarten erfährt, dass seine Sendung doch gekommen ist? Lüge ich dann weiter? Verdrehe ich die Wahrheit noch mehr, damit meine erste Lüge nicht bekannt wird? Ja bei denen ist die Sendung gekommen, aber nicht bei uns&#8230;. sie können sich selber was überlegen. Es würde nicht mit Mord enden – aber das Prinzip ist das gleiche! Und was ist die Folge?<br>Die Folge ist dann, dass ich mich nicht wundern brauche, wenn später die Kinder meinen Aussagen nicht zu 100% vertrauen! denn sie werden früher oder später die Lügen und Täuschungen erkennen! und das wird sie prägen. Genauso wie es meine Kinder prägt, wie ich mit meinen Eltern umgehe! wie ich mich um Andere kümmere, wie ich mein Geld ausgebe oder spende….usw. und deshalb ist es meiner Meinung nach umso wichtiger: keine Kompromisse! Sondern: Entscheidung für das, was vor Gott richtig ist!</span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><strong>Ein anderes, reichlich profanes Beispiel:</strong> fahren in einer 30er Zone – mit 50km/h. Ist eine Ordnungswidrigkeit – keine Straftat. Doch was, wenn ich jemanden durch mein zu schnelles Fahren verletze – oder vielleicht sogar töte? Sage ich dann, um mich zu schützen: ich bin auf jeden Fall nur 30km/h gefahren? Oder gebe ich zu, zu schnell gewesen zu sein? Und versuche ich dann sogar das alles so hin zu drehen, dass die verletzte Person schuld ist und ich ganz und gar nicht&#8230;.?</span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Keine Kompromisse! Sondern Entscheidung für das, was vor Gott richtig ist.</span></span></p>



<h3 class="wp-block-heading">Lügen, Lügen, Lügen</h3>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">David schickt Batseba gleich nach dem Beischlaf wieder in ihr Haus zurück, vielleicht hatte er ein schlechtes Gewissen bekommen, oder es war einfach nur die Taktik des Vertuschens. Spätestens aber, als er die Nachricht bekommt, dass Batseba schwanger ist, wusste David, dass er was unternehmen musste, damit sein Versagen nicht offensichtlich werden würde. Denn selbst für David wäre ein offener Ehebruch sicherlich nicht ohne Folgen geblieben. Auch als König unterstand er den Gesetzen.</span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">David versucht zuerst, Uria sein Kind unter zu jubeln, indem er ihn nach Jerusalem holen lässt, damit er mit seiner Frau schläft. Dann könnte das Kind ja auch von Uria sein. Doch das misslingt. Denn Uria, der Ausländer – der Nicht Jude!, ist ein Mann von Ehre – ganz im Gegensatz zu David. Auch jetzt hätte David noch alles anders machen können. Was wäre passiert, wenn er Uria gesagt hätte, was passiert ist? Uria ist ihm gänzlich ergeben – vielleicht…. doch David wagt es nicht. Und so lässt er Uria töten. Eine Sünde, nämlich Ehebruch, die mit dem Tod bestraft werden soll – endet mit einem Tod – aber mit dem Tod dessen, der betrogen wurde. Wobei endet ist ja nicht richtig.</span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Nach der Trauerzeit heiratet David dann Batseba. Diese gebärt ihm einen Sohn. Und dann geschieht folgendes: Ich lese aus dem 2.Samuel 12</span></span></p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><em>Der Herr sandte den Propheten Nathan zu David. Als Nathan vor dem König stand, sagte er zu ihm: &#8222;Ich muss dir etwas erzählen: </em></span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><em>Ein reicher und ein armer Mann lebten in derselben Stadt. Der Reiche hatte sehr viele Schafe und Rinder, der Arme aber besaß nichts außer einem kleinen Lamm, das er erworben hatte. Er versorgte es liebevoll und zog es zusammen mit seinen Kindern groß. Es durfte sogar aus seinem Teller essen und aus seinem Becher trinken, und nachts schlief es in seinen Armen. Es war für ihn wie eine Tochter. Eines Tages bekam der reiche Mann Besuch. Er wollte seinem Gast, der einen weiten Weg hinter sich hatte, etwas zu essen anbieten. Aber er brachte es nicht über sich, eines seiner eigenen Schafe oder Rinder zu schlachten. Darum nahm er dem Armen sein einziges Lamm weg und bereitete es für seinen Besucher zu.&#8220;</em></span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><em>David wurde vom Zorn gepackt und brauste auf: &#8222;So wahr der Herr lebt: Dieser Mann hat den Tod verdient! Dem Armen soll er vier Lämmer geben für das eine, das er ihm rücksichtslos weggenommen hat.&#8220;</em></span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><em>Da sagte Nathan zu David: &#8222;Du bist dieser Mann! Der Herr, der Gott Israels, lässt dir sagen: &#8218;Ich habe dich zum König von Israel erwählt und dich beschützt, als Saul dich umbringen wollte. Den gesamten Reichtum Sauls und auch seine Frauen habe ich dir gegeben. Ganz Israel und Juda gehören dir. Und sollte dir das noch zu wenig sein, würde ich dir sogar noch mehr schenken. Warum also missachtest du meinen Willen? Warum hast du getan, was ich verabscheue? Den Hetiter Uria hast du ermordet und dann seine Frau geheiratet. Ja, du, David, bist der Mörder Urias, denn du hast angeordnet, dass Uria im Kampf gegen die Ammoniter fallen sollte! Von mir hast du dich abgewandt und Uria die Frau weggenommen. Darum sollen von nun an in jeder Generation einige deiner Nachkommen einen grausamen Tod erleiden. Ich, der Herr, sage dir: Jemand aus deiner eigenen Familie wird dich ins Unglück stürzen. Ich selbst werde dafür sorgen. Du musst erleben, wie ein Mann, der dir sehr nahe steht, dir deine Frauen wegnimmt und in aller Öffentlichkeit mit ihnen schläft. Was du, David, heimlich getan hast, das lasse ich am helllichten Tag geschehen. Ganz Israel soll Zeuge sein.'&#8220;</em></span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><em>Da bekannte David: &#8222;Ich habe gegen den Herrn gesündigt.&#8220; </em></span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><em>Nathan erwiderte: &#8222;Der Herr hat dir vergeben, du wirst nicht sterben. Doch wegen deiner Tat spotten die Feinde Gottes noch mehr über ihn. Darum muss der Sohn, den Batseba dir geboren hat, sterben.&#8220;</em></span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><em>Nach diesen Worten ging Nathan wieder nach Hause. Der Herr ließ das Kind, das Urias Frau geboren hatte, todkrank werden.[…]</em></span></span> <span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><em>Am siebten Tag starb das Kind.[…]</em></span></span></p>
<cite>2.Samuel 12</cite></blockquote>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">So sehr ich im ersten Teil der Geschichte über Davids Verhalten den Kopf schütteln kann, so sehr versetzt es mich in höchsten Respekt, wie David auf die Aussage Nathans: </span></span><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><em>Du bist der Mann!</em></span></span><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"> reagiert.</span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Wie kann David auf der einen Seite so was tun, wie diesen Ehebruch und auf der anderen Seite fähig sein, so direkt und konkret auf die Aussage Nathans zu reagieren? David wusste schon bevor Nathan kam, dass er Mist gebaut hatte – auch wenn er versucht hat, diesen zu vertuschen. Doch als er konkret auf seine Sünde angesprochen wird, bekennt er: </span></span><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><em>Ich habe gegen den Herrn gesündigt!</em></span></span><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"> Er benötigt oder gebraucht keine Ausreden, er versucht nicht sich unwissend zu stellen, er versucht nicht seine Sünde klein zu reden, oder Batseba in die Schuhe zu schieben! David bekennt seine Sünde – und benennt das, was ihm am meisten Problem bereitet: er hat gegen den HERRN gesündigt! Der Ehebruch und der Mord an Uria, sind schlimme Taten gegen die Gemeinschaft der Menschen, gegen Recht und Gesetz – aber sie sind vor allem – aus der Sicht Davids – Sünden gegen den Herrn der Welt! </span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Dieses Bekenntnis seiner Verfehlung, rettet ihm das Leben – denn nach dem Gesetz hätte David sterben müssen! Sogar zweimal: einmal für den Ehebruch, einmal für den Mord! Doch statt David müssen Andere leiden: sein gemeinsames Kind mit Batseba soll sterben, seine Frauen öffentlich missbraucht werden, von jemandem aus seiner Familie. Die Bibel berichtet einige Kapitel später davon, dass sein eigener Sohn Absalom dies tun wird. Und, die dritte Vorhersage ist, dass einige Nachkommen Davids, werden einen grausigen Tod sterben.</span></span></p>



<h3 class="wp-block-heading">Gottes Gerechtigkeit</h3>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Was ist das für eine Gerechtigkeit? David selbst bleibt ungeschoren – David hat mit Batseba gesündigt – aber es stirbt das Kind und Davids Frauen werden öffentlich missbraucht?&nbsp; Das entspricht nicht unserer Gerechtigkeitsvorstellung! Auch nicht dem Bild, das wir von einem gerechten Gott haben. Ich bin da ja eher ein pragmatisch eingestellter Mensch und denke mir, dass Gott schon seine Gründe haben wir, so zu handeln. Trotzdem will ich kurz andeuten, wie ich die Strafen, die Gott durch Natan zu David spricht deute.</span></span></p>



<ol class="wp-block-list">
<li><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">das was später Absalom, der Sohn Davids mit Davids Frauen tut und, dass er sich gegen seinen Vater auflehnt und ihn als König ablösen will, ist Folge dessen, wie David seine Sexualität gelebt hat, und seine Vaterschaft. Das kommt nicht einfach von oben herab – in dem Sinn, dass Gott dies in Absalom einpflanzt – auch wenn Natan sagt, dass Gott selber dafür sorgen wird, dass es so passiert – in Absalom sind die Grundlagen dafür längst geschaffen.</span></span></li>



<li><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">dass einige Nachkommen Davids grausliche Tode sterben werden, ist auch schon vorprogrammiert. Durch Davids Vielweiberei werden unglaublich viele theoretische Thronfolger geboren. Dass es da zu Streiterei und Zwist kommt ist klar und die Menschen damals waren nicht zimperlich und somit auch die entsprechenden Gräultaten.</span></span></li>



<li><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">der Tod des gemeinsamen Kindes von David und Batseba, begründet Nathan mit den Worten: </span></span><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><em>Doch wegen deiner Tat spotten die Feinde Gottes noch mehr über ihn(=Gott). Darum muss der Sohn, den Batseba dir geboren hat, sterben.&#8220;</em></span></span><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"> Gott schenkt einem Kind das Leben – und nimmt es wieder – um seine Gerechtigkeit wieder herzustellen. Denn wenn Gott für ein Vergehen die Todesstrafe fordert, dann muss er dies auch vollziehen, sonst ist er ein zahnloser Gott – vor allem für die um Israel lebenden Völker. </span></span></li>
</ol>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Erst mit Jesus Christus ist diese Logik aufgehoben worden, doch bis zu diesem Ereignis dauert es ja noch knapp 1000 Jahre.</span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Wie schon gesagt, das sind meine Erklärungen in aller Kürze! </span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Doch nun zurück zu uns und der eigentlichen Geschichte! </span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Im ersten Teil der Geschichte sollte David uns ein mahnendes Beispiel sein! Mahnend, dass wir nicht in die Sünde hineinschlittern, sondern ein Stoppschild setzten. Lassen wir uns nicht täuschen und uns nichts vor machen – wir haben immer eine Wahl, das Eine oder das Andere zu tun! Oder zu lassen! Ich kann nicht anders ist eine Lüge! Und denken wir auch daran, dass das was wir jetzt tun, Auswirkungen auf die Zukunft haben wird – weil wir durch unser Verhalten Dinge auslösen, die damit zusammen hängen.<br>Im zweiten Teil der Geschichte soll uns David ein leuchtendes Beispiel sein: wenn wir auf persönliches Versagen angesprochen werden, auf Sünde, Ungerechtigkeit… dann sollten wir sofort Buße tun und bekennen – und nicht uns rausreden, das Versagen klein reden, auf die Schuld der Anderen verweisen, oder denen die Schuld zuschieben…. wir haben nichts zu verlieren! Gott kennt alle unsere Sünden!</span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Ich glaube, dass David seine Sünde so klar bekennen konnte, weil er eine gute Gottesbeziehung hatte und ihm diese Beziehung das wichtigste im Leben war. Als Nathan ihm seine Sünde gezeigt hat – hat er erkannt, dass er die Gottesbeziehung gefährdet hat, und das hat ihn zum sofortigen Umkehren bewogen. Seine Sünde war eine Last für ihn, und als sich die Möglichkeit bot, diese abzugeben, hat er es getan – und war bereit die Folgen dafür zu tragen! Das heißt im Umkehrschluss, je besser meine Gottesbeziehung ist, desto besser bin ich vor solchen Fehltritten geschützt und je wichtiger mir die Beziehung zu Gott ist, desto besser wird es mir gelingen, Fehlverhalten zu bekennen und von meinem Fehlverhalten umzukehren.</span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Übrigens ist der nächste König von Israel ein gemeinsamer Sohn Davids und Batsebas. Und dieser Salomo taucht auch im Stammbaum Jesu auf! So zeigt uns die Geschichte auch: Gott schreibt auch auf krummen Linien gerade!</span></span></p>



<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Amen</span></span></p>



<p>Foto von <a href="https://unsplash.com/@santesson89?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Andrea De Santis</a> auf <a href="https://unsplash.com/de/s/fotos/david?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></p>
<div>1&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;2.Mose 20, 14</div><div>2&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;2.Mose 20, 17</div>]]></content:encoded>
					
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