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Predigten, Impulse und andere Inhalte von Verkündigung

Auf Dich sind unsere Augen gerichtet!

Biblischer Impuls zu „Wir wissen nicht, was wir tun sollen, sondern auf Dich sind unsere Augen gerichtet!“ (2. Chronik 20,12)

1. Einleitung:

  • Manche Dinge weiß ich. Mein Geburtsdatum z.B. oder wo ich wohne, wie ich heißt. Wer meine Frau ist. Was CVJM heißt. Dass Jesus mein Retter und Freund ist. Beim letzten würden manche sagen, das weißt Du nicht, das glaubst Du!
  • Manche Dinge meine ich zu wissen. Nämlich, dass Linux besser ist als Windows. Oder dass der VFB eine Top Mannschaft hat. Oder dass der CVJM die beste JA in der Stadt macht. Aber keine dieser Aussagen ist nicht anfechtbar. Jede ist irgendwie auch relativ.
  • Dann gibt es Dinge die weiß ich nicht. Wie der Hunger in der Welt gestoppt werden kann. Oder wie sich der Ukrainekrieg weiter entwickelt, oder ob die deutsche Wirtschaft bald wieder ordentlich wächst
  • Das gleiche gilt für Situationen. Manchmal ist mir klar was zu tun ist. Manchmal brauche ich ein wenig oder auch mehr Zeit um es zu wissen was zu tun ist und manchmal hab ich keine Ahnung. Die Situation oder die Fragestellung ist zu komplex, zu schwierig, hat zu viele Unwägbarkeiten, oder es ist zu viel in Bewegung, als dass ich wissen könnte, was zu tun oder zu lassen ist.
  • In den letzten drei Jahren, war ich oft an dem Punkt, dass ich sagen musste: keine Ahnung was wir / was ich tun soll.

2. Die Situation im Bibeltext (2. Chronik 20)

  • Vor einiger Zeit ist mir dazu ein Bibelvers ins Herz gefallen. Er steht in 2.Chronik 20 und lautet: „Wir wissen nicht, was wir tun sollen, sondern auf Dich sind unsere Augen gerichtet!“
  • In den Chroniken werden geschichtliche Ereignisse der Bibel von Adam bis zum letzten judäischen König erzählt.
  • Israel in der Zeit König Josafat (9. Jhdt vor Jesus) steht vor einer existenziellen Krise: Ein riesiges Heer zieht gegen ihn.
  • Er gerät in Angst, ruft ein Fasten aus und betet: „Wir wissen nicht, was wir tun sollen, sondern auf dich sind unsere Augen gerichtet!“ (2. Chronik 20,12)
  • Daraufhin schickt Gott einen Propheten, der verheißt, dass Gott retten wird.
  • In so einer (scheinbar) ausweglosen Situation Gott anzurufen erscheint logisch. Ist aber nicht selbstverständlich.
    • Wer weiß, was passiert wäre, wenn unsere Verantwortlichen in Kirche und Politik zur Coronazeit so ein Fasten und ein Schauen auf Jesus aufgerufen hätten?

3. Auf Jesus schauen – immer, nicht nur in der Krise

  • Wenn wir beten: „wir wissen nicht was wir tun soll, aber unsere Augen sind auf Dich gerichtet“, dann
    • geben wir unsere Ohnmacht und Hilflosigkeit zu, vor uns, vor Jesus, ggf. auch vor den anderen, mit denen wir unterwegs sind. Und wir geben die Sorgen, die Not Jesus in die Hand! Dass er sich kümmert.
    • Und dann schauen wir auf Jesus! Und wenn wir das tun, dann ist das Gottes Landebahn. Gott sagt (2.Kor.12,9): „Meine Gnade ist alles, was Du brauchst! Denn gerade wenn Du schwach bist, wirkt meine Kraft ganz besonders an Dir.“ Oder mit anderen Worten: wenn wir unsere Schwachheit eingestehen, dann bieten wir dem Heiligen Gesit einen Landeplatz, auf dem er landen kann und dann durch mich wirken kann und etwas großartiges tun kann.
  • Die Ohnmacht einzugestehen ist der erste Schritt. Dann folgt die Situation Jesus geben. Abgeben. Dann strecke ich mich nach Jesus aus und sage: handle Du Jesus.
    • Manchmal schwer. Streite mich seit eindreiviertel Jahren mit Netze BW wegen Zählerwechsel. Hab alles versucht um eine Lösung zu finden. Bin total ratlos. Hab es mehrmals Jesus übergeben. Herausfordernd…..
  • Wichtig ist mir: Die Aussage „Auf dich sind unsere Augen gerichtet“ darf nicht nur Notgebet sein.
  • Jesus sagt: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“ (Joh 14,6) – nicht „eine Möglichkeit unter vielen“. Er ist es auf den es ankommt, nicht nur in der Krise.
  • Wir sind eingeladen, kontinuierlich auf ihn zu schauen:
    • Im Gebet, indem wir unser Wissen, unsere Pläne, unsere Ratlosigkeit, aber auch unsere Sicherheiten vor Jesus bringen
      • Herausforderung: Nicht nur meine Ratlosigkeit, sondern auch meine vermeintlichen Sicherheiten in seine Hand zu geben.
    • Im Hören auf sein Wort/ lesen der Bibel
    • In der Gemeinschaft
    • in der Offenheit zu hören und/ oder zu sehen, was Jesus tut, was Jesus will.

4. Überleitung Lobpreis und Gebet

  • Ihr Lieben, wir beginnen unsere gemeinsamen Treffen nicht mit Impuls, Lobpreis und Gebet, weil es Tradition ist. Wir beginnen damit, weil wir zuallererst auf Jesus schauen wollen. Es ist ein praktischer Ausdruck davon, dass wir unsere Augen auf Jesus ausrichten und ALLES vor IHN bringen. Und ALLES von IHM erwarten.
  • Es ist gut, auch im Alltag immer wieder inne zu halten und Jesus die Dinge hin zu halten die gerade um uns sind. Ich versuche das immer wieder. Dann setze ich mich in meinem Büro auf einen Stuhl (da ich bei der PC Arbeit immer stehe, ist das eine Veränderung) und lege Jesus das hin, was mich umtreibt.
  • Manchmal redet Gott dann so deutlich, dass ein Gedanke oder eine Idee entsteht, die die Lösung ist, oder auf dem Weg zur Lösung hilft. Manchmal aber ist es auch einfach so, dass nix passiert. Aber dann habe ich meine Unsicherheit, meine Ratlosigkeit adressiert und will darauf vertrauen, dass dieser Jesus sich drum kümmert oder mir zur rechten Zeit sagt, was zu tun ist.

Amen

Photo by Roman Petrov on Unsplash

Andreas Peschke

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